Simenon - Der Teddybär
Der Roman "Der Teddybär" erzählt von Jean Cabot, einem fast fünfzigjährigem Gynäkologen und Chirurgen, der in einer luxuriösen Zwölfzimmerwohnung in Paris wohnt, mehrer Bedienstete, sowie eine Frau und ...
Der Roman "Der Teddybär" erzählt von Jean Cabot, einem fast fünfzigjährigem Gynäkologen und Chirurgen, der in einer luxuriösen Zwölfzimmerwohnung in Paris wohnt, mehrer Bedienstete, sowie eine Frau und drei Kinder hat. Chabot besitzt eine eigene Klinik und hat alles was man zum Glücklichsein bräuchte, doch ist Chabot nicht glücklich. Auch die intime Beziehung mit seiner Sekretärin Viviane ändert nichts an seiner Situation.
Da verändert eine belanglose Begegnung Chabots Leben von Grund auf. Bei einem nächtlichen Klinkrundgang entdeckt er in einem Aufenthaltsraum eine junge Nachtschwester, die dort eingeschlafen ist. Chabot kennt das Mädchen nicht und ist von ihrem kindlichen Gesicht und ihrem blonden Haaren gefesselt. Sie erinnert ihn an jene Teddybären, mit denen die kleinen Kinder einschlafen. Die Schäferstündchen die sich darauf hin für Chabot ergeben, sind für diesen wie ein kostbares Geschenk. Doch dann ist die Nachtschwester plötzlich verschwunden. Chabot erfährt durch eine Zeitungmeldung, dass sie im fünften Monat schwanger war und aus der Seine gefischt wurde. Chabot zieht darauf hin sein bisheriges Leben in Zweifel und es beginnen sich Selbstmordgedanken einzustellen.
Der Roman endet mit einem tragischen Ereignis, welches so nicht hervorsehbar war.
Der Titel "Der Teddybär" ist gut gewählt, da dieser das für Chabot wichtigste Ereignis widerspiegelt, das sein ganzes Leben ins Wanken gebracht hat.
Alles in allem ist "Der Teddybär "ein Buch, welches zeigt, dass Geld und Wohlstand nicht dazu führen, dass man ein glücklicheres Leben hat.
Letztendlich würde ich den Roman nicht noch einmal lesen, da er recht unspektakulär ist und bis auf die Schlussszene ist nichts passiert, was die Spannung etwas gehoben hat.