Cover-Bild Weißer Sand
Band der Reihe "Kommissar Andresen"
(14)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 26.08.2021
  • ISBN: 9783740813369
Jobst Schlennstedt

Weißer Sand

Küsten Krimi
Urlaubsparadies Ostsee? Weit gefehlt!

Hochsommer in der Lübecker Bucht. Kriminalkommissar Birger Andresen ist gerade erst wieder im Dienst, als er und sein Team zu einem Einsatz gerufen werden: Nach einem Überfall am Strand von Scharbeutz wird eine Frau vermisst. Ihr Mann kann sich kaum an Einzelheiten erinnern. Wenig später wird eine Leiche in der Ostsee gefunden – aber es ist nicht die Vermisste. Nach und nach wird Andresen bewusst, dass ihm die Jagd nach dem Täter mehr abverlangen wird, als ihm lieb ist.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2021

Ein komplexer Krimi

0

KHK Birger Andresen ist nach seinem Sabbatical wieder zurück in Lübeck. In diesem Jahr hat er sich Gedanken um seine private und berufliche Zukunft gemacht. Doch bevor er etwas davon umsetzen kann, ist ...

KHK Birger Andresen ist nach seinem Sabbatical wieder zurück in Lübeck. In diesem Jahr hat er sich Gedanken um seine private und berufliche Zukunft gemacht. Doch bevor er etwas davon umsetzen kann, ist er in einen komplexen Kriminalfall verwickelt, der weit in die Vergangenheit zurückreicht.

Ein Mann zeigt einen Überfall auf sich und seine Frau, die seitdem verschwunden ist, an. Allerdings und das erregt nicht nur Andresens Argwohn, erst einen Tag nach dem Ereignis. Wenig später wird der man tot aus dem Meer gezogen. Und als dann die vermisste Frau schwer verletzt auch noch auftaucht, wissen Andresen und sein Team, dass sie sehr tief graben müssen, um die Zusammenhänge zu erkennen.

Meine Meinung:

Wie wir es von Jobst Schlennstedt gewöhnt sind, beginnen seine Krimis recht verwirrend. Erst im Laufe der Ermittlungen, bei denen wir Leser miträtseln bzw. mitfiebern dürfen, verknüpfen sich die einzelnen Handlungsfäden zu einem kompakten Handlungsstrang und letztlich zu einem schlüssigen Ende.

Birger Andresen ist kein einfacher Charakter. Immer wieder eckt er bei Kollegen, Untergebenen und auch bei Vorgesetzten an. Seine unkonventionellen Ermittlungsansätze und oftmaligen Alleingänge sind für Team und Chefs ziemlich anstrengend. Diese Eigenmächtigkeiten hat er in seinem Sabbatical zurückgelassen. Nun bindet er zumindest Morten und Elif in seine Ermittlungen besser ein. Dass er der einen oder anderen Spur allein (und ohne Sicherheitsnetz) nachgeht, liegt eben in seiner Natur.

Schmunzeln musste ich mehrmals über den übereifrigen „Dorfsheriff“ Korte, der so gerne Kriminalbeamter geworden wäre und sein Konterfei formatfüllend auf den Titelseiten der Tagespresse sehen möchte. Er kann es Andresen nicht verzeihen, dass er schon bei einem früheren Fall, nicht aktiv in die Ermittlungen einbezogen worden ist, obwohl er einen entscheidenden Hinweis gegeben hat.

Dieser elfte Fall lässt Birger Andresen, der bald sechzig Jahre alt wird, gereift erscheinen. Es sieht so aus, als ob es noch einen zwölften geben wird. Doch ein Nachfolger ist vermutlich schon gefunden - Sohn Ole wird in das Team der Lübecker Mordkommission eintreten. Ich denke, das birgt allerlei Konfliktstoff.

Fazit:

Ein komplexer 11. Fall, dem gerne ein 12. folgen darf. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

Veröffentlicht am 12.09.2021

Spannender Ostsee-Krimi

0

„Weisser Sand“ von Jobst Schlennstedt, emons Verlag, habe ich als Taschenbuch mit 240 Seiten gelesen. Es ist der 13. Fall für Birger Andresen.

Nach einem Jahr Auszeit und einer Weltreise ist Kriminalkommissar ...

„Weisser Sand“ von Jobst Schlennstedt, emons Verlag, habe ich als Taschenbuch mit 240 Seiten gelesen. Es ist der 13. Fall für Birger Andresen.

Nach einem Jahr Auszeit und einer Weltreise ist Kriminalkommissar Birger Andresen gerade wieder zurück im Dienst, als ein Mann ins Kommissariat kommt und seine Frau als vermisst meldet. Er selbst kann sich kaum an Einzelheiten erinnern. Dass er erst am nächsten Tag damit zur Polizei geht, erscheint den Ermittlern komisch. Auch am angeblichen Tatort werden keine Spuren gefunden. Kurze Zeit später wird eine Leiche in der Ostsee gefunden, aber es ist nicht die vermisste Frau. So einfach, wie sich Andresen den Fall zu Beginn vorgestellt hat, ist er dann doch nicht und er wird für ihn und sein Team eine Herausforderung. Die Spuren führen auch in die Vergangenheit zu alten Fällen.
Die ersten beiden Kapitel des Buches werden ziemlich anonymisiert erzählt, ich konnte vorerst nichts damit anfangen. Aber zum Ende ergibt alles Sinn.
Die Charaktere sind authentisch dargestellt. Da es für mich das erste Buch der Reihe ist, kenne ich die Hauptpersonen noch nicht, habe sie aber nun gut kennengelernt. Birger selbst ist sicher nicht einfach, weder als Chef und Kollege, noch als Lebensgefährte oder Vater. Seine Familiengeschichte scheint auch nicht einfach und unkompliziert zu sein. Ich finde es aber gut, dass diese persönlichen Dinge nicht in den Vordergrund gestellt werden, sondern eher Randereignisse sind. Das hätte den eigentlichen Fall gestört. Denn der ist kompliziert genug.
Die beiden jungen Kollegen Morton und Elif gefallen mir sehr gut. Er himmelt sie an und sie hat andere Probleme. Es sind alles sehr verschiedene Charaktere, was auch gut ist. Denn zusammen sind sie ein gutes Team.
Dann gibt es noch Korte, den Dorfsheriff von Scharbeutz. Er wollte schon bei einem anderen Fall aktiv mit einbezogen werden und war beleidigt, als das nicht geschah. Er möchte so gerne auf die Titelseiten der Zeitungen erscheinen. Auch in diesem Fall mischt er natürlich wieder mit. Allerdings muss ich sagen, dass er hier ganz hilfreich ist, weil er die Leute und die Lokalitäten sehr genau kennt.
Mir hat das Buch gut gefallen. Es war spannend, gut und zügig zu lesen. Der Fall ist in sich abgeschlossen, sodass das Buch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Nur bei den familiären Verhältnissen von Birger hat sich in den letzten 12 Büchern wahrscheinlich eine Menge getan, was hier andeutungsweise erwähnt wird.
Das Cover ist einfach mit Meer, Sand und Strandkorb gestaltet, sehr schön und passend zur Handlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2021

Jeder hat sein Päckchen zu tragen...

0

Birger Andresen hat nach seinem Sabbatjahr einen Fall, der ihm alles abverlangt. Der Ostseesand scheint eine Frau verschluckt zu haben, denn von ihr ist nicht die kleinste Spur zu finden. Ihr Mann gibt ...

Birger Andresen hat nach seinem Sabbatjahr einen Fall, der ihm alles abverlangt. Der Ostseesand scheint eine Frau verschluckt zu haben, denn von ihr ist nicht die kleinste Spur zu finden. Ihr Mann gibt vor, einen Blackout und somit keinerlei Erinnerungen an irgendwelche Details zu haben. Der Fall wird immer verworrener, als eine Leiche in der Ostsee treibt...


Band 11 der Birger-Andresen-Reihe ist wieder mit ganz viel Gespür für die kleinen Hinweise zwischen den Zeilen von Jobst Schlennstedt geschrieben und entführt die Leser in die idyllische Lübecker Bucht, die als Schauplatz für Mord, Spielsucht und Kurzschlusshandlungen ihre dunkle Seite zeigen darf.

Birger hat sich in seiner Auszeit ganz schön viele Gedanken über seine berufliche und private Zukunft gemacht. Er erscheint charakterlich reifer und innerlich gefestigt und diese Entwicklung ist für den Leser nachvollziehbar und glaubhaft dargestellt.

Der Fall bietet wieder ganz viele Spuren, denen es nachzugehen gilt und damit entwickelt sich eine komplexe Handlung, die auf den ersten Blick nicht viel an Gemeinsamkeiten mit den einzelnen Vorkommnissen bietet, aber beim näherem Hinsehen laufen die Fäden im Hintergrund zusammen und lassen Schuld und Sühne , sowie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen.

"Weißer Sand" spielt mit den verschiedenen Arten von Spannung - dunkle Nächte gepaart mit undefinierbaren Geräuschen, aufsteigende Panik gepaart mit Meeresrauschen, knarzende Holzbohlen, eine sanfte Brise, die über den Arm streift und den Tod mit sich bringt. Dazu ein klug durchdachter Plot, vielschichtige Charaktere und immer wieder Andresen, der abwägt, Hinweise kombiniert, Lügen enttarnt und so den Täter überführt.

Ein Küstenkrimi in gewohnter guter Qualität, der für Quereinsteiger als auch für Liebhaber der Buchreihe gut zu lesen ist und für beste Unterhaltung sorgt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2021

ein brisanter Fall an der Lübecker Bucht

0

Nach einem einjährigen Sabbatjahr ist Kriminalkommissar Birger Andresen endlich wieder im Dienst und schon kommt der erste brisante Fall.
Er und seine Kollegen werden zu einem kuriosen Fall an den Strand ...

Nach einem einjährigen Sabbatjahr ist Kriminalkommissar Birger Andresen endlich wieder im Dienst und schon kommt der erste brisante Fall.
Er und seine Kollegen werden zu einem kuriosen Fall an den Strand von Scharbeutz gerufen – eine Frau ist während des Spazierganges mit ihren Mann spurlos verschwunden. Zudem kann sich der Mann angeblich an kaum Einzelheiten erinnern. Als dann wenige Tage später eine Leiche in der Ostsee treibt – und es nicht um die vermisste Frau handelt - wird Andresen klar, dass sein erster Fall nach seiner Rückkehr keine ruhige und einfache Sache wird.
Zusammen mit seinem Team deckt er alte Verbindungen und Gewohnheiten auf und kommt so nach und nach zur vermeintlichen Lösung des Falls.
Wäre das nicht schon alles brisant genug, dreht sich der Strudel auch in Andresen beruflichen und privaten Leben weiter und hat einige unschöne Überraschungen parat.

Für mich war es der erste Fall von Birger Andresen, daher hatte ich am Anfang einige Startschwierigkeiten, die sich aber von Seite zu Seite gelöst hatten. Allmählich konnte ich die Personen zuordnen und dann hat für mich auch das Buch an Fahrt aufgenommen.
Der Autor Jobst Schlennstedt hat mich in dem Krimi gefangen genommen, sodass ich das Buch zeitweise nur schwer aus der Hand legen konnte. Viele Wendungen kamen absolut überraschend. Nichtsdestotrotz war mir das ein oder andere etwas zu „verrückt“ beziehungsweise zu abstrakt.
Es ist ein toller Ostseekrimi, der sich super schnell liest, wenn man erst mal in der Geschichte angekommen ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere