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Veröffentlicht am 19.02.2017

Ein Baby an der Wäscheleine

Hotel du Barry oder das Findelkind in der Suppenschüssel
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Im Hotel du Barry in London findet eine Angestellte ein Baby. Die kleine Cat wird zunächst von der Belegschaft versteckt, bevor sie vom Hoteleigentümer als Tochter angenommen und großgezogen wird. Ein ...

Im Hotel du Barry in London findet eine Angestellte ein Baby. Die kleine Cat wird zunächst von der Belegschaft versteckt, bevor sie vom Hoteleigentümer als Tochter angenommen und großgezogen wird. Ein wunderbares Leben beginnt für das Kind, während es hinter den Kulissen des Hotels vieles mitbekommt, was eigentlich nicht für Kinderaugen und –ohren bestimmt ist.

1919 in einem Luxushotel in London geht es dekadent und frivol zu. Der eigentlich homosexuelle Hoteldirektor Daniel du Barry heiratet der Leute wegen Edwina, die Schwester seines verstorbenen Geliebten, und zieht mit ihr zusammen Cat groß, ohne zu ahnen, welche Probleme er damit heraufbeschwört.

Das Leben im Luxushotel, all die Machenschaften hinter verschlossenen Türen und in den Kellerräumen der Angestellten sind so herrlich skurril dargestellt, dass man aus dem Schmunzeln gar nicht herauskommt. Gleichzeitig kann man sich sehr gut vorstellen, selbst als Gast in dem Hotel zu sein und all das verbotene und frivole Treiben aus der Nähe zu beobachten.

Ein Roman voller liebenswerter, schrulliger Charaktere mit einer spannenden Geschichte und vielen Geheimnissen. Toll zu lesen und sehr unterhaltend!

Veröffentlicht am 12.12.2016

Die Tode Gottes

Schattenkiller
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In Rom werden mehrere Mordopfer gefunden, die grausam misshandelt wurden. In Bekennermails bezeichnet sich der Mörder als "Schatten". Der Profiler Enrico Mancini wird als Leiter eines Ermittlerteams berufen ...

In Rom werden mehrere Mordopfer gefunden, die grausam misshandelt wurden. In Bekennermails bezeichnet sich der Mörder als "Schatten". Der Profiler Enrico Mancini wird als Leiter eines Ermittlerteams berufen und versucht, den Mörder zu fassen.

Die Geschichte beginnt sehr spannend. Die brutalen Morde sind sehr detailliert beschrieben, was man mögen muss. Das Ermittlerteam um Mancini bleibt aber leider durch die komplette Geschichte sehr blass. Bis zum Schluss hatte ich mich noch nicht an alle Namen gewöhnt, weil ich nicht warm mit ihnen wurde. Enrico Mancini hat nach dem Tod seiner Frau so viele Macken, dass es schon kurz vor der Nervgrenze ist. Der Roman kam irgendwie nicht richtig in Gang, weshalb es mir schwer fiel, der Geschichte interessiert zu folgen. Auch die Enttarnung des Mörders geschah relativ früh im Buch, was ich schade fand. Bis zum Schluss hoffte ich, dass noch ein anderer als Mörder in Frage kommt, weil das die Spannung aufrecht erhalten hätte. Das Finale war dann wieder relativ spannend, konnte aber den Roman nicht retten.

Leider hielt der Roman nicht, was er versprochen hat. Da war mehr drin.

Veröffentlicht am 11.10.2016

Magie und ein sprechender Mops

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen
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Der Unternehmensberater Lennart Malmkvist erbt ganz überraschend den Zauber- und Scherzartikelladen sowie den seltsamen Mops Bölthorn seines verstorbenen Nachbarn Buri Bolmen. Dann folgt ihm auch noch ...

Der Unternehmensberater Lennart Malmkvist erbt ganz überraschend den Zauber- und Scherzartikelladen sowie den seltsamen Mops Bölthorn seines verstorbenen Nachbarn Buri Bolmen. Dann folgt ihm auch noch ein gruseliger Leierkastenmann, er verliert seinen Job und bei einem Gewitter fängt Bölthorn an, mit ihm zu sprechen. Verliert Lennart etwa seinen Verstand?

Die Leseprobe, das Cover und der Titel hatten mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Eine magische Reise mit sprechendem Mops und einem verwunschenen Zauber- und Scherzartikelladen hörte sich ganz nach meinem Geschmack an.

Der Anfang der Geschichte hat mich dann auch wirklich noch bezaubert. Lennart in seiner etwas verschrobenen Art, sein Nachbar Buri mit dem dicken Mops, der Lennart anscheinend nicht leiden kann, die italienische Nachbarin, die das ganze Haus mit leckerem Essen versorgt, all das sorgte bei mir für den einen oder anderen Schmunzler. Als dann der Nachbar starb und Lennart mit dem sabbernden Bölthorn in seinem ordentlichen Leben dastand, war ich auf den Fortgang der Geschichte gespannt. Aber leider blieb die Entwicklung der Geschichte aus. Es ging immer wieder nur darum, dass Lennart den Hund nicht will, dass Lennart sein Erbe nicht will, dass die Polizei den Mörder nicht finden kann. Aber es passierte nichts. Auch als der Mops das Sprechen anfing, Lennart endlich sein Erbe antrat (nachdem er seinen Job verloren hat), kam kein Schwung in die eigentlich zauberhafte Idee eines Romans.

Leider hielt dieses Buch nicht, was es versprochen hat. Schade um diese wirklich schöne Buchidee!

Veröffentlicht am 27.04.2017

Eine denkwürdige Nacht

Ana und Zak
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Ana ist Schulbeste und tut alles dafür, dass das so bleibt. Zak ist nur auf sein Vergnügen aus und faul. Als er von seiner Lehrerin gezwungen wird, an einem Quiz-Turnier in Anas Mannschaft teilzunehmen, ...

Ana ist Schulbeste und tut alles dafür, dass das so bleibt. Zak ist nur auf sein Vergnügen aus und faul. Als er von seiner Lehrerin gezwungen wird, an einem Quiz-Turnier in Anas Mannschaft teilzunehmen, kann er nur an eins denken: Er verpasst seine Lieblingsconvention in Seattle. Doch dann kommt alles anders als gedacht.

Ana ist eine Streberin, die sich kein Vergnügen gönnt. Man ist geneigt, sie nicht zu mögen, bis man die Hintergründe ihres Verhaltens entdeckt. Zak ist liebenswert und nimmt alles ziemlich gelassen. Die turbulente Nacht lässt Ana ein bisschen lockerer werden und gibt Zak Gelegenheit, sich von seiner besten Seite zu zeigen.

Das Buch liest sich locker-leicht und amüsierte mich über weite Strecken. Die Convention war auch für mich Neuland, aber genau wie ich sie mir vorgestellt habe. Das Buch hat mich gut unterhalten.

Turbulenter Spaß mit ernstem Hintergrund. Gut!

Veröffentlicht am 26.04.2017

Tolles Abenteuer, nicht nur für Kinder

Saint Lupin´s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!
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Die dreizehnjährige Anne lebt im St. Lupin’s Waisenhaus, wo sie und ihre Freunde für Arbeiten im Bergwerk ausgenutzt werden. Doch jetzt soll sich alles ändern. Denn sobald ein Kind 13 Jahre alt ist, holt ...

Die dreizehnjährige Anne lebt im St. Lupin’s Waisenhaus, wo sie und ihre Freunde für Arbeiten im Bergwerk ausgenutzt werden. Doch jetzt soll sich alles ändern. Denn sobald ein Kind 13 Jahre alt ist, holt ein Schiff es ab, um es zu einer der vielen Akademien zu bringen, an denen man ausgebildet wird, um auf Missionen zu gehen. Doch für Anne hat die Leiterin des Waisenhauses andere Pläne, so dass Anne zusammen mit ihrer besten Freundin Penelope die Flucht plant. Doch dann kommt alles ganz anders.

Die Geschichte ist von Anfang an spannend und mitreißend. Anne und Penelope sind zwei tolle Charaktere, denen man nur Gutes wünscht. Die Ungerechtigkeiten, die ihnen von der Leiterin des Waisenhauses entgegengebracht werden, sind gemein und lassen einen hoffen, dass Anne einen Weg aus dieser Kinderhölle finden möge. Als es tatsächlich geschieht und Anne, Penelope und Hiro, ein Jungen von einer anderen Schule, auf ihre erste Mission geschickt werden, nimmt die Geschichte an Spannung und Abenteuer zu. Es macht Spaß, die Kinder auf ihrer abenteuerlichen Reise voller Drachen, Weissagungen, Sandwölfen und dem einen oder anderen Bösewicht zu begleiten. Dabei ist die Geschichte, die eigentlich für Kinder ab 10 Jahre gedacht ist, auch für Erwachsene ein toller Spaß, der mich die ganze Zeit gefangen hielt.

Ein tolles Buch, auf dessen Fortsetzung ich sehr gespannt bin!