Cover-Bild Eine Insel im Meer
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Insel Verlag
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 17.09.2025
  • ISBN: 9783458645412
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Annika Thor

Eine Insel im Meer

Roman | Der Jugendbuchklassiker in wunderschöner Neuausgabe | Erstmals illustriert von Sabine Wilharm
Angelika Kutsch (Übersetzer), Sabine Wilharm (Illustrator)

Ein tief berührender Roman über Neuanfang, Schwesternliebe und die unerschütterliche Kraft der Hoffnung

Wien, 1939: Die zwölfjährige Steffi und ihre kleine Schwester Nelli werden von ihren Eltern aus dem bürgerlichen Alltag in Wien auf eine kleine schwedische Schäreninsel geschickt, um dem Terror der Nazis zu entfliehen. Für ein halbes Jahr, dann wollen sie sich alle in Amsterdam wiedersehen. Doch Schweden ist kalt und so anders als Wien. Während Nelli schnell Anschluss findet, fühlt Steffi sich allein. Sie hat Heimweh, sehnt sich nach dem alten Leben, die Sprache ist ihr fremd, ebenso wie die distanzierte Pflegemutter. Jeden Tag wartet sie auf Nachrichten von ihren Eltern – aber der Krieg wirft immer dunklere Schatten. Wird sie jemals nach Hause zurückkehren können? Oder ist diese Insel im Meer das Einzige, was ihnen bleibt?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2025

Wichtiges Buch

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Steffi und Nelli werden -wie viele andere jüdische Kinder - außer Landes gebracht und finden Zuflucht in Schweden. Genauer gesagt auf einer schwedischen Insel. Schon zu Beginn des Buches wird diese Ungewissheit ...

Steffi und Nelli werden -wie viele andere jüdische Kinder - außer Landes gebracht und finden Zuflucht in Schweden. Genauer gesagt auf einer schwedischen Insel. Schon zu Beginn des Buches wird diese Ungewissheit der Kinder spürbar. Der Schrecken, wie es ist, wegen einer Regierung, Verfolgung oder Krieg die Heimat zu verlassen, alleine ohne die Eltern in ein Land zu kommen und mit einer Sprache konfrontiert zu werden, die sie nicht sprechen ist greifbar. Besonders Nelli, die Jüngere der beiden Schwestern, scheint all das nicht ganz zu verstehen. Doch im Laufe des Buches wird klar, dass sie sich viel besser anpassen und mit der neuen Situation ihren Frieden schließen kann, als Steffi.

Wichtige Themen, die auch heute noch viele Flüchtlinge immer wieder betreffen, werden angesprochen. Fremdenfeindlichkeit, Missverständnisse, Sprachbarrieren und und und. Deswegen ist es meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Buch, dass in die Schullektüre aufgenommen werden sollte. Zum einen, weil man die Zeit damals niemals vergessen sollte, zum anderen, weil es immer noch aktuelle Themen sind.

Sprachlich hätte das Buch in der Neuauflage etwas angepasst werden können. Selbst für das Zielgruppenlesealter könnte man besonders die Inquits nach den Dialogen etwas auflockern und moderner verfassen. Es mag auch an der Übersetzung liegen oder eben an der Zeit der Erstauflage, den es las sich für mich ein wenig hölzern, obwohl es bewegende Themen sind. Deswegen ein Punkt abzug - aber ganz klare Leseempfehlung und die Hoffnung, dass es viele Schüler lesen werden.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Eine wichtige Lektüre

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1996 wurde dieses Buch erstveröffentlicht, ist aber gut 30 Jahre später aktuell wie eh und je. Gerade in unserer aktuellen politischen Lage zeigt es dies nochmal klarer auf.

Wien, 1939. Die Nazis erobern ...

1996 wurde dieses Buch erstveröffentlicht, ist aber gut 30 Jahre später aktuell wie eh und je. Gerade in unserer aktuellen politischen Lage zeigt es dies nochmal klarer auf.

Wien, 1939. Die Nazis erobern die Stadt. Die Schwestern Nelli und Steffi sind Juden. Die Eltern fassen eine schwere Entscheidung, um ihre Kinder vor den deutschen zu retten schicken sie sie als Flüchtlinge nach Schweden. Dort werden die beiden getrennt und müssen versuchen ohne Sprachkenntnisse klar zu kommen.

Es ist ein Kinderbuch, sprachlich würde ich das aufjedenfall so unterschreiben. Ich hatte beim lesen aber durchgehend ein bedrückendes Gefühl. Wenn man sich in die Mädchen hineinversetzt, gerade mit all dem Wissen welchen wir heute über den zweiten Weltkrieg haben finde ich es schon eine harte Kost.
Mag ein Kind welches vielleicht gerade im Übergang zur weiterführenden Schule ist anders sehen, da sie das oft anders verarbeiten.

Dennoch ein wichtiges und gutes Buch. Bei dem ich leider aber immer eine Kloß im Hals hatte.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Damals wie heute ein wichtiges Thema - ein Klassiker als illustrierte Neuausgabe

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„Eine Insel im Meer“ ist die illustrierte Neuauflage eines Jugendbuchklassikers aus dem Jahr 1996.
Der Titel bildet den Auftakt von vier Büchern, die die Geschichte der beiden Geschwister Steffi und Nelli ...

„Eine Insel im Meer“ ist die illustrierte Neuauflage eines Jugendbuchklassikers aus dem Jahr 1996.
Der Titel bildet den Auftakt von vier Büchern, die die Geschichte der beiden Geschwister Steffi und Nelli erzählen.
Ob die Folgebände ebenfalls neu aufgelegt werden, ist mir nicht bekannt. Im Buch ist kein Hinweis darauf zu finden.

Steffi und Nelli sind ein Geschwisterpaar aus Wien. Die Geschichte spielt im Jahr 1939. Da die Familie der Schwestern jüdischen Glaubens ist, schicken ihre Eltern die beiden vor Ausbruch des Krieges auf eine kleine schwedische Schäreninsel. Das Ganze soll nur von kurzer Dauer sein, da die Eltern einen Ausreiseantrag nach Amerika gestellt haben, dieser wird jedoch nicht bewilligt.
Der Anfang in einem fremden Land ist für die Schwestern sehr schwer. Nicht nur, dass die beiden die Sprache nicht sprechen und auf dem Land alles ganz anderes ist als in der Großstadt, können die beiden nicht zusammen bei einer Familie leben.
Während die jüngere Nelli trotz allen Widrigkeiten schnell Anschluss in Schweden findet, fühlt sich Steffi weiterhin allein und unwillkommen. Selbst in Schweden sieht sie sich mit Antisemitismus konfrontiert. Auch Kinder machen nicht Halt vor Ausgrenzung und Hass.

Obwohl „Eine Insel im Meer“ ein Kinderbuch ist, ist die Geschichte aufgrund des historischen Hintergrunds bedrückend.
Sprachlich auf einem kindgerechten und leicht verständlichen Niveau wiegt der Kontext dennoch genauso schwer wie bei einem adulten Roman.
Man muss nichts oder nicht allzu viel mit Steffi und Nelli gemein haben, um sich in ihr neues Leben in Schweden hineinversetzen zu können.
Mobbing und Ausgrenzung können unabhängig von Herkunft oder Glauben geschehen und in der Fremde ohne Familienangehörige zu sein, ist auch ohne Kriegsszenario eine traurige und erschreckende Vorstellung.

Von der Sprache lässt sich das Buch auch für ein jüngeres Lesepublikum empfehlen, jedoch ist der Inhalt zu schwer und düster, um die Geschichte unbegleitet Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren an die Hand zu geben.
Als begleitete Lektüre könnte ich mir das Buch aber sehr gut im Schulunterricht vorstellen, zumal der Inhalt und die Geschichte der beiden Schwestern noch weit mehr behandelt als jüdisches Leben in Europa zu Beginn des 2. Weltkriegs.

Dreißig Jahre alt und leider immer noch aktuell, ein Thema, das auch in zukünftigen Generationen nicht totgeschwiegen werden sollte.
Hier liegt eine jugendgerechte Geschichte vor, die als Alternative zu im deutschen Sprachraum bekannteren Titeln wie „Das Tagebuch der Anne Frank“ oder „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ dienen kann.
Entweder als Schullektüre oder für interessierte Leser*innen.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Ein wichtiges Thema

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In diesem Buch geht es um die beiden Schwestern Steffi und Nelli. 1939 werden sie aus Wien von ihren Eltern nach Schweden geschickt, wo sie in Sicherheit sein sollen. Die Eltern setzen alles daran, in ...

In diesem Buch geht es um die beiden Schwestern Steffi und Nelli. 1939 werden sie aus Wien von ihren Eltern nach Schweden geschickt, wo sie in Sicherheit sein sollen. Die Eltern setzen alles daran, in die USA auszuwandern und wollen dann ihre Töchter wieder holen und fliehen.
Die beiden Schwestern kommen auf eine Insel, aber zu unterschiedlichen Familien. Nelli gewöhnt sich schnell ein und findet Anschluss, aber Steffi fällt das sehr viel schwerer. In der Schule wird sie von anderen Kindern geärgert und sie möchte nur noch weg. Aber die Nachrichten der Eltern zeigen auch, dass die Ausreise nicht so einfach klappt, wie sie sich das vorgestellt haben.
Mir hat das Buch gut gefallen. Auch wenn es um bedrückende Themen geht, ist da doch noch immer etwas Hoffnung, die zwischen den Zeilen mitschwingt. Es ist kindgerecht geschrieben und ich finde es wichtig, dass es neu aufgelegt wurde, um es auch weiteren Generationen bereit zu stellen. Einzig die Zeichnungen waren nicht mein Fall. Auch wenn sie sicher in die Zeit passen, fand ich die sehr bedrückend. Aber das ist sicher auch Geschmackssache.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Bewegender Jugendbuchroman

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Die Neuauflage des schwedischen Jugendbuchklassikers "Eine Insel im Meer" ist sehr bewegend und erinnert an die schreckliche NS-Zeit zurück. Die Schwestern Nelli und Steffi werden - wie viele andere jüdischen ...

Die Neuauflage des schwedischen Jugendbuchklassikers "Eine Insel im Meer" ist sehr bewegend und erinnert an die schreckliche NS-Zeit zurück. Die Schwestern Nelli und Steffi werden - wie viele andere jüdischen Kinder - von ihren Eltern von Wien nach Schweden in die Schärgärten geschickt, wo sie bei zwei Pflegemüttern unterkommen. Während die jüngere Schwester Nelli sich bald zurechtfindet, hat ihre große Schwester Heimweh. Die strenge Tante Märta und die Abgeschiedenheit machen ihr zu schaffen.
Der Roman holt den Leser vom ersten Moment ab und macht einmal mehr deutlich, was die Verfolgung der Juden für großen Schaden bei Kindern und Familien angerichtet hat. Die Autorin schreibt in einem flüssigen und sehr bewegenden Stil, der sich leicht lesen lässt.
Ob der Jugendbuchroman für Kinder ab 12 Jahren geeignet ist, ist schwierig zu beurteilen. Da er schon vor einiger Zeit von der sehr berühmten schwedischen Autorin verfasst wurde, lässt es sich vielleicht damit begründen. Im Deutschunterricht spaltet der Roman sicherlich die Gemüter, wobei die Geschichte wichtig ist und erzählt werden muss, damit es nie wieder dazu kommt!
Das Buchcover und die Illustrationen machen den Roman kinderfreundlicher.
Fazit: Ein bewegender Roman, der eine nie zu vergessende Botschaft bereithält!

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