Cover-Bild Tankstellenchips
18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger GmbH
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 23.07.2018
  • ISBN: 9783789109188
Antonia Michaelis

Tankstellenchips

Ein Heldenepos

In "Tankstellenchips" von Antonia Michaelis entfaltet sich eine ungewöhnliche und humorvolle Road Novel über die unerwartete Freundschaft zwischen Sean, einem Studenten aus dem Iran, der seit zwei Monaten in Deutschland lebt, und Davy, einem Jugendlichen auf der Flucht aus dem Heim, der sich auf die Suche nach einem Freund gemacht hat. Ihre Wege kreuzen sich in einer Sommernacht, als sie Zeugen eines Überfalls werden und fortan gemeinsam auf der Flucht vor Verbrechern und Polizei quer durch Deutschland reisen. Ihre abenteuerliche Reise führt sie über Erdbeerfelder, durch Biergärten und sogar im Heißluftballon, wobei sie merkwürdigerweise immer wieder von Kühen umgeben sind. Die Geschichte, die mit viel Witz und Skurrilität erzählt wird, bietet nicht nur unterhaltsame Einblicke in die deutsche Kultur aus der Perspektive eines Flüchtlings, sondern beleuchtet auch ernstere Themen wie Freundschaft, Außenseitertum und die Suche nach Zugehörigkeit.

  • Erfrischende Perspektive : Die Erlebnisse eines Flüchtlings auf einer abenteuerlichen Reise durch Deutschland bieten einzigartige und humorvolle Einblicke in kulturelle Unterschiede und die Herausforderungen der Integration.
  • Spannende und humorvolle Handlung : Eine abwechslungsreiche Flucht quer durch das Land, gespickt mit skurrilen Begegnungen und einer ständigen Präsenz von Kühen, sorgt für Unterhaltung und Lacher.
  • Tiefgründige Themen : Hinter der leichten und komischen Fassade verbirgt sich eine Geschichte über Freundschaft, Identität und das Überwinden von Hindernissen, die zum Nachdenken anregt.
  • Authentisch und lebensnah : Antonia Michaelis ist bekannt für ihren authentischen und nah am Leben orientierten Schreibstil, der auch in "Tankstellenchips" voll zur Geltung kommt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2018

Unterwegs in Germania

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Klappentext/Inhalt:


Road Novel von Antonia Michaelis über zwei ungleiche Helden und sehr viele Kühe.
In einer Sommernacht lernen sie sich kennen: Sean, Student aus dem Iran, seit zwei Monaten in Deutschland, ...

Klappentext/Inhalt:


Road Novel von Antonia Michaelis über zwei ungleiche Helden und sehr viele Kühe.
In einer Sommernacht lernen sie sich kennen: Sean, Student aus dem Iran, seit zwei Monaten in Deutschland, und Davy, aus dem Heim abgehauen, auf der Suche nach einem Freund. Beide werden Zeugen eines Überfalls. Von nun an verfolgt von Verbrechern und Polizei türmen sie zusammen quer durch Deutschland: über Erdbeerfelder, unter dunklen Gewitterwolken, durch Biergärten, im Heißluftballon, mit der Bahn und auf dem Moped. Immer wieder werden sie dabei von Kühen umzingelt, das scheint ihr Schicksal zu sein. Warum sonst sollte der Wagen mit Sean und dem Abschiebebescheid ausgerechnet auf dem Weg zum Flughafen in einer Kuhherde stecken bleiben?
Klug, skurril und komisch nimmt Antonia Michaelis ihre Leser mit auf eine Deutschlandreise aus Sicht eines Flüchtlings und erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft.

persönliche Meinung:

Deutschland aus der Sicht eines Flüchtlings, der gleichzeitig vor der Polizei flüchten muss, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort war.
Sean und Davy sind wirklich ein ungleiches Paar, der eine Student aus dem Iran, der andere ein geflohenes Heimkind. Sie verbindet die Flucht und es entsteht eine innige Freundschaft, in der jeder jedem irgendwie das Leben rettet. Beide mit massiven Sprach- und Verständigungsproblemen ausgestattet verstehen bzw. missverstehen sie das Handeln der Deutschen und halten uns Lesern immer wieder mal einen Spiegel vor, was deutsche Sprichwörtlichkeit auch bedeutet könnte und wohin Missverständnisse führen. Oft sind diese für mich persönlich etwas plakativ und auch platt. Die Dialoge mit ihren unterschiedlichen Ausrucksproblemen lassen mich regelmäßig in meinem Lesefluss stoppen und machen es etwas mühsam. Als dann auch och in bayrischer Mundart geschrieben wird, bin ich eigentlich raus aus dieser im Resümee dann doch spannenden und besonderen Geschichte. Ob Jugendliche diese Querverweise auch auf deutsche Geschichte, Literatur, etc. nachvollziehen lasse ich mal im Raum stehen und hoffe auf eine gute Allgemeinbildung, da sich sonst der Witz nicht erschliesst. Eignet sich sicher gut als Schullektüre, um immer wieder zu diskutieren, denn dazu regt das Buch auf jeden Fall an.

Veröffentlicht am 15.08.2018

Liebevoll erzähltes Jugendbuch mit ernstem Thema

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INHALT:

Road Novel von Antonia Michaelis über zwei ungleiche Helden und sehr viele Kühe.
In einer Sommernacht lernen sie sich kennen: Sean, Student aus dem Iran, seit zwei Monaten in Deutschland, und ...

INHALT:

Road Novel von Antonia Michaelis über zwei ungleiche Helden und sehr viele Kühe.
In einer Sommernacht lernen sie sich kennen: Sean, Student aus dem Iran, seit zwei Monaten in Deutschland, und Davy, aus dem Heim abgehauen, auf der Suche nach einem Freund. Beide werden Zeugen eines Überfalls. Von nun an verfolgt von Verbrechern und Polizei türmen sie zusammen quer durch Deutschland: über Erdbeerfelder, unter dunklen Gewitterwolken, durch Biergärten, im Heißluftballon, mit der Bahn und auf dem Moped. Immer wieder werden sie dabei von Kühen umzingelt, das scheint ihr Schicksal zu sein. Warum sonst sollte der Wagen mit Sean und dem Abschiebebescheid ausgerechnet auf dem Weg zum Flughafen in einer Kuhherde stecken bleiben?
Klug, skurril und komisch nimmt Antonia Michaelis ihre Leser mit auf eine Deutschlandreise aus Sicht eines Flüchtlings und erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft.

COVER:

Witziges Cover, ist sehr schön gemacht. Aber der Titel und das Cover passen meiner Meinung nach nicht zum Inhalt.

SCHREIBSTIL:

Ein leichter Schreibstil, der für ein Kinde-r und Jugendbuch bestens geeignet ist.

MEINUNG:

Das Thema des Buches ist ganz klar: Flüchtlinge. Sean ist aus seiner Heimat nach Deutschland geflüchtet und wird in ein Verbrechen mitreingezogen, so dass er vor der Polizei und den wahren Tätern des Verbrechens flüchten muss, dabei wird er von Davy beobachtet, der sich ihm anschließt.

Die beiden erleben eine rasante Flucht mit allerlei witzigen Abenteuern, die natürlich total übertrieben und unglaubwürdig sind, für ein Jugendbuch aber absolut passend.

Mir hat die Sichtweise von Sean gefallen, wie er über Deutschland denkt, allerdings bezweifel ich, dass alle Flüchtlinge so denken wie Sean.

Die Geschichte und die Idee haben mir sehr gut gefallen und für ein Jugendbuch fand ich es wirklich gut. Auch wenn ich glaube, dass es einen falschen Anschein erwecken kann. Ist es wirklich so einfach mit einem fremden Kind und ohne Geld quer durch Deutschland zu flüchten, ich weiß es nicht.
Es ist kein Buch, das man gelesen haben muss, aber es schadet auch nicht es gelesen zu haben.

Veröffentlicht am 10.08.2018

Konnte nicht überzeugen

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Der 18; Jahre alte Shayan ist ein Flüchtling aus dem Iran.
Nach einem Zwischenfall in einem Ferienhaus muss er untertauchen und ist unterwegs nach Köln, dort erwartet er sich Hilfe um seinen Abschiebebescheid ...

Der 18; Jahre alte Shayan ist ein Flüchtling aus dem Iran.
Nach einem Zwischenfall in einem Ferienhaus muss er untertauchen und ist unterwegs nach Köln, dort erwartet er sich Hilfe um seinen Abschiebebescheid abzuwenden.
Auf seinem Weg trifft er auf den 8 Jährigen Davy, der aus dem Kinderheim abgehauen ist. Auf ihrer Flucht geraten sie in Kuhherden, werden zu Erdbeerpflückern, müssen sich gegen Tiger und andere Verfolger behaupten und fahren mit einem Heißluftballon.

Das Cover ist genial, vor allem, wenn man den Schutzumschlag abnimmt. Die abgebildete Chipstüte wirkt richtig echt und passt toll zum Titel.

An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, da Shayan ein gebrochenes Deutsch spricht und auch Davy sprachliche Besonderheiten hat, musste ich viele Sätze mehrfach lesen um zu verstehen, was gemeint ist.
Shayans Ansicht auf die Deutschen, ihre Gewohnheiten und Sprache fand ich sehr unterhaltsam. Über manche Begriffe, die für nicht Muttersprachler verwirrend klingen, denken wir ja oftmals gar nicht nach.

Die Geschichte wird sehr überspitzt dargestellt und auch nicht immer logisch. Anfangs fand ich das ganz amüsant aber ab etwa der Hälfte der Geschichte wurde es mir zu viel, Shayan und Davys Lügerei, Diebstähle, der Mordverdacht und die vielen Zufälle waren schon sehr haarsträubend. Shayan sieht sich als Held, überschätzt sich selbst und wirkt dadurch nicht sonderlich sympathisch auf mich.

Ich bin sonst ein großer Fan der Autorin aber Tankstellenchips konnte mich nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 29.07.2018

Ein Heldenepos

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Shayan, genannt Sean, ist 18 und aus dem Iran geflohen. Er lebt in einem Flüchtlingsheim , in seinem Spind einen Brief, den er für seine Abschiebungsunterlagen hält. Also beschließt er, nach Köln zu fahren, ...

Shayan, genannt Sean, ist 18 und aus dem Iran geflohen. Er lebt in einem Flüchtlingsheim , in seinem Spind einen Brief, den er für seine Abschiebungsunterlagen hält. Also beschließt er, nach Köln zu fahren, wo er einen Kontakt treffen möchte, der ihm helfen soll, in Deutschland zu bleiben. Doch auf dem Weg dahin geht alles schief, aber er trifft auch auf den kleinen Davy, aus dem Heim abgehauen, der ihn auf seiner Reise begleiten möchte. Eine chaotische Reise beginnt.

Ein Heldenepos, so heißt es auf dem Cover des Buches, und es beginnt auch so, denn Shayan selbst sieht sich gerne als der Held seines eigenen Films, den er dann seiner zurückgebliebenen Familie vorspielen wird. Am Anfang fand ich die chaotische Reise von Sean und Davy auch wirklich amüsant, denn Seans Sicht auf die Deutschen, ihre Sprache, ihr Verhalten ist richtig unterhaltend, weil man sich oft wiedererkennt. Auch wenn ich vieles, das im Laufe der Reise quer durch Republik passiert, wirklich unglaubwürdig und immer einen Zacken zu viel fand, hat mich das am Anfang nicht so sehr gestört. Erst im Laufe der Geschichte nervte es mich, dass keine Etappe der Reise auf „normale“ Art verlief und zu viele Zufälle passierten, die Sean und Davy halfen. Ich fand das Buch dann mehr und mehr unglaubwürdig, auch etwas zu romantisch dargestellt, denn Sean wird mittlerweile wegen Mordes gesucht und befindet sich mit einem Achtjährigen auf der Flucht. Bitte!?

Ein Heldenepos, der mich fragend zurückließ, denn auch das Ende fand ich nicht wirklich erhellend. Der Weg dahin war mir immer einen Zacken drüber, so dass ich mich mehr und mehr fragte, was das soll. Schade, denn die Ausgangssituation des Romans fand ich wirklich gut. Positiv finde ich das Licht, das Shayan auf die Deutschen wirft und wie er die Kulturen vergleicht und die „Logikfehler“ in der deutschen Sprache aufdeckt. Vielleicht bin ich einfach zu alt für diesen Roman und hinterfrage zu viel. Vielleicht ist das Buch auch einfach wirklich etwas drüber und ich muss das einfach so hinnehmen … kann ich aber leider nicht!

Veröffentlicht am 10.01.2022

Flucht quer durch Deutschland

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Zwei Menschen, der Iraner Shayan und der kleine achtjährige Davy werden Zeugen eines Überfalls und flüchten aus den unterschiedlichen Motiven vor der Polizei und den Tätern. Beide haben eine, auf ihre ...

Zwei Menschen, der Iraner Shayan und der kleine achtjährige Davy werden Zeugen eines Überfalls und flüchten aus den unterschiedlichen Motiven vor der Polizei und den Tätern. Beide haben eine, auf ihre Art, eigene deutsche Sprache und aus den ungleichen Gefährten werden auf dieser sehr abenteuerlichen Flucht Freunde.
Für mich klang es nach einer tollen Geschichte. Mir wurde sie jedoch zu skurril und ich konnte mich auch überhaupt nicht in die Personen hineinfinden. So kam mein Lesefluss immer wieder ins Stocken und der Sprachstil, in dem Davys Sprachfehler immer wieder sehr hervorgehoben wird, verstärkte dies.