Tolles Auftakt, bin gespannt
(Als Hörbuch gehört)
Wieder ein sehr schönes Buch von Benedict Jacka.
Wer schon die Alex Verus Reihe von dem Autor kennt, sollte darauf gefasst sein, dass in diesem Buch ein vollkommen anderes Magiesystem ...
(Als Hörbuch gehört)
Wieder ein sehr schönes Buch von Benedict Jacka.
Wer schon die Alex Verus Reihe von dem Autor kennt, sollte darauf gefasst sein, dass in diesem Buch ein vollkommen anderes Magiesystem existiert und dass es natürlich auch völlig verschiedene Welten sind. Dennoch kann auch diese Reihe gefallen - vor allem wenn man sich darauf einlässt und sich gedanklich von Alex Verus entfernt. Auch wenn man da natürlich entsprechende Erwartungen haben kann, wenn man ein Fan ist.
Der Schreibstil ist passend zum Buch und dem Charakter, man bekommt die Geschichte also auch hier wieder aus Sicht des Protagonisten erzählt. Ich persönlich mag die Story sehr und hatte meinen Spaß beim Hören. Der Sprecher ist super, man kann sehr gut folgen und das Zuhören ist wirklich angenehm. Tonlage, Sprechgeschwindigkeit, deutlichkeit im Sprechen - es passt alles. Vor allem leiert er auch nicht so beim Lesen, wie es bei manchen Sprechern vorkommen kann. Ich bin im Ganzen wirklich zufrieden.
Zwar gab es einen kleinen Abschnitt in der Geschichte, den ich absolut grausam finde - erläutere ich in den Klammern - [sollte man es nicht verkraften können, wenn geliebten Haustieren etwas passiert, sollte man diesen vielleicht überspringen, man ahnt es schon sobald es kommt] bei solchen Szenen denke ich immer, wie unnötig das ist, und ich kann sowas nur schlecht lesen, breche dann in der Regel direkt ab - aber zumindest im Fall dieser Story scheint das ganze durchaus einen Sinn gehabt zu haben. Gut fand ich es zwar trotzdem nicht, aber zum Glück war das auch die einzige Stelle, die mir zu schaffen gemacht hat.
Insgesamt war es einfach eine spannende Geschichte, mit sehr interessanter Magie und durchwachsenen Charakteren. Am besten gefällt mir hier vor allem die Beziehung zwischen dem Protagonisten und seinem Kater, auch wenn ich tatsächlich ausschließlich einzelne Charaktere mag, die nur seltener vorkommen. Selbst bei Stephen wüsste ich nicht, wie genau meine Einstellung zu ihm ist. Es sind einfach sehr spezielle Figuren und im Grunde finde ich, dass man Stephens Freundeskreis eher vergessen kann. Nicht weil sie nicht in Bezug auf ihn zuverlässig wären, sondern einfach weil ich sie rein charakterlich nicht so genial finde. Da diese aber nicht übertrieben viel Platz einnehmen, und nunmal jeder Mensch verschieden ist, stört mich das im Gesamtblick auf das Buch gar nicht. Tatsächlich finde ich sogar dass sie durchaus realistisch dargestellt wurden. Es gibt solche Menschen und auch solche Freundesgruppen, es passt auch in deren Altersklassen.
Zum Ende hin wird es nochmal spannender, denn man ahnt, dass vielleicht ein paar Geheimnisse gelüftet werden. Aber da muss ich enttäuschen: Das Ende ist sehr offen und lässt auf den zweiten Band warten (der noch in diesem Jahr erscheinen wird, immerhin). Ich bin nun wirklich gespannt wie es weitergehen wird, gerade auch in Bezug auf Stephens Familiäre Situation. Aber auch auf so manche unklare Sache. Was hat es mit wem auf sich, was steckt eigentlich hinter den Häusern und dem Verhalten von Charles Ashford? Und was ist eigentlich Pater Hawks Antrieb oder Ziel? Übrigens ist zuletzt genannter sogar einer meiner Lieblingscharaktere.