Cover-Bild Die Erinnerung riecht nach gelben Kamelien
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 428
  • Ersterscheinung: 01.02.2021
  • ISBN: 9783492504089
Bettina Lausen

Die Erinnerung riecht nach gelben Kamelien

Historischer Roman

Die tragische Geschichte eines Liebespaares, das zweimal durch den Krieg getrennt wird – für alle LeserInnen von Hanni Münzer und Melanie Metzenthin

»Er lächelte sie an und küsste sie – ein Zukunftsversprechen. Und plötzlich roch es nach gelben Kamelien und Hoffnung.«

Carolin lebt allein mit ihrem Vater. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, ihre Familie kennenzulernen, aber der Vater schweigt. Als er stirbt, scheint ihr Traum verloren. Doch als auf der Beerdigung ihre Großmutter auftaucht, beginnt eine Reise in die Vergangenheit: Frida erzählt von ihrer Liebe zu Erwin, ihrer Trennung durch Hitlers Krieg und ihrem Wiedersehen in Ostpreußen nach seiner Verwundung. Aber bei der Flucht vor der Roten Armee gelangt Erwin an Bord der Gustloff, während Frida das unheilvolle Schiff verpasst. Alles, was ihr bleibt, ist die Erinnerung an gelbe Kamelien.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2021

Mitreißend und Traurig

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Wow was für eine traurige und dennoch mitreißende Geschichte.
In Die Erinnerung riecht nach gelben Kamelien lernt Caroline erst auf der Beerdigung ihres Vaters ihre Grośmutter kennen. Bis zu dem Zeitpunkt ...

Wow was für eine traurige und dennoch mitreißende Geschichte.
In Die Erinnerung riecht nach gelben Kamelien lernt Caroline erst auf der Beerdigung ihres Vaters ihre Grośmutter kennen. Bis zu dem Zeitpunkt hat sie nichts über die Familie ihres Vaters gewusst. Ihre Großmutter Frida erzählt ihr die Geschichte ihres Lebens.
Es ist die Geschichte einer großen Liebe, die Geschichte von Freundschaft und Courage. Aber auch die Geschichte von einem furchtbaren Krieg, der vieles zerstörte. Denn Fridas Geschichte spielt im zweiten Weltkrieg. Sie erzählt wie sich das Leben immer mehr veränderte, wie es war eine jüdische Frau ein zu haben, vom Leben in Ostpreußen und der Flucht von dort. Alles ist sehr lebendig geschildert, und so musste ich bei. Lesen oft schlucken oder auch Mal eine Träne wegzwinkern.
Aufgelockert wird alles durch die Passagen über Carolin die im Jahr 2009 spielen. Da könnte man immer Mal wieder aufatmen.
Eine wunderschöne, wenn auch oft traurige Geschichte.

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Veröffentlicht am 20.01.2021

was für ein berührendes Schicksal

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Hier und heute: Carolin lebt allein mit ihrem Vater in Düsseldorf. Er führt ein erfolgreiches Unternehmen und erwartet, dass sie sich ebenfalls ins Unternehmen einbringt. Sie tut es, aber nur um ihn nicht ...

Hier und heute: Carolin lebt allein mit ihrem Vater in Düsseldorf. Er führt ein erfolgreiches Unternehmen und erwartet, dass sie sich ebenfalls ins Unternehmen einbringt. Sie tut es, aber nur um ihn nicht zu enttäuschen. Viel lieber hätte sie Malerei studiert, denn das ist ihre große Leidenschaft. Plötzlich und unerwartet stirbt ihr Vater und Caroline steht mit allem alleine da, denn er ist der einzige Verwandte den sie hatte. Denkt sie jedenfalls. Denn auf bei der Beerdigung ihres Vaters tauchen plötzlich seine Mutter, also Carolines Großmutter, und seine Schwester auf. Natürlich ist Carolin überrascht, gleichzeitig erfreut und neugierig. Sie bittet ihre Großmutter ihr zu erzählen, warum es zum Bruch zwischen ihr und ihrem Sohn gekommen ist. Und dies tut Oma Frida nur zu gerne und das sehr gründlich….
Ja, die Geschichte, die Frida erzählt war für mich sehr unterhaltsam. Beginnt sie ihre Rückblende doch mit Ausführungen zu ihrem Leben als junge Frau in Berlin der 30er Jahre. Wir lernen eine Frau kennen, die das Leben genießt, die Freunde hat und die ihre große Liebe zu Erwin genießt. In ihm zieht sie ihren zukünftigen Ehemann. Doch leider kommt durch den Krieg alles anders als geplant.
Die Beschreibungen sind so detailliert, dass man Fridas Gefühle, Erfahrungen und auch Enttäuschungen und Ängste hautnah beim Lesen spüren kann. Ja ich gebe es zu, es sind kurze Nächte geworden, weil ich das Buch einfach nicht weglegen konnte. Ich habe diese Frau, die so viel in ihrem Leben erlebt und erlitten hat >gutes wie böses< für ihren noch immer so starken Glauben an das Leben, an das Gute im Menschen und den Trost, den der Glaube ihr erst in späteren Jahren gegeben hat, bewundert. Ich empfehle dieses Buch, das ein trauriges Kapitel der deutschen Geschichte anhand eines Einzelschicksals zum Thema macht, uneingeschränkt weiter.

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Veröffentlicht am 14.03.2021

Lieben heißt Hoffen

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Carolin lebt allein mit ihrem Vater, der eine Möbelfabrik besitzt. Als ihr Vater plötzlich stirbt, lernt sie auf der Beerdigung ihre bisher unbekannte Großmutter Frida kennen. Von der unerwarteten Existenz ...

Carolin lebt allein mit ihrem Vater, der eine Möbelfabrik besitzt. Als ihr Vater plötzlich stirbt, lernt sie auf der Beerdigung ihre bisher unbekannte Großmutter Frida kennen. Von der unerwarteten Existenz einer Familie überwältigt, möchte Carolin nun wissen, wie es zum Bruch zwischen ihrem Vater und seiner Mutter gekommen ist. Bereitwillig erzählt Frida Carolin ihre Lebensgeschichte, die von einer großen Liebe, Verlust, Flucht und schmerzhaften Erfahrungen geprägt ist

Die Autorin erzählt in der Rahmenhandlung Carolins Geschichte. Carolin sieht sich nach dem Tod des Vaters in der Verantwortung für ein Unternehmen, das sie nicht will und in einer Beziehung, die in Schieflage ist. Sie muss Entscheidungen treffen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mich dieser Teil des Romans nicht so wirklich fesseln konnte. Ich mochte Carolin nicht besonders, da mir ihr Verhalten und einige Entscheidungen nicht gefallen haben. Fasziniert dagegen hat mich Fridas Lebensbeichte. Der Bericht beginnt im Sommer 1939 in Berlin kurz vor Kriegsausbruch. Frida, die aus Ostpreußen stammt, wohnt bei ihrer Tante Maria. Ihren Verlobten Erwin kennt sie schon seit Kindertagen. Der Krieg verändert alles. Erwin wird eingezogen. Die Bomben auf Berlin zwingen Frida zur Rückkehr nach Ostpreußen, wo sie Erwin wieder trifft, der eine Kriegsverletzung auskuriert. Der Vormarsch der Roten Armee zwingt sie zur Flucht, während der die beiden Liebenden getrennt werden. Frida geht mit ihrer Mutter und ihrer Schwester zurück nach Berlin. Ihr Herz gehört immer noch Erwin.

Besonders gut gefallen haben mir die Schilderungen der Flucht während des kalten Winters. Ich konnte die Eiseskälte, die Verzweiflung und die Trostlosigkeit sehr gut nachempfinden und war froh, ein Taschentuch in der Nähe zu haben. Dabei schreibt die Autorin in einem eher sachlichen Stil, der mir persönlich sehr angenehm war. Frida war mir um einiges sympathischer als Carolin. Frida ist eine starke Frau, die an ihrer Liebe zu Erwin festhält, obwohl er nicht immer die strahlende Lichtgestalt ist. Durch Fridas Lebensgeschichte thematisiert die Autorin wichtige Ereignisse der Naziherrschaft und bringt sie dem Leser anschaulich ins Gedächtnis.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, wenn ich mir auch etwas weniger Carolin und dafür etwas mehr Frida gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 08.03.2021

emotionale Zeitreise durch ein dunkles Kapitel Deutschlands

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Ein wunderschönes Cover und der interessante Klappentext haben mich dazu animiert zu diesem Buch zu greifen.
Der Schreibstil ist gut verständlich und der Erzählstil lässt farbige Bilder vor dem inneren ...

Ein wunderschönes Cover und der interessante Klappentext haben mich dazu animiert zu diesem Buch zu greifen.
Der Schreibstil ist gut verständlich und der Erzählstil lässt farbige Bilder vor dem inneren Auge entstehen.
Auf 2 Zeitebenen erleben wir die Familiengeschichte von Carolin die wir im Jahr 2009 kennenlernen.
Im Jahr 1939 tauchen wir in der dunkelsten Zeit von Deutschland in das Leben von Frida ein.
Beide Erzählstränge führen zusammen und offenbaren uns eine emotionale Reise durch die Vergangenheit.
Die Autorin verwendet sehr eindrückliche Beschreibungen und lässt dadurch den Vertrauensmissbrauch, die persönlichen Verluste und die dramatischen Situationen detailliert zum Mitfiebern deutlich werden.
Der starke Familienzusammenhalt und eine traurige Liebesgeschichte runden das Ganze noch ab.
Die im Buchtitel genannten gelben Kamelien spielen eine wichtige Rolle und geben Hoffnung. Malerei findet in der Gegenwart und in der Vergangenheit Verwendung und wird zu einem roten Faden.

Das Ende schaffte es nochmals zu überraschen mit einer nicht absehbaren Wendung der Geschichte.
Das Nachwort ist mir persönlich bei solch einer Story immer sehr wichtig um ein anderes Licht auf Erlebtes zu werfen und nochmal einen neuen Eindruck von den Charakteren und ihrer Zeitreise zu gewinnen.
Ich vergebe 4 grossartige Sterne und eine Leseempfehlung für dieses Buch.

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