Cover-Bild Der Flügelschlag des Paarfalters
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldegg Verlag GmbH
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 208
  • Ersterscheinung: 27.09.2025
  • ISBN: 9783990605318
Andreas Rainer

Der Flügelschlag des Paarfalters

Vom Verschwinden und Wiederfinden. Das Romandebüt des "Wiener Alltagspoeten".
Das Roman-Debüt des „Wiener Alltagspoeten“

In seinem lang erwarteten literarischen Debüt schreibt der scharfsinnige Beobachter des Alltäglichen, Andreas Rainer, über das Glück des Verschwindens und der Kunst sich dabei wiederzufinden.

Es beginnt mit einem verpassten Flug und endet mit einem sanften Flügelschlag

Anstatt für einen Arbeitstrip in die USA in den Flieger zu steigen, dreht Jonas einfach um, zurück in die Stadt. Niemand vermisst ihn. Nur er selbst vermisst das, was er niemals war, aber vielleicht sein könnte. Scheinbar ziellos beginnt ein Streifzug durch Wien, durch Straßenschluchten, Kaffeehäuser, entlang der Donau, über Wiesen, auf Berge und dazwischen all die Menschen – glücklich, grantig, schön – und jeder von ihnen mit einer einzigartigen Geschichte.

Eine liebevolle Erzählung über Wien und das Leben.

 

Was soll denn das bitte sein, der Sinn des Lebens? Warum muss denn alles unbedingt einen Sinn haben? Wundert sich ein Regenwurm jeden Tag darüber, warum er auf der Welt ist? Hinterfragt das Wetter jemals seinen Daseinszweck? Das Leben ist ein einzigartiges Wunder. Wenn du in die Natur rausfährst und die Schönheit siehst, die in jeder einzelnen Pflanze, in jedem Berg, in jedem Hügel, ja in jedem kleinen Grashalm steckt, dann wirst du verstehen, dass du den Sinn des Lebens niemals finden kannst, weil das alles viel, viel gewaltiger ist, als du oder ich es jemals verstehen werden können.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2025

Ein Charakter auf der Suche nach?

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Es gibt Momente im Leben, in denen sich ein unsichtbarer Schalter umlegt und man beginnt, seine bisherigen Entscheidungen zu hinterfragen. Anschließend folgt die nächste Frage: Habe ich etwas verpasst? ...

Es gibt Momente im Leben, in denen sich ein unsichtbarer Schalter umlegt und man beginnt, seine bisherigen Entscheidungen zu hinterfragen. Anschließend folgt die nächste Frage: Habe ich etwas verpasst? Hätte ich mich irgendwann anders entscheiden sollen? Diesen und vielen weiteren Fragen gehen Jonas durch den Kopf, als er nicht wie geplant in die USA fliegt, sondern zurück in die Stadt Wien fährt.
Nach dieser Entscheidung beginnt er mit offeneren Augen durch seine Heimat zu laufen und entdeckt Dinge, die er bisher übersehen oder ignoriert hat. Aber ganz ehrlich: Wer interessiert sich wirklich für Menschen in seinem Umfeld, die nicht zum Freundes-, Arbeits- oder Familienkreis gehören? Eben. Zugegeben, oft hat das zeitliche Gründe, oder Hemmungen sind auch oft dafür verantwortlich. Jonas hingegen erkundet in diesem Buch bewusst Teile von Wien, unterhält sich mit Menschen, die scheinbar nur eine Nebenrolle spielen, aber dennoch viel zu erzählen haben.
Das Buch ist voll von Situationen, in denen jeder von uns schon einmal gewesen ist. Gerade diese Tatsache macht das Buch umso zugänglicher. Ich verstand so ziemlich jede Handlung und fast jeden Gedankengang von Jonas. Wenn man erst einmal damit angefangen hat, über scheinbar belanglose Dinge nachzudenken, können sich einem plötzlich andere Welten eröffnen. Die einen nennen es sich vom Umfeld inspirieren lassen, die anderen tun es als „Hirnschaß“ ab, weil Gedanken wohl zu ineffizient sind. Interessant waren auch die Situationen zum Thema „es muss nicht immer alles einen Sinn haben, oft reicht es einfach da zu sein und zu schauen, was kommt“. Gerade diese Passagen haben mir am meisten gefallen. So macht das Leben doch viel mehr Spaß, oder? Wie Jonas sein weiteres Leben bestreiten wird, bleibt ein Geheimnis. Das ist okay. Insgesamt hatte ich eine wundervolle Zeit mit diesem Buch. Und ja, was ein Paarfalter ist, wird natürlich erklärt.
Den Autor dieses Buches kannte ich bisher nur vom Instagram-Account Wiener Alltagspoeten, dem ich schon seit einer Weile folge und mir mit so ziemlich jedem Beitrag ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Danke für dieses Buch und deine Mühe, lieber Andreas.


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Veröffentlicht am 02.11.2025

Nicht nur der Regenwurm wundert sich warum er auf der Welt ist

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MEINE MEINUNG
Jonas befindet sich schon am Flughafen, als er beschließt den Flughafen wieder zu verlassen. Den Koffer hatte er schon aufgegeben, aber das war ihm in diesem Moment egal.

Manchmal hat man ...

MEINE MEINUNG
Jonas befindet sich schon am Flughafen, als er beschließt den Flughafen wieder zu verlassen. Den Koffer hatte er schon aufgegeben, aber das war ihm in diesem Moment egal.

Manchmal hat man im Leben diese Momente wo man ausbrechen möchte, man möchte sich einfach treiben lassen. Ja und genau das macht Jonas hier. Er fährt in die Innenstadt von Wien und er sieht seine Heimat plötzlich mit ganz anderen Augen. Der Autor hat dieses Buch so verfasst, das es uns aus der Sicht von Jonas erzählt wird. Und so nimmt Jonas uns mit auf seinen Weg durch Wien. Man spürt plötzlich diese Magie, die scheinbar auch Jonas spürt.

Er trifft auf die unterschiedlichsten Menschen und führt mit ihnen Gespräche, die uns Leser zum nachdenken anregen. Man spürt plötzlich, das man mehr mit seinen Mitmenschen sprechen sollte.
Man spürt, das Jonas sich befreit von einer Last, die uns alle betrifft. Er lässt sich einfach sorglos treiben und er genießt es.

Es hinterlässt bei mir das Gefühl, das man mehr auf seine Umwelt achten sollte, auf die Mitmenschen und auch auf sich selbst. Man ist viel zu sehr geprägt von Arbeit und Technik und man macht sich viel zu sehr abhängig von all diesen Dingen.
Dieses Buch hinterlässt mich sehr nachdenklich, denn es regt mich an intensiver darüber nachzudenken, was ich von meinem Leben erwarte. Dieses Buch weckt Gefühle in einem, die wir viel zu lange ignorieren, oder überhaupt nicht sehen wollen. Man muss Dinge nicht einfach so akzeptieren, wie sie einem vorgegeben werden, man kann das auch ändern.

Jeder, der mit sich und seinem Leben unzufrieden ist, dem empfehle ich dieses Buch zu lesen. Man kann schon allein beim lesen wunderbar abschalten und herunterkommen. Man sollte sich beim lesen Zeit lassen und dieses Buch einfach nur genießen. Es ist kein Buch, das man einfach so weg liest, sondern man sollte es schon mit Bedacht lesen und auch auf sich wirken lassen. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es mir in vielen Dingen die Augen geöffnet hat und mich über viele Dinge nachdenken lässt. Ich habe sogar versucht, bei meinem nächsten Spaziergang, den Ort an dem ich wohne, mit anderen Augen zu sehen.

Da mich dieses Buch doch sehr inspiriert hat, einen Gang herunter zu schalten, vergebe ich hier absolut gerne die vollen 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Leise und schön

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Der Flügelschlag des Paarfalters hat mich auf eine Art erwischt, die ich nicht kommen sah: erst leise, dann immer näher, bis ich mich plötzlich mitten in den feinen Rissen wiederfand, die zwischen Menschen ...

Der Flügelschlag des Paarfalters hat mich auf eine Art erwischt, die ich nicht kommen sah: erst leise, dann immer näher, bis ich mich plötzlich mitten in den feinen Rissen wiederfand, die zwischen Menschen entstehen – und heilen. Schon der Titel hat etwas Zartes und zugleich Unruhiges, und genauso liest sich das Buch: als würde jemand sehr behutsam die Hand über eine Oberfläche legen und zeigen, wo etwas schwingt.

Ich mochte, wie Andreas Rainer kleine Momente groß werden lässt. Kein großes Donnern, sondern kurze Blicke, verpasste Anrufe, Sätze, die einen Takt zu spät fallen – und genau daraus wachsen Entscheidungen mit Folgen. Es fühlt sich an wie ein stilles Experiment über Nähe und Distanz: Was passiert, wenn man einmal anders abbiegt? Wer bleibt, wenn es schwierig wird? Und was hält eine Beziehung wirklich zusammen – Gewohnheit, Mut, oder etwas Drittes, das keinen Namen braucht?

Die Figuren wirkten für mich nahbar, mit all ihren Scharten und Schönheiten. Besonders mochte ich, dass niemand zum Symbol gemacht wird. Sie handeln manchmal ungeschickt, manchmal messerscharf klar – beides ist wahr. An mehreren Stellen musste ich kurz absetzen, weil ein Satz so genau traf, dass er nachhallen durfte.

Rainers Sprache ist unaufgeregt, präzise, mit diesen stillen Bildern, die sich festsetzen: Licht auf einem Küchentisch, der Rhythmus einer Stadt, ein Falter, der kurz im Fensterrahmen zittert. Daraus entsteht eine Atmosphäre, die nicht drückt, aber trägt.

Wenn ich etwas anmerken würde, dann, dass die Mitte für mich einen Hauch länger atmet als nötig. Nicht langweilig – eher ein zusätzliches Innehalten. Am Ende zahlt es sich aus, weil der Schluss nicht auf Effekt setzt, sondern auf Resonanz. Ich bin weicher aus dem Buch gekommen, als ich hineingegangen bin.

Unterm Strich: eine zarte, kluge Geschichte über Kippen und Fangen, über das, was wir einander antun – und schenken. Ein Buch, das leise bleibt und gerade deshalb lange wirkt.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Wenn ein verpasster Flug zur Chance wird

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Schon das Cover hat mich mit seiner Schlichtheit und Eleganz angesprochen. Es vermittelt eine zarte Stimmung, die perfekt zur leisen Atmosphäre der Geschichte passt. Jonas entscheidet sich gegen den Flug ...

Schon das Cover hat mich mit seiner Schlichtheit und Eleganz angesprochen. Es vermittelt eine zarte Stimmung, die perfekt zur leisen Atmosphäre der Geschichte passt. Jonas entscheidet sich gegen den Flug und für das Bleiben. Auf seinen Wegen durch Wien entdeckt er kleine Details des Alltags und begegnet Menschen, die die Sicht auf das Leben bereichern und zum Nachdenken anregen. Der Erzählton ist ruhig und feinfühlig. Andreas Rainer schafft es, Alltägliches mit leichter Poesie zu füllen, ohne die Geschichte zu überladen. Wien wird dabei fast wie eine eigene Figur spürbar, lebendig, melancholisch und voller Poesie. Der Aufbau ist klar und ruhig, was der sanften Erzählung sehr entgegenkommt. Es ist kein Buch, das man hastig liest, sondern eines, das man wirken lässt und in dem man verweilt.
Ein zartes, nachdenkliches Buch, das den Blick auf das Wesentliche lenkt. Wer Ruhe zwischen den Zeilen sucht, wird sie hier finden.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Ein Roman für zwischendurch

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Der Flügelschlag des Paarfalters ist ein Roman der mich überrascht hat.
Beim Lesen stellt sich ein Gefühl ein das typischerweise Wohlfühl-Büchern vorbehalten ist.
Die Geschichte hat einige eher ungewöhnliche ...

Der Flügelschlag des Paarfalters ist ein Roman der mich überrascht hat.
Beim Lesen stellt sich ein Gefühl ein das typischerweise Wohlfühl-Büchern vorbehalten ist.
Die Geschichte hat einige eher ungewöhnliche stilistische Entscheidungen, wie lange auf konkrete Namen zu verzichten. „Das Mädchen“, „der Wettermann“ ... viele Figuren erhalten keine vollständige identität.
Für neugierig Leser wie mich war das etwas frustrierend, denn man möchte schon wissen mit WEM der Hauptcharakter Jonas nun spricht.
Hat man sich einmal in den Schreibstil hineingefunden, trägt der Lesefluss gut. Die Sprache ist schlicht passt aber zur Geschichte die ich auch eher als schlicht beschreiben würde.
Der Roman ist in drei Tage gegliedert. Die Aufteilung in drei Tage ist gut. Nicht zu viel sodass sich die Geschichte nicht zieht aber doch länger als einen Tag weil all die Konversationen an einem einzigen Tag nicht möglich wären.
Auch die Gesamtlänge des Buches ist angenehm: kurz genug, um nicht zu überfordern..

Ein wesentliches Highlight ist ein bestimmtes Gespräch gegen Ende. Es fängt die Erzählung wieder ein und führt sie zurück zum roten Faden vom Anfang der Geschichte der sich in der Erzählung etwas verloren hatte.

Aber dann ist da der Schmetterling am Ende. Der Roman greift den Titel auf interessante Weise wieder auf auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sich das Motiv durch das gesamte Buch zieht.


Der Flügelschlag des Paarfalters ist ein Buch nach der Suche des Sinns des Lebens das Wohlfühl-Faktor hat.

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