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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2019

Spannendes Szenario mit kleineren Logikbrüchen

H.O.M.E. - Das Erwachen
2

Die siebzehnjährige Zoë besucht gemeinsam mit ihrer großen Liebe Jonah die Eliteakademie H.O.M.E. Ihr Leben scheint perfekt, doch eines Tages wacht sie in einem heruntergekommenen Krankenhaus auf. Angeblich ...

Die siebzehnjährige Zoë besucht gemeinsam mit ihrer großen Liebe Jonah die Eliteakademie H.O.M.E. Ihr Leben scheint perfekt, doch eines Tages wacht sie in einem heruntergekommenen Krankenhaus auf. Angeblich lag sie 12 Jahre im Koma, doch Zoë hat ihre Zweifel. Was ist Erinnerung und was Einbildung und wem kann sie überhaupt trauen? Sie beginnt nachzuforschen und kommt einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur...

Eva Siegmund entwirft ein düsteres Zukunftsszenario, in dem Wasser ein knappes Gut ist und die Menschen ums Überleben kämpfen. Mit dieser harten Realität sieht sich Zoë konfrontiert, als sie in der Charité erwacht, ohne Jonah, dafür mit einer Familie, die ihr fremd ist. Steht die Welt wirklich am Abgrund oder ist dies nur eine Simulation der Akademie? Zoës Ungewissheit und ihre Hilflosigkeit angesichts der schockierenden Zustände sind spürbar. Sie findet sich in diesem Leben nicht zurecht, hat keine Verbindung zu ihrer Familie und die leise Hoffnung, dass alles nur ein Traum ist.
Die Geschichte folgt mitunter ihrer eigenen Logik, nicht immer ist die Zukunftsvision bis zum Ende durchdacht. Dennoch überträgt sich die beklemmende Atmosphäre im staubigen Berlin auf den Leser, denn die Auswirkungen von Wasserknappheit sind für jeden nachvollziehbar und von Eva Siegmund durchaus realistisch dargestellt.

Ein spannendes und unterhaltsames Jugendbuch mit düsteren Momenten und einer sympathischen und taffen Protagonistin. Kleinere Längen und Logikbrüche trüben ein wenig den positiven Gesamteindruck, nichtsdestotrotz ist die Geschichte fantasievoll, erschreckend realistisch und packend erzählt.

Veröffentlicht am 14.05.2019

Unterhaltsames Dschungel-Abenteuer

Caldera 2: Die Rückkehr der Schattenwandler
1

Die böse Ameisenkönigin will den Dschungel von Caldera mit allen Mitteln in ihre Gewalt bringen. Nur die Schattenwandler können das verhindern, doch dazu benötigen sie ein altes Artefakt. Zusammen mit ...

Die böse Ameisenkönigin will den Dschungel von Caldera mit allen Mitteln in ihre Gewalt bringen. Nur die Schattenwandler können das verhindern, doch dazu benötigen sie ein altes Artefakt. Zusammen mit dem Panthermädchen Mali, der Fledermaus Lima und dem Pfeilgiftfrosch Rumi schlägt sich Kapuzineräffchen Gogi durch undurchdringliches und gefährliches Dickicht, um ganz Caldera zu retten und das Artefakt bis zur Sonnenfinsternis zu finden...

Caldera ist ein fantastisches Dschungel-Abenteuer mit tierischen Protagonisten, im zweiten Band steht Kapuzineräffchen Gogi im Mittelpunkt, der deutlich verspielter ist, als seine Freunde, doch er stellt sich tapfer allen Herausforderungen. Mittlerweile haben alle Schattenwandler ihre besondere Fähigkeit entwickelt und beherrschen sie mehr oder weniger, was für lustige Momente sorgt. Die vier Freunde begegnen auf ihrer Suche interessanten Tieren und begeben sich in durchaus gefährliche Situationen, dennoch ist die Geschichte erst zum Ende hin spannend, dann jedoch überschlagen sich die Ereignisse.
Nichtsdestotrotz ist Caldera ein fantasievolles und unterhaltsames Dschungel-Abenteuer für alle, die Tier-Fantasy mögen, denn im Dschungel von Caldera gibt es viel zu entdecken.

Veröffentlicht am 13.05.2019

Spannende Mischung aus Fakten & Fiktion

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete
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Im viktorianischen London versucht Arthur Conan Doyle den Mord an einem leichten Mädchens aufzuklären, da Scotland Yard keinen Anlass sieht zu ermitteln. Etwa hundert Jahre später findet ein junger Sherlock-Fan ...

Im viktorianischen London versucht Arthur Conan Doyle den Mord an einem leichten Mädchens aufzuklären, da Scotland Yard keinen Anlass sieht zu ermitteln. Etwa hundert Jahre später findet ein junger Sherlock-Fan die Leiche von Alex Cale, der angeblich Doyles Tagebuch gefunden hat und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln...

Graham Moore verknüpft auf spannende und unterhaltsame Weise tatsächliche Begebenheiten und historische Fakten mit fiktiven Mordermittlungen. Die Figur des Arthur Conan Doyle ist sehr gut getroffen, die Ermittlungen in den düsteren Gassen von London wunderbar atmosphärisch und das Hadern des Autors mit seiner berühmten Figur Sherlock Holmes herrlich charmant. In der Gegenwart eifert Harold White seinem Idol Sherlock Holmes nach und versucht sowohl den Mord aufzuklären, als auch das Tagebuch zu finden. Eine spannende Suche mit einem etwas verschrobenen Hobbyermittler, die zeigt, welche Faszination noch immer vom unvergleichlichen Ermittler Holmes ausgeht.

Ein spannender und unterhaltsamer Roman, der geschickt Fiktion mit geschichtlicher Wirklichkeit vebindet, kurzweilig und stimmungsvoll.

Veröffentlicht am 06.04.2018

Charmante Reise ins England der 30er Jahre

Die Abenteuer der Cluny Brown
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Die junge Cluny Brown lebt nach ihren eigenen Regeln, sie geht zum Nachmittagstee ins Ritz oder verbringt den ganzen Tag Orangen essend im Bett - sehr zum Missfallen ihres Onkels, der sie kurzerhand als ...

Die junge Cluny Brown lebt nach ihren eigenen Regeln, sie geht zum Nachmittagstee ins Ritz oder verbringt den ganzen Tag Orangen essend im Bett - sehr zum Missfallen ihres Onkels, der sie kurzerhand als Dienstmädchen auf den Herrensitz Friars Carmel in Devonshire schickt. Schon bald stellt Cluny mit ihrer lebenslustigen und unkonventionellen Art das Leben des Landadels auf den Kopf...

Die Abenteuer der Cluny Brown, erstmals 1944 erschienen, ist ein charmantes Zeitzeugnis und eine pointierte Gesellschaftsstudie verpackt in einen unterhaltsamen Roman. Dazu trägt auch der eingängige und elegante Schreibstil von Margery Sharp bei, die so wunderbare Kinderbücher wie Miss Bianca geschrieben hat.
Die Figuren sind sehr gut gezeichnet und authentisch. Clunys erfrischende Art bildet einen herrlichen Kontrast zur britischen Aristokratie und verdeutlicht die gesellschaftlichen Gepflogenheiten der damaligen Zeit mit ihrem starren Rollensystem.

Fazit: Ein unterhaltsamer Gesellschaftsroman mit einer freigeistigen Protagonistin, die mit ihrer unkonventionellen und lebenslustigen Art bezaubert. Humorvoll, gut beobachtet und mit feinem Spott - in der Tat eine charmante literarische Wiederentdeckung!

Veröffentlicht am 03.07.2019

Nach zögerlichem Beginn durchaus spannend

Something in the Water – Im Sog des Verbrechens
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Erin und Mark verbringen ihre Flitterwochen auf Bora Bora. Bei einem Tauchausflug stoßen sie auf eine Tasche mit wertvollem Inhalt. Erin und Mark beschließen, ihren Fund für sich zu behalten und alle Spuren ...

Erin und Mark verbringen ihre Flitterwochen auf Bora Bora. Bei einem Tauchausflug stoßen sie auf eine Tasche mit wertvollem Inhalt. Erin und Mark beschließen, ihren Fund für sich zu behalten und alle Spuren zu verwischen, doch ihre Entscheidung hat gefährliche Konsequenzen....

Something in the Water beginnt mit einem Paukenschlag und verliert sich anschließend in Nebensächlichkeiten. Recht spät setzt die Spannung wieder ein und das Geschehen nimmt dramatischere Züge an. Erin und Mark verstricken sich zunehmend in kriminelle Machenschaften, wobei Erin teilweise sehr naiv agiert, während der Leser die Zusammenhänge bereits ahnt.
Mark bleibt als Figur blass, über Erin erfährt der Leser mehr, da die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird, jedoch wirkt sie als Figur nicht immer stimmig.
Die Geschichte ist nicht besonders originell oder raffiniert, aber spannend und unterhaltsam.
Alles in allem ein solides Thriller-Debüt, nicht sonderlich überraschend, aber nach zögerlichem Beginn durchaus fesselnd .