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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2017

Spannende Mördersuche

Totenengel
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Eine Frau bricht auf der Straße zusammen. Das letzte, was sie stammelt, ist: „Er ist abgeschlachtet worden.“ Als die Polizei in dem Haus der Frau eintrifft, findet sie den Vater brutal ermordet vor. DCI ...

Eine Frau bricht auf der Straße zusammen. Das letzte, was sie stammelt, ist: „Er ist abgeschlachtet worden.“ Als die Polizei in dem Haus der Frau eintrifft, findet sie den Vater brutal ermordet vor. DCI Eve Clay übernimmt die Ermittlungen, die sie tief hinein in eine Welt alter Bilder und mystischer Andeutungen führt. Als eine zweite Leiche auftaucht, wird klar, dass der Mörder mit seiner Mission noch nicht am Ende angekommen ist.

Das Buch ist spannend und gut geschrieben. Die Ermittlungen gehen Schlag auf Schlag voran, so dass man als Leser kaum zum Luftholen kommt. DCI Clay ist ein toller Charakter und ihr Team verfolgt man gerne bei der Ermittlungsarbeit. Der Fall ist mysteriös und gibt immer neue Rätsel auf, die es zu lösen gilt. Obwohl bald ein Verdächtiger feststeht, bleibt die Geschichte bis zum Schluss spannend und weist interessante Wendungen auf. Die Auflösung ist schlüssig. Die Mordfälle sind nichts für Zartbesaitete, da die Todesumstände detailliert beschrieben sind. Dabei bleibt man als Leser immer gespannt, weil man die Geheimnisse unbedingt gelöst wissen will.

Ein gut geschriebener, spannender Thriller mit überraschenden Wendungen. Macht definitiv Lust auf weitere Fälle mit der Ermittlerin Eve Clay!

Veröffentlicht am 27.05.2017

Das Böse in uns

Die Bestimmung des Bösen
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Als die übel zugerichteten Leichen zweier Frauen gefunden werden, übernimmt die Kommissarin Alexis Hall die Ermittlungen. Nachdem weitere Tote auftauchen und es in Alexis Umfeld zu mysteriösen Ereignissen ...

Als die übel zugerichteten Leichen zweier Frauen gefunden werden, übernimmt die Kommissarin Alexis Hall die Ermittlungen. Nachdem weitere Tote auftauchen und es in Alexis Umfeld zu mysteriösen Ereignissen kommt, scheint klar zu sein, dass sie persönlich mit dem Mörder zu tun hat. Holt ihre Vergangenheit sie ein?

Alexis ist eine sympathische Figur, die zusammen mit ihrem Team dem Mörder auf der Spur ist. Faszinierend an diesem Roman ist die „Käferfrau“ Karen, die anhand von Insektenbefall den Zeitpunkt des Todes bestimmen kann. In den Kapiteln mit Karen geht es zwar sehr wissenschaftlich zu, aber die gelieferten Erklärungen machen die Untersuchungen interessant und verständlich. Ein bisschen ärgerte es mich, dass Alexis keine Hilfe bei ihrem Partner Oliver oder ihrer Freundin Karen suchte, als die seltsamen Ereignisse in ihrem Leben zunahmen, aber ihre Vergangenheit erklärte auch das. Das Finale war eine echte Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte.

Spannende Mordermittlung mit einer starken Ermittlerin und einem tollen Team, von dem ich gerne mehr lesen würde!

Veröffentlicht am 19.05.2017

Wenn die Worte fehlen, die Gefühle zu beschreiben

Me, without Words
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„Die Stille ist so laut, demnächst werde ich schreien, um sie zu übertönen.“

In Julis Leben ist nichts mehr wie vorher, da ihre Eltern sich nur noch anschweigen oder streiten. Plötzlich steht sie allein ...

„Die Stille ist so laut, demnächst werde ich schreien, um sie zu übertönen.“

In Julis Leben ist nichts mehr wie vorher, da ihre Eltern sich nur noch anschweigen oder streiten. Plötzlich steht sie allein zwischen den Erwachsenen und kann mit niemandem über ihre Gefühle sprechen. Ihre beste Freundin hat jetzt einen Freund und deshalb keine Zeit, ihr Freund scheint nur an das eine zu denken und will scheinbar nichts über ihre Probleme wissen, so dass Juli allein mit allem klarkommen will. Bis sie Marc kennenlernt, mit dem sie - obwohl sie ihn noch gar nicht richtig kennt - über alles sprechen kann. Doch ist er wirklich der Richtige, um Juli aus ihrer Traurigkeit zu befreien?

“Me, without Words” ist der zweite Band der “Stay Tuned”-Reihe. Im ersten Teil „Keep on dreaming“ begleiteten wir Julis beste Freundin Kati und lernten Juli als lustiges Mädchen kennen, von dem in diesem Band nicht viel übrig ist. Juli ist nachdenklicher und trauriger und ihre Freunde Kati, Jako und Levin rücken in den Hintergrund, weil sie vermeintlich nicht mit Julis Problemen umgehen können bzw. Juli nicht weiß, wie sie mit ihnen über ihre Probleme reden soll. Ihre Traurigkeit ist auf jeder Seite zu spüren. Als Juli Marc kennenlernt, scheint die Geschichte in eine andere Richtung abzudriften, bleibt dabei aber eine verständliche und nachvollziehbare Geschichte, auch wenn mir Juli hier an manchen Stellen etwas zu naiv und unüberlegt handelt (wobei ich mir dann immer sagen musste, dass sie halt erst 16 ist).

Das Buch liest sich flüssig, die Geschichte ist nachvollziehbar erzählt und zieht in den Bann. Julis Traurigkeit ist auf jeder Seite fassbar, so dass man sie einfach nur trösten und drücken will. Manche Sachen sind vielleicht etwas zu einfach gelöst, aber insgesamt hat mich Julis Geschichte sehr gut unterhalten.

Eine traurige Geschichte, die fesselt und mitfiebern lässt. Schön!

Veröffentlicht am 19.02.2017

Ein Baby an der Wäscheleine

Hotel du Barry oder das Findelkind in der Suppenschüssel
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Im Hotel du Barry in London findet eine Angestellte ein Baby. Die kleine Cat wird zunächst von der Belegschaft versteckt, bevor sie vom Hoteleigentümer als Tochter angenommen und großgezogen wird. Ein ...

Im Hotel du Barry in London findet eine Angestellte ein Baby. Die kleine Cat wird zunächst von der Belegschaft versteckt, bevor sie vom Hoteleigentümer als Tochter angenommen und großgezogen wird. Ein wunderbares Leben beginnt für das Kind, während es hinter den Kulissen des Hotels vieles mitbekommt, was eigentlich nicht für Kinderaugen und –ohren bestimmt ist.

1919 in einem Luxushotel in London geht es dekadent und frivol zu. Der eigentlich homosexuelle Hoteldirektor Daniel du Barry heiratet der Leute wegen Edwina, die Schwester seines verstorbenen Geliebten, und zieht mit ihr zusammen Cat groß, ohne zu ahnen, welche Probleme er damit heraufbeschwört.

Das Leben im Luxushotel, all die Machenschaften hinter verschlossenen Türen und in den Kellerräumen der Angestellten sind so herrlich skurril dargestellt, dass man aus dem Schmunzeln gar nicht herauskommt. Gleichzeitig kann man sich sehr gut vorstellen, selbst als Gast in dem Hotel zu sein und all das verbotene und frivole Treiben aus der Nähe zu beobachten.

Ein Roman voller liebenswerter, schrulliger Charaktere mit einer spannenden Geschichte und vielen Geheimnissen. Toll zu lesen und sehr unterhaltend!

Veröffentlicht am 12.12.2016

Die Tode Gottes

Schattenkiller
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In Rom werden mehrere Mordopfer gefunden, die grausam misshandelt wurden. In Bekennermails bezeichnet sich der Mörder als "Schatten". Der Profiler Enrico Mancini wird als Leiter eines Ermittlerteams berufen ...

In Rom werden mehrere Mordopfer gefunden, die grausam misshandelt wurden. In Bekennermails bezeichnet sich der Mörder als "Schatten". Der Profiler Enrico Mancini wird als Leiter eines Ermittlerteams berufen und versucht, den Mörder zu fassen.

Die Geschichte beginnt sehr spannend. Die brutalen Morde sind sehr detailliert beschrieben, was man mögen muss. Das Ermittlerteam um Mancini bleibt aber leider durch die komplette Geschichte sehr blass. Bis zum Schluss hatte ich mich noch nicht an alle Namen gewöhnt, weil ich nicht warm mit ihnen wurde. Enrico Mancini hat nach dem Tod seiner Frau so viele Macken, dass es schon kurz vor der Nervgrenze ist. Der Roman kam irgendwie nicht richtig in Gang, weshalb es mir schwer fiel, der Geschichte interessiert zu folgen. Auch die Enttarnung des Mörders geschah relativ früh im Buch, was ich schade fand. Bis zum Schluss hoffte ich, dass noch ein anderer als Mörder in Frage kommt, weil das die Spannung aufrecht erhalten hätte. Das Finale war dann wieder relativ spannend, konnte aber den Roman nicht retten.

Leider hielt der Roman nicht, was er versprochen hat. Da war mehr drin.