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Veröffentlicht am 26.09.2020

Wer beobachtet dich?

Ich beobachte dich
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10 Jahre ist es her, seit Lindsey mit ihrer kleinen Tochter vor ihrem Mann geflohen ist. Andrew kam ins Gefängnis, nachdem er bei ihrer Verfolgung einen Unfall verursachte, bei dem eine junge Frau starb. ...

10 Jahre ist es her, seit Lindsey mit ihrer kleinen Tochter vor ihrem Mann geflohen ist. Andrew kam ins Gefängnis, nachdem er bei ihrer Verfolgung einen Unfall verursachte, bei dem eine junge Frau starb. Jetzt kommt Andrew frei und Lindsey fürchtet sich vor dem Tag, an dem er sie und Sophie finden wird. Doch ist Andrew wirklich die einzige Gefahr für ihr Leben?

Der Roman erzählt in zwei Ebenen von Lindseys Leben mit Andrew und ihrem neuen Leben mit ihrer Tochter Sophie. Der Aufbau ist sehr clever, da man Andrew von Anfang an als unsympathischen Schlägertypen mit Alkoholproblem wahrnimmt und so auch nicht glaubt, dass er sich geändert hat, nachdem er im Gefängnis war.

Lindseys Angst vor ihrem Ex-Mann und Sophies Neugier auf den Vater, an den sie fast keine Erinnerungen mehr hat, sind sehr gut beschrieben. Und auch Lindseys neues Leben kommt gut rüber. Ihre Angst ist spürbar und man fühlt mit ihr, auch wenn man Andrew zu einem Teil glauben möchte, dass er sich geändert hat.

Am Schluss ist das Buch richtig spannend und ich habe mit Herzklopfen das Finale gelesen. Zwar erwartet, aber dennoch überraschend, wie alles ausgeht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werde mehr Bücher der Autorin lesen. Gut!

Veröffentlicht am 25.09.2020

Food People Stories

Wien by NENI
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Haya Molcho führt zusammen mit ihren Söhnen das Restaurant NENI am Wiener Naschmarkt. Hier bieten sie ihren Gästen die Aromen ihrer Heimat Israel mit traditioneller und moderner Wiener Küche, gewürzt mit ...

Haya Molcho führt zusammen mit ihren Söhnen das Restaurant NENI am Wiener Naschmarkt. Hier bieten sie ihren Gästen die Aromen ihrer Heimat Israel mit traditioneller und moderner Wiener Küche, gewürzt mit den Geschmäckern der ganzen Welt. Und das hat sie in ihrem Buch „WIEN – Food.People.Stories.“ festgehalten.

Das Kochbuch bietet nach der „Molcho-Story“, in der die Geschichte der Familie aufgeführt ist, bis sie das Restaurant eröffneten, unter den Rubriken

- Gemüse
- Fisch
- Fleisch
- Süßes

leckere und sehr ansprechende Rezepte aus aller Welt. Die Rezeptfotos sehen so einladend aus, dass man am liebsten alle Gerichte der Reihe nach nachkochen möchte. Toll und international, trotzdem mit „normalen“ Zutaten, aber auch mal außergewöhnlich, wobei man die meisten Sachen mittlerweile in einem gut sortierten Supermarkt bekommt.

Zwischen den Gerichten sind aus Sicht Haya Molchos interessante Leute und Geschichten aufgeführt. So gibt es neben der Molcho-Story noch die Geschichten rund um andere Restaurants, die der Familie zufolge erwähnenswert sind. Das mochte ich sehr gerne, denn bei einer eventuellen Wien-Reise hat man so schon eine Menge interessante Adressen parat, bei denen es gutes Essen geben wird.

Ich mag dieses Kochbuch wirklich gerne. Einmal bietet es einige wirklich leckere und gut nachkochbare Rezepte, die mit ansprechenden Fotos präsentiert werden, zum anderen zeigt es Wien und viele Orte, die man sich ansehen sollte – und wo man leckeres Essen probieren sollte. So ist dieses Buch nicht nur ein Kochbuch, sondern auch eine Liebeserklärung an die Heimat. Gefällt mir sehr!

Veröffentlicht am 23.09.2020

Zurück auf Mount Polbearne

Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg
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Eigentlich läuft es sehr gut für Polly Waterford. Ihre kleine Bäckerei am Strandweg ist immer noch der Renner bei den Einwohnern und mit ihrem Freund Huckle und dem kleinen Haubentaucher Neil führt sie ...

Eigentlich läuft es sehr gut für Polly Waterford. Ihre kleine Bäckerei am Strandweg ist immer noch der Renner bei den Einwohnern und mit ihrem Freund Huckle und dem kleinen Haubentaucher Neil führt sie ein schönes Leben. Doch dann stirbt ihre Vermieterin und die Erbin macht ihr das Leben schwer. Plötzlich ist Pollys Leben mit der kleinen Bäckerei am Strandweg in Gefahr – und auch ihr Leben mit Huckle. Kann alles wieder gut werden?

So schön, zurück auf der Gezeiteninsel Mount Polbearne zu sein. Die Einwohner sind liebenswert wie schon im ersten Teil, Polly, Huckle und Neil sind verliebt wie eh und je und alles könnte so schön sein. Doch dann kommt Malcolm, der Polly das Leben zur Hölle macht. Das war wirklich nicht schön zu lesen und ich hoffte, dass alles wieder gut werden kann.

Dabei ist die Insel mit seinen Bewohnern idyllisch wie im ersten Teil – und Polly, Huckle und der kleine Neil brachten mich ganz oft zum Schmunzeln. Die Backwerke Pollys ließen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen und ich wollte nur eins: Endlich ein Happy End!

Wieder ein angenehmer und sehr schöner Ausflug auf die Gezeiteninsel, der mich sehr gut unterhalten hat. Ich freue mich auf den dritten Teil, auf eine Hochzeit, ein Neil-Baby und auf alle Bewohner, die jetzt hoffentlich nur noch leckere Backwaren von Polly genießen können.

Veröffentlicht am 21.09.2020

Karma

Später Frost
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Der Schmetterlingsforscher Balthasar Frost wird brutal ermordet. Kommissarin Ingrid Nyström, die gerade befördert wurde, und ihre neue Kollegin Stina Forss, die aus Deutschland nach Schweden kam, versuchen ...

Der Schmetterlingsforscher Balthasar Frost wird brutal ermordet. Kommissarin Ingrid Nyström, die gerade befördert wurde, und ihre neue Kollegin Stina Forss, die aus Deutschland nach Schweden kam, versuchen das Rätsel um den Tod des alten Mannes zu klären. Und sie müssen weit zurückgehen in die Vergangenheit, um die Wahrheit zu erkennen.

„Später Frost“ ist der erste Fall für Nyström und Forss – und ich wollte die Reihe von Anfang an lesen. Ich kann nach diesem ersten Fall auf jeden Fall sagen, dass ich Stina Forss nicht sehr sympathisch finde. Sie sorgt mit ihren Alleingängen regelmäßig für Chaos und ist auch privat kein netter Mensch.

Der Fall ist aber spannend und verzwickt, da kann man als Leser richtig schön mitraten, ohne das komplette Rätsel bis zum Schluss zu lösen – so ging es mir auf jeden Fall. Am Ende fand ich die Auflösung allerdings schon wieder ein bisschen viel des Guten, auch wenn es schön zeigt, dass alles Böse irgendwann zu einem zurückkommt.

Ich bin noch nicht sicher, ob ich weitere Fälle des Teams lesen möchte, auch wenn mir die anderen Mitglieder des Teams bis auf eine weitere Ausnahme eigentlich gut gefallen haben. Trotzdem bin ich nicht sicher, ob ich eine weitere Dosis Forss verkraften kann.

Insgesamt ein unterhaltsamer Krimi, den ich gerne gelesen habe. Wegen Forss’ Art und der etwas merkwürdigen Auflösung gibt es 3 Sterne.

Veröffentlicht am 20.09.2020

Was ist die Wahrheit

Auf dunklen Pfaden
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Der achtzehnjährige Arvo Pekka wird erschossen im Schwimmbad von Porsgrunn aufgefunden. Es war Selbstmord, doch alle Zeichen deuten darauf hin, dass noch jemand bei ihm war, als er starb. Alles scheint ...

Der achtzehnjährige Arvo Pekka wird erschossen im Schwimmbad von Porsgrunn aufgefunden. Es war Selbstmord, doch alle Zeichen deuten darauf hin, dass noch jemand bei ihm war, als er starb. Alles scheint mit einem Filmprojekt zusammenzuhängen, das in der Schule des Jungen besteht und an dem neben ihm noch andere Teenager teilnehmen. Doch warum tötete sich Arvo? Die Journalistin Mette Minde macht sich daran, die Wahrheit über seinen Tod herauszufinden.

Die Geschichte ist spannend und man fragt sich von Anfang an, was hinter dem Tod des Jungen steckt. In seiner Familie gab es schon mal eine Tragödie, mit der alles zusammenzuhängen scheint. Mette Minde, die Journalistin, mochte ich und gleichzeitig auch wieder nicht. Was mich wirklich genervt hat, war, dass sie bei jedem Mann, den sie traf, Interesse bekundete, obwohl sie daheim Mann und Kinder sitzen hat. Einen Mann, denn sie angeblich liebt, obwohl sie sich ständig in Fantasien über diese anderen Männer hingab. Das mochte ich gar nicht.

Der Fall ist aber interessant und ich wollte unbedingt wissen, was hinter dem Selbstmord und einem späteren Mord steckt. Ist es wirklich ein Selbstmordpakt, bei dem die Jugendlichen ausgemacht hatten, im Falle eines Selbstmordes einen Menschen mitzunehmen, der es verdient hat zu sterben? Obwohl ich die Wahrheit früh ahnte, war ich über das ganze Ausmaß des Falls erstaunt. Mette Mindes Ermittlungen waren spannend, auch wenn gefühlt einmal zu oft der Zufall eine zu große Rolle spielte.

Das Buch hat mich gut unterhalten, auch wenn ich Mette Minde als Figur nicht sehr sympathisch fand. 3,5 Sterne für einen guten Krimi.