Cover-Bild Holmes und ich – Unter Verrätern

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18,95
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 07.04.2017
  • ISBN: 9783423761642
Brittany Cavallaro

Holmes und ich – Unter Verrätern

Anja Galič (Übersetzer)

Es geht weiter ...


Nachdem sie bei ihrem ersten Fall beinahe umgebracht wurden, kommen die Ferien Charlotte und Jamie ziemlich gelegen. Gemeinsam wollen sie ein paar Tage auf dem englischen Landsitz der Holmes‘ verbringen. Aber Charlotte ist nicht die einzige Holmes mit Geheimnissen, und die Atmosphäre bald sehr angespannt. Zudem knistert es heftig zwischen Charlotte und Jamie. Sind sie wirklich bloß Freunde? Als plötzlich Charlottes Onkel, Detektiv, wie es sich für einen Holmes gehört, verschwindet, ist das eine willkommene Ablenkung. Die beiden stürzen sich sofort in die Ermittlungen. Sein letzter Auftrag führt sie zu einem Kunstfälscherring. Erster Halt: Berlin. Erste Kontaktperson: August Moriarty – ehemaliger Schwarm von Charlotte und von vielen tot geglaubt ...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2017

Wenn ein neuer Fall wartet ...

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Kurzbeschreibung
Nach den dramatischen Ereignissen, versuchen Jamie und Charlotte ihre Ferien zu genießen, aber der Schatten holt Charlotte immer wieder ein und legt eine Düsternis und abgegrenztheit ...

Kurzbeschreibung
Nach den dramatischen Ereignissen, versuchen Jamie und Charlotte ihre Ferien zu genießen, aber der Schatten holt Charlotte immer wieder ein und legt eine Düsternis und abgegrenztheit zwischen die beiden Freunde. Denn Jamie hat das Gefühl das da mehr wäre, wenn nicht dieser schreckliche Zwischenfall gewesen wäre.
Wenn Charlotte ihr Traumatische Erlebnisse verarbeiten könnte und sich dafür professionelle Hilfe holen würde, würde es ihr vielleicht besser gehen. Aber Charlotte denkt gar nicht daran und nimmt Jamie nachdem sie bei ihm waren mit in die Grafschaft Sussex, um ihn ihrer Familie vorzustellen.

An sich keine leichte Zeit, denn man empfängt ihn, wie Charlotte bei ihm, nicht immer mit offenen Armen.
Mitten bei diesem Wirrwarr taucht auch noch Charlottes Onkel auf und ist kurze Zeit später einfach Spurlos verschwunden.

Ein Fall zur richtigen Zeit, geht es beiden durch den Kopf. Nur dieser Fall könnte gefährlicher sein als der vorherige.



Cover
Das Cover zeigt für mich Holmes und Watson, wie sie beide wartend in die Zukunft schauen. Für mich mit den zwei uns dem Dunklen Hintergrund und dem Farbspiel gelungen.



Schreibstil
Die Autorin Brittany Cavallaro hat einen bildhaften und sehr spannenden Schreibstil, der die Gefühlsstruktur nach den Erlebnissen beider sehr gut darstellt und umgesetzt hat.
Sei es in Gesten oder in der inneren Zerrissenheit der Protagonisten. Die Charakteristika beider wurde dadurch weiter entwickelt und trotz allem, bleiben manche Gedanken der beiden noch immer im Verborgenen. Wobei Watson eher einem offenen Buch gleicht und seine Gefühle nicht so gut im Zaum halten kann. Aber bei Charlotte merkt man die innere Zerrissenheit und das sie sich verschliesst und dann wieder öffnet. Allerdings kostet sie das manches Mal Überwindung, da sie so gar nicht sein will. Sehr interessante Kombi die beiden und ich muss sagen dass mir die Weiterentwicklung in Form des zweiten Bandes sehr gut gefallen hat, mit einem neuen Fall und alten Bekannten.


Meinung
Wenn ein neuer Fall wartet ...

Dann sind wir bei Jamie Watson und Charlotte Holmes, die im Moment Ferien haben nach den aufregenden Strapazen ihre gerade erst letzten Falls, wo sie beinahe ihr Leben gelassen hätten.
Diese Traumatischen Erlebnisse, die insbesondere Charlotte durchlebt hat, sind tief in ihr verankert und sie zieht sich von Jamie immer mehr zurück, obwohl sie ihn eigentlich nicht von sich stoßen will.

Jamie dagegen ist verwirrt über die Gefühlsschwankungen von Charlotte und weiß aber auch das sie Zeit braucht und auch eventuell eine Therapie. Aber Charlotte wiegelt ab und beide lernen ihre Familien kennen.
Das Jamies Mum nicht von Charlotte begeistert ist, war ja schon zu erwarten, aber umgekehrt ist Charlottes Familie nicht begeistert von Jamie und ein Spießrutenlauf beginnt bei all dem Gefühl Wirrwarr.

Dabei kommt Hilfe an in Form von Charlottes Onkel Leander, der sich mal wieder sehen lässt und Jamie ist froh, denn Leander war der beste Freund seines Vaters und so erhofft sich Jamie einen guten Austausch in der eher trüben Gegend um die Grafschaft Sussex wo sich der Landsitz der Holmes befindet.
In dem Herrenhaus kommt sich Jamie ziemlich verloren vor und auch mit der gehobenen Gesellschaftsschicht fehl am Platze. Charlotte weiß das und nimmt es in Kauf das er bei ihr ist, denn sie braucht ihn. Leider verschwindet Onkel Leander auf mysteriöse Weise und die beiden sind sogar froh endlich wieder ermitteln zu können. Aber auf welche Geheimnisse sie stoßen, ist selbst für die beiden eine Überraschung.

Sehr gelungen und anschaulich, kann ich mich in die trübe Stimmung im Landsitz der Holmes vertiefen und bin froh dass wir nicht so leben. Nichts gegen solche Gebäude zum Anschauen, aber zum Leben ist mir eine Größe Übersichtlicher lieber.?



Fazit
Eine Tolle Fortsetzung!!! ?
Eine verzwickte Situation, ein Plan und ein seltsames verschwinden erwarten hier Holmes und Watson.

5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 09.08.2017

Schöner zweiter Band

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Meine Meinung:

Nachdem mir der erste Teil bereits wirklich gut gefallen hat, war ich umso gespannter, wie Cavallaro ihre Charaktere im zweiten Band ausarbeiten wird.

Dieser Band hat hat zunächst einmal ...

Meine Meinung:

Nachdem mir der erste Teil bereits wirklich gut gefallen hat, war ich umso gespannter, wie Cavallaro ihre Charaktere im zweiten Band ausarbeiten wird.

Dieser Band hat hat zunächst einmal ein ganz anderes Setting als der erste Teil. Wir befinden uns in England bei Holmes Eltern und in Berlin. Diese Neuerung hat viel frischen Wind mit sich gebracht und auch neue interessante Charaktere.

Der „Fall“, der die beiden in diesem Teil beschäftigt hat mir gut gefallen. Die Lösung war spannend und die Ermittlungen überschlagen sich. Auch Familie Moriarty bekommt ihren Auftritt.

Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie viel von ihren literarischen Vorbildern in Holmes und Watson steckt. Charlotte ist sehr abgeklärt und versteift sich stark auf die Wissenschaft und Beweise. Sie ist oftmals recht emotionslos. Jamie ist das genau Gegenteil. Er ist emphatisch und kann auch das große Ganze sehen. Er kann den menschlichen Charakter analysieren, während Charlotte diese Fähigkeit etwas fehlt. Dafür kann sie sehr gut kombinieren. In diesem Band entwickeln sich beide Charaktere nur marginal. Trotzdem finde ich jeden auf seine Art und Weise sympathisch. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Nachdem man bereits im letzten Band geahnt hat, dass die Besetzung der Charaktere nicht ohne Grund aus einem Pärchen besteht, hätte ich erwartet in diesem Buch Fortschritte in diesem Bereich zu sehen. Vielmehr haben aber beide Schwierigkeiten mit ihren Gefühlen und wie sie damit umgehen sollen. In dieser Beziehung bleibt also noch Spannung für die nächsten Teile garantiert.

Ich empfand das Buch als kurzweilig. Der Schreibstil lässt sich flott und flüssig lesen. Mir haben die Dialoge gefallen. Die Assoziation mit Sherlock Holmes und John Watson tritt mir beim Lesen auch stets vor Augen. Das ist wirklich gut gemacht. Die Autorin verpackt eine alte Geschichte in ein jugendliches Gewand.

Insgesamt mag ich diese Reihe sehr. Ich finde sie unterhaltend. Auch die Fälle haben ihren Reiz. Aber am besten finde ich neben der Idee die Charaktere. Ein schöner zweiter Band.

Veröffentlicht am 05.07.2017

Sehr verwirrend

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Der erste Band der Holmes & ich Reihe gefiel mir sehr gut. Er war spannend, unterhaltsam und einfach was ganz besonderes. Mit dem Folgeband hatte ich jedoch meine Schwierigkeiten. Dieser hat vom Charme ...

Der erste Band der Holmes & ich Reihe gefiel mir sehr gut. Er war spannend, unterhaltsam und einfach was ganz besonderes. Mit dem Folgeband hatte ich jedoch meine Schwierigkeiten. Dieser hat vom Charme mehr eingebüßt und auch die Handlung zog sich mehr.

Der Schreibstil von Brittany Cavallaro gefiel mir wieder sehr gut. Wobei ein großer Kritikpunkt wieder die Kapitellängen sind. Diese sind unglaublich lang gehalten und zogen so auch noch den Schwung aus der Geschichte. Geschrieben war die Geschichte wieder aus der Sicht des Protagonisten Jamie Watson. Wobei auch Charlotte Holmes ein Kapitel übernahm.

Die Geschichte des zweiten Bandes ist um einiges verwirrender und die Autorin hält sehr lange viele Informationen zurück. Erst gegen Ende zur großen Auflösung des Falles erfährt man was während der Geschichte an Infos fehlte. Ich fand es unheimlich schwer der Handlung zu folgen, eben weil man so wenig erfährt. Ich war dann eher gelangweilt, als dass es meine Neugierde entfacht hätte.

Auch das Ende fand ich sehr verwirrend. Ich musste manche Stellen mehrmals lesen, weil ich sie einfach nicht richtig verstand. Die Auflösung kam rasend schnell und bis heute habe ich nicht so richtig verstanden was alles geschehen ist. Vielleicht kann ich das mit dem dritten Band - sofern er übersetzt werden wird - wieder aufholen. Dort wird bestimmt erklärt werden was bisher geschah und so könnte ich wieder den Anschluss bekommen.

Die Charaktere gefielen mir sehr gut, aber die Kapitellängen und die Geschichte konnten mich nicht so ganz von sich begeistern. Die Handlung war stellenweise zu verwirrend ich hatte auch das Gefühl bei Jamies und Charlottes Ermittlungen mit ihnen auf der Stelle zu treten. Ich bin gespannt, ob der dritte und letzte Band übersetzt werden wird und ob er nochmal mit Spannung und Co. aufholen kann.

Veröffentlicht am 08.05.2017

Holmes und ich - Unter Verrätern - Brittany Cavallaro

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Nachdem sie bei ihrem ersten Fall beinahe umgebracht wurden, kommen die Ferien Charlotte und Jamie ziemlich gelegen. Gemeinsam wollen sie ein paar Tage auf dem englischen Landsitz der Holmes‘ verbringen. ...

Nachdem sie bei ihrem ersten Fall beinahe umgebracht wurden, kommen die Ferien Charlotte und Jamie ziemlich gelegen. Gemeinsam wollen sie ein paar Tage auf dem englischen Landsitz der Holmes‘ verbringen. Aber Charlotte ist nicht die einzige Holmes mit Geheimnissen, und die Atmosphäre bald sehr angespannt. Zudem knistert es heftig zwischen Charlotte und Jamie. Sind sie wirklich bloß Freunde? Als plötzlich Charlottes Onkel, Detektiv, wie es sich für einen Holmes gehört, verschwindet, ist das eine willkommene Ablenkung. Die beiden stürzen sich sofort in die Ermittlungen. Sein letzter Auftrag führt sie zu einem Kunstfälscherring. Erster Halt: Berlin. Erste Kontaktperson: August Moriarty – ehemaliger Schwarm von Charlotte und von vielen tot geglaubt ...
(Klappentext)


Es könnten Spoiler enthalten sein, da es sich hier um den zweiten Band einer Reihe handelt und sich auf Informationen und Details aus dem vorherigen Band bezieht.

Den ersten Teil rund um Charlotte Holmes und Jamie Watson mochte ich sehr gerne und so war ich gespannt auf den ihren neuen Fall und wie es mit ihnen weitergeht.
Richtig gut hat mir gefallen, dass die Kulisse ganz anders als im ersten Teil war, wo die beiden hauptsächlich auf dem Internat waren. Jetzt sind sie zuerst in Südengland bei Holmes Eltern und später dann in Berlin.
Auch der Einstieg wieder in die Geschichte konnte mich überzeugen. Es war erneut toll, wie Jamie mit seinem trockenen Humor über sich selbst, Holmes und die Geschehnisse erzählt hat. Und ich fand es interessant zu sehen, in welcher Umgebung sie aufgewachsen ist und wie ihre Eltern sind.
Angekommen in Berlin kommen gleich Holmes Bruder Milo und August Moriaty ins Spiel. Milo fand ich ein bisschen komisch, er wirkte so, als wäre im nur sein Sicherheitsunternehmen wirklich wichtig und dass er alles im Griff hätte. Bei August wusste ich zunächst nicht, was ich von ihm halten sollte.
Zitat : "Noch bevor sie überhaupt ein Wort gewechselt hatten, war es offensichtlich, dass sie sich gegenseitig etwas angetan hatten, dass sie sich vielleicht gegenseitig kaputt gemacht hatten oder sich gegenseitig wie Alkohol destilliert hatten, bis nur noch etwas Hartes, Eckiges übrig geblieben war. Sie hatten eine gemeinsame Geschichte, die nichts mit mir zu tun hatte. Vielleicht deutete ich zu viel hinein. In ihn. Andererseits war die Beziehung zwischen Holmes und mir schon angeknackst genug, er kam mir wie ein Windstoß vor, der auch noch den Rest zum Einstürzen bringen konnte."
Denn Jamie, und somit auch als Leser, weiß nicht genau, wie August und Holmes nach dem was in der Vergangenheit passiert ist, zueinander stehen. Denn beide verhalten sich ziemlich undurchsichtig. Und insgesamt war August schwer einschätzbar, er wirkte verloren, weil durch seinen vorgetäuschten Tod seine ursprünglichen Zukunftspläne nicht mehr machbar sind, und es ist nicht klar, welche Absichten er genau verfolgt.
Was ich ein wenig schade fand, dass mich die Handlung und der Fall nicht so packen und mitreißen konnte, wie im ersten Teil. Es dreht sich hauptsächlich um den Kunstfälscher und die Suche nach Holmes verschwundenem Onkel Leander und dabei um Nathaniel, mit der wohl während seiner Detektivarbeit zu tun hatte. Ich hatte öfters das Gefühl, dass die Geschichte nicht richtig vorangekommen ist und es ist nicht wirklich, etwas Wichtiges passiert. Erst gegen Ende hat sich das ein wenig verändert und auch der Bericht von Holmes über einige Ereignisse war gelungen.
Zitat : "Sie dachte eine Weile darüber nach. Ich hatte keine Ahnung, was sie antworten würde. Holmes wirkte immer so losgelöst von ihrer Umgebung, dass sie viel realer zu sein schien als alles um sie herum. Wenn sie in Sherrington über den Campus ging und einen Rucksack voller Bücher dabeihatte, wirkte er wie eine Requisite in einem Bühnenstück."
Die beiden Hauptcharaktere waren wie im ersten Teil wieder richtig toll und facettenreich. Vor allem ihre Beziehung zueinander. Sie verhält sich gegenüber ihm ein wenig abweisend und kühl. Und Jamie weiß nicht so richtig, wie er damit umgehen soll und das zwischen ihnen wirkte sehr zerbrechlich. Man merkt, dass die beiden mehr als Freundschaft füreinander empfinden, aber Holmes hält sich zu kaputt für ihn, und möchte ihn nicht verletzen.

Fazit :
Holmes und Jamie mochte ich wieder sehr und auch ihre charakterliche facettenreiche Tiefe. Dieser Folgeband war gut, aber die Handlung und der Fall konnten mich nicht richtig mitreißen.

Veröffentlicht am 10.03.2017

Charlotte und Jamie überzeugen in Band 2 fast noch mehr als in Band 1!

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Nachdem mir der erste Teil der Charlotte Holmes Trilogie schon wahnsinnig gut gefallen hat, war ich natürlich umso gespannter auf die Fortsetzung. Ich habe mich richtig gefreut, als ich das Buch endlich ...

Nachdem mir der erste Teil der Charlotte Holmes Trilogie schon wahnsinnig gut gefallen hat, war ich natürlich umso gespannter auf die Fortsetzung. Ich habe mich richtig gefreut, als ich das Buch endlich in den Händen halten konnte - und das unter anderem auch deswegen, weil ich die Cover absolut hinreißend finde. (Ich rede hier von den englischen Covern, die deutschen sind so... geht so.)

Unter Verrätern setzt zeitlich kurz nach dem Ende von Die Morde von Sherringford ein, was den Einstieg in das Buch deutlich erleichtert hat.
Jamies Art zu erzählen, beziehungsweise der Schreibstil der Autorin, gefallen mir nach wie vor richtig gut. Ich habe Unter Verrätern sofort gelesen, als es bei mir angekommen ist und im Vergleich zu dem Buch das ich vorher angefangen hatte, flogen die Seiten nur so dahin. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, Jamie und Charlotte bringen mich immer wieder zum Lachen und insgesamt kann ich mich über unsere Erzähler einfach nicht beschweren. Sowohl Jamie als auch Charlotte sind mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen, die beiden sind so einzigartige Charaktere, die aber denke ich auch nur in der Art funktionieren wie sie es tun, weil man ihre prominenten Vorbilder vor Augen hat.
Charlotte ist nach wie vor ein recht undurchsichtiger Charakter gewesen, wobei man sie finde ich schon besser einschätzen konnte als noch in Die Morde von Sherringford. Hier und da überrascht sie einen dennoch, aber das macht ihren Charakter ja auch aus.
Jamie finde ich nach wie vor sehr niedlich, wobei ich ihn die Hälfte der Zeit irgendwie auch bemitleide. Charlotte macht es ihm nicht immer leicht, die beiden sind häufig am Streiten und ich habe mir das eine oder andere mal gewünscht, dass Jamie sich doch mal ein Rückgrat wachsen lässt. Mir ist schon klar, dass die Rollenverteilung zwischen den beiden durch ihre Nachnamen vorgegeben ist, aber mir wäre es trotzdem lieber, wenn er sich nicht immer alles von Charlotte gefallen lassen würde, die ihm auch in dieser Geschichte viel vorenthält. Aber ich muss auch sagen seine Eigeninitiative ist besser geworden, also kann ich mich eigentlich nicht beschweren
Aber besonders Charlotte hat in diesem Buch noch einmal eine Entwicklung durchgemacht, die mir insgesamt wirklich gut gefiel. Zwischendrin war ich etwas genervt von ihrem Heiß-und-Kalt-Spiel, das sie mit Jamie abzieht, aber letztendlich hat sie sich weiterentwickelt und ist ein Stückchen über sich hinaus gewachsen, was man im ersten Teil noch nicht gesehen hat.

Gut gefiel mir ebenfalls das europäische Setting, das Buch spielt nämlich hauptsächlich in Berlin. Außerdem ist die Handlung dieses Mal mehr auf Charlottes Vergangenheit mit August ausgelegt, was sich ja schon am englischen Titel erahnen ließ und im Klappentext bestätigt wurde, was ebenfalls spannend war - spannender sogar als die Handlung im ersten Teil, wie ich fand. Mir gefiel es, dass man mehr Hintergrundinfos zu den Holmeses kriegt und auch die Fehde mit den Moriartys war interessant thematisiert.

Den einzigen wirklichen Kritikpunkt den ich habe - was mir auch schon bei Die Morde von Sherringford aufgefallen ist - ist, dass das Ende wahnsinnig schnell ging. Das ganze Buch über bekommt man hier und da ein Infohäppchen, aber irgendwie ist alles nicht so ganz schlüssig und das ganze zieht sich etwas, bis wie gesagt gegen Ende auf einmal alles Knall auf Fall passiert. Die letzten paar Seiten musste ich sogar ein zweites Mal lesen, weil ich aus lauter Aufregung viel zu eilig über die Zeilen gestolpert bin und gar nicht alles mitbekommen habe.

Ansonsten war Unter Verrätern allerdings eine würdige Fortsetzung für Die Morde von Sherringford und gefiel mir persönlich noch einen Hauch besser als der erste Teil.