Cover-Bild Die Farm der Mädchen
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Wunderlich
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 27.01.2026
  • ISBN: 9783805200059
Hans Rosenfeldt

Die Farm der Mädchen

Thriller
Antje Rieck-Blankenburg (Übersetzer), Maike Barth (Übersetzer)

Ein totes Baby, eine verschwundene Mutter, eine Polizistin am Limit
Mitten in der Nacht fliehen zwei Frauen in Panik durch die schwedischen Wälder. Beide sind hochschwanger, die Verfolger ihnen dicht auf den Fersen. 
Kurz darauf wird Polizistin Hannah Wester mit einem neuen Fall konfrontiert: Im Unterholz hat man ein totes Baby entdeckt, die Mutter ist verschwunden.
Hannah, die vor einem Jahr ihren Mann verloren hat und gerade erst im Dienst zurück ist, stürzt sich mit aller Energie in die Ermittlungen. Und sie stößt auf einen Fall, der über alles hinausgeht, was sie sich je hätte vorstellen können.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2026

Beklemmend, vielschichtig und psychologisch intensiv

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Ein einsames Baby, tot im kalten Wald. Eine Mutter, spurlos verschwunden. Eine Ermittlerin, innerlich zerrissen und bereit, bis an ihre Grenzen zu gehen. Was wie ein klassischer Krimianfang wirkt, entpuppt ...

Ein einsames Baby, tot im kalten Wald. Eine Mutter, spurlos verschwunden. Eine Ermittlerin, innerlich zerrissen und bereit, bis an ihre Grenzen zu gehen. Was wie ein klassischer Krimianfang wirkt, entpuppt sich rasch als tiefgreifendes, verstörendes Puzzle über Verzweiflung, Schuld und skrupellose Machenschaften.

Hans Rosenfeldt, bekannt als Drehbuchautor düsterer TV-Serien, bringt auch in seinem neuesten Roman sein Gespür für komplexe Figuren und dichte Spannung ein. Polizistin Hannah Wester kehrt nach dem Tod ihres Mannes in den Dienst zurück und sieht sich plötzlich mit einem Fall konfrontiert, der nicht nur kriminalistisch, sondern auch menschlich erschüttert.

Zitat S. 32:
"Sie blutete. Heftig. Weinte die ganze Zeit. Wegen der Schmerzen, aber auch wegen des Kleinen. Sie wollte ihn nicht hergeben, bestand darauf, ihn mitzunehmen. Es dauerte lange, sie davon zu überzeugen, dass es unmöglich war. Der Junge war tot. Ihnen blieb nichts anderes übrig, als ihre Flucht zu zweit fortzusetzen."

Was als scheinbar lokales Verbrechen beginnt, entwickelt sich zu einem aufwühlenden Drama, das Abgründe offenlegt, die weit über das Offensichtliche hinausgehen. Menschenhandel, Angst, Verzweiflung – Themen, die Rosenfeldt nicht beschönigt, sondern mit beklemmender Intensität schildert.

Die Handlung ist vielschichtig, die Figuren facettenreich, und es gibt zahlreiche Ebenen, die ineinandergreifen. Wer nicht aufmerksam liest, verpasst womöglich entscheidende Hinweise. Einige Passagen im Mittelteil wirken zunächst langatmig, sind aber notwendig, um das große Ganze zu erfassen.

Ob es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, bleibt offen, doch vieles deutet darauf hin, dass Hannahs Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist.

Fazit: Beklemmend, vielschichtig und psychologisch intensiv. "Die Farm der Mädchen" ist nichts für nebenbei, sondern eher für Leser geeignet, die sich in komplexe Thriller mit Tiefgang fallen lassen wollen. Ein beeindruckender Roman, der nachhallt.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Super

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„Kein Hinweis darauf, wer sie war oder woher sie kam“
Die Farm der Mädchen ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Hans Rosenfeldt. Zusammen mit Michael Hjorth hat er die Erfolgsreihe um Sebastian Bergmann ...

„Kein Hinweis darauf, wer sie war oder woher sie kam“
Die Farm der Mädchen ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Hans Rosenfeldt. Zusammen mit Michael Hjorth hat er die Erfolgsreihe um Sebastian Bergmann geschrieben. Was er jetzt alleine vorlegt hat allen Respekt verdient. Von der ersten Seite an war ich in der Handlung gefangen und konnte das Buch kaum zur Seite legen.
Im Mittelpunkt stehen Tatjana und Dadana, zwei schwangere Mütter, die zu Beginn des Buches hilflos und gejagt durch einen Wald irren.
Nach einem schweren Trauma gerade wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt ist Hannah Wester – und die bekommt es gleich mit dem Fall ihres Lebens zu tun. Dabei hat sie doch noch massiv private Probleme.
Ja, es passiert viel in diesem Buch, aber man hat nie das Gefühl, sich dabei zu verlieren. Rosenfelds Erzählweise ist flüssig und auf den Punkt und auch wenn manche Dinge etwas weit hergeholt scheinen schadet das dem allgemeinen Ganzen der Handlung in keiner Weise.
Sehr erschreckend ist die Handlung rund um die Frauen und die organisierte Kriminalität und Rosenfeld hat die Probleme und Befindlichkeiten der Frauen sehr gut beschrieben. Nicht nur einmal kann man beim Lesen Gänsehaut bekommen. Zu anschaulich sind die Szenen erzählt und zu erschütternd die Vorstellung.
Viele Rückblenden machen neugierig auf die Vergangenheit und werden nur teilweise aufgelöst. Das Ende ist abgeschlossen, deutet aber durch gewisse Signale gleich Hinweise auf den nächsten Band an.
Fazit: Tolle Charaktere, eine spannende Handlung und eine erschütternde Story machen das Buch überaus lesenswert.

Veröffentlicht am 26.01.2026

absolute Leseempfehlung

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Meinung: Ich lese die Bücher von Hans Rosenfeldt unglaublich gern, deshalb war meine Erwartung an dieses Buch entsprechend hoch und ich wurde nicht enttäuscht. Der Einstieg hat mich sofort gepackt: Zwei ...

Meinung: Ich lese die Bücher von Hans Rosenfeldt unglaublich gern, deshalb war meine Erwartung an dieses Buch entsprechend hoch und ich wurde nicht enttäuscht. Der Einstieg hat mich sofort gepackt: Zwei hochschwangere Frauen fliehen mitten in der Nacht durch die schwedischen Wälder. Man spürt ihre Angst, ihre Verzweiflung und gleichzeitig weiß man lange nicht, vor wem oder was sie eigentlich fliehen. Genau diese Ungewissheit hat mich von Anfang an nicht mehr losgelassen und wie ein dunkler Schleier durch die ganze Geschichte begleitet. Kurz darauf wird im Unterholz die Leiche eines Neugeborenen gefunden, die Mutter ist verschwunden. Der Fall landet bei Hannah Wester, die erst seit Kurzem wieder im Dienst ist, nachdem sie vor einem Jahr ihren Mann verloren hat. Was zunächst wie ein einzelnes, tragisches Verbrechen wirkt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu etwas viel Größerem zu einem erschreckenden Geflecht aus Gewalt, Manipulation, Abhängigkeit und Machtmissbrauch. Besonders der schonungslose Blick auf den kriminellen Handel mit Babys hat mich beim Lesen immer wieder schlucken lassen.
Der Schreibstil ist klar, flüssig und extrem fesselnd. Die Seiten sind bei mir nur so dahingeflogen, während sich gleichzeitig ein immer stärkeres Gefühl von Bedrohung aufgebaut hat. Die Atmosphäre ist düster, kalt und beklemmend, Angst und Verzweiflung sind nahezu greifbar und begleiten einen auf jeder einzelnen Seite. Die Spannung reißt dabei kein einziges Mal ab.
Hannah mochte ich sofort. Sie ist keine unnahbare Ermittlerin, sondern eine Frau mit Brüchen, Verlusten und inneren Kämpfen. Ihre Ermittlungen fühlen sich deshalb sehr persönlich an, nicht nur als Polizeiarbeit, sondern als Kampf gegen das eigene Zerbrechen und gegen eine Welt, die immer wieder ihre grausamsten Seiten zeigt.
Das Ende passt für mich sehr gut zur Geschichte. Es wirkt stimmig, nicht überladen und vor allem bleibt dieses Gefühl zurück, dass Hannahs Geschichte noch lange nicht auserzählt ist. Ich würde sie sehr gern in weiteren Fällen begleiten.
Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Nicht schlecht

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Zwei hochschwangere Frauen fliehen. Auf der Flucht bekommt eine ihr Kind, welches tot geboren wird. Auch die Mutter stirbt kurz danach. Die Polizei findet das Baby und stellt Ermittlungen an. Hannah ist ...

Zwei hochschwangere Frauen fliehen. Auf der Flucht bekommt eine ihr Kind, welches tot geboren wird. Auch die Mutter stirbt kurz danach. Die Polizei findet das Baby und stellt Ermittlungen an. Hannah ist erst kurz zuvor in den Dienst zurückgekehrt. Sie arbeitet an dem Fall, hat aber auch eine ganze Menge privater Probleme.

Ich fand das Buch an sich nicht schlecht. Die Geschichte ist spannend und nachvollziehbar. Der Schreibstil ist direkt und klar. Vieles macht neugierig und es werden auch interessante Sachen mit eingebaut. So z. B. die sehr spezielle Krankheit von Hannahs Vater. Allerdings war ich manchmal etwas irritiert über die Einschübe aus der Vergangenheit. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass sie dann irgendwas mit dem aktuellen Fall zu tun haben. So waren sie einfach nur nette Zusatzinformationen. In dem ganzen Buch wird auch immer auf einen vorherigen Fall verwiesen. Dieser klang ebenfalls sehr interessant. Ich habe mich gewundert, warum die sicherlich angedachte Reihe nicht mit diesem ersten Fall begonnen hat.

Trotzdem erteile ich eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Idee Top, Umsetzung nicht meines

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Ich habe dieses Buch wirklich wollen mögen. Die Grundidee der Farm trifft einen Nerv. Dieser Ort, an dem man Dinge tun kann, die sonst nirgendwo auf der Welt ungestraft bleiben würden, solange die richtigen ...

Ich habe dieses Buch wirklich wollen mögen. Die Grundidee der Farm trifft einen Nerv. Dieser Ort, an dem man Dinge tun kann, die sonst nirgendwo auf der Welt ungestraft bleiben würden, solange die richtigen Menschen wegschauen oder mitmachen… das hat etwas sehr spannendes.
Wer Band 1 kennt, hat einen deutlichen Vorteil. Wer Band 1 aber nicht gelesen hat, kommt trotzdem halbwegs mit, weil es immer wieder ausreichend Rückblenden und Erklärungen gibt.
Der Schreibstil hat mich dieses Mal richtig ermüdet. Ich kenne Rosenfeldt anders. Hier war alles irgendwie… zäh. Die Worte wollten nicht fließen. Ich kann gar nicht genau festmachen, woran es lag – an der Satzstruktur, am Rhythmus, an der Wortwahl? Ich weiß es nicht. Erst als ich auf das Hörbuch umgestiegen bin, lief es deutlich flüssiger und angenehmer.
Und dann die Figuren… Gott, so viele. Jede einzelne trägt ein riesiges, schwarzes Bündel Trauma mit sich herum – und das wird dann auch noch sehr ausführlich ausgebreitet. Das macht das Ganze leider ziemlich unübersichtlich. Besonders Hannah hat gefühlt alle nur denkbaren Traumata (Entführung, Verlust, Mord, Schuldgefühle …) selbst erlebt – Irgendwann konnte ich ihre Schmerzen nicht mehr lesen – sie waren zu groß, zu viele, zu laut. Statt Mitgefühl kam Leere.
Was mich am meisten irritiert hat: Es gibt immer wieder sehr alte Rückblenden, die für die aktuelle Handlung absolut keinen spürbaren Mehrwert hatten. Die haben mich regelmäßig rausgerissen und ich habe mich gefragt: „Wozu benötige ich die Informationen gerade?“ Wird aber auch nicht weiter aufgeklärt. So, als wenn Rosenfeldt etwas geschichtliches zu dem Ort beitragen möchte.
Spannungstechnisch war es für mich auch eher mau. Der Anfang hatte noch Biss, aber danach wurde es still. Zu still. Zu seicht. Zu viel Alltag, zu viel Reden, zu wenig Druck. Der typische Rosenfeldt/Hjorth-Thrill und Drive, den ich sonst so schätze, fehlt hier leider oft. Es bleibt alles etwas zu seicht, zu vorsichtig, zu langsam.
Fazit
Ich wollte dieses Buch lieben. Die Idee der Farm ist stark, das Grundgerüst ist clever und düster – es hätte so viel Potential gehabt. Aber es hat mich emotional nicht erreicht, nicht richtig. Für Fans der Reihe und wer mit vielen Figuren und Rückblenden gut klarkommt, ist es sicher lesenswert (daher auch keine schlechte Bewertung). Für mich persönlich war es aber insgesamt zu zäh, zu überladen und zu wenig packend – vor allem im Vergleich zu den vorherigen Büchern desselben Autors.
Hörbuch-Empfehlung klar vor Print, zumindest bei diesem Band.

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