Cover-Bild Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
Teil 1 der Serie "Kindersuchdienst"
(7)
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24,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Hörbuch Hamburg
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Ersterscheinung: 02.05.2025
  • ISBN: 9783844941241
Antonia Blum

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)

Für immer in deinem Herzen | Die Schicksale hunderter Waisenkinder liegen in ihren Händen
Uta Simone (Sprecher)

Die Frauen vom Kindersuchdienst – die Schicksale hunderter Waisenkinder liegen in ihren Händen 

Die schüchterne Annegret und die vornehme Charlotte beginnen fast gleichzeitig beim Kindersuchdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Obwohl die jungen Frauen nicht unterschiedlicher sein könnten, entdecken sie schnell, dass sie gemeinsam am stärksten sind. Für beide Frauen wird der Suchdienst zu einem Ort voller Menschlichkeit und Mitgefühl. Doch als ein Geheimnis aus Charlottes Vergangenheit ans Licht kommt, droht ihre Freundschaft zu zerbrechen. Dabei braucht sie gerade jetzt Annegrets Hilfe, um die Eltern der kleinen Monika zu finden, die als Säugling auf einem Bauernhof ausgesetzt wurde. Als dann auch noch der Kindersuchdienst vor dem Aus steht, liegt das Schicksal Tausender Waisen plötzlich in Annegrets und Charlottes Händen. Nicht nur ihr Chef steht ihnen dabei im Weg, sondern auch der attraktive Hamburger Hauptkommissar Hartmann, der den Frauen immer wieder dazwischenfunkt. 

Herzergreifend und nach wahren Begebenheiten: Bestsellerautorin Antonia Blum erzählt mitfühlend von der qualvollen Suche tausender Mütter und Kinder, und der Kraft wahrer Liebe.  

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2025

10 Jahre nach dem Krieg

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Auch zehn Jahre nach dem Krieg hat sich an der Mentalität der Menschen noch nichts verändert. Ledige Mütter werden verdammt, müssen arbeiten und ihr Kind verschweigen, verheiratete Mütter dürfen nicht ...

Auch zehn Jahre nach dem Krieg hat sich an der Mentalität der Menschen noch nichts verändert. Ledige Mütter werden verdammt, müssen arbeiten und ihr Kind verschweigen, verheiratete Mütter dürfen nicht arbeiten, müssen nur für Mann und Kinder da sein. Die 68er Studentenproteste hatten Recht mit ihrem Slogan “Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren”.
Hamburg 1955 ist aufgeräumt, vom wüsten Bombardement des Weltkrieges ist nicht mehr viel übrig, Der Wirtschaftsaufschwung ist im vollen Gange. Aber der Krieg wirkt immer noch nac. Viele Familien wurden auseinandergerissen, auf der Flucht oder durch Bombardements, und nun sind Kinder auf der Suche nach ihren Eltern und Eltern suchen verzweifelt ihre Kinder. Das rote Kreuz hat einen Kindersuchdienst eingerichtet, der Familien wieder zusammenführen soll. Ganz unterschiedliche, aber warmherzige Frauen arbeiten da, haben einen nicht gerade angenehmen Vorgesetzten, gegen den sie sich gegenseitig unterstützen, mit Tipps und Ratschlägen. Unter diesen Frauen sind in diesem ersten Roman der Reihe besonders Annegret und Charlotte im Fokus. Annegret weil sie alleinerziehend ist und das nicht bekannt werden darf. Sonst würde sie sofort ihre Stelle verlieren und sie ist eben auf das Geld sehr angewiesen. Annegret spart sich das Essen vom Mund ab, um ihrem kleinen Sohn Nahrung und Kleidung und ab und zu ein Eis zu gönnen. Dann muss die Gartenlaube im Winter auch beheizt werden, Strom gezahlt, und dergleichen mehr. Würde sie ihre Arbeit verlieren, wäre das eine Katastrophe. Annegret hat sich in der Schule nicht leicht getan, sie hat Lese- und Schreibschwierigkeiten. Heute würde man das wahrscheinlich Legasthenie nennen, aber 1955 nannte man das einfach nur “dumm” oder “zurückgeblieben”. Dabei ist Annegret nicht dumm, das bemerkt man, wie sie an die Fälle vermisster Kinder rangeht, was für einfühlsame Fragen sie stellt, und wie sie sich durchschlägt.
Die andere junge Frau im Fokus dieses Buches ist Charlotte, Tochter aus gutem Hause, die es aber vorzieht, sich allein ohne der Hilfe ihrer Familie durchzuschlagen.
Genau wie Annegret gelingt es auch Charlotte, vermisste Kinder aufzufinden.
Die Freundschaft zwischen Annegret und Charlotte ist warm und echt. Ihre Zusammenarbeit, aber auch die Geheimnisse, die jede mit sich trägt, und ihre kleinen Makel, wenn man das so nennen darf, lassen uns, den Leserinnen, die beiden jungen Frauen ans Herz wachsen.
Sehr realistisch werden die Bedingungen beschrieben, in denen die Mitarbeiterinnen des Kindersuchdienstes ihre Arbeit verrichten. Mit mühseligen Karteikarten, auf der einen Seite für die Kinder, auf der anderen für die Eltern. Die Angestellten fragen nach Namen, nach Erinnerungen, nach Orten, nach anderen Personen, die Auskunft geben könnten. Danach beginnt das mühselige Durchforsten beider Karteisysteme, ob man eine Treffer landet. Oder man fährt kurz entschlossen sogar ins feindliche, weil Osten, Lager nach Kaliningrad. Wohlgemerkt, alles ohne Computer, ohne Fax, ohne E-Mail, heutzutage undenkbar.
Allgemein, was für Schwierigkeiten die Frauen in jener Zeit, eigentlich bis weit in die 70er Jahre hinein, hatten, merkt man auch an der Gesetzgebung der Bundesrepublik: Eigenes Konto - nur mit Zustimmung des Ehegatten oder des Vaters, Führerschein ebenso. Wenn sie eine Arbeitsstelle antrat, konnte der Ehegatte, der Vater oder auch nur der Verlobte, hinter dem Rücken der Frau und ohne ihr Wissen für sie kündigen. Weiterführende Schulen und Studium waren noch lange nicht selbstverständlich. Gewalt an den Frauen, Vergewaltigungen, Femizide - da gab man den Frauen die Schuld. Die armen Männer mussten ja auf die Provokation adäquat antworten.
Dieses Buch erfüllt alle Anforderungen an eine gute Lektüre: angenehmer, flüssiger Schreibstil, sehr interessante und teilweise spannende Handlung, realer historischer Hintergrund, hinreißender Lokalkolorit, Liebe, Freundschaft und ein ergreifendes Titelbild. Alles da, alles richtig gemacht.
Frauenrechte in der jungen Bundesrepublik? Weit gefehlt!

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Berührende Geschichte

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Das Cover hat mich direkt angesprochen und auf einen historischen Roman hingewiesen. Es passt gut zur Geschichte.
Erst zum Ende des Buches ist mir gewusst geworden, dass ich die Autorin bereits ...

Das Cover hat mich direkt angesprochen und auf einen historischen Roman hingewiesen. Es passt gut zur Geschichte.
Erst zum Ende des Buches ist mir gewusst geworden, dass ich die Autorin bereits kenne. Ich habe ihre Bände Kinderklinik Weissensee gelesen und nur so verschlungen.
Ebenso ging es mir mit diesem Buch.
Antonia Blum hat eine flüssige, einfühlsame Schreibweise, die mich gut in die Situation hat einfühlen lassen. Sie hat interessante, sehr authentische Charaktere geschaffen, die ich gerne kennengelernt und deren Leben/Schicksale mit Spannung verfolgt habe.
Durch unerwartete Wendungen hat die Autorin die Spannung bis zum Ende hoch gehalten.
Da es sich um einen Roman nach wahrer Begebenheit handelt, fand ich das Schlusswort der Autorin sehr interessant und aufschlussreich. Ich freue mich schon auf denn zweiten Band, der leider erst am 30.04.2026 erscheint.
Fazit: Lesenswerter, einfühlsamer Roman nach einer wahren Begebenheit


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Veröffentlicht am 23.05.2025

Ein Buch das im Herzen bleibt!

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Wie der Titel unschwer erkennen lässt, widmet sich Antonia Blum einem sehr bedrückenden Thema deutscher Nachkriegsgeschichte. Das Buch spielt 1955 in Hamburg. Während es in der Hansestadt an Jobs und Wohnraum ...

Wie der Titel unschwer erkennen lässt, widmet sich Antonia Blum einem sehr bedrückenden Thema deutscher Nachkriegsgeschichte. Das Buch spielt 1955 in Hamburg. Während es in der Hansestadt an Jobs und Wohnraum mangelt, wird es alleinstehenden Frauen besonders schwer gemacht auf eigenen Beinen zu stehen - sollte die Rolle der Frau aus damaliger Sicht doch lediglich darin bestehen einen Mann zu ehelichen, sich ihm gegenüber gehorsam zu zeigen und sich ganz der Familie zu widmen. Darüber hinaus suchen viele Eltern noch immer verzweifelt nach ihren Kindern, von denen sie während des Krieges getrennt wurden. Anlaufstelle für diese Eltern und Kinder ist der Hamburger Kindersuchdienst des Roten Kreuzes. Und genau hier beginnt die Geschichte von Annegret und Charlotte, zwei jungen Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch, für das Schicksal von Hunderten Waisenkindern, Seite an Seite kämpfen, um sie wieder mit ihren leiblichen Eltern zusammen zu bringen.

Ich habe das Hörbuch gehört und hatte durch die angenehme Stimme der Sprecherin einen schnellen und unproblematischen Einstieg in die Geschichte. Man kann sagen, ich war direkt mittendrin und konnte mir, dank des bildgewaltigen Schreibstils von Antonia Blum, sowohl die Protagonisten, als auch die Szenerie wunderbar bildhaft vorstellen. Die, nach wahren Begebenheiten verfasste, Geschichte ist sowohl fesselnd, als auch ergreifend und bedrückend zugleich, vor allen Dingen aber ganz wundervoll erzählt. Antonia Blum schreibt so mitfühlend, realistisch und detailreich, dass ich nicht nur Annegret (was hab ich mich über ihre positive Weiterentwicklung gefreut!) und Charlotte in mein Herz geschlossen habe, sondern alle Damen vom Kindersuchdienst gleich mit. Von den liebenswerten Kindern und Teddy Maier ganz zu schweigen. Letztendlich hat mich die Geschichte so in ihren Bann gezogen, dass ich die Kopfhörer gar nicht mehr absetzen wollte, und zwischendurch immer wieder, über all die „unerzählten“ Schicksale und die sich abgespielten Dramen, ins Nachdenken verfallen bin. Gerade bei der Thematik finde ich auch schön, dass nicht die Liebesgeschichten in den Vordergrund gestellt, sondern eher am Rande erzählt wurden. Was mich abschließend auch noch sehr begeistert hat, war das informative Nachwort mit den wirklich interessanten, historischen Hintergrundinformationen.

Fazit: Absolute Leseempfehlung! Hier wird ein schweres Thema aufgegriffen und eine herzergreifende Geschichte, mit unerwarteten Wendungen, leicht und einfühlsam erzählt.

Ich kann die Fortsetzung kaum abwarten und bin wirklich gespannt wie es nach „Für immer in deinem Herzen“ im 2. Band „Im Sturm an deiner Seite“ mit Annegret, Charlotte und dem geretteten Kindersuchdienst weitergeht!

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Veröffentlicht am 12.05.2025

kurzweiliges Lesevergnügen mit historischem Hintergrund

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Bereits nach einem ersten Eindruck aufgrund einer Leseprobe wusste ich:
Es gibt kein Zurück mehr ... ich muss dieses Buch weiterlesen.
Schon die Kinderklinik Weißensee Serie von Antonia Blum hat mich ...

Bereits nach einem ersten Eindruck aufgrund einer Leseprobe wusste ich:
Es gibt kein Zurück mehr ... ich muss dieses Buch weiterlesen.
Schon die Kinderklinik Weißensee Serie von Antonia Blum hat mich begeistert. Ich mag ihren Schreibstil und ihre Themenwahl. Ich bin wegen der Autorin aufmerksam auf das Buch geworden, das Cover hat mich eher weniger angesprochen.
Der historische Hintergrund und die Schicksale der Findelkinder grundsätzlich sowie Annegrets erster eigene Fall im Speziellen machten mich äußerst neugierig. Aber auch ihr eigenes Schicksal birgt anscheinend Geheimnisse, die es zu lüften gilt.

Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Protagonistinnen, die angenehme Länge der Kapitel und die abwechslungsreiche Handlung haben es zu einem wirklichen Lesevergnügen für mich gemacht. Eine Klare Empfehlung für alle Leser/innen, die historische Romane mögen. Ich bin schon jetzt gespannt auf den 2. Teil, der leider erst in einem Jahr veröffentlicht wird.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

bewegendes Hörbuch

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Das Hörbuch der Kindersuchdienst hat mich sehr angesprochen, weil ich das Thema sehr interessant finde und ich Bücher liebe, welche einen wahren Hintergrund haben.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Annegret, ...

Das Hörbuch der Kindersuchdienst hat mich sehr angesprochen, weil ich das Thema sehr interessant finde und ich Bücher liebe, welche einen wahren Hintergrund haben.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Annegret, welche es als alleinerziehende Mutter in der Nachkriegszeit keine gute Stellung hat. Aus diesem Grund verschweigt sie dem Chef des Kindersuchdienstes die Existenz ihres Sohnes.
Annegret setzt sich sehr für den Kindersuchdienst ein, ist jedoch durch ihre Lese- und Schreibschwäche etwas eingeschränkt.
Die andere Hauptfigur ist Charlotte, welche aus einem guten und reichen Hause kommt, aus privaten Gründen mit ihrer Familie gebrochen hat und deshalb eine Arbeit gesucht hat und ebenfalls beim Kindersuchdienst gelandet ist.
Die Frauen beim Kindersuchdienst bemühen sich sehr verloren gegangene Kinder aus der Kriegszeit wieder mit ihren Eltern zusammen zubringen.
Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen. Ich fand es interessant und spannend. Leider hat mir die Stimme der Hörbuchleserin nicht gefallen, das hat den Hörspaß etwas eingeschränkt. Allerdings ist das ja eine persönliche Empfindung und muss jeder für sich selber testen, ob er die Stimme mag oder nicht.

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