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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2020

Rettet den Wald!

Greta und die Großen
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Das Mädchen Greta wohnt mitten in einem wunderschönen Wald. Als die Tiere des Waldes zu ihr kommen und sich darüber beklagen, dass sie ihr Zuhause verlieren, weil die Großen keine Rücksicht auf die Tiere ...

Das Mädchen Greta wohnt mitten in einem wunderschönen Wald. Als die Tiere des Waldes zu ihr kommen und sich darüber beklagen, dass sie ihr Zuhause verlieren, weil die Großen keine Rücksicht auf die Tiere und die Natur nehmen, überlegt Greta, was sie dagegen tun kann. Dann kommt ihr die Idee und sie protestiert gegen die Großen. Doch alleine wird sie übersehen. Doch als immer mehr Leute sich ihren Protesten anschließen, erkennen die Großen endlich, dass die Umwelt wichtig und schützenswert ist.

Das Kinderbuch für Kinder ab 4 Jahre ist schön illustriert und behandelt ein wichtiges Thema: Den Schutz der Umwelt. Das Buch zeigt schön, dass jeder sich für die Umwelt stark machen kann, egal wie alt er ist. Das gefällt mir sehr. Greta und die Tiere sind schön anzuschauen und die Geschichte gut vorzulesen. So kann man schon kleinen Kindern ein wichtiges Thema nahebringen.

Am Ende des Buches gibt es eine Art Lebenslauf zu Greta Thunberg, die als Inspiration für dieses Buch diente. Außerdem gibt es Tipps, was jeder tun kann, um Greta und somit der Umwelt zu helfen.

Von jedem verkauften Buch gehen 20 Cent an Greenpeace Deutschland, so dass jeder, der ein Buch kauft, den Umweltschutz unterstützt!

Veröffentlicht am 23.01.2020

Ein Zwilling kommt selten allein

Geteilt durch zwei
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Nadja ist 41, als sie erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Sie wurde adoptiert und beide Schwestern wussten nichts voneinander. Zusammen machen sich Nadja und Pia auf die Suche nach ihrer Vergangenheit. ...

Nadja ist 41, als sie erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Sie wurde adoptiert und beide Schwestern wussten nichts voneinander. Zusammen machen sich Nadja und Pia auf die Suche nach ihrer Vergangenheit. Woran starb ihre leibliche Mutter und wer ist ihr unbekannter Vater. Auf der Suche nach der Wahrheit erfahren die Frauen auch viel über sich selbst.

Das Buch versprach viele Emotionen, denn die Geschichte klingt emotional und schön. Leider mochte ich beide Frauen überhaupt nicht. Sowohl Nadja als auch ihre Zwillingsschwester Pia fand ich wahnsinnig unsympathisch. Beide Frauen haben scheinbar alles, haben aber einen extremen Besitzanspruch und finden sich jammernd am Besten. Dabei nehmen sie beide wenig Rücksicht auf ihre viel zu netten Männer und ihre Adoptivmütter. Das störte mich unheimlich. Leider waren auch die Rückblicke in die Vergangenheit nicht viel besser, denn auch die Mutter der Zwillinge fand ich grauenhaft. Was mich auch wahnsinnig gestört hat: Beide sind verzweifelt auf der Suche nach der Wahrheit und nach ihrem Vater, wobei sie jedesmal, wenn sie wieder ein Puzzleteil zugefügt hatten, nicht zufrieden waren, sondern mit Vorwürfen nur so um sich warfen. Auch das nervte mich kolossal.

Die Geschichte von Corinna, Nadja und Pias Mutter, ist schon emotional, aber wie gesagt konnte ich den Frauen einfach nichts abgewinnen. Denn auch sie hatte eine seltsame Art, die mir auf die Nerven ging, auch wenn ich ihre Krankheit und ihr unseliges Ende berücksichtige. So habe ich die Geschichte zwar interessiert gelesen, konnte mich aber nicht richtig auf das Geschehen einlassen. Schade!

Veröffentlicht am 21.01.2020

Das World Wide Web

Im Netz des Lemming
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Leopold „Lemming“ Wallisch wird Zeuge, als sich Mario, der Freund seines Sohnes, Suizid begeht, indem er sich vor eine Bahn fallen lässt. Was trieb den Jungen zu dieser schlimmen Tat? Zusammen mit Chefinspektor ...

Leopold „Lemming“ Wallisch wird Zeuge, als sich Mario, der Freund seines Sohnes, Suizid begeht, indem er sich vor eine Bahn fallen lässt. Was trieb den Jungen zu dieser schlimmen Tat? Zusammen mit Chefinspektor Polivka macht sich Lemming auf die Suche nach der Wahrheit – und die beiden tauchen tief ein in die Welt des World Wide Web und Hasskommentare, die Menschen zur Verzweiflung bringen.

Stefan Slupetzky hat seinen Lemming in einem sehr aktuellen Thema ermitteln lassen. Hasskommentare, die das Leben verschiedener Menschen in einen Alptraum verwandeln. Doch wer steckt hinter den bösen Kommentaren, die immer wieder neue Unwahrheiten unter das hörige Volk bringen? Es tun sich Abgründe auf, die den Lemming und seinen Freund Polivka an der Menschheit zweifeln lassen.

Das Buch zeigt auf, wie schnell es gehen kann, dass man selbst in die Maschinerie einer Lügenkampagne gerät – und wie wenig man tun kann, um sich und seine Lieben vor Hasskommentaren und bösen Lügen zu schützen. Das war unterhaltend, informativ und ließ mich oft mit einem Kopfschütteln weiterlesen – auch weil ich wusste, dass es die böse Wahrheit ist, die Slupetzky hier niederschreibt. Mit viel Lokalkolorit und unter Einbindung vieler aktueller Ereignisse zeigt er, wie der Zustand der Welt aktuell ist – und leider lässt das Buch wenig Raum für Hoffnung auf Besserung.

Mein Lieblingszitat ist dieses: „Dummheit zählt tatsächlich zu den bösartigsten Krankheiten. Am meisten leiden die an ihr, die nicht von ihr befallen sind.“

Mehr gibt es nicht zu sagen!

Veröffentlicht am 20.01.2020

Tödliche Geheimnisse

Verhängnisvolle Nähe
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Als die Journalistin Kerra Bailey ein Interview mit Major Franklin Trapper vereinbart, der 25 Jahre zuvor bei einem Bombenanschlag in Dallas einige Überlebende in Sicherheit gebracht hat und dadurch zum ...

Als die Journalistin Kerra Bailey ein Interview mit Major Franklin Trapper vereinbart, der 25 Jahre zuvor bei einem Bombenanschlag in Dallas einige Überlebende in Sicherheit gebracht hat und dadurch zum Helden wurde, ahnt sich nicht, dass sie mit dem Gespräch so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, die sie in tödliche Gefahr bringt. Jemand will verhindern, dass Kerra und Major Trapper sich austauschen. Warum das so ist, verrät ihr Trappers Sohn John, der Kerra entführt, um sie in Sicherheit zu bringen. Wer will den alten Fall des Bombenattentats in der Vergangenheit belassen und warum?

Wie immer konnte man das Buch von Sandra Brown gewohnt gut lesen und wurde dabei gut unterhalten. Laut Klappentext handelt es sich um Sandra Browns 70. New York Times-Bestseller, das muss man ja auch erst mal schaffen. Und sie hat mich wieder sehr gut unterhalten und mir spannende, erotische und auch witzige Lesestunden beschert.

John und Kerra passen mal wieder von der ersten Sekunde perfekt zueinander. Er ist ein bisschen zu frech für meinen Geschmack, aber der Journalistin gefällts, was ich dann auch wieder verstehen konnte. Der Fall ist recht spannend, auch wenn ich früh eine Idee hatte, wer der wirkliche Bösewicht sein könnte. Trotzdem fand ich den Plot gut gelungen.

Insgesamt wieder ein gut unterhaltendes und spannendes Buch von Sandra Brown, die meinetwegen noch mal 20 Jahre so weitermachen kann. (70 New York Times-Bestseller – tststs)!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.01.2020

Nimm meine Hand

Melmoth
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Helen Franklin ist Engländerin, lebt und arbeitet aber in Prag. Als ihr guter Freund Karel ihr ein Manuskript zum Lesen überlässt, das er selbst von seinem alten Freund J. A. Hoffmann bekam und das mit ...

Helen Franklin ist Engländerin, lebt und arbeitet aber in Prag. Als ihr guter Freund Karel ihr ein Manuskript zum Lesen überlässt, das er selbst von seinem alten Freund J. A. Hoffmann bekam und das mit den Worten: ‚Sie kommt.‘ endet, zieht er sie hinein in die Geschichte von Melmoth, jener Figur, die dazu verdammt ist, für immer auf Erden zu wandeln und überall dort zu erscheinen, wo Leid, Finsternis und Tod am ärgsten sind. Und mit Lesen des Manuskripts fühlt auch Helen, dass Melmoth, die seit Ewigkeiten barfuß auf Erden wandelt, in den Schatten lauert, weil Helen große Schuld auf sich lud.

Tja, da ist sie nun: Melmoth. Sie lauert in der Dunkelheit und zeigt den Sündern ihre Taten und macht ihnen ihre Schuld bewusst, auf dass sie ihre Hand nehmen und sich ihr anschließen bei ihrer ewigen Wanderung auf Erden. Mich hat ihre Geschichte fasziniert und ich verstand schnell, wie Schuldgefühle über längst vergangene Taten einen Menschen in die Arme dieser Sagengestalt führen können. Und ich war fasziniert davon, wie das Buch einen ganz oft auffordert, aus einer anderen Perspektive auf die handelnden Personen zu schauen – oder einem sagt, was man nicht gesehen hat, weil man nicht genau hinschaute.

Die Geschichten, die das Manuskript erzählt, sind unterschiedlich, haben aber alle eins gemeinsam: eine große Schuld, die jemand auf sich geladen hat, und damit einhergehende Schuldgefühle. Da auch Helen ein Geheimnis hat, das sie seit 20 Jahren niederdrückt und sie nicht am Leben teilhaben lässt, ist auch sie bald in den Fängen von Melmoth, die sie verfolgt und in den Schatten lauert.

Am Ende sagt das Buch, dass man seine Schuld annehmen muss und es keinen Grund gibt, die ausgestreckte Hand Melmoth‘ zu nehmen. Das hat mir sehr gefallen.

Eine Geschichte über Schuld und Schuldgefühle, die gut geschrieben ist und mich gespannt machte auf die vielen kleinen Geschichten, die nebenher in das Buch einfließen. Gut!