Cover-Bild Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig (Die mörderischen Cunninghams 2)
Band 2 der Reihe "Die mörderischen Cunninghams"
(42)
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: List Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Cosy Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 27.02.2025
  • ISBN: 9783471360583
Benjamin Stevenson

Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig (Die mörderischen Cunninghams 2)

Mord im Orientexpress reloaded: Extrem clever, extrem witzig – Miträtseln ist Pflicht bei diesem Detektiv-Krimi!
Marc Alaoui (Übersetzer)

Sieben Krimiautoren steigen in einen Zug. Nicht alle werden ihn lebend verlassen.  

Ernest Cunningham ist im Stress: Seit sein letztes Buch zu einem Bestseller wurde, ist er ein gefragter Autor. Auf der Suche nach neuer Inspiration folgt er der Einladung zu einem ganz besonderen Krimifestival in einem Langstreckenzug. Dieser ist tagelang durch das australische Outback unterwegs. Die illustre Gesellschaft ist bereits mitten im Nirgendwo, als ein Fahrgast stirbt. Zunächst gehen alle von natürlichen Umständen aus, doch dann wird in einer Kabine eine zweite Leiche gefunden, daneben ein Manuskript, auf dem die Tinte noch trocknet. Ernest muss gemeinsam mit den anderen Krimiautoren den Mörder stoppen, bevor es weitere Opfer gibt. Doch wem kann er trauen, wenn alle ihr Geld damit verdienen, perfekte Verbrechen zu planen? 

Eine Verneigung vor der Queen der klassischen Kriminalliteratur, ein Locked Room-Krimi – in jedem Fall ein großes Lesevergnügen für alle Fans von "Mord im Orientexpress", "Knives Out" und "Glass Onion". 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2025

Ein ungewöhnlicher Erzähler, ein ungewöhnlicher Krimi

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Ich wusste nicht, dass „Jeder im Zug ist verdächtig“ der zweite Teil einer Reihe ist. Ich habe es nur durch Ernest Cunningham, dem Erzähler des Buches, selbst erfahren. Und das so verdammt gut, dass ich ...

Ich wusste nicht, dass „Jeder im Zug ist verdächtig“ der zweite Teil einer Reihe ist. Ich habe es nur durch Ernest Cunningham, dem Erzähler des Buches, selbst erfahren. Und das so verdammt gut, dass ich mir nach 50 Seiten Band 1 auch noch bestellt hab. Respekt, Benjamin Stevenson.
Ich interessierte mich für das Buch, weil es eine alte, bekannte Prämisse ist (Mord im Orientexpress respektive im Allgemeinen „Ort, an dem keiner raus und keiner rein kann und somit der Mörder definitiv mit im Resort/Hotel/Berghütte/Zug ist), die aber einen schönen originellen Twist versprach: Alle Anwesenden sind Krimiautoren und haben dementsprechend Know-How. Hui! Ich liebe es, wenn alte, meinetwegen auch ein bisschen ausgelutschte Ideen mit neuen, frischen gemischt werden. Dass ich dann aber sogar so ein außergewöhnliches Buch lesen würde, damit hätte ich nicht gerechnet.
Erstmal sei gesagt, dass sich Band 2 auch super ohne Vorkenntnisse lesen lässt. Ich bin sogar fast geneigt zu sagen, dass ich diese Reihenfolge sogar empfehle, denn Ernest Cunningham bzw. Benjamin Stevenson leisten mMn hervorragende Arbeit darin, Lust auf Band 1 zu machen, was man sich natürlich entgehen lassen würde, wenn man Band 1 bereits kennen würde. Es wird auch nicht großartig gespoilert (außer eine einzige Person, bzw. 2, die man durch den Verlauf des Buches bereits ausschließen könnte).
Bei Benjamin Stevenson erwartet uns ein außergewöhnlicher Schreibstil. Ich LIEBE außergewöhnliche Schreibstile, aber ich könnte mir vorstellen, dass dieser hier nicht jedem zusagt. Ernest beschreibt sich selbst als „zuverlässiger Erzähler“, nimmt hier und da mal ein paar Dinge vorweg, gibt uns da einen Hinweis zum Miträtseln, hilft uns hier ein wenig und ist sehr darauf bedacht, sein Buch mithilfe von Regeln aufzustellen.
Der Fall selbst ist interessant, er lädt zum Miträtseln ein, legt hie und da mal eine kleine falsche Spur. Ich selbst war zugegeben vor allem von der Erzählweise gepackt als von dem Fall selbst, da fand ich die Auflösung gelungen, aber auch kein absoluter Mindf***, wie man so schön sagt.
Trotzdem empfehle ich das Buch herzlich weiter, von mir bekommt es volle 5 Sterne und ich hoffe, dass ich den ein oder anderen neugierig gemacht habe. Sich mal etwas zu trauen und ganz anders zu schreiben als die 08/15-Krimis sollte meiner Meinung nach belohnt werden!

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Ungewöhnlich im besten Sinne

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Der Ich-Erzähler Ernest Cunningham, der kürzlich einen Bestseller veröffentlicht hat, ist gemeinsam mit weiteren Autoren zu einem Literaturfestival eingeladen. Dieses findet auf dem Ghan statt, einem Luxuszug, ...

Der Ich-Erzähler Ernest Cunningham, der kürzlich einen Bestseller veröffentlicht hat, ist gemeinsam mit weiteren Autoren zu einem Literaturfestival eingeladen. Dieses findet auf dem Ghan statt, einem Luxuszug, der Australien in einer mehrtägigen Reise von Nord nach Süd durchquert. Doch dort geht ein Mörder um ...

"Jeder im Zug ist verdächtig" ist der zweite Band einer Reihe. Den Vorgänger habe ich bisher noch nicht gelesen (was ich jetzt zeitnah ändern werde), dennoch habe ich alles gut verstanden, denn die Fälle sind in sich abgeschlossen und die offensichtlich bereits aus Band 1 bekannten Figuren werden nochmals neu eingeführt. Es gibt einige Anspielungen auf den ersten Band, die Lust machen, diesen zu lesen, aber glücklicherweise keine direkten Spoiler.

Vor dem Lesen haben mich an dem Buch das Setting und die Aussicht auf einen Locked-Room-Krimi zum Miträtseln angesprochen. In beiden Punkten wurden meine Erwartungen voll erfüllt. Ich konnte mich während des Lesens auf eine Traumreise quer durch Australien begeben und herrlich beim Kriminalfall miträtseln. Dennoch hat der Autor es geschafft, mich zu überraschen, denn auf den Täter bin ich nicht gekommen. Die Überraschungen gehen hier sogar bis zur letzten Seite, wie ich ohne Übertreibung sagen kann. Eine besondere Würze bekommt der Krimi durch die stellenweise ungewöhnliche Erzählweise. Immer wieder macht Ernest Cunningham, der nicht nur Protagonist und Ermittler, sondern auch fiktiver Autor dieses Buchs ist, kryptische Andeutungen zu kommenden Ereignissen und gibt Einblicke in den Schreibprozess. So geht er z.B. auf Anmerkungen seiner Lektorin ein oder nimmt die Regeln des klassischen Detektivromans aufs Korn, was die Krimihandlung auf humorvolle Weise auflockert.

Fazit: Ein sehr gelungener, ungewöhnlicher Krimi, der während eines Literaturfestivals in einem australischen Luxuszug spielt, zum Miträtseln einlädt und gleichzeitig den klassischen Detektivroman humorvoll aufs Korn nimmt, 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Originell und kreativ - so soll Krimi sein

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Der Roman ist in der ersten Person verfasst, Ernest spricht die Leserinnen und Leser direkt an. Er ist der klassische Antiheld, er stolpert immer wieder in Fettnäpfchen, aber bleibt dabei menschlich und ...

Der Roman ist in der ersten Person verfasst, Ernest spricht die Leserinnen und Leser direkt an. Er ist der klassische Antiheld, er stolpert immer wieder in Fettnäpfchen, aber bleibt dabei menschlich und sympathisch. Er verrät kleine Details, aber niemals gleich alles, so wird die Spannung aufrecht gehalten. Wenn die Hinweise zu lang her sind wird die Info wiederholt.

Der unkonventionelle Schreibstil bereitet mir so viel Vergnügen, ironisch, pointiert und unterhaltsam. Liebhaber des britischen Humors kommen voll auf ihre Kosten. Der Humor überwiegt, im letzten Viertel legt der Krimi an Spannung zu. Es gibt ein paar Wendungen bis schließlich Ernest alle offenen Fragen aufklärt und alle Verbrecher entlarvt. Der Mord passiert erst nach etwa 40% des Buchs, von mir aus gern früher.

Gute humorvolle Bücher sind so selten, daher empfehle ich Jeder im Zug ist verdächtig gern weiter.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Ernie Cunninghams zweiter Fall – ein Hoch auf die Detektivgeschichte

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Nachdem Ernest Cunningham den Mordfall in seiner Familie im abgelegenen Skiressort gelöst, nebenbei einen Serientäter gestellt und darüber ein Buch geschrieben hat, ist er ein gefragter Krimiautor und ...

Nachdem Ernest Cunningham den Mordfall in seiner Familie im abgelegenen Skiressort gelöst, nebenbei einen Serientäter gestellt und darüber ein Buch geschrieben hat, ist er ein gefragter Krimiautor und wird zu einem Literaturfestival eingeladen. Zusammen mit Freundin Juliette, der ehemaligen Skiressortbesitzerin und nun ebenfalls Autorin, nimmt er an der Zugfahrt im berühmten Ghan teil, der von Darwin nach Adelaide fährt. An Bord, neben vielen anderen Gästen, fünf weitere mehr oder weniger bekannte Krimiautoren und seine Agentin Simone. Alles könnte so schön sein, hätte Ernie nicht eine Schreibblockade. Alles was er braucht, ist ein schöner Mord, über den er schreiben kann. Dieser lässt zum Glück nicht lange auf sich warten und ehe er sich versieht, steckt Ernie erneut in einem verzwickten Fall.

Ah, herrlich! Der Autor bleibt seinem Stil treu und entwirft erneut eine vertrackte Geschichte mit vielen Wendungen, mehreren miteinander zuammenhängenden Fällen, vielen Geheimnissen und skurrilen Charakteren. Die Ähnlichkeit mit berühmten Detektivgeschichten ist durchaus gewollt, man fühlt sich immens an Agatha Christies berühmte Fälle erinnert, eine Tatsache, die im Buch auch immer wieder thematisiert wird. Das ungewöhnliche Setting im Zug im australischen Nirgendwo tut sein Übriges, um das Ganze zu seinem sehr vergnüglichen und spannenden Kriminalroman zu machen, bei dem man von Anfang miträtselt und doch immer wieder falsch liegt.

Wie im ersten Band schreibt Ich-Erzähler Ernie über vermeintlich wahre Begebenheiten und spricht den Leser immer wieder direkt an. Dabei versäumt er es nicht, auf die Wichtigkeit der Krimiregeln und der Ehrlichkeit des Autors hinzuweisen. Ernie, der Betroffener, Ermittler und Erzähler in Personalunion ist, lässt den Leser denn auch umfassend an seinen Gedankengängen und an seinen Ermittlungen und gleichzeitig am Aufbau seines Buches teilhaben. Diese Hinweise darauf, dass er die Morde für sein neues Buch braucht, machen einen Großteil der Würze und des Humors aus, ebenso wie die Bezüge auf das Genre und der geschickt eingesetzten Stilmittel des Autors, wie etwa Ernies Email an jemanden, mit dem er die Nutzlosigkeit eines Prologs diskutiert und die eben genau mit dem Wort Prolog betitelt ist.

Der Autor lässt seinen Krimifan Ernie in klassischer Manier ermitteln, mit allen Stilelementen, die dazugehören, wie etwa dem Dénoument, bei welchem, meist in der Bibliothek, die Auflösung aller Rätsel präsentiert wird. Bei seinen Figuren deckt er ebenso bekannte Clichés ab wie in den teilweise absurden Situationen, in die sie geraten. So gibt es den eingebildeten Literaten, den Möchtegernermittler und den erfolgreichen Superstar. Durch dieses Einhalten der Krimiregeln nimmt er einerseits das Genre der Detektivgeschichte auf liebevolle Weise auf die Schippe, andererseits erweist er ihm eine große Huldigung. Ernie löst jedes noch so kleine Rätsel und nebenbei auch noch den Fall seines Onkels Andie und ordnet der Wahrheitsfindung alles andere unter. Ernie hat sich der Fairness des Autors seinen Lesern gegenüber verpflichtet und erinnert mehr als einmal an das eine oder andere Detail, das er bereits erwähnt hat. Auch stellt er eine hilfreiche Skizze des Zuginneren zur Verfügung sowie des Inneren der Kabine und des Streckenverlaufs. Aber wer glaubt, dass er deshalb einen Vorteil hat und den Täter errät, dem sei gesagt, dass nichts ist wie es scheint und alles miteinander verzahnt ist. Es gibt einfach zu viele Details und Hintergründe, um sie alle im Auge zu behalten.

Fazit: Für mich wieder eine sehr gelungene Geschichte in der Geschichte, bei der Ermittler und Autor Ernest Cunningham wieder einmal seinen kriminalistischen Spürsinn beweist und sich aus mehr als einer gefährlichen Situation herauswinden muss. Ich liebe den Stil des Autors, der auf wundervoll ironischer Weise das Genre parodiert und ihm gerade deshalb eine große Huldigung erweist. Wer das erste Buch mochte, wird dieses lieben, und wer in sich verschachtelte Fälle, ironischen Humor und skurrile Charaktere mag, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Das reine Lesevergnügen

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Das Cover passt genau zur Geschichte.
Und die ist, genau wie im ersten Buch, Lesevergnügen pur.
Auf eine etwas ungewöhnliche Art erzählt die Hauptfigur Ernest selbst die Geschichte.
Zwei Morde auf einem ...


Das Cover passt genau zur Geschichte.
Und die ist, genau wie im ersten Buch, Lesevergnügen pur.
Auf eine etwas ungewöhnliche Art erzählt die Hauptfigur Ernest selbst die Geschichte.
Zwei Morde auf einem Krimifestival mit Autoren im Ghan-Express auf der Reise quer durch das australische Outback sind aufzuklären und Ernest mitten unter ihnen. Mangels Polizei beginnt er mit seinen privaten Ermittlungen und am Ende der Reise wird der Mörder gestellt. Doch bis dahin erfährt der Leser private Schicksale, Vertuschungen und Lügen. Und immer wieder beringt Ernest den Leser durch an diesen gerichtete Worte dazu, selber Theorien über die Morde aufzustellen und nachzudenken.
Der Schreibstil ist locker, witzig, oft muss man schmunzeln über die Dialoge.
So macht Lesen und miträtseln Spaß.
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, ebenso die Sympathien, die man empfindet.
Insgesamt ein gelungenes Buch , das unbedingt lesenswert ist.

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