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28,00
inkl. MwSt
  • Verlag: S. FISCHER
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 28.05.2025
  • ISBN: 9783103976274
Itamar Vieira Junior

Feuer

Roman
Barbara Mesquita (Übersetzer)

Im brasilianischen Hinterland wächst Moisés ohne Mutter auf. Seine ältere Schwester Luzia, der man übernatürliche Kräfte nachsagt, erzieht ihn mit großer Strenge. Sie arbeitet als Wäscherin in einem Kloster, das seit Jahrhunderten die Gegend dominiert. Als sie für Moisés einen Platz in der Klosterschule erobern kann, glaubt sie an eine bessere Zukunft für ihren Bruder. Doch Moisés sieht sich Willkür und Missbrauch ausgesetzt, über die er mit niemandem sprechen kann. Er verlässt heimlich das Dorf und kehrt erst Jahre später zurück, nachdem das Kloster durch ein Feuer zerstört wurde. 

In seinem großen, kraftvollen Roman »Feuer« zeichnet Itamar Vieira Junior ein vielschichtiges Bild der ländlichen Gesellschaft Brasiliens und einer Familie, die sich gegen Unterdrückung und jahrzehntelanges Leid stemmt, um die Schatten der Vergangenheit zu überwinden.  

Ausgezeichnet mit dem Prêmio Jabuti 2024

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2026

Ein sehr gelungener Roman

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Die Stimme meiner Schwester" hat mich beim Lesen unglaublich fasziniert und beeindruckt. Daher war für mich klar das icha uch "Feuer" unbedingt lesen muss.

Die Geschichte nimmt uns mit in die Welt von ...

Die Stimme meiner Schwester" hat mich beim Lesen unglaublich fasziniert und beeindruckt. Daher war für mich klar das icha uch "Feuer" unbedingt lesen muss.

Die Geschichte nimmt uns mit in die Welt von Moises der in der Obhut seiner Schwester aufwächst. Die eigene Familiengeschichte kennt er anfangs nicht. Im Laufe des Romans erfahren wir immer mehr darüber wie viel Leid, unterdrückung und Kampf die einzelnen Mitglieder der Familie auf sih nehmen mussten um zu überleben.

In diesem Roman geht es um die Wunden und Schmerzen die der Kollonialismus denen zugefügt hat die Jahrhunderte lang unterdrückt wurden und wie diese Wunden und Narben von Generation zu Generation weitergegeben werden können aber auh von dem großen schweifen das herrschen kann angesichts der Unfähigkeit über all den erfahrenen Schmerz zu sprechen. Immer wieder spürt man diese schreiende Stille und die Spannungen die diese erzeugen kann. Man spürt die Zerrissenheit der Figuren die sich entscheiden müssen den Schmerz entweder zu leugnen und ihn hinunterzuschlucken oder aber den schmerzhaften Prozess durchleben zu müssen über diesen Schmerz zu sprechen und der nächsten Generation davon zu erzählen egal wie schwer es sein mag.

Für mich war dieser Roman eine ziemlich gut gelungene Abrechnung mit dem Kollonialismus das den Finger viele Wunden legt und Menschen eine Stimme gibt die seit langer Zeit nicht gehört werden.

Itamar Viera Junior hat es auch mit diesem Roman geschafft mich zu berühren, mich zu schokieren und mir ein Stück weit die Augen zu öffnen. Ein wirklich großartiges Buch eines wirklich begabten Autors von dem wir hoffentlich noch viel werden lesen dürfen.

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