Cover-Bild Über Leben
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24,00
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  • Verlag: Mitteldeutscher Verlag
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 07.01.2025
  • ISBN: 9783963119880
Hanno Rinke

Über Leben

Was bleibt und was nicht – in seiner Bilanz erzählt Hanno Rinke von einem so ungewöhnlichen wie selbstbestimmten Leben und von den verschlungenen Pfaden der Familiengeschichte von 1870 bis 2024 … Der eine Großvater preußischer Offizier, der andere polnischer Jude. Die Mutter ledig, der Vater im Gefängnis. Was wird daraus? „Es ist schön, zufrieden zu sein, dort, wo man ist. Noch schöner ist es, dort sein zu wollen, wo man sein könnte.“ Rinke setzt seinen Lebensmenschen – dem Partner, den Eltern –, den Zeiten, Orten, Ländern, anderen Menschen, denen er begegnet, mit seinem Bericht ein Denkmal, stets auf der Suche nach dem Glück, das letztlich in der Veränderung besteht. Und doch bleibt da immer ein Ort von besonderer Tiefe, die Straße Am Teich in Othmarschen, die Richtschnur dieses bewegenden Buches, das als Rondell die Geschichte seines Autors birgt und bewahrt. Was bleibt und was nicht? „Über Leben“ ist seine Antwort.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2025

Zynisch, intelligent & nachhaltig

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Kennst du Hanno Rinke?

Sein aktuelles Buch „Über Leben“ habe ich zuletzt gelesen. Es ist im Mitteldeutschen Verlag erschienen und hat mich nachdenklich gestimmt.

Hanno Rinke ist Komponist, Filmemacher- ...

Kennst du Hanno Rinke?

Sein aktuelles Buch „Über Leben“ habe ich zuletzt gelesen. Es ist im Mitteldeutschen Verlag erschienen und hat mich nachdenklich gestimmt.

Hanno Rinke ist Komponist, Filmemacher- und Schrifsteller. In seinem neuen Buch „Über Leben“ zieht er seine Lebensbilanz.

Seine Familie hat alte Wurzeln. Von diesen berichtet er uns auch zunächst. Diese reichen bis ins Jahr 1870 hinein. Einer seiner Großväter war Offizier preußischer Herkunft, der andere ein Polen lebender Jude. Inmitten dieser kuriosen Familienkonstellation wuchs Hanno Rinke auf.

Er berichtet auf ungeschönte, oft doch recht ironische Art von seinem Leben und nimmt gleichzeitig Abschied davon. Er stellt existenzielle Fragen: was passiert, wenn er geht und niemand aus seiner Familie mehr zurück bleibt? Er widmet sich seiner Partnerin, den Eltern und Menschen, die wichtig für ihn waren und seinen Lebensweg ebneten und begleiteten.

Anfangs fiel es mir schwer, ins Buch einzutauchen. Das liegt aber an mir, ich bin diese Art von Schreibstil nicht gewohnt. Doch nach kurzer Zeit konnte ich Hanno Rinke folgen und habe Seite für Seite bewusst gelesen und ganz auf mich wirken lassen. Sein Lebensbericht ist bereichernd, zynisch, überraschend, aber auch unterhaltsam. Eine Reise in die Vergangenheit, aber auch eine Beschreibung der Gegenwart. Interessant, feinsinnig, tiefgründig, aber auch mit einem gewissen Zynismus, mit leichter Ironie verbunden. Und manchmal tauchen auch melancholische Töne auf, als es um die Frage geht: was wird, wenn Hanno Rinke geht?

Das Buch hat meinen litarischen Horizont erweitert und hat mir gezeigt, dass auch Bücher dieses Genres lesenswert sein können.
Ein Lebenbericht, der zum Nachdenken anregt, Ehrlich, offen, anspruchsvoll und nachhaltig!

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Humorvolle Familienchronik

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„Wir waren eine glückliche Familie! Mit Achtung voreinander, mit Wut, mit Witz, im Bewusstsein immer füreinander da zu sein."
In „Überleben" erzählt der Schriftsteller, Komponist und Filmemacher Hanno ...

„Wir waren eine glückliche Familie! Mit Achtung voreinander, mit Wut, mit Witz, im Bewusstsein immer füreinander da zu sein."
In „Überleben" erzählt der Schriftsteller, Komponist und Filmemacher Hanno Rinke aus seinen Familienchroniken. Er beginnt im 19. Jahrhundert und hat gefühlt alles in seiner Familie dabei was nur geht. Deutsche Offiziere, getarnte jüdische Zweitfrauen, gesellschaftliche / politische Umbrüche und tragische Verluste. Eine zentrale Rolle nehmen seine Eltern Irene und Guntram ein. Mit viel Liebe und Humor erzählt er aus ihrem Leben. Besonders Rinkes Humor macht das Buch lesenswert. Es ist gespickt mit Ironie und Witz und lockert die teils schwer nachzuvollziehenden Verwandschaftsverhältnisse auf.
Schlußendlich erfahren wir aber aus Rinkes eigenem Leben gar nicht so viel, nur aus der Kindheit und den späten gemeinsamen Jahren mit seinen Eltern wird uns erzählt.
Vermutlich wird es hier wohl einen eigenen Roman geben.
Eine Empfehlung für dieses Buch und vielen Dank.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Über Leben

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Der Titel hat mich sofort angesprochen. Auch das Cover fand ich sehr ansprechend, was meine Neugier auf das Buch zusätzlich steigerte.

Zunächst musste ich mich kurz informieren, wer Hanno Rinke ist: Schriftsteller, ...

Der Titel hat mich sofort angesprochen. Auch das Cover fand ich sehr ansprechend, was meine Neugier auf das Buch zusätzlich steigerte.

Zunächst musste ich mich kurz informieren, wer Hanno Rinke ist: Schriftsteller, Komponist, Filmemacher und Musikproduzent. Diese vielseitigen Tätigkeiten machten mich noch neugieriger.

Enttäuscht wurde ich nicht. Man erfährt unglaublich viel über sein Leben und das seiner Wegbegleiter. Der Schreibstil ist angenehm, unterhaltsam und voller Witz. Zwar gibt es hin und wieder einige Längen, diese ziehen sich jedoch nie zu sehr in die Länge.

Die Kapiteleinteilung fand ich interessant gewählt. Statt einer chronologischen Ordnung nach Jahreszahlen, erfolgt die Gliederung nach Personen oder Themen. Das machte es manchmal etwas schwieriger, den Überblick zu behalten, doch letztlich findet man immer wieder in den Erzählfluss zurück.

Besonders gelungen fand ich die immer wieder eingestreuten Familienfotos, die die persönliche Verbindung noch vertieften.

Insgesamt bietet das Buch eine sehr persönliche Geschichte voller Höhen und Tiefen – ein Rückblick auf ein Leben, das Spuren hinterlässt. Es ist ein Werk, das das Leben festhält und bewahrt.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Hanno Rinke erzählt in diesem Buch von seinem Leben und seiner Familie

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Mit diesem Buch hat der Autor ein schönes Andenken an seine Liebsten geschaffen und ganz nebenbei uns Leser auf amüsante und besondere Weise unterhalten.

Zuerst möchte ich etwas zur Qualität des Buches ...

Mit diesem Buch hat der Autor ein schönes Andenken an seine Liebsten geschaffen und ganz nebenbei uns Leser auf amüsante und besondere Weise unterhalten.

Zuerst möchte ich etwas zur Qualität des Buches sagen. Ich habe dieses Buch unglaublich gern in der Hand gehabt, es fühlt sich einfach gut an. Der Leser bekommt hier nicht nur inhaltlich, sondern auch haptisch etwas geboten. Ein fester Einband, ein Lesebändchen und auffällig glatte und feste Seiten. Das hat mir neben dem sympathischen Prolog, gleich zu Beginn und auch während des Lesens, ein gutes Gefühl bereitet.
Hanno, geboren 1946 als Kind der Nachkriegszeit, startet das Buch mit seiner Familie. Er beginnt bei sich, dem einzigen Kind, und erzählt im Anschluss von seinen Eltern. Besonders interessant fand ich die unterschiedliche Herkunft seiner Großväter. Der eine, ein preußischer Offizier, der andere ein polnischer Jude. Der Vater, zeitweise im Gefängnis, und die Mutter, unverheiratet, und das zu dieser Zeit. Das konnte nur spannend werden.
Am schönsten an diesem Buch ist der Humor zwischen den Seiten. Der Autor erzählt mit viel Wortwitz und Ironie und hat mich das gesamte Buch über gut unterhalten. Meine Sympathie hatte er eigentlich schon, als er im Prolog vom „Strammen Max“ erzählte. Er schien mir ein interessanter und humorvoller Charakter, den ich unbedingt näher kennenlernen wollte. Ich glaube, er hat den Frohsinn von seinem Vater geerbt, denn auch seine amüsanten Äußerungen sind zahlreich im Buch vertreten. Die Wortgewandtheit hingegen stammt von seiner Mutter, denn so wie ich es herausgelesen habe, war genau das ihre Waffe in schweren Lebenssituationen. Gerade zu Kriegszeiten, wo das Leben alles andere als einfach war, hat Hannos Familie nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern immer das Beste aus allen Situationen herausgeholt. Man darf das Leben und sich selbst nicht allzu ernst nehmen, dann kann man auch schwierige Situationen leichter bewältigen.
Hanno Rinke hat einen schon sehr eigenen Erzählstil. Er verwendet in seinen Sätzen sehr viele Einfügungen, die mich oft vom eigentlichen Thema ablenkten. Wenn ich den Zusammenhängen und Beschreibungen zu Straßennamen, zu Geschäftspartnern, den Freunden, den Bekannten, wie den Verwandten, bis hin zu den Geliebten der Verwandten auch nicht immer folgen konnte, so gehört all das zu Hannos Leben mit dazu und hat seinen Platz in diesem Buch verdient. Mich haben die vielen Informationen manchmal etwas verwirrt, aber sie geben diesem Buch einen Charakter. Seine Berichte, die er zum Teil von seinen Eltern selbst erzählt bekommen hat, fand ich dennoch sehr anschaulich und interessant. Ich hatte viele Bilder vor Augen und konnte mir gewisse Situationen sehr gut vorstellen.
Man lernt eine Familie und einen Menschen kennen, der deutlich macht, was in seinem Leben und dem seiner Familie von Bedeutung war und welche Traditionen oder Bräuche ihnen nicht zusagten. Mit diesem Buch setzt der Autor seiner Familie ein Denkmal und nennt es einen Abschiedsbrief an seine verstorbenen Liebsten. Besonders auf den letzten Seiten wirkte er auf mich etwas nachdenklicher, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Da ich Familiengeschichten im Allgemeinen sehr gern lese und auch Erzählungen aus der Kriegszeit spannend finde, war das Buch für mich ideal. Dazu durfte ich einen interessanten Menschen samt seiner Familie kennenlernen. Vielleicht hätte mich eine Aufteilung nach Jahreszahlen weniger verwirrt und ich hätte einigen Passagen besser folgen können, aber ich bin mir sicher, dass der Autor bewusst diese Erzählweise gewählt hat. Für ihn hat das Buch einen besonderen Wert und so sei es ihm absolut freigestellt, wie er es verfasst.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Erinnerungen aus dem Leben des Autors

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Klappentext:
Was bleibt und was nicht, in seiner Bilanz erzählt Hanno Rinke von einem so ungewöhnlichen wie selbstbestimmten Leben und von den verschlungenen Pfaden der Familiengeschichte von 1870 bis ...

Klappentext:
Was bleibt und was nicht, in seiner Bilanz erzählt Hanno Rinke von einem so ungewöhnlichen wie selbstbestimmten Leben und von den verschlungenen Pfaden der Familiengeschichte von 1870 bis 2024 … Der eine Großvater preußischer Offizier, der andere polnischer Jude. Die Mutter ledig, der Vater im Gefängnis. Was wird daraus? „Es ist schön, zufrieden zu sein, dort, wo man ist. Noch schöner ist es, dort sein zu wollen, wo man sein könnte.“ Rinke setzt seinen Lebensmenschen - dem Partner, den Eltern, den Zeiten, Orten, Ländern, anderen Menschen, denen er begegnet, mit seinem Bericht ein Denkmal, stets auf der Suche nach dem Glück, das letztlich in der Veränderung besteht. Und doch bleibt da immer ein Ort von besonderer Tiefe, die Straße Am Teich in Othmarschen, die Richtschnur dieses bewegenden Buches, das als Rondell die Geschichte seines Autors birgt und bewahrt. Was bleibt und was nicht? „Über Leben“ ist seine Antwort.

In seiner Autobiografie „Über Leben“ erzählt Hanno Renke viele Anekdoten aus seinem und dem Leben seiner Eltern und Großeltern.

Der Autor zeichnet ein klares Bild von sich, seinen Vorfahren und von der Zeit in denen die Familienmitglieder gelebt haben.
Hanno Rinke ist der letzte männliche Nachkomme und ihm ist bewusst, dass mit ihm die Familie ausstirbt. Vielleicht ist das ein Grund um Bilanz zu ziehen.

Geboren wurde Hanno Rinke am 19. Juni 1946 in Berlin.
Seine Mutter war ledig und sein Vater saß im Gefängnis. Doch Hanno hatte eine behütete Kindheit und war seinen Eltern nahe bis zum Ende.

Hanno Rinke erzählt ausführlich von seinen Eltern. Dabei geht er zurück zu seinen Großeltern, so bekommt man ein gutes Bild von seinen Vorfahren. Ein Großvater war preußischer Offizier und einer war polnischer Jude. Seine Mutter stammte aus einer jüdischen Familie, was sie immer irgendwie belastet hat.

Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mich an den Schreibstil von Hanno Rinke zu gewöhnen. Nach einigen kurzen Kapiteln war ich aber in seiner Geschichte drin.
Hanno Rinke erzählt sein Leben aus der Ich-Perspektive.
Wenn er über seinen Vater erzählt, lässt er in auch oft selber zu Wort kommen. Das hat mich manchmal etwas verwirrt. Ich habe den Wechsel der Charaktere, die in der Ich-Perspektive erzählen, nicht immer gleich registriert. Das hat mich dann stutzen lassen und ich habe den Abschnitt noch einmal gelesen.
Auch den Gedankensprüngen des Autors konnte ich nicht immer folgen.
Von seiner Partnerschaft hat Hanno Rinke nur wenig erzählt. Auch über sein Berufsleben, er war Filmemacher und Musikproduzent, erzählt e nur am Rande.
Von beidem hätte ich gerne mehr gelesen.

„Über Leben“ ist kein Buch, dass man auf die Schnelle weg schmökern kann. Es ist die Geschichte eines Lebens, eine Geschichte, der man Zeit geben muss, um sich zu entfalten.

„Über Leben“ habe ich mit kleinen Einschränkungen gerne gelesen.

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