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Veröffentlicht am 28.11.2017

Wehe wenn du einschläfst

Sleeping Beauties
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Als die wunderschöne und eigenartige Eve in dem kleinen Ort Dooling auftaucht, bringt sie ein Phänomen mit, das weltweit als „Aurora-Krankheit“ bezeichnet wird. Sobald ein weibliches Wesen einschläft, ...

Als die wunderschöne und eigenartige Eve in dem kleinen Ort Dooling auftaucht, bringt sie ein Phänomen mit, das weltweit als „Aurora-Krankheit“ bezeichnet wird. Sobald ein weibliches Wesen einschläft, wird es in eine Art Kokon eingewebt. Und wehe, jemand versucht den Kokon zu entfernen, dann ist die entsprechende Frau wirklich, wirklich schlecht gelaunt.

Zunächst kommt die Geschichte wie ein typischer King daher. Die Kleinstadt, in der alles „normal“ läuft, bis ein Fremder auftaucht und alles durcheinander bringt. Untypisch ist allerdings das vorangestellte Personenverzeichnis, das sich über 3,5 Seiten erstreckt und den Leser erst mal erschlägt. Ich persönlich hätte es nicht gebraucht, weil man die wichtigsten Personen schnell drin hat.

Der erste Teil des Buches („Die alte Triangel“), in dem das Phänomen der schlafenden Schönheiten seinen Anfang nimmt, erstreckt sich über fast 500 Seiten und ist mir damit etwas zu lang geraten. Natürlich macht es wieder Spaß, dem King-typischen „bösen Erzählen“ zuzuhören, wenn ein Mann, der nicht fassen kann, was der Frau passiert, versucht den Kokon zu öffnen, aber insgesamt fand ich diesen Teil etwas zu langatmig.

Der zweite Teil („Schlafen werde ich, wenn ich tot bin“) erzählt dann die Geschehnisse in Dooling, als die Frauen schlafen und die Männer es nicht auf sich beruhen lassen können und erst mal abwarten, was passiert. Der Teil hat deutlich mehr Tempo und liest sich leichter.

Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen und fand die Idee sehr gut, doch das ganz große WOW blieb leider aus.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Reise in die Vergangenheit

Shutter Man
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Von jeher sorgt die Familie Farren in Philadelphias Stadtteil Devils Pocket für Unruhe. Einschüchterung, Diebstahl und Schutzgelderpressung sind ihr normales Geschäft. Als mehrere brutale Morde passieren, ...

Von jeher sorgt die Familie Farren in Philadelphias Stadtteil Devils Pocket für Unruhe. Einschüchterung, Diebstahl und Schutzgelderpressung sind ihr normales Geschäft. Als mehrere brutale Morde passieren, wird Kevin Byrne als Leiter der Ermittlungen zurück in seine Kindheit versetzt, die er teilweise in Devils Pocket verbrachte und aus der er auch die Farrens kennt. Wird er die Morde aufklären können?

Die Geschichte ist spannend erzählt und gewohnt gut geschrieben. Die Einführung mit einer Zeitreise in 1976 und damit Kevin Byrnes Jugend führt den Leser heran an die Farrens und erste Gräueltaten. Als Leser wird man in Geheimnisse verstrickt, die einem das Mordmotiv aber noch nicht nah bringen. Lange fragt man sich, wie die einzelnen Fäden verbrunden werden müssen.

„Shutter Man“ ist der erste Teil der Serie, in dem Kevin Byrne und Jessica Balzano nicht mehr als Team zusammenarbeiten, da Jessica zwischenzeitlich zur Staatsanwaltschaft wechselte. Trotzdem gelingt es dem Autor, die Dynamik zwischen den beiden auch für diesen Fall zu nutzen. Auch das restliche Team um Kevin Byrne, angefangen mit Josh Bontrager, löst den Fall gewohnt souverän und als Leser verfolgt man die Ermittlungen gespannt.

Auch diesen Teil der Serie habe ich wieder sehr gerne gelesen. Das Buch ist spannend und verspricht noch weitere spannende Momente, da ein Teil des Farren-Rätsels nicht vollständig gelöst wurde.

Spannend und mitreißend erzählter Krimi mit einem gewohnt guten Ermittler und seinem Team!

Veröffentlicht am 12.06.2017

Spannende Mördersuche

Totenengel
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Eine Frau bricht auf der Straße zusammen. Das letzte, was sie stammelt, ist: „Er ist abgeschlachtet worden.“ Als die Polizei in dem Haus der Frau eintrifft, findet sie den Vater brutal ermordet vor. DCI ...

Eine Frau bricht auf der Straße zusammen. Das letzte, was sie stammelt, ist: „Er ist abgeschlachtet worden.“ Als die Polizei in dem Haus der Frau eintrifft, findet sie den Vater brutal ermordet vor. DCI Eve Clay übernimmt die Ermittlungen, die sie tief hinein in eine Welt alter Bilder und mystischer Andeutungen führt. Als eine zweite Leiche auftaucht, wird klar, dass der Mörder mit seiner Mission noch nicht am Ende angekommen ist.

Das Buch ist spannend und gut geschrieben. Die Ermittlungen gehen Schlag auf Schlag voran, so dass man als Leser kaum zum Luftholen kommt. DCI Clay ist ein toller Charakter und ihr Team verfolgt man gerne bei der Ermittlungsarbeit. Der Fall ist mysteriös und gibt immer neue Rätsel auf, die es zu lösen gilt. Obwohl bald ein Verdächtiger feststeht, bleibt die Geschichte bis zum Schluss spannend und weist interessante Wendungen auf. Die Auflösung ist schlüssig. Die Mordfälle sind nichts für Zartbesaitete, da die Todesumstände detailliert beschrieben sind. Dabei bleibt man als Leser immer gespannt, weil man die Geheimnisse unbedingt gelöst wissen will.

Ein gut geschriebener, spannender Thriller mit überraschenden Wendungen. Macht definitiv Lust auf weitere Fälle mit der Ermittlerin Eve Clay!

Veröffentlicht am 10.06.2017

Ultraviolettes Licht

All die verdammt perfekten Tage
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„Du bist alle Farben auf der Welt in ihrer ganzen Herrlichkeit.“

Theodor Finch und Violet Markey begegnen sich auf einem Glockenturm ihrer Schule, wo sie sich beide fragen: „Ist heute ein guter Tag zum ...

„Du bist alle Farben auf der Welt in ihrer ganzen Herrlichkeit.“

Theodor Finch und Violet Markey begegnen sich auf einem Glockenturm ihrer Schule, wo sie sich beide fragen: „Ist heute ein guter Tag zum Sterben?“ Als sie danach gemeinsam an einem Schulprojekt arbeiten, versucht er ihr zu zeigen, wie lebenswert das Leben ist. Doch können sie sich gegenseitig retten?

Finchs und Violets Reise ins Leben ist schön beschrieben. Ihre Gespräche, ihre Arbeit an dem Schulprojekt und Violets Rückkehr zu ihrem normalen Leben nehmen den Leser mit und machen Freude. Finchs dunkle Seite, seine düsteren Gedanken machen nachdenklich. Ich habe geschmunzelt, gelächelt und geweint, während ich Finch und Violet zu all diesen besonderen Orten begleitet habe.

Das Buch ist gut geschrieben und zeigt all die Verzweiflung auf, es macht nachdenklich und traurig, zeigt aber auch, dass es schön weitergehen kann, wenn man den richtigen Menschen an seiner Seite hat. In Finchs Worten: „Du machst mich glücklich … Du machst mich besonders … Du machst mich bezaubernd …“

Veröffentlicht am 27.05.2017

Das Böse in uns

Die Bestimmung des Bösen
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Als die übel zugerichteten Leichen zweier Frauen gefunden werden, übernimmt die Kommissarin Alexis Hall die Ermittlungen. Nachdem weitere Tote auftauchen und es in Alexis Umfeld zu mysteriösen Ereignissen ...

Als die übel zugerichteten Leichen zweier Frauen gefunden werden, übernimmt die Kommissarin Alexis Hall die Ermittlungen. Nachdem weitere Tote auftauchen und es in Alexis Umfeld zu mysteriösen Ereignissen kommt, scheint klar zu sein, dass sie persönlich mit dem Mörder zu tun hat. Holt ihre Vergangenheit sie ein?

Alexis ist eine sympathische Figur, die zusammen mit ihrem Team dem Mörder auf der Spur ist. Faszinierend an diesem Roman ist die „Käferfrau“ Karen, die anhand von Insektenbefall den Zeitpunkt des Todes bestimmen kann. In den Kapiteln mit Karen geht es zwar sehr wissenschaftlich zu, aber die gelieferten Erklärungen machen die Untersuchungen interessant und verständlich. Ein bisschen ärgerte es mich, dass Alexis keine Hilfe bei ihrem Partner Oliver oder ihrer Freundin Karen suchte, als die seltsamen Ereignisse in ihrem Leben zunahmen, aber ihre Vergangenheit erklärte auch das. Das Finale war eine echte Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte.

Spannende Mordermittlung mit einer starken Ermittlerin und einem tollen Team, von dem ich gerne mehr lesen würde!