Cover-Bild Katzentage
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Kurzgeschichten
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 128
  • Ersterscheinung: 16.09.2025
  • ISBN: 9783755800569
Ewald Arenz

Katzentage

Illustrierte Erzählung
Florian Bayer (Zeichner)

Paula und Peter sind schon seit Langem Kollegen. Sie ist Ärztin, er arbeitet als Jurist in der Klinikverwaltung. Ein Interesse der beiden aneinander war schon immer da. Nach einem mehrtägigen Seminar verbringen sie die letzte Nacht miteinander.
Auf der Rückfahrt nach Hause kommen die beiden mit der Bahn nur bis Würzburg: Streik. Was sollen sie tun mit ihrer ungeklärten Geschichte und den unerwartet freien Tagen? Während sie Stadt und Umgebung erkunden, nähern sich die beiden einander vorsichtig. Peter hält die Ungewissheit, wie es mit ihnen weitergehen wird, nur schwer aus. Sein Drängen nimmt Paula mal spielerisch, mal verärgert. Sie will das Jetzt genießen und weicht den Fragen nach dem Morgen aus. Als eine Katze zu ihrer Begleitung wird, sehen sie an deren Beispiel, wie schwer sich Menschen damit tun, den Moment zu leben, ohne Plan zu sein und sich der Freiheit hinzugeben.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

Eine tiefsinnige Erzählung über das Leben und die Liebe

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Inhalt: Paula und Peter sind bereits seit längerer Zeit Arbeitskollegen, die sich - abgesehen von kurzem Smalltalk im Aufzug, einzelnen Mittagessen in der Kantine und gemeinsam absolvierten Seminaren - ...

Inhalt: Paula und Peter sind bereits seit längerer Zeit Arbeitskollegen, die sich - abgesehen von kurzem Smalltalk im Aufzug, einzelnen Mittagessen in der Kantine und gemeinsam absolvierten Seminaren - kaum kennen. Doch das aktuelle Seminar endete anders als geplant: in einer gemeinsamen Nacht. Jetzt sitzen die beiden im ICE gen Heimat - und wissen nicht so recht, wie ihre Beziehung nun ist. Als der ICE wegen eines Streiks in Würzburg stoppt, entscheiden die beiden kurzerhand, dort das Wochenende zu verbringen - und drücken in Sachen Alltag kurz auf Pause…

Persönliche Meinung: “Katzentage” ist ein Kurzroman von Ewald Arenz, der in Würzburg spielt. Erzählt wird die Handlung von einem allwissenden Erzähler, der mal in Paulas, mal in Peters Perspektive schlüpft. Beide sind bereits um die 40 und haben mehrere (erfolglose) Beziehungen hinter sich. Dass sie sich annähern, war weder gewollt noch geplant, trotzdem ist es passiert. Die aufkeimende, zarte Beziehung der beiden mit all ihren Unsicherheiten, Momenten des Kennenlernens und Neckereien stellt Ewald Arenz empathisch und gefühlvoll dar. Atmosphärisch gestaltet Arenz auch die sogenannten “Katzentage” der beiden: Tage, in die man - ohne Termindruck oder sonstige Verpflichtung - nur in dem Moment lebt und einfach schaut, was passiert. Für Paula und Petra heißt das - neben dem Annähern - einerseits Würzburg und Umgebung zu bestaunen (inklusive einer unheimlich berührenden Fahrradfahrt), andererseits über das Glücklichsein aber auch die Endlichkeit zu sinnieren, wodurch der Kurzroman zwischen Melancholie und Euphorie changiert. Stimmungsvoll wird auch die Handlungszeit des Romans eingefangen: Die ersten Oktobertage, in denen verheißungsvoll-sommerlich noch die vergangene Jahreszeit nachklingt. Ergänzt wird der Text durch zahlreiche ausdrucksstarke wie farbenprächtige Illustrationen von Florian Bayer: Kleine Kunstwerke, die die beschriebenen Szenen stimmig einfangen, die man durchaus aber auch eingerahmt in die eigenen vier Wände hängen könnte. Insgesamt ist “Katzentage” trotz seiner Kürze ein ungemein tiefsinniger Roman, der längere Zeit nachhallt.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Stop und Neuanfang

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Was macht man, wenn einem das Leben einfach einmal Zeit schenkt? Paula und Peter stranden auf dem Heimweg von einem Seminar in Würzburg. Bahnstreik, nichts geht mehr. Das Seminar endete mit einer gemeinsamen ...

Was macht man, wenn einem das Leben einfach einmal Zeit schenkt? Paula und Peter stranden auf dem Heimweg von einem Seminar in Würzburg. Bahnstreik, nichts geht mehr. Das Seminar endete mit einer gemeinsamen Nacht, daraus werden nun weitere. Die Anziehung war schon länger da, nun ergibt sich die Gelegenheit einander näher kennen zu lernen. Während Paula nur den Moment genießen will, ohne Gedanken an die Zukunft, geht Peter schon einen Schritt weiter. Denn warum sollte das, was jetzt passt, nicht auch länger funktionieren?

Wir begleiten die beiden durch ihre Tage in Würzburg. Wie immer schildert der Autor die Umgebung atmosphärisch und lebendig, man ist sozusagen mit auf einem Herbstausflug. Die beiden Protagonisten philosophieren über das Glück und warum man es nicht dauerhaft halten kann. Hier kommt man auch auch als Leser*in ins nachdenken.

Ich mochte das Buch gerne, auch wenn mir gerade Paula manchmal zu eigennützig war. Aber das brauchte es einfach als Gegensatz zu Peter, der der perfekte Gegenpol zu ihr war.

Von mir daher eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Perfekt für Katzentage!

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Zwischen Ärztin Paula und Verwaltungsjurist Peter ist schon lange eine gewisse Anziehung da - das spüren beide. Als ihr Arbeitgeber sie zusammen auf ein Seminar schickt, endet die letzte Nacht gemeinsam ...

Zwischen Ärztin Paula und Verwaltungsjurist Peter ist schon lange eine gewisse Anziehung da - das spüren beide. Als ihr Arbeitgeber sie zusammen auf ein Seminar schickt, endet die letzte Nacht gemeinsam im Bett. Am nächsten Morgen sind sich beide jedoch unschlüssig, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Doch der Zufall will es, dass sich ihre Wege im Anschluss nicht trennen und sie zusammen einen spontanen Wochenendtrip unternehmen. Sie beziehen eine ungewöhnliche Unterkunft und erkunden von dort aus, wie Katzen auf einem Streifzug, die Stadt, in der sie gestrandet sind. Es ist ein Stück weit auch eine Flucht, vor der Rückkehr in den Alltag und der quälenden Frage, was danach folgen soll.
Dabei gehen Paula und Peter unterschiedlich mit der Spannung zwischen ihnen um und im Grunde wissen weder die Protagonisten noch die Leser*innen, wie es weitergeht.

Und das macht genau den Reiz an dieser Geschichte aus - Es ist eine Momentaufnahme aus dem Leben, bei der man vom Anfang bis zum Ende neugierig darauf wartet, welchen Weg die Charaktere wohl einschlagen werden. Es gibt zwar keine melodramatischen Ereignisse und dennoch schwingt bei der romantischen und neckischen Stimmung zwischen den beiden Hauptprotagonisten, auch immer eine Ungewissheit mit, ob es spätestens am Schluss zu einer folgenreichen Wendung kommen wird.
Die Grundstimmung mutet melancholisch an, die Geschichte selbst vermittelt jedoch vor allem Leichtigkeit und hat beinahe eine entschleunigende Wirkung, die einfach wunderbar in die herbstliche Jahreszeit passt. Vor allem die zahlreichen, enthaltenden Illustrationen von Florian Bayer spiegeln dieses Gefühl wider, genauso wie sie auch das Geschehen im Roman von Ewald Arenz treffend und zauberhaft gelungen abbilden. Trotz der verhältnismäßig geringen 127 Seiten wirkt die Geschichte inhaltlich vollständig und zu Ende erzählt und liest sich gewohnt flüssig und leicht.
Genau die richtige Lektüre für ungemütliche Herbsttage, bei denen man sich gerne in die Leseecke verkriecht, um bei einem guten Buch den Kopf auszuschalten und sich treiben zu lassen.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Naja

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Paula und Peter sind Kollegen und haben ein Seminar und eine gemeinsame Nacht hinter sich. Durch einen Streik der Bahn können sie nicht weiterfahren und haben unerwartet viel freie Zeit in Würzburg. Beide ...

Paula und Peter sind Kollegen und haben ein Seminar und eine gemeinsame Nacht hinter sich. Durch einen Streik der Bahn können sie nicht weiterfahren und haben unerwartet viel freie Zeit in Würzburg. Beide sind nicht ganz glücklich mit ihrem Dasein und haben nun Zeit darüber nachzudenken, zu überlegen und einfach die Katzentage zu genießen.

Ein stimmungsvoller Roman, der Lust auf den Herbst macht und auch auf Würzburg. Die Geschichte an sich ist okay aber kratzte mir zu sehr an der Oberfläche. Ich mochte „Alte Sorten“ so gern. Da kommt das Buch leider nicht ran. Die Sprache ist typisch Arenz, poetisch, sehr atmosphärisch aber manchmal auch eher nüchtern. Das Buch sieht wunderschön aus, die Illustrationen im Buch finde ich auch sehr gelungen. Die Botschaft kam klar rüber. Einfach mal im hier und jetzt sein und noch nicht an morgen denken. Da bin ich auch absolut dabei.

Insgesamt ein Buch für einen verregneten Sonntag im Herbst. Leider kein Highlight aber aufgrund der Stimmung im Buch passt es da ganz gut.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Gute Kurzgeschichte mit schöner Illustration

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Eine illustrierte Geschichte für Erwachsene habe ich in dieser Form noch nicht gelesen und fand sie ganz interessant. Da sie sehr kurz ist, hätte man durchaus auch noch das angedeutete Seminar, die Annäherung ...

Eine illustrierte Geschichte für Erwachsene habe ich in dieser Form noch nicht gelesen und fand sie ganz interessant. Da sie sehr kurz ist, hätte man durchaus auch noch das angedeutete Seminar, die Annäherung und die erste gemeinsame Nacht ausführlich erzählen können. Die Handlung beginnt etwas umständlich, dann zeigt sich aber die unverhoffte Freiheit durch den Bahnstreik und das Stranden in Würzburg. Dem Autor ist es gelungen, die Unbeschwertheit und Leichtigkeit dieser Tage sehr schön zu transportieren. Einige Dinge bleiben Leerstellen, ich hätte mir manchmal mehr Deutlichkeit gewünscht und dafür weniger Alkohol. Trotzdem sind diese Katzentage gut zu lesen und man spürt auch als Leser einen Hauch von Freiheit und spürt den Emotionen der Hauptfiguren nach. Die Illustrationen dazu fand ich sehr schön, sie waren auch im ebook sehr gut zu sehen und haben hervorragend zum Inhalt gepasst.

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