Cover-Bild Trophäe
(8)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 13.08.2025
  • ISBN: 9783442775248
Gaea Schoeters

Trophäe

Roman
Lisa Mensing (Übersetzer)

Provokant, absurd und sprachgewaltig stellt »Trophäe« die existenzielle Frage: Was ist ein Menschenleben wert?

Hunter White, steinreich, Amerikaner und begeisterter Jäger, hatte schon fast alles vor dem Lauf. Endlich bietet ihm sein Freund Van Heeren ein Nashorn zum Abschuss an und damit die Chance, die »Big Five« vollzumachen. Hunter reist nach Afrika, doch dort wird sein Vorhaben jäh von Wilderern durchkreuzt. Er sinnt auf Rache, als ihn Van Heeren fragt, ob er schon einmal von den »Big Six« gehört habe. Ersatzweise könne er ihm eine andere Trophäe zum Abschuss anbieten ... Gaea Schoetersʼ preisgekrönter Roman ist von einer außerordentlichen erzählerischen Wucht. Die Tiefenschärfe, mit der sie die Geräusche und Gerüche der Natur beschreibt, lässt einen sinnlich erleben, was einen moralisch an die Grenzen zwischen Richtig und Falsch führt.

  • »Schoeters zieht einem den Boden unter den Füßen weg ... Das ist große Literatur!« (Denis Scheck, WDR2 Lesen)
  • »Wie Gaea Schoeters die Hybris des weißen Mannes untergräbt und die Folgen des Kolonialismus zuspitzt, ist atemberaubend.« (Ariane Heimbach, Brigitte)
  • »Auch Menschen, die mit dem Thema ›Jagd‹ nichts zu tun haben (möchten), werden Trophäe fasziniert lesen.« (Katja Weise, NDR)
  • »Ein Buch, das uns gerockt hat!« (NDR eat.READ.sleep)

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2025

Verstörend und unfassbar intensiv

0

Hunter White, ein wohlhabender Amerikaner, reist nach Afrika, um endlich seine „Big Five“ zu vollenden und ein Nashorn zu jagen. Doch als Wilderer ihm die Beute vor der Nase wegschnappen, wird er von seinem ...

Hunter White, ein wohlhabender Amerikaner, reist nach Afrika, um endlich seine „Big Five“ zu vollenden und ein Nashorn zu jagen. Doch als Wilderer ihm die Beute vor der Nase wegschnappen, wird er von seinem Jagdveranstalter mit einer noch extremeren Idee konfrontiert – den „Big Six“. Dahinter verbirgt sich eine Grenzüberschreitung, die Hunter tiefer in den Strudel von Macht, Gier und Jagdfieber zieht, als er jemals geahnt hätte.
What The F***! Was war das? Ich meine, ich wusste so ungefähr, worauf ich mich einlasse, und ich habe lange gezögert, dieses Buch zu lesen. Und ich bin ehrlich: Ich weiß nicht, ob ich mich noch einmal dazu entscheiden würde. Das ist so … unbeschreiblich. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, denn der Stil von Gaea Schoeters ist schon eigen, aber dann war ich drin – und irgendwann wird es so spannend, dass man mit angehaltenem Atem weiterliest und immer tiefer in die Jagd hineingezogen wird.
Einige Textpassagen fand ich richtig stark, andere dagegen einfach nur schrecklich. Wobei das weniger am Schreibstil liegt, sondern vielmehr an der Thematik: in den Kopf eines Jägers zu schauen, die menschlichen Abgründe mitzuerleben, die teils detailreichen Beschreibungen. Das war für mich sehr ungewöhnlich und extrem harte Kost. Was Schoeters großartig gelingt, ist die Verbindung von Natur und Moral. Diese intensiven Beschreibungen – die Geräusche, die Gerüche, das Licht – all das wirkt so lebendig, dass man die Savanne fast spürt. Gleichzeitig schleichen sich dabei ständig Fragen ins eigene Bewusstsein: Was ist ein Menschenleben wert? Wer hat das Recht, über Leben und Tod zu bestimmen?
Für mich ein schonungsloser, provozierender Roman, der moralische Fragen aufwirft und lange nachhallt – definitiv nichts für zwischendurch, aber absolut besonders.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2025

Moralisch aufwühlend

0

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Wie ich beim Lesen manchmal meine Komfortzone verlasse, suche ich hin und wieder auch die Herausforderung. Dieses Cover ist mir auf Instagram häufig begegnet, doch nie ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Wie ich beim Lesen manchmal meine Komfortzone verlasse, suche ich hin und wieder auch die Herausforderung. Dieses Cover ist mir auf Instagram häufig begegnet, doch nie habe ich mich näher damit beschäftigt. Erst als mir eine Freundin von einem Buch erzählte, das von einer Jagd in Afrika handelt und dabei moralische wie ethische Fragen aufwirft, wurde ich neugierig. So stieß ich erneut auf das gelbe Cover mit dem ehrwürdigen Nashorn. Ob ich Angst davor hatte? Ja, aber genauso groß war meine Neugier.

🔎 Worum geht’s?

Hunter, ein steinreicher Amerikaner und begeisterter Jäger, verfolgt ein letztes großes Ziel, um die "Big Five" zu vollenden, - ein Nashorn. Doch Wilderer durchkreuzen seine Pläne. Wut und Enttäuschung treiben ihn an, und plötzlich stellt sich die Frage, ob er bereit ist für die "Big Six"?

🧠 Meine Meinung:

Die Jagd als Thema war für mich die große Herausforderung. Ich kann dem Ganzen wenig abgewinnen und stehe "Jagdtrophäen" eher kritisch gegenüber. Doch kaum hatte ich zu lesen begonnen, zog mich Afrika mit seiner gewaltigen Flora und Fauna in den Bann. Was zunächst wie eindrucksvolle Naturbeschreibungen wirkt, entpuppt sich schnell als tiefgehende Auseinandersetzung mit der umstrittenen Welt der Trophäenjagd.
Hunter White, schon sein Name bedient kolonialistische Klischees. Er ist eine provokante Figur voller Widersprüche, genauso wie sein Freund, der Jagdleiter Van Heeren.
Sätze wie: „Es ist Gott, der bestimmt, wer der Jäger ist und wer die Beute.“ (S. 152) lösen gleichermaßen Nachdenken wie Beklemmung aus. Das Thema ist brisant und für viele schlicht ein sinnloses Gemetzel. Für Van Heeren und Hunter jedoch dient die Jagd angeblich dem Artenschutz. Doch ist das wirklich so?
Obwohl ich meine kritische Haltung beibehalte, hat das Buch etwas in mir ausgelöst und genau das schätze ich sehr an der Autorin. Als sich die Geschichte mit der Idee der „Big Six“ weiterentwickelt, werden die moralischen Kontraste noch deutlicher. Die Fragen nach Ethik und Verantwortung stehen plötzlich im Raum. Ich war vollkommen gefesselt.
„Das hier ist Afrika. Das Menschenleben hat hier einen anderen Wert.“ (S. 155) Ein Satz, der verstört, provoziert und nachhallt, sodass ich das Echo immer noch höre.
Das Buch stellt unbequeme Fragen und fordert heraus, aber genau das war ja mein Ziel, und genau das macht es auch so lesenswert.
Gegen Ende jedoch verlor die Geschichte für mich etwas an Reiz. Vielleicht lag es an der anfänglichen Faszination für das Neue, das Unbekannte, vielleicht am Reiz des Verbotenen, der zu Beginn noch so stark war. Mein Interesse ließ jedenfalls nach und das, obwohl der Showdown ja noch folgte. Dennoch habe ich etwas Wesentliches mitgenommen, - Dankbarkeit. Dafür, wie ich leben darf, und dafür, dass dieses Buch es geschafft hat, meine Überzeugungen zumindest für einen Moment zu erschüttern.

✅️ Fazit:

Ein moralisch aufwühlendes Buch über Macht, Jagd und Menschlichkeit. Es fordert heraus, provoziert und hat mich nicht kaltgelassen. Auch wenn es für mich gegen Ende etwas an Reiz verliert, bleibt es ein intensives Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2025

Anstrengend

0

Das war leider so gar nicht mein Buch. Zwar gab es einige spannende und interessante Informationen über Afrika und seine Kultur, aber überwiegend empfand ich Abscheu und Entsetzen und habe mich für den ...

Das war leider so gar nicht mein Buch. Zwar gab es einige spannende und interessante Informationen über Afrika und seine Kultur, aber überwiegend empfand ich Abscheu und Entsetzen und habe mich für den „Weißen Mann“ geschämt. Diese ganze Welt des Jagens und der Versuch der Rechtfertigung ist mir einfach zuwider.

Sicherlich geht es der Autorin darum zu provozieren, das Thema radikal auf die Spitze tu treiben und vielleicht auch zu polarisieren, aber für mich war das leider nichts. Auch dadurch, dass mir das Buch am Ende zu handlungsarm und - so absurd es klingt - langweilig war. Ich habe es eher überflogen als gelesen und war froh, als es geschafft war.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere