Leider nicht überzeugend - Abbruch
Die Alex Verus-Reihe des Autors habe ich geliebt und wird definitiv immer zu meinen absoluten Highlights zählen. So sehr ich die neue Reihe des Autors mögen wollte, sie kann mich einfach nicht wirklich ...
Die Alex Verus-Reihe des Autors habe ich geliebt und wird definitiv immer zu meinen absoluten Highlights zählen. So sehr ich die neue Reihe des Autors mögen wollte, sie kann mich einfach nicht wirklich abholen. Und weiter verfolgen möchte ich sie auch nicht.
Nach wie vor tue ich mich in erster Linie mit Protagonist Stephen schwer. Ja, er ist kein klassischer Held und wirkt dadurch oft ein bisschen unnahbar. Aber gleichzeitig wirkt er eben auch echt unsympathisch und ich kann seine Entscheidungen einfach auch nicht nachvollziehen. Als alleiniger Erzähler bekommt man eigentlich recht viel von der Entscheidungsfindung mit, nachvollziehen kann ich es am Ende leider nicht. Auch würde ich mir wünschen, dass er mal eine klare Linie verfolgt und nicht ständig auf tausend Hochzeiten tanzt und sich dann wundert, wenn das irgendwem nicht gefällt.
Nebencharaktere gibt es durchaus einige interessante, sie bleiben im Gesamtkonstrukt für mich aber nach wie vor sehr blass und unnahbar. Stephen gibt sich aber auch nicht wirklich Mühe, Kontakte zu knüpfen und die Leute greifbarer zu machen. So wirken alle unnahbar und teils unsympathisch. Dabei bräuchte die Geschichte definitiv einige tiefgründige Nebencharaktere und es ist ja nicht so, als gäbe es keine interessanten.
Die Familie Ashford bleibt mir nach wie vor ein Rätsel. Sicher anteilig so gewollt, damit es spannend bleibt. Aber einen Fortschritt zum Vorgänger hätte ich dann schon gerne gesehen, um auch die Problematiken dahinter etwas greifbarer zu machen.
Da sind wir auch schon beim Punkt mit dem Magiesystem. Das ich grundsätzlich spannend finde, aber immer noch den Eindruck habe, nicht in seiner Gänze verstanden zu haben. Vor allem nicht verstanden zu haben, was Stephen damit genau verbindet und warum er es nicht einfach sein lässt.
Die Handlung selbst hat mich leider ebenso nicht richtig abholen wollen. Auch wenn sie durchaus den ein oder anderen spannenden und überraschenden Moment hatte. Aber irgendwie passen die verschiedenen Dinge einfach nicht richtig zusammen und die Geschichte kann sich nicht entscheiden, worauf sie eigentlich den Fokus setzen will. Es wirkte dann sehr unkoordiniert. Auch schade fand ich, dass der im Klappentext angesprochene Leibwächter-Job kaum stattfindet und somit wenig Relevanz für den Verlauf hat.
Die Menge an Feinden fand ich etwas unübersichtlich. Sicher, es hat Spannung gebracht, Hintergründe herauszufinden. Aber es hätte der Handlung meines Erachtens nach besser getan, wenn das gestaffelter und nacheinander erfolgt wäre. Stephen wirkt leider einfach nicht so, als würde er Licht ins Dunkel bringen wollen und so stehe ich immer noch da und hab von allem keinen Plan. Als Leser/Hörer fühlte sich das einfach unfassbar unbefriedigend an.
Mein Fazit
Leider konnte mich auch der zweite Band der Reihe nicht abholen. Stephen wirkt nach wie vor unsympathisch und seine Entscheidungen kann ich oft einfach nicht nachvollziehen. Die Nebencharaktere bleiben blass und unnahbar, was der Geschichte überhaupt nicht gut tut. Auch wenn die Handlung einige spannende Momente hat, sie wirkte insgesamt sehr durcheinander und kann sich nicht entscheiden, wohin so eigentlich will. Alles in allem fühlte sich das Hörerlebnis sehr unbefriedigend an und ich hab auch keinerlei Bedürfnis, die Geschichte weiter zu verfolgen.