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Veröffentlicht am 15.05.2021

Nasses Grab

Nasses Grab (Zwischen Mord und Ostsee, Küstenkrimi 1)
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Ina Drews kehrt nach Flensburg zurück und tritt ihren Dienst bei der Mordkommission an. Sie staunt nicht schlecht, als ihr ihr neuer Kollege vorgestellt wird, denn es handelt sich um ihren Ex-Schwager ...

Ina Drews kehrt nach Flensburg zurück und tritt ihren Dienst bei der Mordkommission an. Sie staunt nicht schlecht, als ihr ihr neuer Kollege vorgestellt wird, denn es handelt sich um ihren Ex-Schwager Jörn Appel, der ebenfalls neu bei der Polizei Flensburg ist. Ihr erster gemeinsamer Fall ist ein Toter, der auf der Halbinsel Holnis gefunden wird.

„Nasses Grab“ ist der erste Teil der neuen Reihe um Ina Drews und Jörn Appel. Das neu zusammengeführte Team muss erst ein paar private Dinge ausräumen, bevor es gut zusammenarbeiten kann. Die Ermittler haben mir gut gefallen und der Fall schien verzwickt.

Für mich verlor sich der Fall dann aber ein bisschen auf diversen Nebenschauplätzen, die eher privater Natur sind. Während ich die Ermittler und ihre kleinen Scharmützel mochte, ging der Fall irgendwie verloren.

Am Ende klärt sich alles auf und der Fall wird auch logisch geklärt. Doch das Buch konnte mich nicht komplett überzeugen, weshalb ich sicher dem Team nicht weiter folgen werde – einen zweiten Teil würde ich deshalb wohl nicht mehr lesen.

Insgesamt gut erzählt und verzwickt, aber nicht völlig überzeugend!

Veröffentlicht am 14.05.2021

Gepflegte Langeweile im Büchercafé

Everything We Had
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Kate macht ihren langgehegten Traum war, als sie ihr kleines Café eröffnet. Einen Haken gibt es allerdings, denn ihre Vermieterin hat der Vermietung nur zugestimmt, wenn ihr Neffe Aidan in den Räumlichkeiten ...

Kate macht ihren langgehegten Traum war, als sie ihr kleines Café eröffnet. Einen Haken gibt es allerdings, denn ihre Vermieterin hat der Vermietung nur zugestimmt, wenn ihr Neffe Aidan in den Räumlichkeiten eine Buchhandlung eröffnen kann. So nutzen Aidan und Kate das Ladenlokal gemeinsam. Obwohl das gut zusammengeht, entflammt ein Wettbewerb. Wer am Ende des Jahres mehr Umsatz macht, behält den Laden.

Ja, das Buch klang so toll. Neben der Erfüllung des langgehegten Traums ging es auch darum, dass Kate ein Trauma aus ihrer Vergangenheit überwinden muss. Ich war gespannt. Was ich bekam? Langeweile. Ehrlich, wie lange kann man sich anhören, wie Cupcakes und Carrot Cake gebacken werden, wie sich ellenlang über die Einrichtung von Laden und Wohnungen ausgelassen wird, wie eigentlich nichts passiert? Eben!

Kates Geschichte ist traurig, Aidan ist ein netter Kerl, aber der Weg zum romantischen Finale war mir wirklich zu lang – und zu langweilig. Am Ende war mir auch alles dann viel zu vorhersehbar und zu einfach gelöst. Konnte mich nicht überzeugen und ich hatte viel mehr erwartet, gebe aber 3 Sterne für ein schönes Buchcafé

Veröffentlicht am 13.05.2021

Der Kampf um ein besseres Leben

Die Frauen von Kopenhagen
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Kopenhagen 1885: Nelly und ihre Schwägerin Marie arbeiten in der Weberei Rubens, die Arbeitsbedingungen sind hart, die Frauen werden schlecht bezahlt. Als Marie einen Arbeitsunfall hat, wird die Schuld ...

Kopenhagen 1885: Nelly und ihre Schwägerin Marie arbeiten in der Weberei Rubens, die Arbeitsbedingungen sind hart, die Frauen werden schlecht bezahlt. Als Marie einen Arbeitsunfall hat, wird die Schuld der Firma vertuscht. Als Nelly weitere Nachforschungen anstellt, wird auch sie verletzt. Ihr Freund Johannes wird für den Überfall auf Nelly verhaftet. Als seine Schwester Anna in Jütland von seiner Verhaftung erfährt, macht sie sich auf nach Kopenhagen, um ihren Bruder zu retten. Doch das Leben in Kopenhagen ist unerbittlich.

Die Geschichte um Nelly, Marie und Anna ist an das echte Leben der Arbeiterin Agnes Lindenbaum, die in Dänemark den ersten Streik von Arbeiterinnen in der real existierenden Tuchfabrik Rubens anzettelte, angelehnt.

Das Buch schildert am Beispiel von Nelly, Marie und später auch Anna das schwere Leben in Kopenhagen. Die Stadt ist schmutzig und laut, die meisten Menschen sind arm und auf ihre Arbeit angewiesen. Vor allem für die Frauen gibt es nicht viele Alternativen zur Tuchfabrik, in der sie unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten, um für jedes Vergehen mit Lohnabzug bestraft zu werden.

Die Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn der erwartete Aufstand der Frauen etwas zu kurz kam. Doch die Geschichte von Nelly, Johannes und Anna ist fesselnd und interessant – und am Ende gibt es eine Art Gerechtigkeit und die Frauen erheben sich.

Ich mochte das Buch und fand es interessant, in die Zeit Ende des 19. Jahrhunderts in Kopenhagen einzutauchen. Spannend und fesselnd!

Veröffentlicht am 10.05.2021

Im Namen der Mädchen

Das Böse im Herzen
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In einem von Roarke gekauften Abbruchhaus werden die skelettierten Leichen von 12 jungen Mädchen gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass in dem Haus einst eine Zuflucht für obdachlose Mädchen war und ...

In einem von Roarke gekauften Abbruchhaus werden die skelettierten Leichen von 12 jungen Mädchen gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass in dem Haus einst eine Zuflucht für obdachlose Mädchen war und die gefundenen Mädchen mindestens seit 15 Jahren hinter falschen Mauern begraben liegen. Eve macht sich auf die Suche nach dem Täter.

Dies ist der zigunddreißigste Fall für Eve Dallas und auch hier ist die Geschichte wieder spannend und traurig. Eve lässt auch hier nicht locker, auch weil die getöteten Mädchen sie an sie selbst erinnern, denn alle Mädchen waren obdachlos und vernachlässigt, als sie als vermisst gemeldet wurden.

Der Fall ist undurchsichtig, auch wenn schnell erste Verdächtige auftauchen. Die Auflösung hätte ich so nicht erwartet, aber eigentlich deutete alles auf dieses Ende hin. Was mir hier etwas gefehlt hat, war die Interaktion zwischen Eve Dallas und ihren Freunden und Kollegen, der übliche Witz kam nicht so zur Geltung wie in den vorherigen Bänden.

Insgesamt aber wieder lesenswert und berührend, auch weil Eve Dallas erkennt, wie gut ihr ihr eigenes neues Leben gefällt. Das mochte ich. Die Reihe geht weiter und ich bewege mich immer noch gerne in der Zukunft, in der Eve zusammen mit ihrer Kollegin Peabody Fälle löst. Ich freue mich auf den nächsten Fall!

Veröffentlicht am 08.05.2021

Gower Street Detectives 3

Tod in der Villa Saturn
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March Middleton ist überrascht, als sich ein unbekannter Verwandter bei ihr meldet und sie zu sich einlädt, dachte sie doch, niemanden aus ihrer Familie zu haben. Doch Onkel Tolly ist reizend und setzt ...

March Middleton ist überrascht, als sich ein unbekannter Verwandter bei ihr meldet und sie zu sich einlädt, dachte sie doch, niemanden aus ihrer Familie zu haben. Doch Onkel Tolly ist reizend und setzt March als Erbin ein … und ist am nächsten Morgen tot. March glaubt, ihn getötet zu haben, doch bei einem weiteren Besuch ist ihr Onkel am leben. Doch Onkel Tolly soll nicht der letzte Tote sein – und March landet im Gefängnis. Was geschah wirklich in der Villa Saturn?

Den Fall fand ich richtig spannend und ungewöhnlich, also sehr passend für Sidney Grice und March Middleton. Wie die beiden konnte auch ich mir zunächst keinen Reim auf die Geschehnisse machen und war auf die Auflösung gespannt.

„Versaut“ hat es der Autor dann leider dadurch, dass er den Fall am Ende nicht durch eine Erzählung löste, sondern durch die Aufzeichnungen Sidney Grimes (furchtbar) und March Middletons (verwirrend), so dass ich die letzten 200 Seiten sehr mühsam zu lesen fand. Weil mich die Auflösung interessierte, bin ich drangeblieben, aber so richtig konnte mich das Buch am Ende nicht mehr fesseln.

Insgesamt immer noch lesenswert, aber der Schluss ist schon sehr anstrengend. Ich gebe 3,5 Sterne und hoffe auf den nächsten Fall, auch was March und Inspector Pound betrifft.