Eine emotionale Achterbahnfahrt.
Inhalt:
Marisa staunt nicht schlecht. Noch während sie das jährliche Familientreffen auf Gut Sommerroth vorbereitet, taucht ihre Großmutter Emilie auf. Diese hat nach Streitigkeiten vor Jahren das Gut ...
Inhalt:
Marisa staunt nicht schlecht. Noch während sie das jährliche Familientreffen auf Gut Sommerroth vorbereitet, taucht ihre Großmutter Emilie auf. Diese hat nach Streitigkeiten vor Jahren das Gut verlassen. Jetzt im hohen Alter möchte sie sich mit allen versöhnen. Doch Caroline, die Schwester einer verstorbenen Schwägerin von Emilie, begegnet ihr, vor allem wegen ihrer Herkunft, mit Anfeindungen. Zudem macht Caroline auch Marisa und ihren Geschwistern das Leben schwer. Als nach einem schweren Sturm eine schwerwiegende Entscheidung von Caroline getroffen wird, geht es Emilie zunehmend schlechter. Zu sehr scheinen sich die damaligen Ereignisse zu wiederholen......
Leseeindruck:
"Emilies Erbe" ist der 1. Band einer Trilogie. Es geht um Marisa und ihre Familie, aber auch um Emilie. Während sich im Gegenwartsstrang die Ereignisse nach und nach zuspitzen, erfährt man in einem Vergangenheitsstrang etwas über Emilie und ihrem Schicksal. Und das hat es in sich gehabt. Der erste Weltkrieg tobt in Preußen. Die Russen sind auf dem Vormarsch. Preußen, bekannt durch ihre Trakehnerzucht, wird immer gefährlicher für die dort lebenden Menschen. Die Gestüte warten täglich darauf, dass ein Evakuierungsbefehl kommt. Ich möchte nicht zuviel verraten, aber der Befehl kommt spät und ich habe richtig mitgefiebert wie sich Menschen und mit ihnen tausende von Pferden, in Sicherheit gebracht haben. Ich war emotional fast am Limit. Wie grausam doch ein Krieg ist. Aber auch die Gegenwart hat einiges an emotionalen Momenten zu bieten. Vor allem habe ich mich gefragt, wieso Emilie ihre wahre Herkunft jahrelang verschwiegen hat.
Fazit:
Ui, ui ui. "Emilies Erbe" ist eine ganz schöne emotionale Achterbahnfahrt. Anfangs war ich etwas irritiert, da es über den Kapiteln keine Jahreszahlen gibt. Allerdings hat das nach kurzer Zeit kaum noch gestört. Ich war so gefangen in der Geschichte und spätestens als erwähnt wurde, wann genau der Evakuierungsbefehl für die Gestüte kam, konnte ich mir eine ungefähre Zeit vorstellen. Der Roman ist fiktiv. Die Geschehnisse im Krieg beruhen jedoch auf Erzählungen und Tatsachen. Über Emilies Erlebnisse nach ihrer Flucht ist noch nicht alles erzählt. Deswegen bin ich neugierig auf die Folgebände. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.