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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Wow, das war mal was! Kleine Längen, große Story

The House Witch 1
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Vorab: Dieses Buch gehört (von über 600 Büchern im Regal) auf jeden Fall in meine Top 10 der schönsten Bücher, die ich da drinstehen habe. Allein es anzusehen beschert einem Glücksgefühle. Es ist wirklich ...

Vorab: Dieses Buch gehört (von über 600 Büchern im Regal) auf jeden Fall in meine Top 10 der schönsten Bücher, die ich da drinstehen habe. Allein es anzusehen beschert einem Glücksgefühle. Es ist wirklich wunder, wunderschön. Die Farben, der Farbschnitt, das Design, alles harmoniert absolut perfekt.
Allerdings bringt einem Buch ein hübsches Äußeres zwar schon viel, doch am wichtigsten ist und bleibt der Inhalt. Und der kann glücklicherweise mit der Optik mithalten!
In diesem Fantasyroman begleiten wir den von einer Fantasy-AutorIN erdachten Finlay – Einen männlichen Hauptcharakter von einer Autorin, das sehe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht häufig. Und da ich genervt von der ganzen Romantasy bin, war das sogar mit ein Grund für meine Neugier, denn ich hatte Hoffnung, dass sich Emilie Nikota dann auch mit Romance zurückhalten würde. Mein Hauptgrund für Skepsis: Das Thema Kochen. Ich persönlich koche ungern und kann mit dieser Liebe dazu nichts anfangen. Dementsprechend war ich gespannt, ob Emilie Nikota es schafft, dieses Thema so miteinzubinden, dass die, die das Hobby teilen, mit dem Buch genauso Freude haben wie die, die lieber das Gekochte essen und sich weniger mit der Zubereitung befassen mögen.
Alles in allem: Ja! Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftakt der Reihe. Mit über 600 Seiten ist es für mich ein kleiner Brocken und es gab in meinen Augen auch ein paar Längen, aber ich gebe zu: Ich bin da auch echt empfindlich. Ich brauche normalerweise schnelles Tempo und viel Action. Dieses Buch hier nimmt sich mehr Zeit, wurde so für mich hin und wieder ein bisschen langatmig, konnte mich aber immer wieder zurückholen.
Daher gebe ich dem Buch 4 Sterne, was für mich aber auch definitiv ein „ist zu empfehlen“ bedeutet.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Kinder-/Jugendfantasy ab 12 einer bekannten Romantasy-Autorin

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter
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Ich habe schon viel von Tracy Wolff gehört, aber so gut sie auch sein soll: Ihr eigentliches Genre ist einfach nichts für mich. Generell bin ich absolut kein Romantasy-Fan und lande deshalb recht häufig ...

Ich habe schon viel von Tracy Wolff gehört, aber so gut sie auch sein soll: Ihr eigentliches Genre ist einfach nichts für mich. Generell bin ich absolut kein Romantasy-Fan und lande deshalb recht häufig im Fantasybereich für ältere Kinder oder junge Jugendliche. Als ich mitbekommen habe, dass Tracy Wolff sich nun in diesem Genre versucht, war ich neugierig und habe zugeschlagen. Zumal der Klappentext für mich sehr interessant klingt und ich es auch ohne den Namen „Tracy Wolff“ auf meine Wunschliste gesetzt hätte.

Wie erwartet, ist der Schreibstil fluffig, locker und leicht und die 446 Seiten fliegen, weil man so im Flow ist. Ich mag Penelopes Art, manchmal erinnert mich ihre Regeltreue an mich, und so wie auch ich gelernt habe, dass es einem manchmal guttut, die Regeln zu beugen und etwas mehr Spontanität und weniger Prinzipien in sein Leben zu lassen.

Eine gewisse Portion Humor ist auch in dem Buch und die gesamt Kombination macht einfach Spaß.

Daher empfehle ich dieses Fantasybuch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Weder für klein noch für groß

Ins hohe Gras
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Ich bin selten harsch, doch dieses Büchlein war eine einzige Enttäuschung. Ich selbst kenne Trevor Noah überhaupt nicht und bin zugegeben normalerweise keine Bilderbuchleserin, doch ich fand den Klappentext ...

Ich bin selten harsch, doch dieses Büchlein war eine einzige Enttäuschung. Ich selbst kenne Trevor Noah überhaupt nicht und bin zugegeben normalerweise keine Bilderbuchleserin, doch ich fand den Klappentext interessant. Wenn ich an Bücher denke, die sowohl von Kindern als auch Erwachsenen gelesen werden können, und wo beide Seiten auf ihre Art etwas lernen können, springen mir Momo, Der kleine Prinz, vielleicht sogar noch das Neinhorn in den Kopf.

Hier sind es 156 Seiten, vielleicht insgesamt 15 Seiten Text, und alles passiert viel zu schnell – und es passiert auch viel zu wenig. Erst ab der Hälfte geht’s überhaupt ins hohe Gras und zack, ist der Ausflug auch schon wieder vorbei. „Jenseits des Gartens wartet eine magische Welt voller wundersamer Gestalten auf sie.“ Also, wenn ein Gartenzwerg (den sie sogar noch am Gartentor antreffen), zwei sprechende Schnecken, irgendein Herbstlaubwind und ein paar alte Münzen alles ist, was Trevor Noah bei „voller wundersamer Gestalten“ einfällt, dann… Ja… Hm. „Voller Witz und Fantasie“ – Witz finde ich vergeblich, doch zugegeben sind sage und schreibe 3 nette Sätze enthalten, die halbwegs literarisch mit Message daherkommen. Der Schlusssatz ist wirklich sehr süß, der Handlungsabschnitt mit den Schnecken ebenso – und der dritte Satz befindet sich bereits auf dem Klappentext.

Chris Colfer, David Walliams oder sogar auch Jason Segel haben es geschafft, neben ihrem bekanntesten Metier wunderbare Kinderbücher zu schreiben, an denen auch ich mit 29 Jahren noch viel Freude habe, doch Trevor Noahs Ausflug in die Autorenwelt darf gerne genauso kurz sein wie der Ausflug des Jungen mit seinem Bären Walter.

Den einen Stern zur Mindestbewertung gibt es ausschließlich für Sabina Hahns Illustrationen und für die Aufmachung des Buches an sich.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Hach, Nina George, dein Monsieur Perdu ist wunderbar

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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Ich weiß noch, dass ich damals Das Lavendelzimmer mal irgendwo hab günstig mitgenommen, mir aber nichts davon erwartet habe. Für mich sah und klang es wie ne Schnulze und das ist normalerweise gar nicht ...

Ich weiß noch, dass ich damals Das Lavendelzimmer mal irgendwo hab günstig mitgenommen, mir aber nichts davon erwartet habe. Für mich sah und klang es wie ne Schnulze und das ist normalerweise gar nicht mein Ding. Ich weiß nicht mehr, wieso ich es damals dann doch gelesen hatte. Und ich war verzaubert. Ein bisschen schnulzig, aber so niveauvoll, so wunderschön, und so subtil, dass ich es absolut großartig fand. Es hat wunderbar als Einzelband funktioniert, aber 10 Jahre später folgte Band 2, den ich mir sofort besorgt habe. Und nun auch noch Band 3. Wahnsinn. Und ich sehe gerade, dass „Südlichter“ auch erschienen ist! Ahhh, das muss ich mir auch noch holen.
Ich schweife ab und ihr merkt meine Begeisterung über diese Reihe. Vielleicht gerade weil es eine Reihe so weit außerhalb meiner eigentlichen Komfortzone ist und weil ich sie trotzdem so toll finde. Auch Band 3 tut hierbei keinen Abbruch. Auch dieser Roman ist wieder wunderbar geschrieben, auch wenn ich persönlich – wie so oft – Band 1 glaube ich von allen 3 doch am besten finde. Was aber nicht heißt, dass ich die anderen beiden blöd finde. Nina George liefert hier irgendwie immer ab und hat es einfach drauf, Schnulzen nicht schnulzig zu machen :D Danke dafür!
Auch diesen Band empfehle ich gerne weiter.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Solider Abschlussband einer soliden Trilogie

Kerze & Krähe
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Ich gebe zu, ich bin kein Oberfan dieser Reihe. Ich mag sie, aber sie gehört auch nicht zu meinen Favoriten. Daher erwartete ich bei diesem Finale (wobei mir noch gar nicht so klar war, dass es nur eine ...

Ich gebe zu, ich bin kein Oberfan dieser Reihe. Ich mag sie, aber sie gehört auch nicht zu meinen Favoriten. Daher erwartete ich bei diesem Finale (wobei mir noch gar nicht so klar war, dass es nur eine Trilogie werden würde, hat es die Chronik des Eisernen Druiden ja auf stolze 9 Teile gebracht) jetzt nicht übermäßig viel, sondern war mit einem soliden, actionreichen Abschluss zufrieden. Und den bekam ich. Einige Rezensionen bemängeln, dass zu viel auf zu wenig Seiten passiert sei und alles etwas „durchgerushed“ erschien – Ich persönlich mag schnelles Tempo und wenn viel auf wenig Seiten passiert. Ich kann allerdings die anderen Rezensenten verstehen, manchmal war’s vielleicht dann doch zu schnell und man hatte so ein bisschen das Gefühl, Kevin Hearne will es einfach nur schnell zu Ende bringen. Macht aber eigentlich nichts, mir zumindest nicht.
Es gibt Reihen, deren Bände man relativ problemlos ohne Vorkenntnisse unabhängig voneinander lesen kann. Die Tinte & Siegel-Reihe gehört allerdings definitiv nicht dazu! Wer also an einem soliden Fantasyroman mit schottischen Figuren und Humor interessiert ist, kann hier beherzt zugreifen, allerdings mit Band 1. Der Schreibstil ist gut, die Seiten lesen sich flüssig und auch der Inhalt weiß mit interessanten Ideen zu gefallen.

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