Cover-Bild Solothurn spielt mit dem Feuer
Band der Reihe "Solothurner Kantonspolizei"
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 24.05.2018
  • ISBN: 9783740803056
Christof Gasser

Solothurn spielt mit dem Feuer

Kriminalroman
Terrorwarnung in der Ambassador - ein brisanter Kriminalroman mit Sprengkraft.

Ein Oberrichter, der gerade ein umstrittenes Urteil gesprochen hat, entgeht knapp einen Bombenanschlag, wenig später verschwindet sein kleiner Sohn. Gibt es einen Zusammenhang zu dem Kinderskelett, das kurz zuvor auf der Burgruine Balm gefunden wurde? Dominik Dornach uns sein Team setzen alles daran, den Jungen zu finden, als sich plötzlich Hinweise auf eine akute terroristische Bedrohung für Solothurn verdichten. Ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2018

Komplex und brandaktuell

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Letztes Jahr habe ich die Krimis aus unserem Nachbarland, der Schweiz, entdeckt und bin seitdem ein richtiger Fan geworden ;) Mit "Solothurn spielt mit dem Feuer" darf ich nun den dritten Band der Reihe ...

Letztes Jahr habe ich die Krimis aus unserem Nachbarland, der Schweiz, entdeckt und bin seitdem ein richtiger Fan geworden ;) Mit "Solothurn spielt mit dem Feuer" darf ich nun den dritten Band der Reihe rund um die Solothurner Katonspolizei lesen.

Christof Gasser hat nichts mit einem langen Vorgeplänkel am Hut, sondern man wird als Leser bereits im Prolog Zeuge wie ein Scharfschütze einen serbischen Kriegsverbrecher eliminiert.
Danach sind wir im titelgebenden Solothurn, wo Kantonspolizist Dominik Dornnbach zu einem grausamen Fund gerufen wird. Unterhalb der Ruine Balm wurde ein Kinderskelett gefunden. Während er sich auf die Suche nach der Identität des Kindes macht, geht in der Kanzlei von Richter Scheurer eine Briefbombe hoch, die seine Sekretärin schwer verletzt. Vor wenigen Tagen hat er ein umstrittenes Urteil gesprochen, bei dem Dr. Weingarten, eine schweizer Juristin, die zum Islam konvertiert ist und die fundamentalistische Vizepräsidentin des Hamdala Rates ist, die Verteidigung inne hatte. Kurze Zeit später ist auch Scheurers Sohn Jonas verschwunden. Jana Casagrande hält sich zur selben Zeit in Genf auf, wo man eine islamische Terrorzelle hochgehen lassen möchte. Das Unterfangen misslangt und die Anführer konnten fliehen. Währenddessen steht die Identität des toten Jungen fest, der schon vor Jahren vom sogenannten "Bubenfresser" getötet wurde. Dieser starb im Gefängnis. Dornbach und Kollegin Maja sind ratlos, denn wer kannte außer dem Täter noch das Versteck der Leiche, die erst jetzt umgebettet wurde? Wurde damals der falsche Mörder verhaftet?

Fragen über Fragen....viele Personen und Namen erleichtern den Einstieg nicht gerade und die reichlichen Handlungsstränge tun das Übrige. Für mich war es etwas leichter, da ich den Vorgänger bereits kannte. Für Einsteiger dürfte es zu Beginn etwas schwer sein die vielen Figuren zuzuordnen. Der Krimi ist sehr vielschichtig und fordert Aufmerksamkeit.
Als Leser rätselt man, ob und wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen oder ob es sich um einzelne Straftaten handelt. Christoph Gasser versteht es immer wieder neue Fährten zu legen und überraschende Wendungen einzubauen. Ich habe bis zum Ende nicht erraten, wer der oder die Täter ist/sind.

Auch diesmal hat sich der Autor dem Fremdenhass, sowie dem islamischen Terror gewidmet. Dabei versteht er es nicht zu polarisieren und differenziert sehr wohl zwischen Fanatiker und normale Anhänger einer Religion. Private Einblicke lassen hinter die Fassade von Dominik Dornbach, Jana Cranach von der Europol, Angela Casagrande oder Dornbachs Tochter Pia blicken. Dabei wetteifern Jana und Angela in diesem Band um Dornbach, was zu einigen problmatischen Handlungen führt.
Die Charaktere sind authentisch, wobei sich Casagrande diesmal in einer echten Lebenskrise befindet und deren Handeln mir des öfteren unglaublich den Kopf schütteln hat lassen.

Schreibstil:
Christof Gassers Schreibstil ist angenehm, aber temporeich. Spritzige Dialoge lockern die Krimihandlung auf. Lokalkolorit spielt ebenfalls eine große Rolle.
Ein Glossar mit Schweizer Ausdrücken und Begriffen findet man am Ende des Krimis. Mittlerweile habe ich mich schon an die Wörter wie "parkieren" (parken, einparken) oder dass es in der Schweiz kein "scharfes s" gibt, gewöhnt. Viele Wörter ähneln auch dem österreichischen Dialekt.

Fazit:
Der dritte Teil rund um die Solothurner Kantonspolizei ist vielschichtig, abwechslungsreich und komplex. Dabei ist er ebenso brandaktuell und brisant und liest sich äußerst spannend! Ich mag einfach die Krimis aus unserem Nachbarland Schweiz, die mit Hochspannung und Lokalkolorit punkten!

Veröffentlicht am 07.07.2018

Solothurn spielt mit dem Feuer

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Auf einer Burgruine wird das Skelett eines Kindes entdeckt. Wer hat es dort hingebracht und warum jetzt? Kurz darauf gibt es im Büro eines Richters einen Bombenanschlag, dem er nur knapp entgeht. Wenig ...

Auf einer Burgruine wird das Skelett eines Kindes entdeckt. Wer hat es dort hingebracht und warum jetzt? Kurz darauf gibt es im Büro eines Richters einen Bombenanschlag, dem er nur knapp entgeht. Wenig später wird sein Sohn entführt. Gibt es einen Zusammenhang? Dominik Dornach und sein Team setzen alle Hebel in Bewegung, um den Jungen zu finden. Dann gibt es Hinweise auf eine akute terroristische Bedrohung für Solothurn. Der Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Dies ist bereits der dritte Teil um Dominik Dornach. Ich bin ein Quereinsteiger in diese Reihe, da ich die ersten beiden Teile (noch) nicht kenne. Nach diesem Krimi steht für mich aber fest, dass ich die ersten Bücher unbedingt lesen muss.

Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich und ich hatte die Geschehnisse prima vor Augen. 
Ich hatte durchaus ein wenig Schwierigkeiten mit den Personen, da es ziemlich viele waren und sie mir ja nicht bereits aus den Vorgängerbüchern bekannt waren. Es legte sich größtenteils im Laufe des Buches, doch einige Fragen blieben. Da konnte ich aber dennoch ganz gut drüber wegsehen. 
Der Plot war richtig gut, sehr spannend und dicht und voller Wendungen und Überraschungen. Ich habe viel gerätselt und mich gefragt, ob die verschiedenen Geschehnisse zusammen gehören oder nicht, und wenn ja wie. Ein prima Verwirrspiel für meine Gedanken, das mir richtig gut gefallen hat. 
Das Ende hat dann meine Fragen bezüglich der Handlungsstränge beantwortet, so dass da keine Fragen offen blieben. 

Ein spannender und dichter Krimi, der absolut lesenswert ist. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 30.06.2018

Solothurn spielt mit dem Feuer

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Der Fund eines Kinderskeletts in der Burgruine Balm und der fast zeitgleiche Bombenanschlag auf den Solothurner Oberrichter und die darauf folgende Entführung seines Sohnes, versetzen das Team von Dominik ...

Der Fund eines Kinderskeletts in der Burgruine Balm und der fast zeitgleiche Bombenanschlag auf den Solothurner Oberrichter und die darauf folgende Entführung seines Sohnes, versetzen das Team von Dominik Dornach in erhöhte Alarmbereitschaft. Obwohl es sich im Fall des Skelettfundes um einen Cold Case handelt, ist ersten Ermittlungen zufolge nicht auszuschließen, dass es einen Zusammenhang zu den aktuellen Ereignissen gibt. Als sich zusätzlich der Verdacht auf einen möglichen Terroranschlag erhärtet, beginnt für Dornach und sein Team ein unerbittlicher Countdown …

Fazit
Ein brisanter Kriminalroman mit viel Lokalkolorit und interessanten Charakteren, die sich nicht nur kritisch mit zeitaktuellen Themen auseinandersetzen, sondern auch häufig über feststehende Normen hinwegsetzen.

Veröffentlicht am 11.06.2018

Solothurn spielt mit dem Feuer

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In einer Burg wird ein Kinderskelett gefunden. Während das Ermittlerteam rund um Dominik Dornach noch auf der Suche nach dem Täter und der Identität des Jungen sind, wird ein Bombenanschlag auf einen Richter ...

In einer Burg wird ein Kinderskelett gefunden. Während das Ermittlerteam rund um Dominik Dornach noch auf der Suche nach dem Täter und der Identität des Jungen sind, wird ein Bombenanschlag auf einen Richter verübt. Dieser hat kurz zuvor ein umstrittenes Urteil gefällt. Kurz darauf verschwindet dessen Sohn spurlos und für die Ermittler stellt sich die Frage, ob die scheinbar einzelnen Fälle nicht doch zusammenhängen.

Christof Gassers Schreibstil ist fesselnd und mitreißend. Der Autor kann sehr schnell Spannung aufbauen und diese trotz der unterschiedlichen Handlungsstränge durchgehend aufrecht erhalten. Durch unerwartete Wendungen und actionreiche Szenen wird die Spannung sogar immer wieder gesteigert. Der Autor kann unnötige Längen und Wiederholungen gänzlich vermeiden, wodurch die Handlung sehr flüssig und kurzweilig erscheint. Am Ende führt er die unterschiedlichen Handlungsstränge geschickt zusammen und klärt alle offenen Fragen.

Die einzelnen Protagonisten sind äußerst authentisch und vielschichtig beschrieben. Als Leser kann man schnell mitfiebern und mitleiden. Da ich nur den ersten Teil kenne und dieser auch schon etwas zurück liegt, hatte ich hin und wieder Probleme die einzelnen Protagonisten und deren Beziehungen einzuordnen. Dennoch konnte ich der Handlung folgen.

Besonders gut gefällt mir, dass sich am Ende des Buches ein Glossar findet. Als Leser konnte ich bei Verständnisschwierigkeiten schnell nachschlagen, wodurch mein Lesefluss durchgehend aufrecht erhalten blieb.

„Solothurn spielt mit dem Feuer“ ist bereits der dritte Fall für Dominik Dornach. Ich kannte zuvor nur den ersten Teil. Obwohl die einzelnen Bände auch unabhängig von den Vorgängern gelesen werden können, hatte ich hin und wieder Probleme einzelne Protagonisten auseinander zu halten oder die Beziehungen zu verstehen. Daher denke ich, dass es für das Verständnis hin und wieder besser wäre, wenn man die anderen Teile kennt. Ich werde auch in Zukunft gerne zu Büchern des Autors greifen und würde mich über eine Fortsetzung folgen.

FAZIT:
„Solothurn spielt mit dem Feuer“ ist ein gelungener Kriminalroman, der vor allem durch die große Spannung und actionreiche Szenen überzeugen kann. Auch die zum Teil sehr sympathischen Protagonisten konnten mich begeistern. Ich vergebe 4 Sterne!