Ist ok. Aber nicht so ein starkes Buch, wie der Auftakt
Totenfrau - Das HausNachdem mich Band 1 echt gepackt und mitgerissen hat, war ich umso mehr auf die Fortsetzung gespannt. Der Klappentext klingt wieder stark: Brünhilde Blum, die Bestatterin mit dunkler Vergangenheit, wacht ...
Nachdem mich Band 1 echt gepackt und mitgerissen hat, war ich umso mehr auf die Fortsetzung gespannt. Der Klappentext klingt wieder stark: Brünhilde Blum, die Bestatterin mit dunkler Vergangenheit, wacht in einem Albtraum auf. Einer der fünf Menschen, die sie umbringen musste, taucht plötzlich wieder auf. Bei einer Exhumierung auf einem Innsbrucker Friedhof werden in einem Sarg zwei Köpfe und vier Beine gefunden. Nur eine Person kommt als Täterin infrage – Blum selbst. Sie muss fliehen, ihre Kinder zurücklassen und findet Zuflucht in einem seit zwanzig Jahren leer stehenden Hotel. Ein Ort, den sie besser gemieden hätte, bei Menschen, denen sie besser nie begegnet wäre.
Aichners Schreibstil ist weiterhin ein Highlight. Knackig, ungewöhnlich und direkt. Blum bleibt eine faszinierende Protagonistin – tough, komplex und dennoch irgendwie kühl/unnahbar. Durchaus gab es echt tolle und Anflüge von spannenden Momenten, bei denen ich das Buch kaum weglegen konnte.
Leider hat mir Band 2 aber insgesamt nicht diese Intensität von Band 1 geben können. Das Buch hat viele Längen, welches durch sehr viele Wiederholungen zustande kommt. Bestimmte Gedanken, Erinnerungen oder Fakten, besonders aus dem ersten Band, werden immer wieder erwähnt – für mich hier einfach unnötige Seitenfüller. Auch zieht sich zwischendurch die Handlung bis etwas passiert. Ich hätte zudem auch gern gewusst was mit Reza ist. Kurze Erwähnung und weg. Dabei spielt er für mich eine bedeutsame Rolle. Ich hoffe sehr, dass er in Band 3 nochmal auftauchen wird.
Trotz dieser Schwächen ist „Totenfrau Band 2“ kein schlechtes Buch. Der ungewöhnliche Schreibstil und die starke Hauptfigur retten vieles. Ich bin weiterhin dabei und freue mich schon auf den dritten Band. Für alle, die Band 1 mochten: Es lohnt sich, dranzubleiben, auch wenn dieses Buch nicht an den starken Auftakt heran reichte .