Cover-Bild Der langsame Tod der Luciana B
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Eichborn
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 30.04.2021
  • ISBN: 9783847900764
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Guillermo Martínez

Der langsame Tod der Luciana B

Kriminalroman
Angelica Ammar (Übersetzer)

Luciana B. ist eine schöne und intelligente Studentin. Nebenbei arbeitet sie als Sekretärin bei dem berühmten Krimiautor Kloster. Als dieser ihr eindeutige Avancen macht, zeigt Luciana ihn an und zerstört damit seine Ehe. Als dann innerhalb weniger Jahre ihr Verlobter auf rätselhafte Weise ertrinkt, ihre Eltern an einer Pilzvergiftung sterben und ihr Bruder brutal ermordet wird, steht für Luciana fest: Hinter all ihrem Unglück steht Kloster, der ihr nie verziehen hat und sich grausam rächt ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2022

Typisch südamerikanisch?

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Immer wieder habe ich diesen Roman ins Regal zurückgestellt, weil mir die Schrift zu klein war. Aber kaum einmal zum Lesen angefangen, war ich fasziniert von diesem Roman - ein argentinisches Buch und ...

Immer wieder habe ich diesen Roman ins Regal zurückgestellt, weil mir die Schrift zu klein war. Aber kaum einmal zum Lesen angefangen, war ich fasziniert von diesem Roman - ein argentinisches Buch und so gut, so einfach zu lesen in einer schönen Sprache. Die Situation - me too - aus zwei Blickwinkeln geschildert und die weitreichenden folgenden Schicksalsschlägen auf beiden Seiten. Wer ist schuldig, wer ist der wirkliche Täter? Zufälle, Verwicklungen, eigenartige Todesfälle - zum Schluss wurde der Roman dämonisch, philosophisch - eigentlich doch typisch südamerikanisch!
Wenig Handlung, aber doch spannend, wie der Autor das Ende gestalten wird, das dann doch etwas enttäuschend war.

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Veröffentlicht am 23.07.2021

Gibt es einen Mörder oder nicht?

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Da ich bereits einen Roman dieses Autors lesen durfte war ich sehr gespannt auf diese neue Erzählung. „Der langsame Tod der Luciana B“ ist ein Kriminalroman ohne ein „eigentlicher Krimi“ zu sein. Ich war ...

Da ich bereits einen Roman dieses Autors lesen durfte war ich sehr gespannt auf diese neue Erzählung. „Der langsame Tod der Luciana B“ ist ein Kriminalroman ohne ein „eigentlicher Krimi“ zu sein. Ich war über die vielen Verwirrungen und Erzählstränge sehr begeistert. Das Cover ist in bunt gestaltet und man erkennt eine alte Schreibmaschine mit Utensilien, welche früher von Schriftstellern gerne verwendet wurde. Der Klappentext beschreibt in den groben Zügen das Handlungsgeschehen, lässt dabei aber noch Spielraum für Interpretationen.
In der Geschichte geht es um die Studentin Luciana B. welche für einen sehr berühmten Krimiautor arbeitet. Als sie in die Dienste eines anderen Schriftstellers tritt gelangt dieser in verschiedene Verwirrungen und Verstrickungen, welche ihn an die Grenze der Glaubwürdigkeit bringen. Die Hauptdarstellerin Luciana B wird dabei vermeintlich in die klassische Opferrolle „gedrängt“. Aber nichts ist so wie es scheint. So beweist sie im Laufe der Geschichte eine gewisse Berechnung und der Leser ist geneigt ihr die „Opferrolle“ im Laufe der Erzählung nicht mehr zu zusprechen.
Als bedeutsamer Nebendarsteller brilliert der Kriminalautor Kloster. Er wirkt unscheinbar und vor allem unnahbar, er entwickelt ein Katz- und Maus Spiel mit seinem vermeintlichen Gegner. Allein die Konfrontation mit dem anderen Autor ähnelt einem intellektuellen Schachspiel, welches mich sehr in den Bann gezogen hat.
Der Roman wird aus der Perspektive des Ich-Erzählers, welcher namentlich in der gesamten Story nicht erwähnt wird, erzählt. Lediglich drei Personen bilden den Kern der Erzählung: Luciana, Kloster und der Ich-Erzähler.
Die Spannung der Geschichte wird langsam aufgebaut und steigert sich gegen Mitte der Erzählung immer weiter. Der Aufbau der Geschichte ist logisch und konsequent und es sind keine Zeitsprünge vorhanden. Die Story spielt im heutigen Zeitgeschehen in Buenos Aires. Der Schreibstil ist intellektuell und sehr dialogorientiert. Die Übersetzung aus dem argentinischen Spanisch ist der Übersetzerin dabei hervorragend gelungen. Sie schafft es die intellektuellen Unterredungen, sowie die Stimmungen der Protagonisten sehr gut darzustellen. Als Zielgruppe des Romans kommen Personen aller Altersklassen in Frage. Das Besondere an diesem Roman ist die Tatsache, dass es sich um keinen Kriminalroman im klassischen Sinne handelt. Viel mehr sind die Stimmungen, Gedankengänge, sowie mystischen Verstrickungen der einzelnen Protagonisten das Kernelement des Handlungsvorgangs. Auch das Ende kommt sehr diffizil und überraschend daher. Mir persönlich hat der Roman erneut sehr gut gefallen und ich kann ihn allen Lesern ans Herz legen, welche sich gerne in „geistige“ Verstrickungen hineindenken möchten.

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Veröffentlicht am 26.02.2024

Spannende Geschichte mit unbefriedigendem Ende

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Der namenlose Ich-Erzähler (dabei handelt es sich offenbar um eine Spezialität des Autors) wird unversehens in einen ebenso spektakulären wie rätselhaften Fall verwickelt, als er eines Sonntags überraschend ...

Der namenlose Ich-Erzähler (dabei handelt es sich offenbar um eine Spezialität des Autors) wird unversehens in einen ebenso spektakulären wie rätselhaften Fall verwickelt, als er eines Sonntags überraschend den Anruf einer Frau erhält, mit der er seit zehn Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Damals war Luciana eine hübsche junge Studentin, die als Sekretärin des geheimnisvollen Schriftstellers Kloster arbeitete. Nun wirkt sie völlig verändert und psychisch angeschlagen. In den letzten Jahren hatte sie einige Todesfälle in ihrem Umfeld zu verkraften und ist überzeugt davon, dass Kloster dahinter steckt.
Unser Ich-Erzähler hat Zweifel, lässt sich aber dennoch dazu überreden, mit Kloster Kontakt aufzunehmen. Dessen Erklärungen für die Geschehnisse unterscheiden sich natürlich deutlich von Lucianas.
Wer sagt die Wahrheit? Sowohl Lucianas als auch Klosters Versionen wirken einerseits glaubwürdig, gleichzeitig aber auch weit hergeholt. Es gibt am Ende jedoch keine wirkliche, oder jedenfalls keine überzeugende Auflösung.

Außerdem ist das Buch relativ kurz, weshalb sich die Handlung nicht gut entfalten kann. Zudem sind manche Verhaltensweisen der Protagonisten schwer nachvollziehbar und es gibt zahlreiche Ungereimtheiten.
Obwohl zwischendurch und vor allem gegen Ende durchaus einige Spannung aufkommt, konnte mich der Roman daher nicht wirklich überzeugen.
Im Gegensatz zu anderen Büchern von Guillermo Martinez spielt hier übrigens die Mathematik (von ein paar oberflächlichen Ausführungen zur Wahrscheinlichkeit abgesehen) keine besondere Rolle.

Veröffentlicht am 15.10.2021

Luciana B.

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Meine Meinung und Inhalt

"Manchmal, selten, wird man im Leben der fatalen Abzweigung gewahr, die eine winzige Handlung birgt. Dass hinter einer trivialen Entscheidung der eigene Untergang lauern kann." ...

Meine Meinung und Inhalt

"Manchmal, selten, wird man im Leben der fatalen Abzweigung gewahr, die eine winzige Handlung birgt. Dass hinter einer trivialen Entscheidung der eigene Untergang lauern kann." (ZITAT)

Das Cover ist schön und sehr passend gewählt und gefällt mir gut. Leider konnte mich die Handlung und der Schreibstil nur mäßig überzeugen.

Trotz der vorhandenen Spannungsbögen und Überraschungen konnte ich keine klare Linie im Geschriebenen finden. Das Buch hat einen literarischen und philosophischen Anspruch, ist meiner Meinung nach jedoch mit der Bezeichnung Krimi falsch gewählt.


Luciana B. ist eine schöne und intelligente Studentin. Nebenbei arbeitet sie als Sekretärin bei dem berühmten Krimiautor Kloster. Als dieser ihr eindeutige Avancen macht, zeigt Luciana ihn an und zerstört damit seine Ehe.

Als dann innerhalb weniger Jahre ihr Verlobter auf rätselhafte Weise ertrinkt, ihre Eltern an einer Pilzvergiftung sterben und ihr Bruder brutal ermordet wird, steht für Luciana fest: Hinter all ihrem Unglück steht Kloster, der ihr nie verziehen hat und sich grausam rächt.


Guillermo Martínez wurde 1962 in Bahía Blanca geboren und lebt in Buenos Aires. Er ist promovierter Mathematiker und verbrachte zwei Jahre seiner Doktorandenzeit an der Universität in Oxford. Für Die Oxford-Morde erhielt er als erster Argentinier den Planeta, den wichtigsten Preis für spanischsprachige Literatur. Der Roman wurde zu einem weltweiten Erfolg, in über vierzig Sprachen übersetzt und mit Elijah Wood und John Hurt fürs Kino verfilmt. Seitdem hat Guillermo Martínez mehrere hochgelobte Romane, Essays und Kurzgeschichten verfasst.

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Veröffentlicht am 11.10.2021

Leider gar nicht meins

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Leseratten, habt ihr schon einmal einen Spannungsroman eines promovierten Mathematikers gelesen? 🧑‍🎓👨‍🏫 Nein?
Ich bis vor Kurzem auch nicht und dann sprach mich allerdings der Klappentext zu „Der langsame ...

Leseratten, habt ihr schon einmal einen Spannungsroman eines promovierten Mathematikers gelesen? 🧑‍🎓👨‍🏫 Nein?
Ich bis vor Kurzem auch nicht und dann sprach mich allerdings der Klappentext zu „Der langsame Tod der Luciana B.“ an:

„Luciana B. ist eine schöne und intelligente Studentin. Nebenbei arbeitet sie als Sekretärin bei dem berühmten Krimiautor Kloster. Als dieser ihr eindeutige Avancen macht, zeigt Luciana ihn an und zerstört damit seine Ehe. Als dann innerhalb weniger Jahre ihr Verlobter auf rätselhafte Weise ertrinkt, ihre Eltern an einer Pilzvergiftung sterben und ihr Bruder brutal ermordet wird, steht für Luciana fest: Hinter all ihrem Unglück steht Kloster, der ihr nie verziehen hat und sich grausam rächt ...“

Klingt doch vielversprechend, oder? Um jedoch wirklich herauszufinden, was es mit den Todesfällen in Lucianas Umfeld auf sich hat, bedarf es einiges:

🕛 Geduld
🙄 Philosophische Dialoge und Monologe
🕓 Geduld
📈 Statistische Daten
🕧 Erwähnte ich schon Geduld?

Aber von vorn: Der Aufbau des Buchs war interessant und ungewöhnlich. Der Ich-Erzähler des Romans bleibt für den Leser während des kompletten Buchs anonym. Das fand ich super, weil ich so etwas bisher noch nie gelesen habe. Die Kapitel sind leider eher lang und der Schreibstil ist sehr nüchtern. Beides hat meinen Lesegenuss etwas geschmälert, die spannende Plotidee ließ mich aber nicht los und deswegen habe ich weiter gelesen.

Ich wusste während des Lesens nicht, ob ich Lucianas Schilderungen Glauben schenken kann. Sie wirkt von Anfang an sehr paranoid. Das ist jedoch aufgrund der von ihr erlittenen Schicksalsschläge durchaus realistisch und authentisch. Die Befürchtung, dass ein Krimi-Autor, die perfekten Morde an Lucianas Liebsten begeht, um sich an ihr zu rächen, ist für mich als Leserin im Crime-Genre eine nicht von der Hand zuweisende Möglichkeit bei den sich häufenden Todesfällen in Lucianas Umfeld. Die Indizien, die sie gesammelt hat, sind durchaus glaubhaft. Oder kann es wirklich sein, dass all diese von ihr geliebten Menschen aufgrund einer Verkettung von unglücklichen Zufällen zu Tode kamen?
Diese Frage beschäftigt den unbekannten Erzähler quasi nonstop (und den Leser somit auch).

Dieser stete Zwiespalt des Erzählers zwischen den „Geschichten“ ist spürbar und nachvollziehbar. Der Charakter des Krimi-Autors Kloster half mir (und dem Erzähler) keinesfalls dabei, eine klare Meinung zu entwickeln, denn der werte Herr Schriftsteller hat zwar gewisse Gegenargumente, aber er ist einfach ein Unsympath vor dem Herrn! Man traut diesem Ekelpaket einfach alles zu. Das stellt Martínez also ganz clever an... und so hat er mich gehabt! Trotz seines anstrengenden Schreibstils wollte ich das Rätsel knacken und herausfinden, wer lügt und wer die Wahrheit sagt.

Ich selbst wusste einfach nicht, wem ich glauben soll. Ehrlich gesagt, war es mir aber sogar (fast) irgendwann egal, weil ich alle Figuren und ihr redundantes „Geschwafel“ nur noch anstrengend fand.

sorryfürdieWortwahl

callitTacheles
Ich wollte endlich wissen, was wirklich passiert ist! Und dann?! Dann war das Buch zu Ende und der Autor wurde leider nicht konkret genug... es war für mich einfach nicht auserzählt. 🧐

Fazit:
Was ich haben wollte:
☠📖 einen spannenden Roman
Was ich bekommen habe:
💬🗣 seitenlange philosophische Monologe
Was ich für mich schlussfolgere:
🧑‍🎓👨‍🏫 keine Romane mehr von Mathematikern.

Von mir bekommt ihr also leider keine Leseempfehlung.

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