Cover-Bild Deine kalten Hände

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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau Verlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 312
  • Ersterscheinung: 15.02.2019
  • ISBN: 9783351037628
Han Kang

Deine kalten Hände

Roman
Kyong-Hae Flügel (Übersetzer)

Ein großer Roman über die Einsamkeit der menschlichen Existenz.

Eines Tages verschwindet der Bildhauer Jang Unhyong beinahe spurlos. Er hinterlässt seine faszinierenden Gipsabdrücke von Händen und Körpern – und ein bewegendes Tagebuch, das seine lebenslange Suche nach Nähe und Wahrhaftigkeit in einer Welt voller Masken schildert.
»Han Kang erzählt zugleich mit großer Brutalität und großer Poesie – eine Mischung, die nur wenigen Schriftstellern gelingt.« Stern.

»Man kann sich dieser Stimme nicht entziehen.« Independent.

Von der Autorin des internationalen Bestsellers »Die Vegetarierin«.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 9 Regalen.
  • 3 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2019

Emotional

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Cover:
Das Cover des Buches spricht mich auf jeden Fall an. Wir sehen eine Frau, bei der im Gesicht ein Stück fehlt. Es ist sehr passend zur Geschichte an sich gewählt und typisch Han Kang.

Protagonist:
Unser ...

Cover:
Das Cover des Buches spricht mich auf jeden Fall an. Wir sehen eine Frau, bei der im Gesicht ein Stück fehlt. Es ist sehr passend zur Geschichte an sich gewählt und typisch Han Kang.

Protagonist:
Unser Protagonist ist ein Bildhauer bzw. Künstler der sich auf Hände aus Gips fixiert hat. Er ist ein wenig seltsam und seine Handlungen sind nicht immer nachvollziehbar, dennoch kam ich im Buch gut mit ihm zurecht.
Er führt ein eher einfaches Leben, in dem er immer wieder Menschen kennen lernt, die irgendwelche Probleme haben. Gerade in den asiatischen Ländern sind körperliche Makel verpönt, was man im Buch sehr gut merkt. Doch man erfährt auch was hinter den Personen steckt, wie es dazu kam.

Schreibstil:
Das Buch hat den typischen asiatischen Schreibstil. Ich mag diese Art von Erzählung sehr gerne. Es geht um Menschen, die Probleme haben und deswegen oft anecken. Die Leidensgeschichten haben mich oft Mitgefühl für die Personen empfinden lassen und allgemein war das Buch sehr emotional und hat mich mitgenommen.
Das Buch endet eher abrupt, was mich etwas ratlos zurück lies. Dennoch muss ich sagen es hat perfekt zur Geschichte gepasst. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch der Autorin.

Fazit:
Ein Buch das mit seinen emotionen noch lange nachklingt. Einfach super.

Veröffentlicht am 31.05.2019

Die zweite Haut

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Es ist wirklich keine neue Erkenntnis, dass wir in einer Welt der Äußerlichkeiten und des schönen Scheins leben. Wie es dabei im Inneren des Menschen aussieht, gibt niemand gern preis. Noch extremer mag ...

Es ist wirklich keine neue Erkenntnis, dass wir in einer Welt der Äußerlichkeiten und des schönen Scheins leben. Wie es dabei im Inneren des Menschen aussieht, gibt niemand gern preis. Noch extremer mag es in der asiatischen Welt sein: Welche Gefühle verbergen sich wirklich hinter einem Lächeln?
Als guter Beobachter erfährt Jang Unhyong bereits als Kind schmerzlich, was Menschen hinter einer solchen lächelnden Maske verstecken können. Seitdem ist er bestrebt, die offizielle, gesellschaftsfähige Hülle von Menschen zu durchschauen, die Geheimnisse dahinter zu entdecken. Als Bildhauer entwickelt er schließlich das „Lifecasting“, eine Methode, Gipsabdrücke von Menschen herzustellen, die besonders naturnah und dicht an der körperlichen Realität sind.
Aus zwei unterschiedlichen Erzählperspektiven schildert die Schriftstellerin Han Kang von Jang und seiner Beziehung zu zweien seiner Modelle, die äußerlich völlig gegensätzlich erscheinen, aber beide als Kinder Dinge erlebten, die sie zu Außenseitern machten. In einer Art Tagebuch beschreibt Han die ständigen Bemühungen des Künstlers, ein Abbild von den Frauen zu nehmen, die Gipshülle des Erscheinungsbildes als leere Hülle zu präsentieren und zu dem wahren Wesen der Frauen zu gelangen: seine Absicht ist, „Menschen die verletzliche Hülle abziehen, um in ihr Inneres zu sehen“. Dabei bleibt sie eher sachlich beobachtend und kühl. Es ist verwirrend, wie wenige Emotionen ihr Roman aufkommen lässt. Vielleicht liegt es daran, dass viele Erkenntnisse zu oft wiederholt und erläutert werden? Oder zu offensichtlich sind? Zu den Protagonisten besteht ebenfalls viel Distanz. Gewollt? Wie auch immer, es bleibt ein eher unterkühltes Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 21.05.2019

So echt, so perfekt und doch nur ein Abbild

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„Was andere für echt hielten, zweifelte ich hartnäckig an, und womit sich alle zufrieden gaben, reichte mir nicht aus. Dafür entdeckte ich Schönheit, wo sonst niemand welche fand. Auf diese Weise versuchte ...

„Was andere für echt hielten, zweifelte ich hartnäckig an, und womit sich alle zufrieden gaben, reichte mir nicht aus. Dafür entdeckte ich Schönheit, wo sonst niemand welche fand. Auf diese Weise versuchte ich zum Inneren der Dinge vorzudringen, deren Äußeres man sehen, hören, riechen und berühren konnte.“


Inhalt


Unhyong Jang lernt schön früh, dass sich Menschen hinter einer Maske verstecken, dass selbst ein freudestrahlendes Gesicht, wie das seiner Mutter, nur aufgesetzt sein kann und die echten Charakterzüge verbirgt.

Als Erwachsener entwickelt er eine ganz besondere Form der Kunst, mit deren Hilfe er die äußere Wahrheit zeigen möchte aber gleichzeitig auch ihre Zerbrechlichkeit und Lüge. Er nimmt von verschiedenen Frauen Gipsabdrücke, dabei konzentriert er sich immer auf ein anderes Körperteil. Zunächst sind es die Hände, dann ganze Körper oder nur das Gesicht – je nachdem welchen Teil der Frau er abbilden möchte. Doch seine Modelle sind in erster Linie besonders und entsprechen nicht dem gängigen Schönheitsideal.

In zwei Frauen verliebt er sich – die eine ist ein wahres Schwergewicht und in ihren Körperformen kann er sich verlieren, doch bald schon entwickelt sie psychische Probleme, die sie in eine schwerwiegende Krankheit führen, die Unhyongs Einfluss nicht mildern kann. Die andere ist zwar äußerlich wunderschön, erstarrt aber immer wieder in ihrer Art, sie scheint etwas zu verbergen, was sie niemandem verraten möchte. Doch damit kann der junge Künstler leben, er nimmt sich die Zeit auch diese Frau zu erkunden, um ihr wahres Ich zu enthüllen. Doch die zerstörerische Kraft dieser Beziehung ändert auch seine Sicht auf die Dinge …


Meinung


Die koreanische Schriftstellerin Han Kang hat mit ihren Werken mittlerweile internationale Erfolge gefeiert und widmet sich in diesem Buch einer Person, die selbst auf der Suche nach Nähe und Ehrlichkeit ist und nur durch stetiges Beobachten und einige Rückschläge ihrem Lebenssinn etwas näherkommt. Auf die Geschichte über die Möglichkeiten des Ausdrucks mittels künstlerischer Gestaltung aber auch die Grenzen, die nicht überwunden werden können, war ich sehr gespannt, weil mir allein die Inhaltsbeschreibung noch keine Auskunft geben konnte, ob diese Erzählung meinen Lesegeschmack treffen könnte oder eher nicht.

Im Grunde genommen passiert sehr wenig: Ein Mann verschwindet und hinterlässt Tagebuchaufzeichnungen und sein Gesamtkunstwerk, welches er minutiös in Schriftform festhält, inklusive der einzelnen Ereignisse, die zu den Objekten passen. Dennoch gelingt es der Autorin, den Leser zu unterhalten und ihn gewissermaßen für die kleinen, feinen Details der Schaffensgeschichte zu begeistern. Dabei wahrt sie jedoch eine kühle Distanz, die ebenso wie die Skulpturen zwar eine äußere Fassade besitzt, aber gleichermaßen eine hintergründige Aussage.

Die Frage der Schönheit kommt immer wieder auf, sie wird auf subtile Art und Weise hinterfragt und zeigt erschreckend deutlich, welche Auswirkungen eine gebrochene Seele auf den menschlichen Körper haben kann aber auch umgekehrt, wie viel Aufmerksamkeit dem Äußerlichen zu Teil wird, ohne jemals in die Tiefen des Herzens geblickt zu haben. Die Frage nach Schein und Sein dominiert den Text und man findet verblüffende Parallelen, Beispiele aus dem ganz normalen Alltag, die ebenfalls diese Schnittmenge aufweisen und denen ich normalerweise kaum Beachtung schenke.

Die Sprache ist poetisch, wenn auch kühl, die Charaktere bleiben weitestgehend anonym, haben nicht einmal richtige Namen. Die Geschichte überzeugt dennoch, schon allein aufgrund ihres ungewöhnlichen Ansatzes, ihrer Ausführung und der stillen, unbestimmten Entwicklung aller Personen, die die Gedankenwelt des Lesers eher am Rande streifen, als sich in ihr festzusetzen.


Fazit


Ich vergebe gute 4 Lesesterne für diesen ausdrucksstarken Roman, der eine Thematik anschneidet, mit der ich einerseits wenig Berührungspunkte habe, die mir aber in ihrer Form durchaus wertvolle Inhalte vermitteln konnte. Besonders einprägsam wird der Text, weil er gänzlich ohne Bewertungen auskommt. Jedwedes Verhaltensmuster scheint tiefen Ursprungs zu sein, der Betrachter erhascht jedoch nur kleine Momentaufnahmen, so dass eine Anmaßung über korrektes oder schuldhaftes Verhalten erst gar nicht zur Sprache kommt.

Interessant empfand ich auch die Kraft der Selbstzerstörung auf Grund gesellschaftlicher Normen, die ein Individuum nicht immer erfüllen kann. Im Kern habe ich dabei den Aspekt der Selbstliebe gefunden, der Akzeptanz all jener Fehler, die den Menschen so liebenswert und einmalig machen, auch dann, wenn alle Hüllen zerbröckeln. Prädikat: Lesenswerte Belletristik mit Unterhaltungswert.

Veröffentlicht am 25.04.2019

Menschliche Abgründe

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INHALT:
Eines Tages verschwindet der Bildhauer Jang Unhyong beinahe spurlos. Er hinterlässt seine faszinierenden Gipsabdrücke von Händen und Körpern – und ein bewegendes Tagebuch, das seine lebenslange ...

INHALT:
Eines Tages verschwindet der Bildhauer Jang Unhyong beinahe spurlos. Er hinterlässt seine faszinierenden Gipsabdrücke von Händen und Körpern – und ein bewegendes Tagebuch, das seine lebenslange Suche nach Nähe und Wahrhaftigkeit in aller Welt voller Masken schildert.

MEINUNG:
Ich habe bereits beiden voran gegangen Bücher von Han Kang gelesen: Die Vegetarierin und Menschenwerk. Ersteres hat mich gleichzeitig fasziniert und abgestoßen und gerade deswegen sehr begeistert. Menschenwerk fand ich ganz in Ordnung. Konnte mich aber nicht ganz so begeistern. Umso gespannter war ich nun auf Deine kalten Hände.

Alles beginnt mit der Schriftstellerin H., die eines Abends den Bildhauer Jang Unhyong kennenlernt und mir ihm ins Gespräch kommt. Wochen später meldet sich Unhyongs Schwester bei ihr, weil er spurlos verschwunden ist und ein Manuskript/ Tagebuch hinterlassen hat, welches H. bitte lesen soll, um so herauszufinden, wo Unhyong stecken könnte. Später wird klar, dass Unhyongs Schwester ihn einfach zu wenig kennt, um zu wissen, wo er sein könnte. H. ist einer seiner letzten Kontakte.

Unhyong ist ein spezieller junger Mann (am Ende des Buches ist er um die 40), aber man erfährt ganz genau, warum, denn Unhyong beschreibt sein ganzes Leben, angefangen mit seiner Kindheit und der Familienkonstruktion. Man merkt schnell, dass er ein stückweit in seiner eigenen Welt lebt und vor allem, dass er damit zufrieden ist, was er tut. Er wirkt für Außenstehende recht emotionslos, aber ich hatte den Eindruck, er hat seine ganze eigene Sicht auf die Dinge. Zum Teil war es auch einfach erfrischend, wie er an vieles einfach pragmatisch heran gegangen ist und weniger emotional gesteuert war.

Für seine Arbeit als Bildhauer sucht Unhyong immer neue Modelle und trifft eines Tages auf L. ich glaube, dass mit den abgekürzten Buchstaben soll wirklich so sein und ist keine Freiheit der Übersetzerin. Durch die Abkürzung des Vornamens wirken die Personen recht austausch- und unnahbar, aber dass ist keineswegs immer so, denn L. ist wichtige Frau in Unhyongs Leben. Liebe würde es nicht nennen, aber sie ist für ihn zunächst als Modell von großem Interesse. L. ist zunächst stark übergewichtig bis Unhyong sie wieder trifft: Schlank, aber mit nicht weniger Problemen behaftet. Es wird bildhaft beschrieben wie L. sich permanent selbst zerstört. Unhyong bietet ihr einen Unterschlupf und auch Hilfe an. Was und wie viel sie ihm bedeutet kann nicht so richtig benennen.
Es ist faszinierend, wie die Arbeit von Unhyong geschildert wird und wie das auch für seine Modelle, vor allem Frauen ist. Unhyong ist definitiv nicht an „normalen“ Modellen interessiert, sondern ist eher von den menschlichen Makeln angezogen. Ich glaube, es gibt kaum einen Menschen, der vorurteilsfreier sein könnte als Unhyong. Ich habe häufig den Eindruck, dass Koreaner, zumindest die geschilderten in Han Kangs Büchern, immer sehr angepasst leben, aber unter der Oberfläche brodelt es gewaltig und wenn es hier mal zum Ausbruch kommt, dann tun sich große menschliche Abgründe auf. Man muss das wohl mögen. ?

FAZIT:
Von allen Büchern von Han Kang ließ sich dieses am leichtesten lesen, wenn das so formulieren kann. Natürlich gibt es hier auch sehr (selbst-)zerstörerische Phasen der Charaktere, aber die Geschichte springt nicht so sehr wie in Menschenwerk und Die Vegetarierin. Hier ist ein roter Faden erkennbar und die Geschichte kommt zu einem relativ zufriedenstellenden Ende, fast schon ungewöhnlich für die Autorin. Ich würde es als gutes Einstiegsbuch empfehlen, wenn man die Autorin kennenlernen möchte.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.03.2019

Hinter der Maske

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Der koreanische Bildhauer Jang Unhyong ist eines Tages verschollen. In seiner künstlerischen Arbeit hat er Gipsabdrücke von Händen und Körpern angefertigt. Dadurch ist er der Schriftstellerin H. aufgefallen, ...

Der koreanische Bildhauer Jang Unhyong ist eines Tages verschollen. In seiner künstlerischen Arbeit hat er Gipsabdrücke von Händen und Körpern angefertigt. Dadurch ist er der Schriftstellerin H. aufgefallen, die mit ihm auch einmal ein Gespräch geführt hat. In dem Versuch seiner Schwester, den Mann zu finden, gelangt H. an sein bewegendes Tagebuch. Es dokumentiert seine lebenslange Suche nach Nähe und Wahrhaftigkeit in einer Welt voller Masken.

„Deine kalten Hände“ ist ein ungewöhnlicher Roman von Han Kang.

Meine Meinung:
Der Roman beginnt mit einem langen Prolog, der in sieben Kapitel unterteilt ist. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht der Schriftstellerin H. Dann folgt – nach einem Vorwort – das Tagebuch des Bildhauers, ebenfalls aus der Ich-Perspektive geschrieben. Es besteht aus drei Teilen, die wiederum in mehrere Abschnitte, jeweils mit Überschriften markiert, untergliedert sind. Der Roman endet mit einem Epilog, wieder aus der Sicht der Schriftstellerin, mit vier kurzen Kapiteln. Der Aufbau wirkt gut durchdacht und einleuchtend.

Der Schreibstil ist besonders. Er scheint einerseits schnörkellos und recht nüchtern, andererseits aber geradezu poetisch und voll von Symbolen. Die Sprache hat mich fasziniert, verlangt dem Leser allerdings eine hohe Aufmerksamkeit ab. Der Einstieg in die Geschichte gelang mir ohne Probleme.

Der Roman beschränkt sich auf wenige Charaktere. Im Vordergrund steht natürlich der Künstler, über den man am meisten erfährt. Jedoch fiel es mir schwer, aus ihm und den anderen Protagonisten schlau zu werden. Alle Figuren erscheinen recht kühl und bleiben merkwürdig auf Distanz, was sich zum Beispiel darin äußert, dass der Name der Schriftstellerin nur abgekürzt wird. Es ist schwierig, Sympathie für die Personen zu empfinden, obwohl es sich um reizvolle Charaktere handelt.

Die Grundthematik des Romans finde ich sehr interessant. Es geht um die Einsamkeit der menschlichen Existenz und die Suche nach der Wahrheit. Was verbergen die Menschen hinter ihrer Maske, hinter ihrer Hülle? Was ist Schein, was ist Sein? Mit diesen Fragen setzt sich der Bildhauer auch künstlerisch auseinander.

In seiner Kindheit erlebt der Künstler Neid, Eifersucht und Verrat, was ihn zum Außenseiter werden lässt. Die Schilderungen dazu konnten mich bewegen. Allerdings lässt der Roman auch vieles offen – für meinen Geschmack zu viel, denn so blieb mir einiges unverständlich.

Das Nachwort der Autorin fällt leider ziemlich kurz aus und trägt recht wenig zum Verständnis der Lektüre bei. Es gibt aber Einblicke in den Schreibprozess, was ich interessant finde.

Das Cover wirkt sehr künstlerisch, was thematisch gut zum Roman passt. Der deutsche Titel ist treffend gewählt.

Mein Fazit:
„Deine kalten Hände“ von Han Kang ist ein Roman, zu dem ich keinen vollständigen Zugang finden konnte. Der Inhalt ist verstörend, aber auch aufwühlend und zum Nachdenken anregend. Meinen hohen Erwartungen wurde das Buch leider nicht in Gänze gerecht. Doch wegen seiner Besonderheit halte ich es dennoch für lesenswert.