Cover-Bild Johannisfeuer

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 09.05.2019
  • ISBN: 9783462052770
Yann Sola

Johannisfeuer

Ein Südfrankreich-Krimi
Die finstersten Seiten der Côte Vermeille.
Eine geheimnisvolle, stumme Frau, ein toter Priester, spektakuläre Bergbesteigungen, ein neuer, vierbeiniger Gefährte und menschliche Abgründe: Es verspricht ein ereignisreicher Sommer zu werden. Der vierte Fall bringt Perez, den wohl ungewöhnlichsten und beliebtesten Privatermittler und Kleinganoven Südfrankreichs, an seine Grenzen.Der Bewegungsmuffel Perez hat leichtsinnigerweise seiner Stieftochter versprochen, mit ihr den Gipfel des Canigou in der Nähe von Perpignan zu besteigen, wenn dort Ende Juni das Johannisfeuer entzündet und ein rauschendes Fest gefeiert wird. Auf einem Spaziergang, den er zur Vorbereitung in den Bergen unternimmt, findet er den leblosen Körper einer jungen Frau, die seit mehr als sechs Jahren vermisst wird. Sie erwacht im Krankenhaus, spricht aber nicht. Als nahe Montpellier ein weiteres Mädchen gefunden wird, glaubt Perez nicht an einen Zufall. Was verbindet die beiden Frauen? Haben sie etwas mit der ominösen Glaubensgemeinschaft zu tun, die auch im beschaulichen Banyuls-sur-Mer um Jünger wirbt? Bald muss er feststellen: Dieser Fall ist groß, viel zu groß für einen Hobbydetektiv wie ihn. Doch Perez wäre nicht Perez, würde ihn diese Erkenntnis von den Ermittlungen abhalten!

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 4 Regalen.
  • 2 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2019

Ich hatte mehr erwartet

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Perez entdeckt auf einer Wanderung nahe der Küstenstadt Banyuls eine Frau, die mehr tot als lebendig ist. Es stellt sich heraus, daß sie schon seit Jahren als vermißt gilt. Kurz darauf wird in der Umgebung ...

Perez entdeckt auf einer Wanderung nahe der Küstenstadt Banyuls eine Frau, die mehr tot als lebendig ist. Es stellt sich heraus, daß sie schon seit Jahren als vermißt gilt. Kurz darauf wird in der Umgebung von Montpellier ein totes Mädchen aufgefunden. Perez glaubt nicht an Zufall. Er sucht nach einer Verbindung zwischen den beiden Frauen und entdeckt eine dubiose Glaubensgemeinschaft.


"Johannisfeuer" von Yann Sola ist bereits der vierte Band der Serie um den Hobbydetektiv Perez. Der Inhalt versprach eine spannende Handlung. Leider kann das Buch nicht mit der Versprechung mithalten. Die Handlung dümpelt langsam vor sich hin und es steht vielmehr die Region im Vordergrund. Diese ist jedoch perfekt dargestellt. Man fühlt sich direkt nach Südfrankreich versetzt und bekommt einen guten Eindruck der Region mit seiner Landschaft und den Bewohnern. Und natürlich dem Essen - nicht zu vergessen. Die Charaktere sind eher gemütlich. Vor allem Perez ist eher der behäbige Typ, der zwar sein Ziel verfolgt, dabei aber nichts überstürzt. Er und sein "geerbter" Hund Happy sind ein unschlagbares Team und die beiden bereiten Spaß.

Dieser Krimi ist für den Urlaub ideal. Es kommt Ferienstimmung auf und man kann sehr gut während des Lesens entspannen!

Veröffentlicht am 22.06.2019

Ein Buch voller Klischees

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Ein Buch, und dann noch einen Krimi, mit dem Titel „Johannisfeuer“ rund um den Johannistag (24. Juni) herum zu lesen, hat mich schon gereizt, ich wurde dann aber leider doch sehr enttäuscht.
Perez, Kleinganove ...

Ein Buch, und dann noch einen Krimi, mit dem Titel „Johannisfeuer“ rund um den Johannistag (24. Juni) herum zu lesen, hat mich schon gereizt, ich wurde dann aber leider doch sehr enttäuscht.
Perez, Kleinganove und Lebemann, pflegt ein Hobby, nämlich das Aufklären von Kriminalfällen. Während einer Bergtour entdeckt er den auf den ersten Blick leblosen Körper einer jungen Frau, die seit Jahren vermisst wird. Als diese kurze Zeit später im Krankenhaus wieder aufwacht, sich aber weigert zu sprechen, nimmt seine Lebensgefährtin, Marianne, sich ihrer an. Etwa zeitgleich wird im Umland von Montpellier eine Mädchenleiche aufgefunden. Perez glaubt nicht an Zufälle, sieht dort bald Zusammenhänge und macht sich auf die Suche nach diesen. Dabei gerät er an eine Sekte, die schon lange für Aufsehen sorgt und nach deren Anführer international gefahndet wird.
Dieser Südfrankreich-Krimi aus der Feder von Yann Sola ist im Mai 2019 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen und umfasst 352 Seiten.
Der Roman punktet auf jeden Fall mit seinem Lokalkolorit: Man reist mit Perez entlang der Côte Vermeille, besteigt den Pic du Canigou in den Pyrenäen, sitzt mit ihm in Cafés und genießt das Leben „wie Gott in Frankreich“. Auch sprachlich ist man gleich in Frankreich angekommen, werden doch immer wieder französische Begriffe eingeflochten. Dass es auch in Frankreich Animositäten zwischen und Vorurteile gegen unterschiedliche(n) Volksgruppen gibt, lässt den Roman ebenfalls sehr authentisch wirken.
Gut gefallen hat mir ebenfalls Perez‘ Hund, Hippy, der sich unter der Anleitung seines Herrchens zu einem richtigen „Gastrohund“ entwickelt hat, genießt doch auch er mehrgängige Menüs (auch wenn sich Hundeliebhaber*innen hier die Haare sträuben werden).
Inhaltlich konnte mich das Buch ganz und gar nicht überzeugen: Mir fehlten einfach der Spannungsbogen und das Gefühl weiterlesen zu müssen, um den Täter/innen und Motiven auf die Spur zu kommen; bei den Ermittlungen hatte ich eher das Gefühl, als tappte Perez im Dunklen und blickte nur durch Zufälle hinter das Geschehen. Auch dass er mit seinen 60/65 Jahren (?) so ganz ahnungslos ist, was die digitale Welt angeht, scheint eher unwahrscheinlich.
Doch auch ansonsten wartet der Roman mit vielen Klischees auf: Da ist die spindeldürre Bulimikerin, Jesus trägt lange Haare und einen Rauschebart und Religion ist gefährlich und nur was für Dumme („Am Ende ist es die Religion, die die Menschen verrückt macht.“). Der Autor bedient sich hier Klischees, die dem Mainstream entsprechen, ohne irgendwie in die Tiefe zu gehen. Es heißt ja, „der Zweck heiligt die Mittel“, aber die heimliche nächtliche Öffnung eines Grabes mit einem Kleinbagger wird wohl auch in Frankreich niemand als Kavaliersdelikt sehen. Ebenfalls der Umstand, dass ein Selbstmordvideo, wenngleich zu einem guten Zweck, ins Internet gestellt wird, erscheint mir an den Haaren herbeigezogen und reichlich deplatziert, um es gelinde auszudrücken.
Das Thema Sekten und Glaubensgemeinschaften in einem Kriminalroman zu behandeln, hat durchaus seinen Reiz, es gibt auch in der (Kriminal- und Thriller-)Literatur viele gute und lesenswerte Beispiele. In diesem Buch jedoch wird nur mit Vorurteilen gespielt und ein tieferes Eindringen in die Materie fehlt völlig – besonders auch, was die psychischen Folgen des Ganzen betrifft. Meinen Geschmack hat Yann Sola mit „Johannisfeuer“ jedenfalls keinesfalls getroffen.

Veröffentlicht am 09.06.2019

Ein steiniger Weg zum Ziel

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Ein kleines Dorf in Südfrankreich, Banyuls-sur-Mer nahe der spanischen Grenze, dämmert in der sommerlichen Hitze dahin. Das einzig spannende Ereignis ist zurzeit wohl nur das Johannisfeuer zur Sommersonnenwende ...

Ein kleines Dorf in Südfrankreich, Banyuls-sur-Mer nahe der spanischen Grenze, dämmert in der sommerlichen Hitze dahin. Das einzig spannende Ereignis ist zurzeit wohl nur das Johannisfeuer zur Sommersonnenwende am Canigou, dem heiligen Berg der Katalanen.


Da der etwas korpulente Perez seiner Stieftochter versprochen hat, mit ihr an diesem Fest teilzunehmen und den Berggipfel in knapp 3000 Metern Höhe zu erklimmen, trainiert er schon tapfer, um sich an die Höhenluft zu gewöhnen. Dabei stolpert er mitten am Weg über den reglosen Körper einer jungen Frau, die bereits seit sechs Jahren vermisst wird, und als dann noch nahe Montpellier eine Leiche gefunden wird, glaubt er nicht mehr an einen Zufall. Noch bevor er darüber nachdenken kann, steckt der unkonventionelle Hobbydetektiv mitten in den Ermittlungen.

Dieser Südfrankreich-Krimi ist in der Perspektive des außenstehenden Erzählers geschrieben und in einem so blühenden und bildhaften Stil gehalten, dass man komplett eintaucht in die Idylle des kleinen Feriendorfs. Die ausführlichen und angenehm zu lesenden Beschreibungen von Landschaft und Essen, dem Bewegungsmuffel Perez und seinem entzückenden Hund Hippy lassen zwar zuweilen den Krimi in den Hintergrund treten, dem Lesevergnügen tut dies aber keinen Abbruch.
Die Hauptfigur ist ein gelungener Mix aus liebenswertem Familienmenschen, Hobbydetektiv und Kleinganoven, witzig und unverwechselbar. Auch die anderen Personen sind sehr treffend charakterisiert, was ihnen bald Sympathie vom Leser einbringt oder auch nicht. Die Atmosphäre in allen Szenen ist gekonnt eingefangen und springt gleich über.

Dies war mein erstes Buch von Yann Sola und da Perez bereits früher ermittelt hat, bin ich nun neugierig geworden auf seine anderen Fälle.

Mein Dank gilt hier nicht nur dem deutschsprachigen Autoren – nein, „Johannisfeuer“ ist keine Übersetzung – sondern auch dem Verlag Kiepenheuer & Witsch, der dieses Buch in einer ausgezeichneten Qualität anbietet!