Cover-Bild Mord auf der Trabrennbahn
Band 7 der Reihe "Ernestine Kirsch und Anton Böck"
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Historische Kriminalromane
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 22.09.2022
  • ISBN: 9783740815851
Beate Maly

Mord auf der Trabrennbahn

Cosy Crime mit Wiener Flair und einem Ermittlerduo zum Verlieben – Historischer Kriminalroman

Der Tod kommt hoch zu Ross

Frühling 1925: Ernestine und Anton besuchen gern und regelmäßig die Wiener Trabrennbahn in der Krieau. Sie liebt die flirrende Stimmung, den Nervenkitzel beim Wetten und das illustre Publikum. Er begeistert sich mehr für die Jause in der Meierei. Als es während eines Rennens zu einem tragischen Unfall kommt, der tödlich endet, ist Ernestines Neugier geweckt. Für ihren Geschmack profitieren deutlich zu viele Menschen vom Tod des angeblich Verunglückten....

Band 7 der Reihe »Ernestine Kirsch und Anton Böck«. Alle Bände der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2026

Zwei Todesfälle auf der Trabrennbahn

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Wien, Spätfrühling 1925: Die pensionierte Lateinlehrerein Ernestine Kirsch und ihr Freund (mittlerweile ihr fester ;) Anton Böck, ehemaliger Apotheker, besuchen zum ersten Mal die Trabrennbahn in der Krieau. ...

Wien, Spätfrühling 1925: Die pensionierte Lateinlehrerein Ernestine Kirsch und ihr Freund (mittlerweile ihr fester ;) Anton Böck, ehemaliger Apotheker, besuchen zum ersten Mal die Trabrennbahn in der Krieau. Ernestine ist ganz verzückt von der Atmosphäre, der Kleidung (es gibt sogar eine Hut-Modenschau!), dem neuen Prickelwasser (Sekt), der kostenlos ausgeschenkt wird, und das aufregende Wetten. Anton hingegen hätte lieber einen Gugelhupf in der Meierei in der Praterallee.
Doch dann muss das Rennen noch vor dem Start abgesagt werden, da einer der Jockeys, ein Geheimfavorit, tödlich verunglückt ist.
Und am nächsten Rennwochenende kommt einer der beiden Schaumweinwinzer zu Tode, dessen Aufklärung der Polizist Erich Felsberg, Antons Bald-Schwiegersohn, übernimmt. Klar, dass Ernestine ihm helfen muss, da sie auch hinter dem Tod des Jockeys ein Verbrechen vermutet.

Dies ist der 7. Fall für Ernestine und Anton; die Bände können eigenständig gelesen werden, da die Fälle abgeschlossen sind. Die private Entwicklung der beiden und sämtlicher anderer handelnden Personen baut natürlich ab Band 1 auf.
So sind Ernestine und Anton nun ein festes Paar und bauen das Kutscherhaus zu einem gemeinsamen Refugium um, sodass Antons Tochter Heide mit ihrer Tochter Rosa und ihrem Bräutigam Erich die Wohnung über der Apotheke vergrößern kann. Auch eine Hochzeit steht ins Haus.

Ich mag Ernestines Neugier und Hartnäckigkeit, aber auch Antons Grummeligkeit. Wie er im Anzug aus dem (wortwörtlich) vorigen Jahrhundert zur Trabrennbahn kommt und dann not amused ist, dass er sich für die Hochzeit seiner Tochter einen neuen Anzug kaufen muss. Und eigentlich mit den Ermittlungen gar nichts zu tun haben will, sich aber Ernestine zuliebe fügt (und allem Widerwillen zum Trotz hat er eine gute Beobachtungs- und Kombinationsgabe und trägt auch zur Auflösung des Falls bei!) Und Ernestine, wie sie Anton zur Versöhnung und zum Lob immer kulinarische Köstlichkeiten zukommen lässt (denn er isst ja für sein Leben gern.)
Übrigens erfährt man viel Interessantes über das alte Wien. Das Kaufhaus Herzmansky zB war mir natürlich ein Begriff, aber Infos zur Geschichte des Hauses habe ich recherchiert. Oder das Norbertinum in Tullnerbach, das ich nur als Schule kenne, das mal ein Waisenhaus der katholischen Kirche war. Auch die Geschichte des Wiener Gebär- und Findelhauses ist spannend dargestellt sowie die neu eingeführte Wett-Steuer, die der Stadt Wien dringend notwendige Einnahmen bescherten.

Die Auflösung ist ziemlich komplex; man fragt sich immer wieder, warum Ernestine eine Verbindung vermutet. Manchmal kann ich ihren Gedankengängen gar nicht so schnell folgen, aber sie hat eine gute Kombinationsgabe und das Motiv für die Todesfälle ist traurig, aber spiegelt die Lebenseinstellung der Menschen der damaligen Zeit authentisch wider.


Fazit:
Ein komplexer 7. Fall für Ernestine Kirsch und Anton Böck, die diesmal Todesfälle auf der Trabrennbahn Krieau lösen müssen. Humorvoller historischer Cosy Crime im Wien des Jahres 1925.

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Veröffentlicht am 22.09.2023

Netter Krimi aus Wien

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Mord auf der Trabrennbahn ist ein Roman aus der Krimiserie von Beate Maly. In dieser Serie ermittelt die pensionierte Lehrerin mit ihrem Freund den Apotheker. Da ihr zukünftiger Schwiegersohn bei der Polizei ...

Mord auf der Trabrennbahn ist ein Roman aus der Krimiserie von Beate Maly. In dieser Serie ermittelt die pensionierte Lehrerin mit ihrem Freund den Apotheker. Da ihr zukünftiger Schwiegersohn bei der Polizei ist, profitiert er von ihren Erkenntnissen. Das ganze spielt in Wien der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Obwohl es mein erster Roman dieser Serie war, hatte ich keine Probleme die verschiedenen Charaktere einzuordnen und war sofort in der Handlung drinnen. Die Beschreibungen der historischen Schauplätze fand ich auch sehr interessant. Das Cover an den Jugendstil angelehnt, gefällt mir besonders gut.

Es war ein netter, kurzweiliger Roman - ich werde sicher weitere dieser Serie lesen.

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Veröffentlicht am 17.01.2023

Schöner historischer Krimi

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„...Die Rennleitung bittet um Entschuldigung. Auf Grund eines tragischen Unfalls kann das geplante Rennen nicht stattfinden...“

Wir schreiben das Jahr 1926. Anton hatte sich von Ernestine überreden lassen, ...

„...Die Rennleitung bittet um Entschuldigung. Auf Grund eines tragischen Unfalls kann das geplante Rennen nicht stattfinden...“

Wir schreiben das Jahr 1926. Anton hatte sich von Ernestine überreden lassen, mit auf die Trabrennbahn zu gehen. Nach einer Hutmodenschau soll das Rennen endlich beginnen. Dann aber kommt die obige Ansage. Einer der Jockeys ist tödlich verunglückt.
Die Autorin hat einen spannenden und amüsanten historischen Krimi geschrieben. Der Schrifttil passt sich dem Genre an.
Sehr detailliert wird das Wien des Jahres 1926 beschrieben. Ich hatte von den Handlungsorten sofort ein Bild vor Augen.
Ein Woche nach dem Tod des Jockeys sind die Protagonisten wieder beim Rennen. Anton wäre zwar lieber wo anderes, aber Ernestine hat Blut geleckt und setzt erstmalig eine Wette. Doch es gibt erneut einen Toten. Der Fall landet bei Kriminalkommissar Erich Felsberg, dem künftigen Schwiegersohn von Anton.
Ernestine kann es nicht lassen und ermittelt auf eigene Faust. Dabei unterhält sie sich auch mit Pater Severin, der die Jockeys und die Pferde gesegnet hat. Der sagt:

„...Leider steckt in uns allen ein Teil von Kan und ein Teil von Abel. Manche von uns werden vom Neid, der Eifersucht, der Habgier getrieben. Die Heftigkeit der Gefühle übermannt Menschen...“

Als Leser darf ich Anton und Ernestine bei ihrem Vorgehen begleiten. Sie vermuten, dass es zwischen dem Mord und dem angeblichen Unfall einen Zusammenhang gibt. Deshalb begeben sie sich in die Vergangenheit des toten Jockeys.
Ich mag den trockenen Wiener Humor.

„...“Wenn ich groß bin, werde ich Hutmodell“, sagte Rosa. […] Anton wollte etwas erwidern, doch Ernestine hielt ihn davon ab. „Dieser Wunsch ist morgen wieder vergessen“, flüsterte sie leise in sein Ohr. „Gerade eben wollte sie noch Jockey werden und danach Stallbursche.“...“

Natürlich bekommt der Fall am Ende eine überraschende Lösung.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, auch weil dabei ein Schlaglicht auf die gesellschaftlichen Verhältnisse geworfen wurde.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Mordermittlung in der Krieauf

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Wien in den 1920er Jahren. Ernestine Kirsch entdeckt die Welt der Pferderennen für sich und verbringt ihre Freizeit gerne auf der Trabrennbahn Krieau. Als dort kurz hintereinander der erfolgreiche Jockey ...

Wien in den 1920er Jahren. Ernestine Kirsch entdeckt die Welt der Pferderennen für sich und verbringt ihre Freizeit gerne auf der Trabrennbahn Krieau. Als dort kurz hintereinander der erfolgreiche Jockey Emil Novotny und der Sektproduzent Christoph Schaumberger tot aufgefunden werden, wittert sie ein Verbrechen und macht sich gemeinsam mit ihrem Freund Anton Böck und ihrem zukünftigen Schwiegersohn Erich Felsberg auf die Suche nach dem Mörder. Während Ernestine mit viel Elan bei der Sache ist, begeistert sich Anton anfangs eher für die Wiener Kaffeehauskultur als für die gesellschaftlichen Abgründe, lässt sich aber schließlich doch zu gemeinsamen Nachforschungen überreden. Werden sie es schaffen, aufzuklären, wer auf der Trabrennbahn sein tödliches Unwesen treibt?

Beate Maly ist auch in ihrem 7. Buch um die selbsternannten Ermittler Ernestine Kirsch und Anton Böck ein sehr unterhaltsamer und atmosphärischer Kriminalroman im Wien Anfang des vergangenen Jahrhunderts gelungen. Schön schildert sie die Gegebenheiten in der Welt des Pferderennsports und war man einmal selbst auf der Trabrennbahn in der Krieau, so fühlt man sich automatisch an diesen Ort versetzt und kann direkt in die Geschichte eintauchen. Mit Ernestine und Anton hat Maly ein skurriles, aber absolut liebenswertes Ermittlerduo geschaffen, das immer wieder durch seinen Einfallsreichtum und seine originellen Ideen verblüfft, das aber auch den Wiener Charme nicht missen lässt.

"Mord auf der Trabrennbahn" ist historisch gut recherchiert und schildert die Gegebenheiten in der Krieau vor mehr als 100 Jahren, auch der Hintergrund über das Wiener Gebär- und Findelhaus ist spannend zu lesen . Gleichzeitig wird man mit den gesellschaftlichen Ansprüchen der damaligen Zeit vertraut gemacht und darf miterleben, wie Wien nach dem 1. Weltkrieg wieder erwacht, die Menschen in den Alltag zurück kehren und ein bisschen Modernität und Fortschritt einkehrt. "Mord auf der Trabrennbahn" ist kein Krimi zum Fürchten und bereitet keine schlaflosen Nächte. Das Buch bezaubert vielmehr durch sein Lokalkalorit, durch seinen Wortwitz und durch die originellen Protagonisten. Ich habe mich während der Lektüre köstlich unterhalten und einiges dazu gelernt und ich empfehle es sehr gerne an alle weiter, die Lust haben, mit einem leichten Kriminalroman in die Geschichte Wiens einzutauchen.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Spannend und lesenswert

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Zum Buch: Es handelt sich hierbei bereits um den siebten Band der Krimireihe um die pensionierte Lateinlehrerin Ernestine Kirsch und ihren Lebensgefährten Anton Böck, einen Apotheker im Ruhestand. Wobei ...

Zum Buch: Es handelt sich hierbei bereits um den siebten Band der Krimireihe um die pensionierte Lateinlehrerin Ernestine Kirsch und ihren Lebensgefährten Anton Böck, einen Apotheker im Ruhestand. Wobei er wohl gerne im Ruhestand wäre, an der Seite der neugierigen Ernestine kann von Ruhe jedoch keine Rede sein. Auch dieses Mal führt sie der Zufall in die Nähe eines Todesfalls und als wenig später am selben Ort, der Trabrennbahn in der Wiener Krieau, ein Mord geschieht, ist die Detektivin in Ernestine erneut geweckt.

Ihr Stiefschwiegersohn in spe, Erich Felsberg, leitet die Ermittlungen und während er sich sonst eher gegen Ernestines Ermittlungsambitionen sträubt, ist er in diesem Fall schnell dankbar für ihren Spürsinn, ihre Empathie und Menschenkenntnis sowie ihre Hartnäckigkeit, mit der am Ende der Fall gelöst wird. Die Auflösung hat mich dabei durchaus überrascht.

Während der Prolog, in dem das Dienstmädchen Karolina ein uneheliches Kind unter schwer erträglichen Bedingungen zur Welt bringt, düstere Stimmung verbreitet und unter die Haut geht, folgen danach mehr als 200 Seiten unterhaltsame Lektüre, die viel gute Laune verbreitet und mich in das Leben im Wien der 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts entführt hat. In einer Zeit zwischen den beiden Weltkriegen folgen die Lesenden einem Paar, das das Leben zu genießen weiß. Die sympathischen Hauptpersonen ins Herz zu schließen, fiel mir leicht - und machte Lust, auch die anderen Bände auf meine „zu lesen-Liste“ zu setzen. Die detailreichen Schilderungen des Alltags gaben der Geschichte zwar keine Dynamik, aber sorgten bei mir für Wohlfühlatmosphäre beim Lesen.

Natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein im Wien der 20er, neben der Schere zwischen Arm und Reich, die man beim Pferderennen ganz hervorragend aufspannen kann zwischen dem Stallpersonal und den normalen Besuchern auf der einen und den Aristokraten, Funktionären und Rennstallbesitzern auf der anderen Seite ist es vor allem der versteckte bis offen artikulierte Antisemitismus, den Beate Maly am Beispiel des Polizisten Erich darstellt. Einhundert Jahre später wissen wir natürlich, worin diese menschenfeindlichen Tendenzen gipfelten - für mich bleibt es unvorstellbar. Wir müssen zusammen dafür sorgen, dass sich so etwas niemals wiederholt.

„Mord auf der Trabrennbahn“ ist ein lesenswertes Buch mit einer spannenden Kriminalgeschichte, das mir 4/5 Punkten wert ist.

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