Profilbild von misery3103

misery3103

Lesejury Star
offline

misery3103 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit misery3103 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2022

Ein Serienmörder, der Serienmörder jagt

Die Stimme des Zorns
0

Der Serienmörder Francis Ackerman jr. gilt in der Öffentlichkeit als tot, erfreut sich aber bester Gesundheit. Als jemand, der Serienmörder kennt wie kein anderer, soll er als Sonderermittler für das FBI ...

Der Serienmörder Francis Ackerman jr. gilt in der Öffentlichkeit als tot, erfreut sich aber bester Gesundheit. Als jemand, der Serienmörder kennt wie kein anderer, soll er als Sonderermittler für das FBI bei der Jagd nach den grausamen Mördern eingesetzt werden. Zusammen mit seiner neuen Partnerin Nadia Shirazi übernimmt er den Fall des sogenannten „Alien“, der seine Opfer wie nach einer Ufo-Entführung hinterlässt. Gelingt es Frank und Nadia, den Mörder zu stellen?

Von der vorhergehenden Shepherds-Reihe von Ethan Cross habe ich nur den ersten Teil gelesen, der mir aber nicht gefiel, weshalb die komplette Serie für mich nicht in Frage kam. Mit „Die Stimme des Zorns“ beginnt eine neue Reihe rund um Francis Ackerman jr., in der er als Sonderermittler die Bösen jagt, statt selbst Straftaten zu begehen.

Die Geschichte liest sich gut und der etwas spookige Bezug zu Aliens und Ufo-Entführungen liest sich zunächst auch recht spannend. Ich wollte natürlich wissen, warum die Leute auf genau diese Art und Weise sterben müssen und wer die Taten begeht. Auch Ackerman und Nadia mochte ich zunächst, was sich im Laufe des Buches ein wenig änderte. Ackerman ist mir viel zu großkotzig und befreit sich aus Situationen, die eigentlich unlösbar erscheinen, scheinbar ohne große Probleme. Das hat mich etwas gestört. Auch geriet der Fall total ins Hintertreffen und wurde durch brutale Biker-Gangs, verfeindete Agenten anderer Behörden usw. abgelöst. Das hat mich am meisten gestört. Am Ende wurde der Fall zwar gelöst, aber er spielte halt einfach nicht die größte Rolle.

Wie gesagt: Das Buch liest sich gut, auch wenn ich hier und da genervt mit den Augen gerollt habe. Ob ich weitere Teile der Reihe lesen werde? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, denn richtig begeistert bin ich nicht.

Veröffentlicht am 17.05.2022

Jeder kann die Welt verändern

Jede*r kann die Welt verändern! - Ich bin Anne Frank
0

„Das Tagebuch der Anne Frank“ war das erste Buch, das ich mir als Jugendliche bewusst gewünscht habe. Interessiert am Dritten Reich und noch mehr interessiert an der Verfolgung der Juden in eben dieser ...

„Das Tagebuch der Anne Frank“ war das erste Buch, das ich mir als Jugendliche bewusst gewünscht habe. Interessiert am Dritten Reich und noch mehr interessiert an der Verfolgung der Juden in eben dieser Zeit, wollte ich Anne Frank besser kennenlernen.

Aus diesem Grund interessierte mich auch die Umsetzung von Annes Geschichte in dieser Buchform, auch weil ich gerne mal Comics bzw. Graphic Novels lese. Die Umsetzung der Geschichte ist wirklich gut gelungen und macht neugierig auf die Reihe „Jede*r kann die Welt verändern“, in der bekannte Persönlichkeiten aus Gegenwart und Vergangenheit vorgestellt werden, die auf ihre Art die Welt verändert haben.

Die einzige Frage, die ich mir bei diesem Buch gestellt habe, ist, ob es wirklich notwendig ist, Kindern ab dem empfohlenen Lesealter von 7 Jahren eine Geschichte wie die der Anne Frank „zuzumuten“. Ich selbst war 12 Jahre alt, als ich damals das berühmte Tagebuch gelesen habe und würde das als ein Alter bezeichnen, in dem man mit der Geschichte schon umgehen kann. Da mich selbst das Thema schon damals sehr interessiert hat, konnte ich gut mit dem Versteck und allem um Anne Frank und ihre Familie umgehen, bezweifle aber, dass das auch viel früher schon der Fall gewesen wäre.

Aber egal! Insgesamt ist es ein gut umgesetztes Buch, das das Thema auf ungewohnte Weise beleuchtet. Das hat mir gefallen, weshalb ich auch zu weiteren Büchern der Reihe greifen würde. Spannend und interessant!

Veröffentlicht am 16.05.2022

Lucy Pennant und die Iremongers

Die dunklen Geheimnisse von Heap House
0

Die Familie Iremonger herrscht über die Müllberge Londons. Mit ihrem Anwesen Heap House befinden sie sich mitten im Müll der Großstadt. Bei den Iremongers bekommt jeder bei der Geburt einen Gegenstand, ...

Die Familie Iremonger herrscht über die Müllberge Londons. Mit ihrem Anwesen Heap House befinden sie sich mitten im Müll der Großstadt. Bei den Iremongers bekommt jeder bei der Geburt einen Gegenstand, der sein persönliches Geburtsobjekt ist. Bei Clod Iremonger handelt es sich um einen Badewannenstöpsel. Doch Clod ist besonders, denn er kann die Gegenstände hören; und alles, was sie von sich geben, sind Namen. Als Lucy Pennant als neues Hausmädchen nach Heap House kommt, verändert sich alles. Kann Clod seine Familie und Lucy retten?

Tja, was soll ich sagen? Ich mag die Iremongers! Okay, ich mag nicht alle Iremongers, denn zum Teil sind sie ganz schön fies. Aber Clod mag ich, denn er ist kein typischer Iremonger. Ich mochte auch die Geheimnisse von Heap House und die zum Teil sehr skurrilen Geburtsobjekte, die die Iremongers mit sich herumschleppen.

Die Geschichte ist gut erzählt, auch wenn man ob der vielen Namen bei den vielen Familienmitgliedern, Angestellten und auch Gegenständen, die ständig ihre Namen rausbrüllen, hier und da etwas durcheinander kommt. Aber die Geschichte ist ob ihrer Skurrilität auch sehr unterhaltsam, auch wenn ich sie hier und da auch ein bisschen brutal fand.

Das Auftauchen Lucy Pennents und die Veränderungen in Heap House machen mich auf jeden Fall sehr gespannt auf die Fortsetzung und neue Geheimnisse. Das Ende ist ein Cliffhanger übelster Sorte und ich will unbedingt wissen, wie es mit Clod und Lucy weitergeht.

Veröffentlicht am 15.05.2022

Altlasten

Mordsand
0

Auf einer kleinen Insel in der Elbmarsch werden am Strand Knochen gefunden. Scheinbar wurde hier vor Jahren ein Mann gefesselt sitzend eingegraben, um zu ertrinken. Als kurze Zeit später ein Hamburger ...

Auf einer kleinen Insel in der Elbmarsch werden am Strand Knochen gefunden. Scheinbar wurde hier vor Jahren ein Mann gefesselt sitzend eingegraben, um zu ertrinken. Als kurze Zeit später ein Hamburger Bauunternehmer auf ähnliche Weise ermordet wird, müssen Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn weit in die Vergangenheit ermitteln, um dem Täter auf die Spur zu kommen.

„Mordsand“ ist der vierte Teil der Krimireihe um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Ich empfand diesen Teil der Reihe als den bisher schwächsten Teil. Irgendwie kam keine rechte Spannung auf und die Ermittlungen standen nicht unbedingt im Vordergrund. Zwar mag ich es immer sehr, wenn ich in Krimireihen auch viel über die Ermittler und ihr Privatleben erfahre, aber hier nahmen die privaten Probleme etwas zu viel Raum ein.

Der Fall ist aber sehr interessant, führt er doch in die ehemalige DDR und ein Unrechtssystem, bei dem auffällig gewordene Jugendliche unter schlimmsten Umständen wieder auf Kurs gebracht werden sollten. Das fand ich traurig und interessant. Doch insgesamt konnte mich der Fall nicht so richtig begeistern.

Ich freue mich auf weitere Ermittlungen, hoffe im nächsten Teil auf mehr Spannung, bin aber sehr gespannt wie es mit Frida, Bjarne und dem restlichen Team weitergeht.

Veröffentlicht am 13.05.2022

Schutzlos

TEAM HELSINKI
0

In einem Container, der auf dem Grundstück einer Unternehmerfamilie abgestellt wurde, wird eine Leiche gefunden. Die Frau ist in dem Container ertrunken, der mit Meerwasser geflutet wurde. Niemand scheint ...

In einem Container, der auf dem Grundstück einer Unternehmerfamilie abgestellt wurde, wird eine Leiche gefunden. Die Frau ist in dem Container ertrunken, der mit Meerwasser geflutet wurde. Niemand scheint die Frau zu kennen. Die Kommissarin Paula Pihjala und ihr Team tun alles, um den Mord aufzuklären. Als der Adoptivsohn der Familie entführt wird müssen Paula und ihre Mitarbeiter alles tun, um den Jungen zu retten.

„Die Tote im Container“ ist der erste Teil einer neuen Krimireihe um das Team Helsinki. Mir hat dieser Einstieg in die finnischen Ermittlungen gut gefallen, auch wenn ich mich mit den Namen der Mitwirkenden etwas schwergetan habe. Auch wenn Paula und ihre Kollegen eher noch etwas undurchschaubar blieben, bin ich sehr gespannt auf weitere Geschichten aus ihrem Leben neben dem der Polizeiarbeit.

Auch der Fall ist spannend – und während man als Leser früh denkt, dass man alles durchschaut hat, wird man hier am Schluss eines Besseren belehrt. Und das hat mir gut gefallen, denn die Auflösung ist am Ende nicht so einfach, wie man es sich vorgestellt hätte.

Insgesamt mochte ich diesen ersten Teil der Reihe und würde auf jeden Fall weitere Fälle mit Paula Pihjala und ihrem Team verfolgen. Gut!