Leider eher enttäuschend
Ich wünschte wirklich, ich hätte das Buch mehr gemocht, vor allem, weil es Teile gab, die mir echt gefallen haben (oder die mich zumindest haben laut auflachen lassen, und das war sogar erstaunlich oft), ...
Ich wünschte wirklich, ich hätte das Buch mehr gemocht, vor allem, weil es Teile gab, die mir echt gefallen haben (oder die mich zumindest haben laut auflachen lassen, und das war sogar erstaunlich oft), aber irgendwie hat die Geschichte für mich im Großen und Ganzen dann doch nicht funktioniert. Vielleicht liegt es daran, dass ich kurz vorher zwei Oseman-Bücher gelesen habe, so dass der Unterschied zwischen denen und dieser Liebeskomödie hier einfach zu groß war, um mich voll und ganz abzuholen; vielleicht sind es die ganzen Anspielungen, die mir einfach nicht gefallen haben (nicht ihre Schuld, aber bei JKR-Anspielungen in einem guten Licht habe ich irgendwie immer das Gefühl, dass man das lieber lassen sollte, gerade bei queeren Figuren); vielleicht war es der überzogene Schreibstil, der manchmal wirklich ernst wird, aber dann auch nicht ernst genug... Ich weiß es nicht, aber auf jeden Fall bin ich jetzt am Ende nicht überzeugt.
Ich mochte die Charaktere, und ich mochte (meistens) den Humor, aber ich hatte auch das Gefühl, dass es auch ein bisschen zu viel war und das auf eine erzwungene Art und Weise? Also es war immer viel, aber dann doch nie die Extrameile, wenn es den Charakteren zugute gekommen wäre oder so, und stattdessen gab es dann plötzliche Eifersucht (für mich immer ein großes Nein, vertraut euren Partnern), und Diskussionen/Streitigkeiten, auf die vorher nie wirklich hingearbeitet wurde (ich habe wirklich nicht verstanden, warum Arthur plötzlich so wütend darüber war, dass Ben sich nicht reinhängen würde, wo doch vorher nie angedeutet wurde, dass er Ben für alles andere als perfekt hält), und auch einfach... Ich konnte mich irgendwie mit der „das Universum hat Pläne“-Sache anfreunden, aber dann kommt dieses Buch für mich auch ein bisschen nah an „Liebe auf den ersten Blick“ heran, und das mag ich wirklich nicht, also... vielleicht ist es auch einfach generell nicht das Buch für mich gewesen? Ich dachte ehrlich, es wäre anders, aber vielleicht hätte ich es auch besser wissen sollen?
Einige Interaktionen waren wirklich großartig, und ich mochte die Freunde und Eltern und viele der Nebencharaktere im Allgemeinen, das fand ich oft echt gelungen, ich hatte nur auch das Gefühl, dass es entweder noch ein bisschen mehr auf der Comedy-Seite und „over the top“ hätte sein können, oder ein bisschen weniger. Denn so war es teils zu ernst, um es einfach als eine unterhaltsame Geschichte zu sehen, aber auch zu komödiantisch, um die ernsten Dinge, die angesprochen wurden, wirklich wertschätzen zu können.
(Außerdem mochte ich zwar Ben (schätze ich?), und Arthur war größtenteils in Ordnung (ich mochte seine Eifersuchtsausbrüche wirklich nicht und er ist bei so kleinen Dingen ohne Vorwarnung dann doch ziemlich ausgeflippt, was mir immer zu kritisch war), aber ich verstehe wirklich die Besessenheit der beiden miteinander nicht. Warum genau waren sie so ineinander verliebt? Denn ich hatte das Gefühl, dass da gar nichts zwischen ihnen war, was dazu führte, dass für mich nichts davon funktionierte, weil die Chemie für die Geschichte des Buches ja wirklich wichtig ist, und ich von der halt absolut nichts gemerkt habe. Vielleicht ist es auch das, was mich an dem „Liebe auf den ersten Blick“-Ding stört: dass ich halt echt nicht sehe, wie genau da irgendwas in der Art entstanden sein sollte.)
Insgesamt haben einige Teile mir gefallen, andere nicht, und am Ende bereue ich nicht, dass ich es gelesen habe, aber ich hatte auch nicht die beste Zeit mit dem Buch, und hätte ich‘s nicht gelesen, würd‘s mich wirklich auch nicht stören, denke ich.