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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 203
  • Ersterscheinung: 06.03.2017
  • ISBN: 9783518467411
einzlkind

Billy

Roman

Als Billy das erste Mal den Schalldämpfer auf seine Walther schraubt, denkt er an Nietzsche, den »großen Immoralisten, den Verbrecher, den Antichrist«. Zwölf Morde wird er im Laufe der Jahre begehen. Dabei fing alles so ganz harmlos an. In einer Kleinstadt in Schottland, wo Billy behütet bei Onkel und Tante aufwächst.
Mit 22 tritt er in die Firma der Familie ein, eine Firma, die Auftragsmorde an Mördern erledigt. Er ist 34, als er nach Las Vegas fährt, um Whip zu treffen, ein Mitglied der Familie. Dort wird Billy von seiner Vergangenheit eingeholt, es kommt zum Showdown …

»Wer immer einzlkind sein mag, er hat einen der geistreichsten Romane des Jahres geschrieben. Man kann nur hoffen, dass sie bald Zuwachs bekommen: Harold, Gretchen und Billy.« General-Anzeiger, Bonn

»Dieser Roman ist ein Gesamtkunstwerk, nicht nur Krimi, sondern zugleich philosophisch, witzig, sozialkritisch.« WDR 5

»Ein Mordsspaß … Billy ist kurzweilig, süffig und geistreich geschrieben.« Südwest Presse

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2017

Die Philosophie des Mordens

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Meine Meinung: Nachdem ich auf Karins Blog ihre begeisterte Rezension um Buch gelesen habe, ist Billy auf meine Wunschliste gewandert und durfte nach etwas längerer Zeit bei mir einziehen. Es war der ...

Meine Meinung: Nachdem ich auf Karins Blog ihre begeisterte Rezension um Buch gelesen habe, ist Billy auf meine Wunschliste gewandert und durfte nach etwas längerer Zeit bei mir einziehen. Es war der letzte Neuzugang 2015 und so ist mir das Büchlein nicht mehr aus dem Kopf gegangen, sodass ich im Januar direkt dazu gegriffen habe. „Ein Philosoph. Schotte. Killer. Unterwegs nach Las Vegas.“ Nach diesem Satz bzw. diesen Satzfragmenten hätte man den Klappentext auch abschließen können, denn sie beschreiben dieses Buch so genial, wie es keine 10 Sätze können. Müsste ich das grundlegende Thema des Buches nennen, so würde ich sagen, es geht um die Philosophie des Mordens. Wann ist Mord gerechtfertigt? Ist er das überhaupt? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich dieses Buch vom anonymen Autor einzlkind und das alles, wird in eine skurrile und gleichzeitig atemberaubende Atmosphäre eingebaut.
Billy und seine Familie sind schon ein bisschen merkwürdig, haben ein fragwürdiges Business und eine ebenso fragwürdige Moral. Würde man von ihnen außerhalb eines Romans erfahren, so würde man sie wahrscheinlich verachten, abwerten betrachten und sich im besten Fall kopfschüttelnd abwenden. Das alles passiert aber im Roman nicht. Man taucht ein in diese Welt voller Fragen und philosophischer Gedanken und während man Billy auf seinem Weg nach Las Vegas folgt, wird man selbst immer mit diesen konfrontiert und kommt so selbst wunderbar ins Grübeln und Überlegen. Ich selbst musste an diesen Punkten immer wieder feststellen, dass ich plötzlich Billys Familie verstehen kann, ihre Ansichten tolerieren kann und weiß, wieso sie so handeln, wie sie es eben tun. Darüber hinaus bin ich auch sehr gerne eingetaucht in Billys Geschichte und habe ihn sehr gut verstanden.
Der Autor einzlkind kann schreiben. Das hat er mir mit Billy bewiesen und ich wette, seine anderen beiden Bücher hängen dem in nichts nach. Für mich ist er ein Ausnahmetalent, das deutlich mehr Beachtung bekommen sollte, denn er schriebt gekonnt, mit Witz und sehr philosophisch und anspruchsvoll. Der Schreibstil ist auch das, was das Buch lebendig macht. Er und die vielschichtigen und besonderen Charaktere. Denn Billy hat nicht viel Handlung. Keine, die im Vordergrund steht und auch ein sehr offenes Ende. Das darf man meiner Meinung nach beim Lesen nicht vergessen, denn das ist es, was das Buch ausmacht. Keine Actionszenen oder komplizierte Handlungen sonder die pure Philosophie, der Schreibstil des Autors und die einzigartigen Charaktere.
Bewertung: Selten hat mich ein Buch so fasziniert und zum Nachdenken gebracht, wie Billy. Ich bin eingetaucht in die Philosophie des Mordens und in den besonderen Schreibstil des Autors. Nicht eine große Handlung und viel Spannung machen dieses Buch so besonders sondern die Besonderheit, die dieses Buch in sich trägt, die tollen Charaktere und die ruhige und gleichzeitig düstere Atmosphäre. Ein Buch, das man so schnell nicht vergisst. Dafür gebe ich 5 von 5 Füchschen.

Veröffentlicht am 27.07.2018

Süffig wie schottischer Whisky

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so liest sich dieses Buch über Billy, in dessen Adern selbstverständlich schottisches Blut fließt und der - obwohl elternlos aufgewachsen - in einen absolut hinreißenden Familienverbund eingebettet ist, ...

so liest sich dieses Buch über Billy, in dessen Adern selbstverständlich schottisches Blut fließt und der - obwohl elternlos aufgewachsen - in einen absolut hinreißenden Familienverbund eingebettet ist, dessen Säulen sein - wie sich erst in späten Jahren herausstellt - tänzerisch hochbegabter Onkel Seamus und seine Schnulzen liebende Tante Livi bilden - einfach köstlich, über sie und ihre Kinder, zu denen gefühlt auch Billy zählt, zu lesen. Eine Harmonie sondergleichen herrscht hier, doch Billy hat einen überaus eigentümlichen Job, den umstritten zu nennen die Untertreibung des Jahrhunderts wäre. Und es ist ein Familienunternehmen, innerhalb dessen er seine berufliche Position - wenn man dies so bezeichnen kann - bekleidet.

Ein witziger, spritzer, warmherziger und stellenweise doch auch kaltblütiger Roman, bzw. Krimi der besonderen Art, bei dessen Lektüre man doch immer wieder ganz schön schlucken muss. Denn es geht in gewisser Hinsicht um Rache und um Vergeltung, aber auf die charmanteste Art und Weise, die man sich vorstellen kann. Trotzdem fiel es mir schwer, diese Thematik einfach so anzunehmen und ich hatte immer mal wieder einen kleinen Kloß im Magen. Trotzdem ein Buch, dessen Gesamteindruck ein warmer und gleichzeitig ausgesprochen klarsichtig ist.

Besonders gut hat es mir gefallen, endlich mal den Unterschied zwischen Gutmenschen und guten Menschen erklärt zu bekommen und Sie können versichert sein, dass erstere dabei nicht allzu gut wegkommen! Diese Erläuterung werde ich mir jedenfalls hinter die Ohren schreiben! Ein tolles, immer mal wieder überraschendes Buch, dem es ein ganz kleines bisschen Pep und Transparenz an den entscheidenenden Stellen fehlt.

Veröffentlicht am 19.09.2017

Der aus dem Ruder laufende Ausflug eines Auftragskillers nach Las Vegas

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Liest man den Klappentext so meint man, das Buch würde die gesamte Vergangenheit des Auftragsmörders Billy Schritt für Schritt bis in die Gegenwart aufarbeiten und freut sich auf ein spannendes Leseerlebnis. ...

Liest man den Klappentext so meint man, das Buch würde die gesamte Vergangenheit des Auftragsmörders Billy Schritt für Schritt bis in die Gegenwart aufarbeiten und freut sich auf ein spannendes Leseerlebnis. Leider ist das nicht so. Das Buch beginnt zwar in Billys Kindheit in der seine Eltern an einer Überdosis gestorben sind, mündet dann in eine Beschreibung seines Lebens bei seinem Onkel Seamus und seiner Tante Livi. Danach begibt sich Billy auf einen Roadtrip nach Las Vegas auf dem er mit Whip, einem Mitarbeiter der Firma, einiges erlebt. Erst in Kapitel 14, 4 Kapitel vor Ende des Buches beginnt das Buch etwas an Fahrt aufzunehmen, als Onkel Seamus dem 19-jährigen Billy vom Familienunternehmen erzählt. Im letzten Kapitel hält das Leben, dann eine mehr oder weniger tragische Wende für Billy bereit....
Leider kann ich sehr wenig mit (halb-)offenen Enden anfangen, deswegen hat mir der Schluss nicht so gut gefallen.
Absolutes Highlight war die „Letzte-Worte-Sammlung“ der zwölf Opfer Billys und der teils recht flüssige aber dann auch wieder sehr abgehackte Schreibstil des Autors. Dies bringt je nach Passage Schwung in die Handlung bzw. bremst sie.

Veröffentlicht am 03.05.2017

Nicht das Erwartete

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Billy ist ein zwölffacher Mörder. Seine Opfer dürfen erzählen und sehen sich selbst fast nie als schuldig. Dann schießt Billy. Immer.
So weit die Leseprobe, so meine Erwartungen: ein Thriller.
Das Buch: ...

Billy ist ein zwölffacher Mörder. Seine Opfer dürfen erzählen und sehen sich selbst fast nie als schuldig. Dann schießt Billy. Immer.
So weit die Leseprobe, so meine Erwartungen: ein Thriller.
Das Buch: philosophische Abhandlungen, endlos, langweilig.
Unterhaltend die Stellen, an denen Billy über sein Aufwachsen, seine Adoptiveltern, seine Begegnungen berichtet. Die Gründe für seine "Aufträge", die Musikwünsche seiner Opfer. Die Familienfirma. Das hätte ich mir ausführlicher gewünscht, hier wurde viel Potential verschenkt.