Cover-Bild Warten auf Susy
Band der Reihe "DUMONT Welt - Menschen - Reisen"
(11)
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18,95
inkl. MwSt
  • Verlag: MAIRDUMONT
  • Themenbereich: Lifestlye, Hobby und Freizeit - Reiseberichte, Reiseliteratur
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 280
  • Ersterscheinung: 06.10.2025
  • ISBN: 9783616035161
Cristina Karrer

Warten auf Susy

Mein afrikanisches Leben

ALS CRISTINA KARRER vor 25 Jahren auf einem Containerschiff nach Südafrika auszieht, gesteht ihr Mann, er könne sie nie lieben. Mit einem Schlag zerplatzt der Traum von einem gemeinsamen Neuanfang in Johannesburg. Sie bleibt dennoch – trotz heftiger Schicksalsschläge, erlebter Überfälle, Drogensucht, falscher Männerwahl und Familiendramen aus den Townships, die sie beinahe in den Ruin treiben. Und dann ist da noch Susy, die Haushälterin, auf die sie immer warten muss. Die sie wütend macht und die sie dennoch von ganzem Herzen liebt. So wie Südafrika. Ein sehr persönliches, emotionales Buch über das Warten, über Resilienz und die tiefe Liebe zu einem Land, das einen in den Wahnsinn treiben und gleichzeitig sehr glücklich machen kann.

  • Die packende Lebensgeschichte einer renommierten Afrika-Korrespondentin
  • Das echte Afrika jenseits aller verklärenden Klischees
  • Ein Lehrstück in Sachen Resilienz

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2025

Sehr interessant

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Der Titel Warten auf Susy und das Cover, was auf den ersten Blick wie eine Collage wirkt, haben mich neugierig gemacht. Es handelt von Cristina Karrer, einer renommierten Afrika Korrespondentin, die vor ...

Der Titel Warten auf Susy und das Cover, was auf den ersten Blick wie eine Collage wirkt, haben mich neugierig gemacht. Es handelt von Cristina Karrer, einer renommierten Afrika Korrespondentin, die vor 25 Jahren auf einem Containerschiff nach Südafrika gekommen ist um einen Neuanfang zu starten. Afrika ist eines der wenigen Länder in denen ich noch nicht war und mich dennoch schon immer fasziniert. Da Karrer hier vom echten Afrika jenseits aller Klisschees schreibt war ich wirklich gespannt auf dieses Buch.

Cristina Karrer konnte mich auf jeden Fall mit ihrem fesselnden Schreibstil sofort einnehmen. Sie selbst hatte es nie leicht im Leben, wurde als Kind in Pflegefamilien groß, hatte Liebschaften, die sie nur ausgenutzt haben, ihre Freundschaften beruhten selten auf Gegenseitigkeit und körperliche Einschränkungen erlitt sie am Ende auch noch. Leider hat sie auch noch ein Manko, nämlich allen und jedem helfen zu wollen. Bei dem Land denkt man sofort an Armut, Drogenkonsum und Überfälle. Alles Dinge, mit denen Karrer hier schonungslos offen umgeht. Manchmal hat sie mir echt leid getan, aber dann dachte ich, wie kann man nur so doof sein und hätte sie am liebsten kräftig geschüttelt. Afrika liegt ihr definitv am Herzen.

Ein Buch, das mich sehr bewegt und auch nachdenklich zurück gelassen hat. Ich wünsche Cristina Karrer noch alles Gute und hoffe sie kann noch einige Zeit ihres Lebens dort verbringen.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Fremder Zauber Südafrika

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Christina Karrer lebt als Afrika-Korrespondentin in Südafrika. In diesem Buch erzählt sie nicht nur aus ihrem persönlichen Leben, sondern ganz viel auch über das Leben der Menschen, über Bräuche, Gewohnheiten ...

Christina Karrer lebt als Afrika-Korrespondentin in Südafrika. In diesem Buch erzählt sie nicht nur aus ihrem persönlichen Leben, sondern ganz viel auch über das Leben der Menschen, über Bräuche, Gewohnheiten und das Zusammenleben.
Das gefällt mir, weil ich es liebe, ganz viel aus fremden Ländern zu erfahren. Karrer macht das in einem Erzählton, der genau meinen Geschmack trifft. Immer sind es auch Ereignisse, die in Verbindung stehen mit ihrem eigenen Leben, wenn es um Themen geht wie Aids, Vergewaltigungen, Drogen, Arbeitslosigkeit und vieles mehr. Dabei begegnet sie allen Menschen stets auf Augenhöhe.
Fasziniert bin ich von dem Leben in Großfamilien. Das ist in Südafrika ebenso wenig ungewöhnlich, wie wenn Kinder bei Verwandten oder Freunden aufwachsen. Auch Christina hat immer ein offenes Haus und die afrikanische unausgesprochene Regel: „Denn wer hat, gibt jenen, die weniger haben.“ Ist für sie Programm. Sie hilft, wo sie um Hilfe gebeten wird.
Welche Bedeutung der Begriff „Warten“ in Südamerika hat: Auch diese Frage findet eine Antwort, die nicht nur den Buchtitel, sondern das Warten überhaupt betrifft.
Beruflich ist die Autorin auch häufig in Nachbarländern unterwegs. Hier werde ich immer neugierig und möchte wissen, wo genau diese Länder geografisch angesiedelt sind. Da hätte ich mir eine Karte auf den Buchinnenseiten gewünscht. Aber das nur nebenbei.
Auch wenn ich es nicht gerne mag, wenn immer wieder mal auf Ereignisse hingewiesen wird, die erst später geschehen, habe ich mich sehr wohl gefühlt beim Lesen. Es war eine fesselnde Art einzutauchen in eine fremde Welt.
Südafrika, das habe ich bisher zwar mit Apartheid und Nelson Mandela in Verbindung gebracht, natürlich auch mit der Fußballweltmeisterschaft. Darum empfehle ich das Buch gern allen, die ebenso wie ich Spaß daran haben, beim Lesen viel Neues zu lernen.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Ein abenteuerliches Leben in Afrika

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Das Buch „Die weiße Massai“ hat mich damals unheimlich aufgeregt. Ich habe nicht verstanden, was diese Schweizerin an dem Massai gefunden hat und wie sie ausgenommen und ausgenutzt wurde. Cristina Karrer ...

Das Buch „Die weiße Massai“ hat mich damals unheimlich aufgeregt. Ich habe nicht verstanden, was diese Schweizerin an dem Massai gefunden hat und wie sie ausgenommen und ausgenutzt wurde. Cristina Karrer ist ebenfalls eine Schweizerin in Afrika und auch sie hat Erfahrung damit, von anderen Menschen ausgenutzt zu werden. Nicht immer sind es nur die Männer, die sie als Geldautomaten ansehen. Da kommt mir sofort der Song in den Kopf „Kiosk“ von Rumpelstilz, in Schwyzer Dütsch.

Warten auf Susy vermittelt mir eine fremde Welt, in der ich froh bin, nicht leben zu müssen. Es ist hart zu lesen, wie die Frauen im Ostkongo als Kriegswaffe verwendet werden. Brutale Vergewaltigungen als Angriff auf die Ehre des Gegners und die Frauen werden doppelt gestraft, nach den erlittenen Peinigungen werden sie zusätzlich aus der eigenen Gemeinschaft ausgestoßen.

Aber die Autorin weiß auch Positives zu berichten. Wie sie in einem Park den Autoschlüssel verliert und ein Obdachloser ihr nicht das Auto samt Inhalt stiehlt, sondern den Schlüssel für sie sichert.

Christina Karrer lebt in Johannesburg und viele Männer kreuzen ihre Wege. Schonungslos erzählt sie, wie sie immer wieder zu gutgläubig ist, aber im Gegensatz zur „Weißen Massai“ schafft sie es, sich zu lösen, um dann aber wieder in die nächste Falle zu tappen. Ihr Bericht ist faszinierend, fremdartig und bringt mir die afrikanische Seele näher. Warum wählen die Afrikaner nach dem Tod des verehrten Mandela einen „Populisten, der mehrere Frauen hat, großes Charisma besitzt und gut tanzen und singen kann“?

Geduld ist nicht meine Stärke und wie der Titel bereits zeigt „Warten auf Susy“, wäre ich nicht bereit, auf einen Menschen so oft und so lange zu warten, wie Christina auf ihre Haushaltshilfe Susy. Aber Christina schreibt, Susy „steht für meine Schwächen, meinen Helferwahn, meine Sehnsucht nach Familie und Wärme“.

In Afrika ist Magie, Aberglaube und die Furcht verhext zu werden allgegenwärtig. Eine Frau mit Doktortitel schwört, dass nackte Priester in Körben fliegen können. Immer wieder schüttele ich ungläubig den Kopf über diese so andersartige Welt und als ich das Buch am Ende zuklappe, freue ich mich, dass ich in Deutschland lebe.

Wer auch gerne ein wenig in das Südafrika der letzten 25 Jahre eintauchen möchte, dem empfehle ich „Warten auf Susy“ sehr gerne.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Warten, Lieben, Überleben — eine Reise in zwei Welten

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Mit jedem Container, der am Horizont verschwindet, öffnet sich eine neue Schicht dieses Lebens — roh, widersprüchlich und zärtlich zugleich. Cristina Karrer erzählt nicht nur ihre Flucht und ihr Ankommen ...

Mit jedem Container, der am Horizont verschwindet, öffnet sich eine neue Schicht dieses Lebens — roh, widersprüchlich und zärtlich zugleich. Cristina Karrer erzählt nicht nur ihre Flucht und ihr Ankommen in Südafrika, sie legt die Knochen des Alltags frei: Überfälle, Sucht, verzweifelte Lieben und die kleinen Rituale, die das Überleben möglich machen. Ihre Sprache ist bildhaft und genau, sie beschreibt Staub auf den Straßen von Johannesburg so, als erinnere er an alte Briefe, und Susy, die Haushälterin, wird zur steten Messlatte für Geduld und Wut.

Man fühlt die Zerrissenheit zwischen Liebe zu einem Land und der Wut über seine Ungerechtigkeiten. An manchen Stellen schmerzt das Erzählen so sehr, dass es fast still wird; an anderen blitzt Komik auf, die aus absurden Alltagssituationen wächst. Die Autorin nimmt mich mit in intime Momente, lässt mich mitleiden, lachen und wieder hoffen. Resilienz wird hier nicht als Schlagwort serviert, sondern als harte Arbeit, die Tag für Tag geleistet werden muss.

Einziges Manko: An manchen Stellen wirkt die Fülle an Episoden etwas gedrängt — manche Kapitel hätten mehr Atem vertragen. Trotzdem hinterlässt das Buch eine starke Sehnsucht: nach Wahrheit, nach Versöhnung mit einem Land, das zugleich quält und nährt. Wer Biografisches mit Herz und Haltung sucht, findet hier eine bewegende Lektüre.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Fesselndes Buch über ein Leben in Afrika

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Die Schweizer Fernsehjournalistin und Autorin Cristina Karrer ist seit 2001 als Afrikakorrespondentin für das Schweizer Fernsehen und als freie Dokumentarfilmerin tätig. Über ihre ereignisreichen Jahre ...

Die Schweizer Fernsehjournalistin und Autorin Cristina Karrer ist seit 2001 als Afrikakorrespondentin für das Schweizer Fernsehen und als freie Dokumentarfilmerin tätig. Über ihre ereignisreichen Jahre in Südafrika hat sie mit "Warten auf Susy" ein spannendes und interessantes Buch geschrieben.

Die Ich-Erzählerin Cristina hört zum ersten Mal von der titelgebenden Susy, als ihr Gärtner Nelson von seiner Freundin erzählt. Er wartet sehnsüchtig auf die junge Frau und möchte sie heiraten. Wir schreiben das Jahr 2001, und es wird noch Jahre bzw. bis zur Seite 171 des Buches dauern, bis Susy tatsächlich in Erscheinung tritt.
Seinerzeit ist Cristina mit dem Kameramann Emmanuel verheiratet, einem Afrikakenner. Die Ehe ist nicht glücklich, ihr Mann ist Alkoholiker und liebt sie nicht, sie sei nicht sein Typ. Er betrügt Cristina, und er ist gewalttätig. Das Paar wird 2004 geschieden. Auch die neue Beziehung mit dem 15 Jahre jüngeren Amos steht unter keinem guten Stern. Amos trinkt zu viel Alkohol, und Cristina greift zu Kokain. Eines Tages wird sie beim Kauf der Drogen erwischt und inhaftiert ....

Das Buch ist in sehr schöner Sprache geschrieben, es ist spannend und liest sich sehr flüssig. Die Autorin nimmt den Leser mit nach Südafrika, dem Land, das sie so sehr liebt. Mit großer Offenheit erzählt sie aus ihrem Leben, von ihren Beziehungen und Freundschaften. Ihre Kindheit war ein einziges Trauma, sie wurde herumgeschoben zwischen Pflegeeltern und kam schließlich in ein Kinderheim. Sie erinnert sich daran, dass sie immer auf ihre Eltern und deren Liebe gewartet hat. Auch ihre körperlichen Einschränkungen und Unfälle nach einem erlittenen Hirnschlag sind Thema des Buches.

Cristina hat ein großes Herz und ein Helfersyndrom, sie hilft, wo sie kann und unterstützt nicht nur Freunde und Bekannte, sondern auch oft deren Verwandte, solange ihre finanziellen Möglichkeiten es zulassen. Sie und Amos nehmen sogar dessen vierjährigen Neffen Siya auf, weil seine Eltern es sich nicht leisten können, ihn in einem Kinderhort unterzubringen. Als Susy als Haushälterin in ihr Haus kommt, nimmt Cristina auch sie und ihre Tochter Susy mit offenen Armen auf.

Ich habe Cristina Karrers Geschichte über ihr Leben in Südafrika sehr gern gelesen, sie hat mich gefesselt und berührt. In dem Buch geht es neben den wichtigen Themen Apartheid, dem Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Andersartigkeit auch um Alkohol- und Drogensucht sowie um die Folgen außer Acht gelassener persönlicher Abgrenzung. Es war erschütternd zu lesen, dass es in Südafrika infolge der extremen Armut so viele HInfizierte gibt. Wegen ihrer physischen Probleme und unglücklichen Partnerwahl hat Cristina mir oft leidgetan, und ich war schockiert über die Gewalttaten, die in Südafrika leider keine Seltenheit sind.

Gut gefallen haben mir auch die Passagen über Cristinas berufliche Tätigkeit. Besonders spannend fand ich ihre Beschreibung über die Dokumentation "Hidden Heart" bezüglich der weltweit ersten Herztransplantation durch Prof. Christiaan Barnard im Jahr 1967, für die sie 2008 mit dem Züricher Filmpreis ausgezeichnet wurde. Auch ihren Bericht zum Tod des großen Nelson Mandela im Dezember 2013 fand ich sehr interessant.

Absolute Leseempfehlung für dieses großartige und lesenswerte Buch!

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