Cover-Bild Emilia und der Junge aus dem Meer
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 11.02.2019
  • ISBN: 9783522184922
Annet Schaap

Emilia und der Junge aus dem Meer

Bezaubernde Fantasy für Märchenfreunde
Eva Schweikart (Übersetzer), Karin Lindermann (Illustrator), Annet Schaap (Illustrator)

Ein märchenhafter Schmöker voller Poesie, ab 10 Jahren.

Im Schwarzen Haus wohnt ein Monster, sagen sie. Ausgerechnet dort soll Emilia, Tochter des Leuchtturmwärters, nun einziehen. Und tatsächlich scheint es ein schauriges Wesen zu geben, das hinter verschlossenen Türen lebt. Was ist bloß sein Geheimnis? Eines Tages wagt sich Emilia ins verbotene Zimmer und verändert mit diesem Schritt nicht nur ihr Leben ...

Eine magische Geschichte, die an die kleine Meerjungfrau erinnert und in den Niederlanden bereits vielfach ausgezeichnet wurde

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2019

Magisch und märchenhaft

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Emilia, von ihrem Vater, dem Leuchtturmwärter Augustus Wassermann, liebevoll Lämpchen genannt, erscheint auf den ersten Blick wie ein ganz normales kleines Mädchen. Doch auf ihren zierlichen Schultern ...

Emilia, von ihrem Vater, dem Leuchtturmwärter Augustus Wassermann, liebevoll Lämpchen genannt, erscheint auf den ersten Blick wie ein ganz normales kleines Mädchen. Doch auf ihren zierlichen Schultern lastet eine viel zu grosse Verantwortung. Ihr Vater, der ein Bein verloren hatte, verliert nach dem Tod von Emilias Mutter den Boden unter den Füssen und gibt sich dem Alkohol dhin. Es ist Emilias Aufgabe dafür zu sorgen, dass immer genug Zündhölzer im Hause sind, damit der Leuchtturm den Schiffen nachts den Weg weisen kann. Als eines Tages Emilia die Zeit beim Muschelsuchen vergisst und dann auch noch ein Sturm aufkommt, geschieht das Unglück und der Leuchtturm bleibt dunkel. Es kommt wie es kommen muss: ein Schiff zerschellt an den Klippen und Augustus und Emilia müssen die Konsequenzen tragen. Emilia kommt in das sogenannte „Schwarze Haus“ über das so viele Geschichten erzählt werden. Es wird gemunkelt, dass im Turmzimmer ein Monster lebt. Emilias Neugier ist geweckt und trotz Verbot geht sie im Haus auf Entdeckungsreise…

Emilia hat mich auf den ersten Blick an Pippi Langstrumpf erinnert. Doch wenn man sie näher kennen lernt, wirkt sie nicht mehr ganz so unbeschwert, lastet doch der Verlust der Mutter und die Verantwortung für den Leuchtturm schwer auf ihr. Dennoch ist sie ein sehr starkes Persönchen mit viel Einfühlungsvermögen und man muss sie einfach gern haben. Auch die anderen Figuren sind sehr lebendig und liebevoll gezeichnet – alle mit Ecken und Kanten. Der phantasievolle Schreibstil der Autorin ist altersgerecht und weiss auch Erwachsene zu begeistern. Sie erzählt eine Geschichte über das Kind sein in schwierigen Situationen, über das anders sein, über Toleranz, über Freundschaft und Hoffnung. Das alles hat Annet Schaap meiner Meinung nach wunderbar zusammen mit einem Hauch von Magie in eine märchenhafte Erzählung verpackt, die mich eine Weile lang aus dem Alltag entführt hat.

Für mich ist Annet Schaaps ein wahres Fundstück und ich freue mich, noch mehr von ihr zu lesen.

Veröffentlicht am 17.04.2019

Die kleine Meerjungfrau mal etwas anders

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Emilia Wassermann lebt allein mit ihrem Vater im örtlichen Leuchtturm. Bis sie eines Tages von Fräulein Amalia zum Schwarzen Haus gebracht wird, um dort sieben Jahre zu arbeiten. In diesem Haus soll es ...

Emilia Wassermann lebt allein mit ihrem Vater im örtlichen Leuchtturm. Bis sie eines Tages von Fräulein Amalia zum Schwarzen Haus gebracht wird, um dort sieben Jahre zu arbeiten. In diesem Haus soll es ein Monster geben. Emilia versucht tapfer zu sein: „Es gibt keine Monster!“ Doch irgendetwas scheint in einem der oberen Zimmer versteckt zu werden. Emilias Neugierige ist groß – doch ist sie auch größer als ihre Angst?

Dieses Buch ist sicherlich kein pures Friede, Freude, Eierkuchen-Buch. Es ist empfohlen für Mädchen ab zehn Jahren. Das finde ich in Ordnung. Dennoch sollten sich die Kinder nicht zu schnell fürchten. Es geht nämlich schaurig zu. Die Geschichte ist eine Mischung aus Realität und Fiktion im Stil der kleinen Meerjungfrau. Emilia, genannt Lämpchen, ist ein zuckersüßes und kluges Mädchen, auch wenn ihr gerne Dummheit unterstellt wird. Für ihre jungen Jahre ist sie sehr selbstständig. Ihr Vater ist Alkoholiker und nach einem Unfall wird sie als Dienstmagd in eine Admirals Villa gebracht. In der es genau so düster und emotionslos ist wie im Leuchtturm. Schon früh wurde Lämpchen selbstständig. Ihre Mutter ist gestorben, ihr Vater hat nur ein Bein und trink, so blieb alles an dem kleinen Mädchen hängen – auch das all abendliche Anzünden der Leuchtturmkerze. Doch in dem Jungen aus dem Turmzimmer findet sie einen Freund. Und durch ihre ehrliche und durchdachte Art, gelingt es ihr auch ihm ein besseres Leben zu verschaffen. Auch die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Jeder ist eigen, und genau das zeigt, wie es auch in der Realität ist. Jeder hat sein Päckchen zu tragen oder seine Fehler.
Die Atmosphäre, die in diesem Buch herrscht, ist zum einen düster und trist und zum anderen sehr magisch und voller Liebe. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist sehr angenehm und bildlich, sowie einprägsam. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, so dass es gut für kurze Vorleseeinheiten geeignet ist.

Dieses Buch zeigt, dass nicht alle perfekt sind, (Fischjunge, geistig zurückgebliebener Junge, viele mehr), aber dennoch jeder lebens- und liebenswert ist. Auch ein Monster kann sich als sehr lieber und lustiger Junge entpuppen.

Dieses Kinderbuch hat mir sehr gut gefallen, es hat mich mit in eine andere Zeit genommen, mit zum Leuchtturm und in das schwarze Haus. Ich habe mit Emilia mitgelitten und mitgefiebert. Und am Ende mich mit ihr gefreut. Dieses Buch ist sicherlich eine Bereicherung für junge Mädchen, aber auch als Erwachsener kann man damit gerne noch einmal in märchenhafte Phantasiewelten entfliehen. Ich vergebe fünf von fünf Sterne.  

Veröffentlicht am 23.03.2019

Du bist aus dem richtigen Holz geschnitzt, aus Heldenholz!

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Du bist aus dem richtigen Holz geschnitzt, aus Heldenholz!

Emilia ist das einzige Kind des Leuchtturmwärters Augustus Wassermann, auf ihren zarten Schultern lastet große Verantwortung. Seit dem Tod ihrer ...

Du bist aus dem richtigen Holz geschnitzt, aus Heldenholz!

Emilia ist das einzige Kind des Leuchtturmwärters Augustus Wassermann, auf ihren zarten Schultern lastet große Verantwortung. Seit dem Tod ihrer Mutter ist sie die einzige Person an der Seite des Vaters, der durch sein amputiertes Bein und seinem übergroßen Verlangen nach Alkohol immer mehr der Unterstützung seiner Tochter bedarf. Emilia obliegt es unter anderem, täglich bei Anbruch der Dämmerung das Leuchtturmfeuer zu entzünden. Doch eines Tages vergisst das kleine Mädchen, das sich am liebsten im Freien aufhält und am Strand nach Muscheln sucht, Zündhölzer zu besorgen. In der darauffolgenden Nacht zerschellt ein Schiff an den Felsen. Um den finanziellen Schaden wiedergutzumachen, wird Emilia zum Schwarzen Haus gebracht, wo sie im Haushalt eines sehr angesehenen Admirals arbeiten soll. Augustus muss zukünftig alleine zurechtkommen und auf den Leuchtturm aufpassen.

Emilias Angst vor dem düsteren Anwesen ihres zukünftigen Arbeitgebers scheint berechtigt. Im Dorf munkelt man von einem Monster, das dort sein Unwesen treiben soll. Furchterregende Geräusche und ein geheimnisvolles Turmzimmer, das zu Betreten Emilia strikt verboten ist, scheinen diese Gerüchte zu bestätigen. Doch Emilia möchte herausfinden, was es mit dem Turm auf sich hat und steht bald darauf tatsächlich einem unheimlichen Wesen gegenüber: einem Jungen namens Edward, der in besagtem Turmzimmer versteckt wird und nicht laufen kann. Sein wirres grünes Haar, die tiefschwarzen Augen und die spitzen Zähne sowie seine zu einem Fischschwanz verwachsenen Beine wirken fremdartig und erschreckend. Doch Emilia hat noch niemals aufgegeben und stellt sich dem aggressiven und fremdartigen Wesen. Es folgt eine vorsichtige Annäherung, die sich letztendlich für beide als Bereicherung entpuppt.

Annet Schaap hat mit dieser Geschichte einen zauberhaften Roman um jene Mischwesen aus Menschen- und Fischkörper ersonnen, von denen in den Fabeln die Rede ist. Im vorliegenden Buch erzählt sie von einem Kind aus der Beziehung zwischen einem Menschen und einer Meerjungfrau, das zwischen zwei Welten gefangen ist, und zu keiner davon wirklich gehört. Der kleine Edward sehnt sich nach der Liebe und Anerkennung seines Vaters, er bemüht sich verzweifelt, seinen Wünschen zu entsprechen. Doch sein ungewöhnliches Aussehen verurteilt ihn zu einem Leben als Außenseiter, er wird als Scheusal und Monster bezeichnet und gemieden. Bis eines Tages die kleine Tochter des Leuchtturmwächters, die liebevoll „Lämpchen“ genannt wird, auftaucht. Sie erhellt mit ihrem freundlichen Wesen und der resoluten und offenen Art nicht nur das düstere Turmzimmer, sondern auch Edwards Herz. Die Autorin gewährt dem Leser durch ihre kleine Protagonistin Einblicke in die Welt eines Kindes, das sehr früh erwachsen werden und viel zu große Verantwortung übernehmen musste. Die kursiv gedruckten gedanklichen Dialoge mit ihrer verstorbenen Mutter erlauben einen tieferen Einblick in Emilias Gefühls- und Gedankenwelt. Durch den kleinen Fischjungen Edward kann man in die Rolle eines von seinen Mitmenschen gemiedenen Außenseiters schlüpfen und dessen Emotionen und Probleme hautnah miterleben.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, sie berichtet in eindrucksvollen Worten von den schwierigen Umständen, unter denen ihre kleinen Protagonisten aufwachsen mussten. Auf eine ausführliche und authentische Charakterzeichnung der handelnden Personen wurde in diesem Jugendbuch großer Wert gelegt. Sowohl die Haupt-, als auch die Nebenfiguren wirken überzeugend und haben mich unverzüglich für sich eingenommen. Zwar liegt der Fokus auf Emilia und Edward, doch auch der zurückgebliebene Sohn der Haushälterin Martha mit seinem liebenswürdigen Wesen, als auch der fürsorgliche alte Mann namens Josef, der leider nur einen kurzen Gastauftritt hatte, sind mir ans Herz gewachsen.

Die Botschaften dieses Buches wurden in kindgerechter Art und Weise vermittelt, wobei für jedes Problem letztendlich auch eine Lösung gefunden wurde. „Emilia und der Junge aus dem Meer“ sorgt für abenteuerliche und spannende Unterhaltung, vermittelt Werte und vor allen Dingen Verständnis für Menschen aus schwierigen Verhältnissen sowie jenen, die auch äußerlich von den herkömmlichen Normen abweichen. Zu guter Letzt sorgt die Geschichte der verliebten Meerjungfrauen, die sich zwischen einem Leben im Wasser, oder aber einem Leben auf der Seite eines geliebten Menschen an Land entscheiden können, für eine märchenhafte und etwas melancholisch wirkende Stimmung.

Dieses Jugendbuch hat auch mir als Erwachsene ausgezeichnet gefallen und ich kann es jedem ans Herz legen, der noch einmal in die Fabelwelt der Kindheit eintauchen, Abenteuer erleben und von geheimnisvollen und betörend schönen Meerjungfrauen träumen möchte.

Veröffentlicht am 25.02.2019

Eine magische Geschichte

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Emilia, genannt Lämpchen, ist die Tochter des Leuchtturmwärters. Da ihr Vater nur ein Bein hat, unterstützt sie ihn, wo sie nur kann, doch eines Abends vergisst sie das Feuer zu entzünden, was tragische ...

Emilia, genannt Lämpchen, ist die Tochter des Leuchtturmwärters. Da ihr Vater nur ein Bein hat, unterstützt sie ihn, wo sie nur kann, doch eines Abends vergisst sie das Feuer zu entzünden, was tragische Konsequenzen hat. Emilia wird von ihrem Vater getrennt und muss den Schaden im Schwarzen Haus als Dienstmädchen abarbeiten. Liebend gerne würde sie den Leuchtturm zumindest aus der Ferne betrachten, doch der Zutritt zum Turmzimmer ist ihr strengstens verboten, denn dort scheint ein schauriges Wesen zu leben...

Annet Schaap erzählt eine märchenhafte Geschichte von Freundschaft, Familie und Verantwortung. Emilia ist eine wunderbare Heldin, etwas vergesslich und einfältig, aber herzensgut und freundlich. Mit ihrer einfühlsamen und sehnsuchtsvollen Art, wächst sie nicht nur den Bewohnern des Hauses, sondern auch dem Leser schnell ans Herz. Mutig stellt sie sich neuen Herausforderungen, wächst über sich hinaus und lernt dabei sogar das Lesen. Auch die Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet und bisweilen herrlich kauzig.

Alles in allem eine fantasievolle, berührende und unterhaltsame Geschichte, die zeigt, wie sehr Kinder nach der Anerkennung der Eltern streben und wie wichtig es ist, an sich selbst zu glauben.
Leicht verträumt, zart illustriert und sehr lesenswert nicht nur für Kinder.

Veröffentlicht am 27.05.2021

Eine schöne Geschichte, die aber problematische Szenen hat

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Ich bin habe gemischte Gefühle bezüglich des Kinderbuchs „Emilia und der Junge aus dem Meer“. Eigentlich würde ich es gerne empfehlen, da es wirklich eine schöne Geschichte darüber ist, wie ein junges ...

Ich bin habe gemischte Gefühle bezüglich des Kinderbuchs „Emilia und der Junge aus dem Meer“. Eigentlich würde ich es gerne empfehlen, da es wirklich eine schöne Geschichte darüber ist, wie ein junges Mädchen sich über die äußerlichen Erscheinungen anderer hinwegsetzt und einfach nur die Seele hinter dem Körper sieht. Emilia ist selbstlos und hilfsbereit und dass, obwohl sie es nicht leicht im Leben hat. Und genau da musste ich anhalten, denn Emilia wurde von ihrem Vater geschlagen, der sich ganz seinem Kummer über seine tote Frau hingibt und dabei das Mädchen vollkommen auf sich allein gestellt lässt. Sie muss sich nach dem Tod nur noch um den Vater, seine Arbeit und alle anstehenden Aufgaben des Haushaltes kümmern. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird der Vater auch noch oftmals sauer und lässt seine Wut an ihr aus. Irgendwann wird sie von einer fiesen Lehrerin weggebracht und in ein Haus gesperrt, in das ein Monster leben soll. Von nun an soll sie sieben Jahre darin arbeiten, um ihre Schuld (aber eigentlich eher die von dem Vater) abzuarbeiten. Schön und gut – das Problem ist für mich nicht die weiterlaufende Geschichte, sondern wie das Ganze endet und wie Emilia sich stets um ihren Vater sorgt, trotz ihrer blauen Wange. Diese Darstellung der Gewalt und damit verbundene ständige Sorge um ihren Vater, der zwar ein guter Mensch ist, aber definitiv einen Fehler gemacht hat, hat mich doch jetzt im Nachhinein sehr gestört. Ich frage mich, was das den Kindern, die dieses Buch lesen, vermittelt. Ich finde es an diesen Stellen problematisch und kann es daher nicht unerwähnt lassen. Mit diesem faden Beigeschmack verliert sich der Zauber der Geschichte, der eigentlich von einer schönen, beinahe magischen Erzählung handelt. Den Schreibstil finde ich auch wirklich ansprechend und man liest das Buch sehr gut. Ich kann das Buch trotzdem nur bedingt weiterempfehlen, da nach einem Tag des Beendens des Buches doch die schwierige Beziehung zum Vater im Kopf hängengeblieben ist.

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