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Veröffentlicht am 21.08.2019

Amüsante Reise nach Cornwall

Die kleine Bäckerei am Strandweg
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Nachdem ihre Firma pleite gegangen ist und sie ihre schöne Eigentumswohnung verkaufen müssen, gehen Polly und ihr Freund Chris erst mal getrennte Wege. Während er wieder bei seiner Mom einzieht, sucht ...

Nachdem ihre Firma pleite gegangen ist und sie ihre schöne Eigentumswohnung verkaufen müssen, gehen Polly und ihr Freund Chris erst mal getrennte Wege. Während er wieder bei seiner Mom einzieht, sucht Polly nach einer bezahlbaren Wohnung, was aber in Plymouth sehr schwierig ist. Als sie die Anzeige für eine Wohnung auf der Gezeiteninsel Polbearne entdeckt, entscheidet sie sich, auf die kleine Insel zu ziehen. Und hier warten einige Überraschungen auf Polly, die das Leben auf der urigen kleinen Insel plötzlich gar nicht mehr so doof findet wie gedacht.

Amüsant, das war es, was mir während des Lesens ständig durch den Kopf ging. Pollys Reise auf die kleine Gezeiteninsel mit ihren teils sehr skurrilen Bewohnern hat mir wirklich Spaß gemacht. Ihr Leben in dem kleinen Haus direkt am Hafen, ihre Bekanntschaft mit den örtlichen Fischern, ihre wiederentdeckte Leidenschaft fürs Backen, mit dem sie nicht nur sich, sondern auch die Bewohner der kleinen Insel erfreut und viele sehr lustige Ereignisse machen den Roman zum perfekten Sommerleseerlebnis.

Ich mochte Polly, die schnell merkt, dass ihr das geruhsame Leben auf der kleinen Insel doch gefällt. Ich mochte es, dass sie den Papageientaucher Neil bei sich aufnimmt, der fortan immer an ihrer Seite ist. Ich mochte Huckle, den „verrückten“ Amerikaner, der auf der Insel als Imker tätig ist. Ich mochte die Fischer – ja und irgendwie mochte ich sogar Mrs. Manse, die strenge Vermieterin, die doch eigentlich nur unglücklich ist.

Ein wirklich schöner und unterhaltender Roman darüber, dass man überall ein Zuhause finden kann, wenn man sich auf die Menschen einlässt. Gefällt mir sehr!

Veröffentlicht am 19.08.2019

Was geschah mit Magda?

Das Labyrinth
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Die elfjährige Magda ist spurlos verschwunden. Ihre Eltern – und vor allem ihr Vater – stehen zunächst unter Verdacht, doch auch 8 Monate später gibt es kein Lebenszeichen. Was ist an dem Abend ihres Verschwindens ...

Die elfjährige Magda ist spurlos verschwunden. Ihre Eltern – und vor allem ihr Vater – stehen zunächst unter Verdacht, doch auch 8 Monate später gibt es kein Lebenszeichen. Was ist an dem Abend ihres Verschwindens wirklich passiert, während die Eltern ein Stück entfernt in einem Restaurant zu Abend gegessen haben und das Mädchen allein Zuhause war?

Das Buch ist in wechselnden Kapiteln jeweils aus der Sicht von Magdas Mutter, ihrem Vater, einem Angestellten ihres Vaters und der Schulkrankenschwester erzählt. Nach und nach wird immer mehr klar, wie die vier Personen miteinander verbunden sind und welche Rolle sie alle beim Verschwinden des Kindes spielen.

Als Leser muss man sich allerdings einiges selbst zusammenreimen, weil nicht alle Ereignisse aufgeklärt werden – hier kann man sich allerdings denken, welche Ereignisse zu Magdas Verschwinden geführt haben – und wie tragisch diese Ereignisse sind.

Der Schreibstil ist sehr gut und ich mochte es, wie mit jedem Kapitel mehr klar wurde, welches Verhältnis alle handelnden Personen zueinander haben. Als schwedische Antwort auf „Gone Girl“ – wie es der Klappentext nennt – würde ich das Buch allerdings nicht verstehen, denn die Geschichten ähneln sich gar nicht. Das Buch ist allerdings sehr psychologisch aufgebaut. Es geht bei allen Personen um viel nicht verarbeitetes Trauma in der Kindheit usw.

Insgesamt fand ich das Buch clever aufgebaut und gut geschrieben, aber mir hätte es besser gefallen, wenn es eine „richtige“ Auflösung gegeben hätte. So denkt man als Leser zwar, man wüsste genau was passiert ist, aber man bekommt es nicht in einer Auflösung präsentiert.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Drei Fälle für Eve Dallas

Mörderstunde
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In dem Band „Mörderstunde“ von J. D. Robb um die Polizistin Eve Dallas sind drei Kurzgeschichten vereint.

In „Die Tote im Mondlicht“ wird das junge reiche It-Girl Tiara Kent tot in ihrem Apartment aufgefunden ...

In dem Band „Mörderstunde“ von J. D. Robb um die Polizistin Eve Dallas sind drei Kurzgeschichten vereint.

In „Die Tote im Mondlicht“ wird das junge reiche It-Girl Tiara Kent tot in ihrem Apartment aufgefunden – blutleer, wie nach einem Vampirangriff. Wird es Eve Dallas gelingen, den Täter zu finden und von weiteren Taten abzuhalten?

Im zweiten Fall „Mörderstunde“ werden in einem von Roarkes Hotel in einer Suite eine Tote und ein verwirrter Mann aufgefunden. Alles deutet auf einen Ritualmord hin, doch der Mann kann sich an nichts erinnern. Wird es Eve gelingen, die wahren Mörder aufzuspüren?

In „Nasses Grab“ verschwindet eine Frau spurlos von einer Fähre. Ist die Frau gesprungen oder wird sie noch irgendwo auf dem Schiff festgehalten? Eve muss in alle Richtungen ermitteln.

Die drei Fälle für Eve Dallas sind spannend und gut zu lesen. Ich mag hin und wieder Kurzgeschichten, weil man sie sich schön einteilen und nebenbei lesen kann. So war es auch hier mit drei Geschichten von ca. 150 Seiten. Ansonsten hat das Buch wieder alles, was man als Leser der Reihe kennt. Viel Witz und drei gute und spannende Geschichten, in denen all die bekannten Figuren aus den Büchern rund um Roarke und Dallas eine Rolle spielen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen!

Veröffentlicht am 16.08.2019

Was passierte mit Aurora?

Bis ihr sie findet
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Zufällig werden in einem Wald die sterblichen Überreste eines vor 30 Jahren verschwundenen Mädchens gefunden. Aurora war damals mit ihrer Schwester und deren Freunden in dem Waldstück zelten und verschwand ...

Zufällig werden in einem Wald die sterblichen Überreste eines vor 30 Jahren verschwundenen Mädchens gefunden. Aurora war damals mit ihrer Schwester und deren Freunden in dem Waldstück zelten und verschwand in dieser Nacht spurlos. Trotz aller Suchen und Verhören der Freunde wurde sie nie gefunden. Bis heute. DCI Jonah Sheens und sein Team versuchen, den Tag des Mordes zu rekonstruieren, wobei klar wird, dass jeder der Freunde etwas verbirgt. Doch wer tötete Aurora?

Die Geschichte ist gut erzählt. In wechselnden Kapiteln erfährt man zum einen über die aktuellen Ermittlungen, zum anderen aus Sicht von Aurora und später auch einzelner Kapitel der Freunde, wie der Tag und die Nacht des Zeltens abgelaufen ist. Während der Ermittlungen wird immer mehr klar, dass jeder der Freunde etwas zu verbergen hat, wobei nach und nach einzelne Personen entlastet werden. DCI Sheens, der am Anfang seiner Polizistenlaufbahn mit dem Verschwinden und der Suche nach Aurora befasst war, auch Dinge vor seinem Team verheimlicht.

„Bis ihr sie findet“ ist das Krimidebüt der Autorin. Und ich finde, sie hat ihre Sache gut gemacht. Die Spannung bleibt die ganze Zeit erhalten, weil jeder Abschnitt neue Erkenntnisse über die fragliche Nacht bringt. Was haben die Freunde zu verbergen und wer von ihnen ist für Auroras Tod verantwortlich.

Obwohl ich früh eine Ahnung hatte, wer der Täter sein könnte, hat mich das volle Ausmaß der Tat und das Verhalten über die 30 Jahre bis zum Auffinden der Leiche überrascht. Für mich ein wirklich guter Krimi mit einem überzeugenden Ermittlerteam, über das ich gerne mehr lesen würde. DCI Sheens und seine Mitarbeiter mochte ich sehr. Gerne mehr davon!

Veröffentlicht am 14.08.2019

Die Schokoladenkugel des Bösen

Berti und seine Brüder 1
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HARAALD! STUURE! EERIK! So schallt es oft durchs Haus der Familie Nägele, denn Bertis drei ältere Brüder - auch die Wikinger genannt - stellen allerhand Unsinn an. Und Berti, der der jüngste Bruder ist, ...

HARAALD! STUURE! EERIK! So schallt es oft durchs Haus der Familie Nägele, denn Bertis drei ältere Brüder - auch die Wikinger genannt - stellen allerhand Unsinn an. Und Berti, der der jüngste Bruder ist, bleibt dabei immer außen vor, denn die Großen wollen ihn bei ihren Abenteuern selten dabei haben. Und so bleibt Berti nichts anderes übrig, als seine Brüder aus verzwickten Situationen zu retten, wofür ihm nie gedankt wird. Als die „Schokoladenkugel des Bösen“ im Schaufenster von „Kartrud‘s Kändie“ auftaucht, bekommt Berti alle Hände voll zu tun, denn seine Brüder wollen das Böse aufhalten, bevor es die Welt vernichtet.

Der arme Berti. Ständig muss er unter seinen Brüdern leiden. Weil er der jüngste der Brüder ist, darf er bei ihren Abenteuern nicht mitmachen. Im Gegenteil: Sie verstehen es immer, ihm ihre Arbeit aufs Auge zu drücken, um selbst loszuziehen und Unfug zu treiben. An Berti bleibt es immer hängen, die Brüder aus misslichen Lagen zu retten, ohne Dank dafür erwarten zu können.

Die Brüder sind wirklich zu komisch. Ich fand ihre Aktionen witzig und auch Kinder werden die lustigen Ideen der Brüder lieben. Jedes Kind mit Geschwistern wird sich in einem der Brüder wiederfinden. Am Ende wird natürlich alles gut, auch wenn das Buch wieder mit dem lauten Ruf der Mutter durchs Haus endet, obwohl sie es diesmal wirklich gut gemeint haben. Lustig und sehr unterhaltend die Familie Nägele!