Sehr interessant
Der Titel Warten auf Susy und das Cover, was auf den ersten Blick wie eine Collage wirkt, haben mich neugierig gemacht. Es handelt von Cristina Karrer, einer renommierten Afrika Korrespondentin, die vor ...
Der Titel Warten auf Susy und das Cover, was auf den ersten Blick wie eine Collage wirkt, haben mich neugierig gemacht. Es handelt von Cristina Karrer, einer renommierten Afrika Korrespondentin, die vor 25 Jahren auf einem Containerschiff nach Südafrika gekommen ist um einen Neuanfang zu starten. Afrika ist eines der wenigen Länder in denen ich noch nicht war und mich dennoch schon immer fasziniert. Da Karrer hier vom echten Afrika jenseits aller Klisschees schreibt war ich wirklich gespannt auf dieses Buch.
Cristina Karrer konnte mich auf jeden Fall mit ihrem fesselnden Schreibstil sofort einnehmen. Sie selbst hatte es nie leicht im Leben, wurde als Kind in Pflegefamilien groß, hatte Liebschaften, die sie nur ausgenutzt haben, ihre Freundschaften beruhten selten auf Gegenseitigkeit und körperliche Einschränkungen erlitt sie am Ende auch noch. Leider hat sie auch noch ein Manko, nämlich allen und jedem helfen zu wollen. Bei dem Land denkt man sofort an Armut, Drogenkonsum und Überfälle. Alles Dinge, mit denen Karrer hier schonungslos offen umgeht. Manchmal hat sie mir echt leid getan, aber dann dachte ich, wie kann man nur so doof sein und hätte sie am liebsten kräftig geschüttelt. Afrika liegt ihr definitv am Herzen.
Ein Buch, das mich sehr bewegt und auch nachdenklich zurück gelassen hat. Ich wünsche Cristina Karrer noch alles Gute und hoffe sie kann noch einige Zeit ihres Lebens dort verbringen.