Cover-Bild Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten
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23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Luchterhand
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 10.09.2025
  • ISBN: 9783630878140
Anna Maschik

Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten

Roman - Die Entdeckung einer großen literarischen Stimme
Was verbindet uns mit denen, die vor uns kamen?

Mit einem heimlich geschlachteten Schaf beginnt der Blick in die Innereien einer Familie. Hier rührt die Urgroßmutter das Blut für die Würste, der Großonkel schläft fünfzehn Jahre lang, und die Großmutter stiehlt nachts die Ziegel vom Dach. Am Ende steht die Urenkelin Alma und fügt die Einzelteile der Familiengeschichte zusammen: vom kargen Alltag auf einem Bauernhof an der Nordsee über den Krieg und den Neuanfang fern der Heimat bis in die Gegenwart, in der die Großmutter ins Heim muss und Alma versteht, dass sie das letzte Glied in der familiären Kette ist.

In kurzen, virtuos verdichteten Passagen entfaltet Anna Maschik einen ganzen Kosmos – die Familie als ein großer Resonanzkörper, in dem die Prägungen widerhallen über die Generationen hinweg. Es ist eine Geschichte von bevorzugten Geschwistern, vom Scheitern am Schlaf und an der Sprache, von der Verwandlung in ein Möbel, einen Wolf, einen Zitronenbaum. Lakonisch und voll schwebender Magie erzählt sie davon, was Vorbestimmung ist und ob man ihr entkommen kann.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2025

Durchs Fenster

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Das Cover ist sehr puristisch, gefällt mir sehr gut und es sticht dadurch auch irgendwie ins Auge. Auffällig ist auf jeden Fall der Titel, ich finde ihn lustig, ob er zum Buch passt ist Geschmackssache.
Der ...

Das Cover ist sehr puristisch, gefällt mir sehr gut und es sticht dadurch auch irgendwie ins Auge. Auffällig ist auf jeden Fall der Titel, ich finde ihn lustig, ob er zum Buch passt ist Geschmackssache.
Der Inhalt konnte mich allerdings leider nicht so wirklich überzeugen. Es lies sich zwar einfach und schnell lesen, vor allem auch, weil die Kapitel meist maximal drei Seiten lang waren, teilweise nur eine halbe. Allerdings konnte ich mit der Geschichte an sich wenig anfangen. Obwohl der Stil wirklich mal was anderes und interessant war, war er einfach nicht das meine. Mit den Figuren konnte man allerdings durch diesen Aufbau nicht wirklich warm werden oder sich identifizieren. Es war, als würde man immer wieder durch ein Fenster in die Generationen der Familie schauen.
Fazit: Interessanter Stil und mal was Neues, allerdings muss man das mögen und meins war es nicht.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Mehr Konzept als Gefühl

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Ich hatte große Erwartungen an "Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten", aber leider konnte mich das Buch inhaltlich und stilistisch kaum überzeugen.

Maschik erzählt die Geschichte ...

Ich hatte große Erwartungen an "Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten", aber leider konnte mich das Buch inhaltlich und stilistisch kaum überzeugen.

Maschik erzählt die Geschichte einer Familie über mehrere Generationen hinweg: vom Leben auf einem Hof an der Nordsee bis in die Gegenwart. Das klingt zunächst spannend und atmosphärisch, tatsächlich wirkt der Text aber eher wie eine lose Sammlung von Momentaufnahmen. Es gibt keine klare Linie, keine erkennbare Entwicklung, sondern viele kleine Szenen, die sich kaum zu einem Ganzen fügen. Wer hier eine zusammenhängende Familiengeschichte erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein.

Auch sprachlich blieb das Buch für mich schwierig. Die knappen, oft abgehackten Sätze sollen wohl poetisch und reduziert wirken, doch auf mich machten sie einen eher monotonen Eindruck. Nach einigen Kapiteln stellte sich eine gewisse Ermüdung ein, weil sich Formulierungen und Motive ständig wiederholten, ohne dass sie emotional etwas Neues transportierten.

Die Figuren bleiben über weite Strecken schemenhaft. Ich hatte Mühe, sie auseinanderzuhalten oder wirklich zu verstehen, was sie antreibt. Statt Nähe entsteht Distanz, und selbst die vermeintlich starken Bilder verlieren mit der Zeit an Wirkung. Auch die surrealen Elemente wirkten für mich eher aufgesetzt als bedeutungsvoll.

Am Ende hatte ich das Gefühl, dass hier vieles gewollt kunstvoll wirkt, ohne wirklich zu berühren. Die Idee, den Generationen einer Familie nachzuspüren, ist stark, aber die Umsetzung blieb für mich zu verkopft und unzugänglich.

Eine ambitionierte, aber überkonstruierte Familienerzählung, die mehr Eindruck durch Stil als durch Gefühl hinterlässt. Für mich war das leider kein Lesegenuss.