Cover-Bild Prep
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Heranwachsen
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 592
  • Ersterscheinung: 10.02.2026
  • ISBN: 9783832168445
Curtis Sittenfeld

Prep

Roman
Verena von Koskull (Übersetzer)

Lee Fiora, Tochter eines Matratzenhändlers aus Indiana, ist vierzehn, als ihr der Hochglanzprospekt einer Bostoner Eliteschule namens Ault in die Hände fällt. Beeindruckt von der Welt der Reichen und Schönen, bewirbt sie sich um eines der raren Stipendien – mit Erfolg. Doch bald muss sie feststellen, dass die Realität im Internat anders aussieht als in ihren Träumen: Zu Hause gilt sie als lustig, talentiert, selbstbewusst, in Ault ist sie ein Niemand. Die Eltern fast aller ihrer Mitschüler sind obszön reich, und Lee versucht, sich nicht anmerken zu lassen, dass sie kein Geld hat. Angezogen und zugleich abgestoßen von ihren privilegierten und selbstsicher wirkenden Mitschülern wird sie zur Außenseiterin, zur Expertin im Unsichtbarsein. Dabei beobachtet sie ihre Umgebung genau. Nach und nach schließt sie Freundschaften und verliebt sich sogar, doch ausgerechnet kurz vor dem Abschluss droht ihr alles zu entgleiten.
Messerscharf schildert Curtis Sittenfeld die Abgründe des Teenagerdaseins und was es heißt, seinen Platz im Leben zu finden.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2026

Hanni und Nanni für Erwachsene

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Der Roman „Prep“ von Curtis Sittenfeld hat mich super unterhalten. Als großer Fan von Coming-of-Age-Geschichten bin ich voll auf meine Kosten gekommen und das Internatssetting mit Einblicken in die Welt ...

Der Roman „Prep“ von Curtis Sittenfeld hat mich super unterhalten. Als großer Fan von Coming-of-Age-Geschichten bin ich voll auf meine Kosten gekommen und das Internatssetting mit Einblicken in die Welt der Reichen und Privilegierten hat mir zusätzlich sehr gut gefallen.

Erzählt wird aus Sicht von Lee Fiora, die mit vierzehn dank eines Stipendiums an die renommierte Eliteschule Ault bei Boston kommt. Was zunächst wie der Eintritt in eine glamouröse, verheißungsvolle Welt wirkt, stellt sich schnell als emotionale Herausforderung heraus. Zuhause war Lee selbstbewusst und schlagfertig, in Ault fühlt sie sich zwischen den Reichen und Schönen plötzlich unscheinbar und fehl am Platz. Der Roman begleitet sie über mehrere Schuljahre hinweg durch Freundschaften, erste Lieben, Unsicherheiten und Fehlentscheidungen. Das Lesen fühlte sich ein wenig an wie das Verfolgen einer Serie: Man erlebt die Jahreszeiten, Entwicklungen und kleinen Dramen intensiv mit. Dabei bleibt die Geschichte leicht und gut lesbar, ohne oberflächlich zu sein. Gerade diese Mischung aus Unterhaltung und Tiefgang hat mir sehr gefallen. Ich war deshalb sehr froh, dass der Roman so viele Seiten hat!

Für mich war „Prep“ ein sehr gelungener Coming-of-Age-Roman: unterhaltsam, klug beobachtet und mit genau der richtigen Portion Sozialkritik. Wer das Genre mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Bewegend

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Lee Fiora geht als Stipendiatin auf das Bostoner Elite-Internat Ault. Doch dort ist sie eine Außenseiterin. Vier Jahre lang beobachtet sie die anderen, versucht zu ergründen, warum andere so sind, wie ...

Lee Fiora geht als Stipendiatin auf das Bostoner Elite-Internat Ault. Doch dort ist sie eine Außenseiterin. Vier Jahre lang beobachtet sie die anderen, versucht zu ergründen, warum andere so sind, wie sie sind, wieso sie nicht dazugehört. Zwar findet sie eine beste Freundin, aber die kann ihr auch nicht geben, wonach sie sucht. Denn sie hat den tiefen Wunsch, gesehen zu werden.
Die gut 600 Seiten lesen sich wie im Flug. Es ist sehr inspirierend, wieder in eine Teenagerrolle zu schlüpfen. Lee ist so unsicher und fühlt sich so anders. Immer wieder möchte man ihr zurufen, dass sie genug ist, so wie sie ist. Alles ist beeindruckend authentisch geschrieben, sodass man fast das Gefühl hat, die Mitschüler selbst zu kennen. Ich könnte seitenweise Zitate aus dem Roman rausschreiben, die nicht nur die Jugendzeit, sondern auch das Erwachsenenleben betreffen. Es geht darum, wie wir andere sehen und wie wir von anderen gesehen werden.
Ich kann den Roman von Curtis Sittenfeld nur empfehlen. Er ist zwar schon ein paar Jahre alt, wurde aber nun mit einem wunderbaren Cover neu aufgelegt.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Das Debüt einer großartigen Autorin

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Lee wollte unbedingt nach Ault, einem Elite-Internat nahe Boston. Zwischen den Reichen und Verwöhnten, fühlt sie sich mit ihrem Stipendium alles andere als wohl und schwimmt unter dem Radar, beobachtet ...

Lee wollte unbedingt nach Ault, einem Elite-Internat nahe Boston. Zwischen den Reichen und Verwöhnten, fühlt sie sich mit ihrem Stipendium alles andere als wohl und schwimmt unter dem Radar, beobachtet und urteilt. Erst als sie Martha kennenlernt, wird es besser, doch die Sehnsucht endlich gesehen zu werden, verschwindet nie.
„Prep“ ist Curtis Sittenfelds Debüt und da ich „Romantic Comedy“ so mochte, hatte ich gewisse Erwartungen, doch dieser Roman ist anders. Es ist eher ein Porträt einer Außenseiterin, weniger Plotdriven und eher beobachtend. Absurde Begebenheiten gibt es trotzdem, was bei dem Schauplatz nicht überraschend ist.
Anfangs fiel es mir schwer, in den Roman zu finden, der mit seinen fast 600 Seiten ziemlich umfangreich ist. Längen kommen da zwangsläufig, aber Lee, mit der sich wahrscheinlich jeder junge Mensch identifizieren kann, hat mich immer wieder abgeholt, vor allem mit ihrer Schwärmerei für Cross. Ich hab oft mitgefühlt, manchmal auch scharf die Luft eingezogen.
Sprachlich hat es mich nicht umgehauen, aber die Dialoge, die zwar nicht so perfekt wie in „Romantic Comedy“ waren, ließen bereits Tendenzen auf Curtis Sittenfelds späteres Schaffen erahnen.
„Prep“ zeigt ihren Ursprung und der Roman ist trotz mancher Schwäche ein Ausblick, was in der Autorin steckt. Es ist spannend, zu sehen, wie sie sich entwickelt hat, und bestärkt mich darin, noch mehr von ihr zu lesen.

Veröffentlicht am 07.03.2026

Zwei Leben

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Zwei Leben

Als Teenager ist man in einer Phase, in der das Leben komplett auf den Kopf gestellt wird. Man ist kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen. Man muss sich finden und lernen, wie man der ...

Zwei Leben

Als Teenager ist man in einer Phase, in der das Leben komplett auf den Kopf gestellt wird. Man ist kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen. Man muss sich finden und lernen, wie man der Welt gegenüberstehen will.

So ergeht es auch der vierzehnjährigen Lee Fiora aus Indiana. Sie erhält ein Stipendium für das Eliteinternat Ault in Boston. Dort merkt sie jedoch schnell, dass sie zwischen den reichen und privilegierten Mitschülern kaum dazu gehört und sich als Außenseiterin fühlt.

In einer Welt, in der ich nicht ich selbst sein kann, wer bin ich dann? Daran musste ich beim Lesen oft denken. Auch an meine eigene Jugend. Ohne mich in einer fremden Welt verstellen zu müssen, fand ich diese Jahre schwer. Die Autorin hat es hier sehr gut geschafft, dass man sich durch die Erzählungen in seine eigenen Erinnerungen zurückfallen lässt. Man überlegt, wie man selbst gehandelt hätte.

Denn während Lee versucht, ihre Herkunft zu verbergen, beobachtet sie ihre Umgebung und findet langsam Freunde. Auch verliebt sie sich. Es könnte eine “normale” Jugend sein, wäre da nicht eben ihre Herkunft und ihr Geheimnis darum.

Ich habe es wirklich gern gelesen und mich etwas darin verloren. Nur der letzte Teil hätte für mich persönlich etwas kürzer ausfallen können. Aber alles in allem hat es mich gut unterhalten, ein bisschen so wie bei einer Serie, bei der man über ein paar Jahre hinweg die Protagonisten verfolgen kann und sich dann fragt, wie es wohl weitergeht. Eine tolle Unterhaltung, die aber dennoch den Leser nicht mit Oberflächlichkeiten zurücklässt.

Es ist übrigens eine Neuauflage und 2005 das erste Mal erschienen.

ISBN: 978-3832168445
Autorin: Curtis Sittenfeld
Verlag: Dumont
ET: 10.02.26
Umfang: 592 Seiten

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Ein Coming-of-Age-Roman

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Curtis Sittenfelds Roman „Prep“ erzählt die Geschichte der 14-jährigen Lee Fiora, die dank eines Stipendiums das Eliteinternat „Ault“ in Boston besuchen darf. Lee findet sich plötzlich in einer Welt wieder, ...

Curtis Sittenfelds Roman „Prep“ erzählt die Geschichte der 14-jährigen Lee Fiora, die dank eines Stipendiums das Eliteinternat „Ault“ in Boston besuchen darf. Lee findet sich plötzlich in einer Welt wieder, die von Reichtum, Selbstbewusstsein und sozialen Codes geprägt ist, die ihr völlig fremd sind. Als Mädchen aus einfachen Verhältnissen fühlt sie sich unter ihren wohlhabenden Mitschülerinnen und Mitschülern oft fehl am Platz und isoliert.

Im Fokus des Romans steht Lees intensive Gefühls- und Gedankenwelt. Lee ist im Inneren sehr unsicher und ängstlich, beobachtet ihre Umgebung ständig und versucht verzweifelt, ihren Platz in dieser neuen sozialen Ordnung zu finden. Gerade diese Selbstzweifel und ihr starkes Bedürfnis dazuzugehören machen sie zu einer glaubwürdigen Figur. Sittenfeld gelingt eine authentische Figurenzeichnung, die typische Wünsche, Unsicherheiten und sozialen Ängste von Jugendlichen einfängt. Der Roman beschreibt ehrlich, wie stark Klassenunterschiede das Selbstbild prägen können und wie schwierig es sein kann, in einer neuen Umgebung Freundschaften zu schließen. Trotz ihrer Unsicherheit findet Lee schließlich eine wichtige Bezugsperson. Ihre Mitschülerin Martha wird zu ihrer engsten Freundin.

„Prep“ ist ein klassischer Coming-of-Age-Roman, der die Entwicklung einer Jugendlichen über mehrere Jahre begleitet. Gerade junge Leserinnen und Leser dürften sich in Lees Unsicherheiten gut wiederfinden. Aus heutiger Perspektive bin ich allerdings nicht mehr ganz die Zielgruppe des Buches. Als Jugendliche hätte mir der Roman sicher noch besser gefallen.

Ein Kritikpunkt ist die Länge. Mit fast 600 Seiten wirkt die Handlung stellenweise sehr langatmig. Da der Roman stark auf innere Beobachtungen und weniger auf äußere Ereignisse setzt, bleibt die Spannung manchmal gering. Für die kleinen High-school-Dramen ist der Roman, meiner Meinung nach, etwas zu lang.

Insgesamt ist „Prep“ dennoch ein ehrliches und fein beobachtetes Buch über Selbstzweifel, soziale Unterschiede und das Erwachsenwerden. Trotz einiger Längen überzeugt der Roman durch seine authentische Darstellung jugendlicher Gedanken und Gefühle.

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