Cover-Bild Fallen Shadows
(3)
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 460
  • Ersterscheinung: 27.02.2021
  • ISBN: 9783752643428
Hannah A. Lear, Eva Abyss

Fallen Shadows

Lost Heart
Fünf Menschen. Fünf Geschichten. Aber nur ein Schicksal.

Während Rijel, Arian und Ileana wohlbehütet aufwuchsen, lebten die Brüder Duarte und Angor versteckt bei Leyans Eltern im Untergrund Duhrons, dem feindlichen Königreich. Verborgen vor den Augen ihres Onkels, der ihnen den Thron geraubt hatte und den sie nun zurückerobern wollen. Komme, was wolle. Doch was, wenn plötzlich die Liebe zwischen diese Pläne gerät, um sie zu durchkreuzen? Verrat und Hoffnung, Freund und Feind, Glück und Leid, Liebe und Hass. Nichts ist wie es scheint.

Rijel: "Ich war nie wer ich glaubte zu sein. Doch als ich dachte mich verloren zu haben, tauchten meine Brüder auf und brachten alles durcheinander."

Duarte: "Alles worauf ich hoffte, war der Tod meines Onkels, bis die Liebe in mein Leben trat."

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2021

Die gefallenen Schatten sind erst der Anfang...

0

Mit „Lost Heart“ beginnt die Buchreihe „Fallen Shadows“ des Autorenduos Hannah A. Lear und Eva Abyss. Es gehört zum Genre Romantasy und hat einen schönen fantastisches Touch, spielt in der Zeit des Mittelalters, ...

Mit „Lost Heart“ beginnt die Buchreihe „Fallen Shadows“ des Autorenduos Hannah A. Lear und Eva Abyss. Es gehört zum Genre Romantasy und hat einen schönen fantastisches Touch, spielt in der Zeit des Mittelalters, bleibt aber modern in der Sprache sowie anderen Kleinigkeiten und bekommt in Liebesdingen einen dunklen romantischen Einfluss verpasst, so dass es eine modern gehaltene Fantasygeschichte aus vergangener Zeit ist und sich an Leser ab jungen Erwachsenen bis ins Grenzenlose richtet.

Die Handlung beginnt mit einem kurzen einleitenden Prolog und lässt dich noch voller Rätsel dastehen. Doch sogleich geht es in die Gegenwart zu den einzelnen mitwirkenden Charakteren. Es spielen zwar so einige wichtige Menschen für die Geschichte hier mit, aber ich hatte keine Probleme mit den verschiedenen Sichtweisen und mochte es sehr diese Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln zu verfolgen.
Man befindet sich in einer Fantasiewelt, die aus den beiden Teilen Xyandrien und Duhon besteht, die viele Jahre durch eine Schattenwand getrennt wurde. Beide Reiche bekriegen sich nach wie vor, selbst das hat die vergangene Zeit nicht heilen können. Auf beiden Seiten gibt es zum einen Menschen und die Völker sind noch geteilt in Siloren und Thelare sowie in Lautlose, Lendgals und Amorenen. Die Völker an sich beherrschen verschieden Fähigkeiten und auch in ihrem Lebensstil sowie in ihren Gebräuchen unterscheiden sie sich. Rein äußerlich würden diese Unterschiede nicht für das bloße Auge auffallen.
In einem angenehmen Tempo wird man in die Geschichte und ihre verschiedenen Richtungen, Charaktere, Vergangenheit und Entwicklungen mit fesselnder und spannender Handlung in die vorzufindende Welt eingeführt. Die Fehde zwischen den Herrscher überdauert Zeit und Raum. Deren Nachkommen werden natürlich mit hereingezogen und es ist an der Zeit, die Sichtweisen und den unnützen Krieg zu beenden. Jedoch müssen sich alle erstmal diesem Kampf stellen. Und diese nichtsnutzige Liebe macht dem ganzen natürlich noch einen riesen Strich durch die Rechnung, so dass sich 5 Menschen ihrem Schicksal stellen müssen.

Ileana, Prinzessin Xyandriens und Tochter Xyans, könnte eigentlich ein unbeschwertes und leichtes Leben haben, aber dem ist nicht ganz so. Ihr Vater ist ein Tyrann, hält sie vom wahren Leben fern, doch sie setzt ihren eigenen Kopf oft genug durch. Ileana soll verheiratet werden, doch ihr Plan sieht anders aus. Sie ist nicht die typische Prinzessin, hat Herz und Verstand und erkennt sehr schnell den Ernst der Lage.

Rijel, aufgewachsen bei den Siloren als Ziehtochter und immer an ihrer Seite ihre „Geschwistern“ und Freunde Arian und Lorenion. Sie weiß lange nicht wer sie wirklich ist, aber dieses Geheimnis kommt durch Zufall ans Licht und ab da ändert sich einfach alles, auch ans Rijels Ansichten und ihrer Zukunft. Sie scheut keinen Kampf und entdeckt die Welt, die die umgibt ganz neu.

Duarte und Angor, zwei Brüder, aufgewachsen im Reich der Schatten, versteckt vor dem Machtgierigen Onkel Lucien. Beide sind geheimnisvoll, düster, kämpferisch und draufgängerisch. Etwas sind sie auch wie Feuer und Wasser. Wie Geschwister nun mal sind, streiten sie sich, sind nicht immer einer Meinung, raufen sich, aber sie stehen immer füreinander und ihre kleine Familie ein. Duarte, ist der etwas ruhigere Part der beiden, behält den Überblick und führt an, aber wehe sein Fass ist am überlaufen, dann rettet man sich lieber ins Trockene. Angor neckt, immer mit einem Schalk im Hintergund, aber auch mit einem riesigen Herzen und er ist sehr impulsiv, verzeiht aber auch wieder. Beide zusammen sind eine explosive Mischung und man weiß ganr nicht wen man lieber mag, sie haben beide das gewisse etwas. An ihrer Seite ist Leyan, der wie ein Bruder für sie ist, ihnen aber auch uneingeschränkt folgt und beiseite steht. Auch er versprüht diesen gewissen Scharm und führt Dinge lieber schnell aus, als sie zu zerreden.

Alle Charakter sind in ihren Eigenarten wunderbar dargestellt worden, jeder hat etwas besonderes an sich und viele Facetten kommen zu Tage. Einige sind Freund und andere wissen in ihrer Not manchmal nicht, welche denn nun die richtige Seite ist oder wie der Weg dort hinführt.

Der Schreibstil ist sehr schön, man merkt gar nicht, dass hier zwei Schreiberlinge am Werk waren und sie haben eine perfekte Symbiose gefunden. Man wird zwar seicht, aber immer mit steigernder Spannung durch die Handlung geführt und möchte einfach nur erfahren, wie es weitergeht. Die einzelnen Passagen, Beschreibungen, Momente, Ereignisse, Fähigkeiten und Elemente wurden faszinierend und beeindruckend sowie sehr bildhaft beschrieben und man fühlte sich lebendig dabei. Was mir wirklich sehr gefallen hat, der Wandel zwischen einer sehr alten Zeit und der heutigen Moderne. Man fühlte sich zum einem um Jahre versetzt, wie es nun mal im Mittelalter war, aber man bediente sich nicht ausschließlich daran. Das hat mir besonders gut gefallen, da ich manchmal mit diesen Zeitepochen meine Probleme habe. Auch die Kampfszenen wurden nicht übertrieben und genügend eingefügt.
Die Handlung selbst ist sehr spannend, geheimnisvoll, fesselnd, abenteuerlich und auch kämpferisch. Aber auch Emotionen und die Liebe spielen hier in ihren verschiedenen Facetten eine entscheidende Rolle, ebenso die dazugehörigen sinnlichen und neckenden Momente.
Die einzelnen Kapitel habe unterschiedliche Leselängen und werden aus mehreren Perspektiven im sichtbaren Wechsel in der Ich-Perspektive wiedergegeben. Die Gedanken und Gefühle aus verschiedenen Sichten zu erfahren, war sehr schön, vor allem auch wichtig und macht es um einiges verständlicher, die Interaktionen und Handlungen nachzuvollziehen, auch wenn noch vieles im verborgenen blieb.

Das Buchcover ist einfach nur wunderschön und lässt Raum für Spekulationen und verrät nichts von der Story. Es ist schwarz und nur mit passenden Highlights und Applikationen versetzt. Für mich ein echter Eyecatcher. Auch im inneren des Buches wurde auf ein schönes Design geachtet. Zudem gibt es Warnhinweis, ein Inhaltsverzeichnis und zum Ende ein Personenverzeichnis sowie eine Zusammenfassung der Völker.

Mein Fazit: Eine sehr gelungene, bildhafte und fantastische Reise in die Welt von Fallen Shadows und den verlorenen Herzen. Ich freue mich auf die Fortsetzung, denn es gibt noch soviel zu lösen und zu erfahren und auch das Ende hält alles an Spekulationen offen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2021

Spannende High Fantasy mit leicht düsterer Atmosphäre und zahlreichen expliziten Szenen

0

Tauche ein in eine liebevoll und schön erschaffene Welt, über die man schnell einen Überblick hat, die man sich bildlich vorstellen kann und in der man die Zeit dort genießen kann, zumindest wenn man sich ...

Tauche ein in eine liebevoll und schön erschaffene Welt, über die man schnell einen Überblick hat, die man sich bildlich vorstellen kann und in der man die Zeit dort genießen kann, zumindest wenn man sich nicht gerade in spannungsgeladenen kriegerischen Szenen befindet.

In diesem Buch treffen mehrere Charaktere aus unterschiedlichen Stämmen bzw. aus unterschiedlichen Königreichen aufeinander, die verschiedene Fähigkeiten besitzen, die sie zum Teil erst im Laufe der Geschichte entdecken und weiterentwickeln. Wenn auch zunächst aus unterschiedlichen Motiven schließen sie sich zusammen. Die einen, um den eigenen Onkel vom Thron zu stoßen, die anderen, um die Schattenwand wiederherzustellen und weitere wiederum aus anderweitigen Gründen. Zu Beginn herrscht unter den Charakteren Misstrauen, doch schaffen sie es mit der Zeit und den gemeinsamen Erlebnissen Vertrauen aufzubauen und falls ja, bekommt jeder dieser Charaktere dieses Vertrauen zurecht? So viele Fragen, so unterschiedliche Antworte – lies am besten selbst, was die Charaktere durchmachen müssen und ob sie das zusammenschweißt oder eher voneinander trennt bzw. ob sie ihre Ziele erreichen können.

Am Anfang weiß man noch nicht recht, was einen erwartet und in welche Richtung die Geschichte geht. Man kann sich also an der ein oder anderen Stelle überraschen lassen und gespannt das Lesen genießen. Aber keine Angst, man ist schnell in der Geschichte drin und hat einen guten Überblick. Und je weiter man liest, desto besser wird das Zusammenhangsverständnis und man fühlt sich in der Welt der Charaktere beinahe zuhause.

Zu erwähnen ist die schöne Seitengestaltung bei Kapitelanfängen, die einen inhaltlichen Bezug haben.
Zum Teil gibt es längere Kapitel. Dies ist passend, gerade am Anfang, um in die Geschichte reinzukommen und ein erstes grobes Bild von der Welt, in der die Charaktere leben zu bekommen. Von der Länge zu Beginn darf man sich nicht abschrecken lassen, auch wenn man sich zunächst vielleicht ein bisschen erschlagen fühlt oder kürzere Kapitel bevorzugt - diese gibt es auch gelegentlich - , aber wenn man längere Kapitel gar nicht mag, wird es schwierig, einen Zugang zu dieser Geschichte zu bekommen.

Der Schreibstil ist locker gehalten, lässt sich flüssig lesen und führt uns so gut durch die Geschichte. Zudem sorgt er dafür, dass wir gut in der Welt, in der die Handlung spielt, ankommen und eine bildliche Vorstellung von den Geschehnissen haben. An einigen Stellen ist es sehr vulgär, insbesondere in den expliziten Szenen oder wenn die Charaktere über solche sprechen, aber wenn es einem nichts ausmacht, dann lässt sich das Buch vom Schreibstil her gut lesen.

Es gibt mit jedem Kapitel Perspektivwechsel, die an inhaltlich passenden Stellen gesetzt wurden und jeweils einen flüssigen Übergang herstellen. Fast immer müssen wir Leser durch diese nicht in Zeit und Raum umherspringen, sondern die Wechsel sind zumeist dort gesetzt, wo die Charaktere eh aufeinandertreffen oder sogar schon zusammen unterwegs sind.

Es tauchen viele Charaktere und Völker auf. Um diese auseinanderhalten und einordnen zu können, gibt es am Ende ein Völker- und ein Personenverzeichnis. Es ist für das Verständnis nicht zwingend notwendig, aber wenn ihr zwischendurch nicht sicher seid, von wem gerade die Rede ist, schaut dort einfach mal nach, gespoilert werdet ihr dadurch nicht.
Durch die Erzählweise, das heißt durch die vielen Perspektivwechsel und daraus resultierend die Erzählung der Geschichte in der Ich-Form aus Sicht vieler verschiedener Charaktere kann es schnell passieren, dass man das Gefühl hat, zwar einen groben Überblick über die Charaktere zu haben bzw. dass man meint, diese oberflächlich zu kennen, aber denkt, dass eine persönliche Bindung kaum möglich ist. So haben wir Leser leider keinen Bezugscharakter, mit dem wir richtig mitleiden können oder bei dem wir das Gefühl haben, an seiner Entwicklung teilhaben zu können. Die Charaktere sind an sich jedoch gut ausgearbeitet und man erfährt sowohl durch ihr Verhalten als auch zwischen den Zeilen etwas über sie, aber durch die gewählte Erzählweise ist dies ein wenig gedämpft. Hoffentlich wird in den Folgebänden noch erreicht, dass wir sie besser kennenlernen und einen noch besseren Zugang zu ihnen erhalten. Bei einigen Charakteren kann man jedoch schon hier in Band Eins eine Charakterentwicklung erkennen - das ist schon einmal ein guter Anfang. Wenn ihr euch wegen der viele Perspektivwechsel nicht sicher seid, probiert es einfach mal aus und gebt dem ganzen eine Chance, es ist mal eine ganz neue Erfahrung.

Es herrscht kein schönes Frauenbild, deswegen waren mir die männlichen Charaktere zumeist nicht so sympathisch, da sich vieles auf Körperlichkeiten beschränkt und die Frauen einen geringeren Wert oder zumindest weniger Sagen zu haben scheinen, als die Männer bzw. sie sich diesen bedingungslos zu unterwerfen haben. Mit den Frauen wird teilweise fast umgegangen wie mit Gegenständen - von Romantik ist häufig keine Spur. Doch keine Angst, auch die männlichen Charaktere haben andere Seiten und einige von ihnen erfüllen schon eher das Rollenbild, das dem unseren nahekommt. Gib ihnen als Leser die Chance, dich von ihnen zu überzeugen.
In dem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass es einige explizite Szenen mit vulgärer Sprache gibt - wenn du damit nicht so gut umgehen kannst, schmälern diese dir den Lesergenuss.
Schade finde ich, dass es in der Geschichte so gut wie keinen Charakter, den wir über einen längeren Zeitraum begleiten, gibt, der sich nicht zu einem anderen hingezogen fühlt. Manchmal war mir das too much, da wäre weniger mehr gewesen. Zum Teil waren es viele Andeutungen auf ein Knistern bzw. auf eine romantische oder körperliche Spannung, aber keine konkretere Ausgestaltung. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Detail gewünscht, sodass es ein bisschen authentischer gewirkt hätte. Da wäre es aus meiner Sicht kein Problem gewesen, wenn nicht jeder Charakter Gefühle der Liebe oder des Verlangens verspürt hätte.

Es gibt einige unerwartete Wendungen, die immer wieder Spannung in die Geschichte reinbringen, die Handlung auf ungeahnte Wege leitet und uns Leser mitfiebern lassen.

Ich hätte mir gewünscht, dass die Magie bzw. die Fähigkeiten eine noch größere Rolle spielen würde, aber dafür, dass dies erst der Auftakt war, haben wir schon einige gute Einblicke erhalten, die bestimmt noch weiter ausgebaut werden.

Das Buch enthält einige brutale Beschreibungen, bzw. Kampfszenen, die die Vorstufe eines Kriegsszenarios sind. Wenn ihr zartbesaitet seid, solltet ihr schauen, ob euch das trotzdem zusagt.

Insgesamt ist es ein spannender Auftakt einer Trilogie, den ich euch empfehlen kann und der neugierig auf die weiteren Entwicklungen in den Folgebänden macht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2021

Gute Story, aber weniger Sichtweisen wären vorteilhafter gewesen

0

„Fallen Shadows“ von Hannah A. Lear und Eva Abyss ist der Auftakt einer Fantasyreihe, bei der die beiden Autorinnen selbst sagen, dass es kein schüchternes Burgfräulein und keine edlen Helden gibt, zudem ...

„Fallen Shadows“ von Hannah A. Lear und Eva Abyss ist der Auftakt einer Fantasyreihe, bei der die beiden Autorinnen selbst sagen, dass es kein schüchternes Burgfräulein und keine edlen Helden gibt, zudem sei es ein wenig Dark, da durchaus das eine oder andere Blut fließt und diese Meinung kann ich nur bestätigen.
Die Story klang für mich unglaublich spannend: In Xyandrien herrscht Xyan unerbittlich über sein Volk und seine Tochter Ileana. Sein größter Wunsch ist es, das verfeindete Reich Duhron zu erobern und zu plündern. Doch beide Reiche sind durch Schatten getrennt. In Duhron leben die zwei Brüder Duarte und Agron versteckt vor ihrem Onkel, dem Herrscher über das Reich. Sie glauben, dass ihre jüngere Schwester bei einem Kampf vor vielen Jahren gestorben sei. Doch als die Schatten fallen, wissen sie, dass sie noch lebt und wollen sie suchen, ehe sie sich ihr Königreich zurückholen wollen. Währenddessen will Rijel genau diese Schatten wieder heraufbeschwören und ihre Ziehfamilie und Freunde in Xyandrien schützen und geht dafür überraschende Allianzen ein. Doch der Weg ist voller Gefahren und die eigenen Wünsche und Gefühle werden auf eine harte Probe gestellt.
Mir hat die Story sehr gut gefallen gehabt. Das Problem war aber vor allem, dass es sehr viele unterschiedliche Sichtweisen gab. Jeder Charakter, der eine größere Rolle spielt, hatte seine Kapitel, was auf den ersten Blick vielleicht toll ist, da so die verschiedenen Gefühle und Beweggründe rüberkommen konnten, allerdings hat man so eine Person nicht gänzlich kennengelernt, sondern eben von allen nur ein bisschen, wodurch ich mich keinem Charakter, bis auf Ileana, wirklich nahe gefühlt habe. Es wäre sicherlich besser gewesen, sich auf zwei oder maximal drei zu beschränken, jeder aus einer Gruppe irgendwie. Aber mit insgesamt sieben war das einfach zu viel, zu unübersichtlich teilweise, da es dann ein paar Rückblicke gab, ehe zu der Zeit der aktuellen Handlung zurückgeführt wurde. Zudem haben mich recht viele Fehler vom Lesen abgelenkt, sei es ein Wort oder Buchstabe zu viel oder zu wenig, logische Fehler usw., allerdings habe ich eine alte Version erhalten, in der neueren sollen diese alle überarbeitet worden sein, wodurch ich diesen negativen Aspekt nicht in mein Endresultat einfließen lasse. Mich hat es dennoch etwas beim Lesen behindert, sodass es dadurch noch etwas schwerer für mich war, der Handlung zu folgen. Ohne dieses wäre es für mich vielleicht etwas leichter gewesen.
Durch die Aussagen der Autorinnen war mir bewusst, dass es durchaus etwas blutiger wird, an sich ging das aber sogar, da hatte ich dann doch etwas mehr erwartet. Aber so war ich sehr zufrieden damit. Dass niemand weiter schüchtern ist und die Kerle keine Helden sind, kommt sehr schnell rüber. Die Damen hauen größtenteils einfach ihre Sätze raus, bis auf Ileana, die hält sich mehr zurück, und die Männer sind kleine bis größere Frauenhelden, die sehr oft das f-Wort benutzen. Teilweise war das wirklich sehr oft, was mich dann gestört hat. Es gibt noch so viele andere Wörter, um Sex zu umschreiben, auch vulgäre, aber das Wort wurde immer wieder wiederholt, dass es manchmal etwas anstrengend wurde. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass die Kerle die Frauen nur gut fürs Bett finden. Zum Glück gab es aber auch da kleinere Lichtmomente, in denen sich welche annähern und auch die Männer dann weicher wurden, auch wenn es nicht immer lange hielt. Anfangs fand ich das Trio Duarte, Angor und Leyan unglaublich unterhaltsam und spannend, aber das war dann auch ein kleines auf und ab bei mir, da sie mir oft zu vulgär und arrogant wurden. Ileana hingegen fand ich unglaublich toll. Sie war mein Lieblingscharakter. Als Prinzessin bekam sie nur den besten Unterricht, aber dennoch ist sie sehr auf dem Boden geblieben, was wohl vor allem an ihrem bösartigen Vater liegt. Einerseits ist sie mutig und wissbegierig, andererseits ist sie auch sehr zerbrechlich und sensibel. Ihre Kapitel haben mir von allen am besten gefallen und mir hat ihre Entwicklung sehr zugesagt.
Alles in allem bin ich gespannt, wie es mit der Geschichte weitergeht, weil mir die Handlung wirklich zusagt und ich Ileana ins Herz geschlossen habe. Aber ich wünsche mir, dass die Autorinnen für die weiteren Bände sich wirklich auf wenige Sichtweisen beschränken, auch wenn ich davon nicht ausgehe. Ich gebe dem Buch dreieinhalb Sterne wegen der guten Idee und der vielseitigen Charaktere, aber eben nicht mehr. Durch die ganzen Sichtweisen, wodurch mir die Charaktere nicht sonderlich nahekamen, bis auf Ileana, und den teilweise sehr vulgären Verhalten der Männer und gerade am Ende unlogischen Handlungen der Protagonisten kann ich dem Buch aber nicht mehr geben. Daher gebe ich auf Portalen, bei denen es keine halben gibt, auch auf drei Sterne runter. Ich kann dieses Buch dennoch allen Fantasyfans empfehlen, weil die Story wirklich gut ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere