Cover-Bild After the Fire

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Ersterscheinung: 24.07.2020
  • ISBN: 9783423438049
Will Hill

After the Fire

Roman
Wolfram Ströle (Übersetzer)

Der einzige Weg aus der Dunkelheit ist, ein Feuer zu entzünden

Schwer verletzt liegt die 17-jährige Moonbeam im Krankenhaus und sieht sich einem Psychologen und einem FBI-Agenten gegenüber. Sie, die zu den wenigen Überlebenden nach der schrecklichen Brandkatastrophe gehört, soll erzählen, wie das Leben war auf der Farm der Gotteslegionäre. Wie ist es zu dem schrecklichen Feuer gekommen, wie zu der Schießerei zwischen den Gotteslegionären und der Polizei? So viele sind gestorben. Zögerlich öffnet sich Moonbeam, glaubt, dass man ihr helfen will, und fängt an zu erzählen, wie das Leben vor dem Feuer war und wie das Leben sich danach anfühlt. Eine Sache aber kann sie nicht erzählen. Doch sie muss aussprechen, was sie getan hat, will sie nicht daran zerbrechen.

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2020

ine intensive, berührende Geschichte, authentisch und fesselnd geschrieben

1

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich war richtig neugierig auf den Inhalt. Vom Autor Will Hill hatte ich bisher noch nichts gelesen und dieses Buch hat mich positiv überrascht. Der Klappentext ...

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich war richtig neugierig auf den Inhalt. Vom Autor Will Hill hatte ich bisher noch nichts gelesen und dieses Buch hat mich positiv überrascht. Der Klappentext hat absolut gehalten, was er versprochen hat.
Die 17jährige Moonbeam wächst in einer Sekte auf. Ihr Alltag ist geprägt von religiösem Wahn. Strenge Regeln und Bestrafungen sind an der Tagesordnung. Als ein Feuer ausbricht, wird das Lager der Sekte zerstört. Gleichzeitig liefern sich die Sektenmitglieder eine heftige Schießerei mit der Polizei – es gibt viele Opfer.
Die Story beginnt, als Moonbeam im Krankenhaus aufwacht und sich einem Pyschologen und einem FBI-Agenten gegenüber sieht. Sie hat die Brandkatastrophe als eine der wenigen überlebt. Doch es gab viele Tote und es gibt noch mehr offenen Fragen.
Das Buch wird aus zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Zum einen geht es um die Zeit vor dem Brand und Moonbeams Krankenhausaufenthalt und zum anderen werden die Geschehnisse nach Moonbeams Erwachen erzählt.
Der Schreibstil des Autors ist locker und flüssig, ziemlich direkt und das hat gut zur Hauptfigur gepasst. Je weiter man liest, je mehr ist man schockiert und aufgewühlt.
Moonbeam wurde vom Autor authentisch dargestellt. Sie erzählt von Erlebnissen, die ihren Alltag bestimmten und das ohne große Emotionen. Das wirkt sehr erwachsen, passt gut zur Protagonistin und lässt sich gut lesen. Vieles ist für Moonbeam normal, für den Leser oder eben einem Außenstehenden, aber schockierend. Durch den FBI-Agenten und den Psychologen bekommt man Stimmen, die in diesen schockierenden Momenten das aussprechen, was der Leser denkt. Das hat der Autor geschickt gemacht.
Moon ist unglaublich stark, denn sie hat in der Sekte überlebt, deren Alltag und religiöse Wahnvorstellungen einfach nur heftig sind. Dass sie da mit einer halbwegs intakten Seele herausgekommen ist, hat mich beeindruckt. Und sie hat ihren Sinn für Humor nicht verloren. Doch wie wird ihr Leben in Freiheit weitergehen?
Der Autor legt in diesem Buch sein Augenmerk auf die Kinder der Sekte. Auf die, die dort hineingeboren wurden und die, die mit ihren Eltern hinzugekommen sind. Und man fragt sich immer wieder, was Menschen veranlasst, solch einer Sekt beizutreten.
Aufgelockert wurden die Story tatsächlich durch die Erzählstränge „davor“ und „danach“.
„After the Fire“ ist ein Thriller, gleichzeitig ein Drama, das fesselnd erzählt wurde. Durch den Wechsel der Zeitebenen erlebt man als Leser, wie die Vergangenheit Stück für Stück aufgedeckt wird. Dabei steht in der Geschichte nicht die Spannung im Vordergrund. Irgendwann war für mich vorhersehbar, was geschehen ist, aber das hat mich nicht weiter gestört, denn interessant ist die Story trotzdem. Was mich beeindruckt hat, war die Intensität dieses Buches. Der Autor hat realistisch erzählt, dem Leser die intensiven Gefühle näher gebracht und er hat nichts beschönigt, sondern den Leser schonungslos am Leben der Sekte und dem „danach“ teilhaben lassen.
Moonbeams Entwicklung ist beindruckend dargestellt und aufgrund der starken Protagonisten kommt die Story gut ohne eine eingebaute Liebesgeschichte aus.
Fazit:
Eine intensive, berührende Geschichte, authentisch und fesselnd geschrieben. Die Protagonistin ist ebenso sympathisch wie stark, wie das ganze Buch. Von mir gibt’s eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 29.11.2020

Eindrucksvoll beängstigend

0

Für die 17-jährige Moonbeam hat sich das Leben komplett verändert, als sie schwer verletzt in einem Krankenhaus aufwacht. Als eine der wenigen Überlebenden der isolierten Glaubensgemeinschaft der Gotteslegionäre ...

Für die 17-jährige Moonbeam hat sich das Leben komplett verändert, als sie schwer verletzt in einem Krankenhaus aufwacht. Als eine der wenigen Überlebenden der isolierten Glaubensgemeinschaft der Gotteslegionäre wird sie von behutsam von einem Psychologen und einem FBI-Agenten befragt. Was geschah bei der schrecklichen Brandkatastrophe, die bei dem tödlichen Gefecht zwischen Polizei und ihren Glaubensbrüdern ausgebrochen ist? Wie lebten die Gotteslegionäre, dass es soweit gekommen ist? Gehemmt versucht sich Moonbeam zunehmend zu öffnen. Aber wie erzählt man von der Hölle, wenn sie als Himmel schien?

Diese Geschichte ist erschütternd und geht emotional unter die Haut. Das liegt vor allem an der Protagonistin Moonbeam, die einerseits sensibel wirkt, anderseits aber auch mutig. Ihre Erzählungen von dem Leben in der Sekte sind sehr real wirkend und man kann sich sehr gut in das Gedankengut einfühlen. Wie kann Moonbeam einen Weg ins Leben ausserhalb des Zauns finden? Ist das überhaupt möglich, wenn man von klein auf eine Gehirnwäsche durchlebt hat?

Mein Fazit: Ein Buch, das eine andere Seite des Lebens aufzeigt. Beeindruckend realitätsnah. 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.10.2020

Authentisch auf eine ganz andere Art und Weise

0

“After the fire“ von Will Hill handelt von Moombeam, einem 17 Jährigen Mädchen. Dieses ist ein Exmitglied einer Gottes Legion/ Sekte und Überlebende eines Brandes. Nun wird sie therapeutisch behandelt ...

“After the fire“ von Will Hill handelt von Moombeam, einem 17 Jährigen Mädchen. Dieses ist ein Exmitglied einer Gottes Legion/ Sekte und Überlebende eines Brandes. Nun wird sie therapeutisch behandelt und schildert uns Stück für Stück ihre dramatische Vergangenheit.

Das Buch ist sehr besonders aufgebaut, denn die Geschichte ist nicht chronologisch aufgebaut, sondern wird durch Rückblenden von Moonbeam erzählt. Ihre sehr detaillierten Schilderungen entstehen in den Therapiesitzungen und durch ihre Nacherzählungen kann man sich gut in ihre Situation und die Atmosphäre in dem Lager allgemein gut hineinversetzen. Man bekommt einen Eindruck wie das Leben mit einem machtsüchtigen gewalttätigen Sektenführer sein muss und wie hilflos und abhängig sich die Mitglieder fühlen mussten während sie alles Unrecht ertragen mussten.
Dadurch dass Moonbeam im Laufe des Therapieprozesses immer offener wird und ihre Denkweise sich verändert, werden Fragen die am Anfang aufgeworfen werden am Ende beantwortet und es entsteht eine gute Spannung.
Ich finde besonders interessant, dass das Buch die Gedanken von Moonbeam in den Vordergrund stellt und die komplexen Gedankengänge frühkindlicher Indoktrination/ Beeinflussbarkeit total gut beschreibt.
Mir gefällt auch insgesamt der Charakter “Moonbeam“ den der Autor erschaffen hat. Sie ist mutig, loyal, selbstbewusst, freundlich und hat ein gutes Gespür für Menschen. Sie erzählt igre dramatische Geschichte mit einer solchen Herzlichkeit, dass einem oftmals die Augen feucht werden.
Zusammmenfassend bin ich sehr begeistert von dem Buch, gleichzeitig aber auch sehr entsetzt von der realen Parallele. Meiner Meinung nach sollte sich aber jeder einmal mit dem Thema Sekte ausseinander setzen, weswegen ich das Buch wärmstens empfehlen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2020

Spannung pur

0

Was für ein spannender und fesselnder Roman. Die Sektenthematik hat mich unglaublich fasziniert und geschockt. Der Autor hat durch seinen bildhaften und fesselnden Schreibstil ein Kopfkino erzeugt. Ich ...

Was für ein spannender und fesselnder Roman. Die Sektenthematik hat mich unglaublich fasziniert und geschockt. Der Autor hat durch seinen bildhaften und fesselnden Schreibstil ein Kopfkino erzeugt. Ich konnte den Kindle kaum nicht zur Seite legen. Durch die Szenenwechsel in Vor und Nach dem Feuer machten die Geschichte sehr spannend und so fügten sich die Geschehnisse nach und nach zu einem großen Ganzen zusammen. Ein wahrer Pageturner der mich so schnell, auch im nachhinein, nicht mehr losgelassen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2020

Spannend und eindringlich

0

Vor einigen Jahren habe ich schon mal ein Buch über eine religiöse Sekte gelesen und mochte es damals sehr. Daher wurde ich bei After the Fire mit einem ähnlichen Thema gleich neugierig.

Davor und Danach
Das ...

Vor einigen Jahren habe ich schon mal ein Buch über eine religiöse Sekte gelesen und mochte es damals sehr. Daher wurde ich bei After the Fire mit einem ähnlichen Thema gleich neugierig.

Davor und Danach
Das Buch beginnt direkt mit den tragischen Ereignissen und dem Feuer das Protagonistin Moonbeam fast das Leben kostet. Sie erwacht erst im Krankenhaus, später in einer Spezialklinik und sieht sich nun Psychologen und FBI Agenten gegenüber, die wissen wollen, wie es war, das Leben in der Legion Gottes.
Das Buch ist aufgeteilt in Kapitel Davor, in welchen Moonbeam rückblickend von ihrem leben in der Sekte erzählt und Danach, die die Gegenwart repräsentieren. Der Autor schafft eine hervorragende Balance zwischen Beiden. Was mir besonders gut gefallen hat war, dass beide Kapitelarten ihre Reize für den Leser hatten. In den Gegenwartskapiteln geht es mehr um Moonbeam selber und wie sie das erlebte verarbeitet. In diesen Kapiteln bekommt man einen sehr eindrücklichen Blick von einem Mädchen, dessen Leben wortwörtlich in Flammen aufgegangen ist und dass sich nun in einer Welt zurechtfinden muss, von der man ihr bisher immer sagte, sie sei böse und sündig. Moonbeams Ängste und Zweifel, ihr Versuch Lügen von Wahrheit zu trennen und der innere Kampf zwischen den alten Doktrinen und ihre neuen Erfahrungen werden sehr gut und anschaulich geschildert und es hat mir sehr gefallen von Moonbeams Entwicklung und dem Verarbeitungsprozess zu lesen.

Die Danach Kapitel hingegen verdeutlichen wie die Legion Gottes bez. Sekten allgemein funktionieren. Eindringlich schildert der Autor, wie Menschen in den Sog einer solchen Sekte geraten können, was sie dort hält und mit welchen Mitteln Macht durchgesetzt wird. Neben den faszinierenden Einblick in diese Welt, sind diese Kapitel auch vor allem deswegen sehr spannend, weil wir wissen, dass Moonbeam etwa verschweigt. Wir hangeln uns also von Rückblende zu Rückblende und decken, einem Puzzle gleich, das große ganze Bild auf. Auch hier beweist Will Hill ein Gespür für das richtige Tempo. So bekommen wir genügend Antworten, um nicht frustriert zu sein, gleichzeitig wird uns auch weiter genügend verschwiegen, sodass wir als Leser bis zum Ende hin neugierig bleiben. Da fliegen die Seiten, trotz des sonst ruhigeren Ton des Romans nur so dahin.

Wie man sich vielleicht denken kann, spielen psychologische, aber auch physische Gewalt in diesem Buch eine größere Rolle und es gibt auch mehrere Szenen, die diese darstellen, dennoch bin ich der Meinung, dass das Buch den Rahmen eines Jugendbuches nicht verlässt und daher auch ohne weiteres von Jugendlichen gelesen werden kann.

Noch ein Wort am Rande: beim Lesen des Buches fühlte ich mich schon in den ersten Kapiteln stark an den Vorfall in Waco mit den Branch Davidians in den 90er erinnert. Was letztendlich auch kein Wunder war, denn im Nachwort schreibt der Autor, dass diese Tragödie ihn zu dem Buch inspiriert hat.

Fazit:


After the Fire ist ein sehr gelungenes, eindringliches Buch, dass auf der einen Seite schildert mit welchen Mechanismen Sekten funktionieren und auf der anderen Seite wie das Leben in einer solchen überwunden werden kann. Eine ausgeglichene Erzählweise und Spannung erzeugen Geheimnisse fördern den Lesespaß. Ich kann daher das Buch sowohl für Erwachsene, als auch Jugendliche, sehr empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere