Cover-Bild Bis ans Ende der Geschichte
(16)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 22.08.2016
  • ISBN: 9783328100515
Jodi Picoult

Bis ans Ende der Geschichte

Roman
Elfriede Peschel (Übersetzer)

Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschieds eine enge Freundschaft zwischen ihnen. Doch als Josef ihr eines Tages ein lange vergrabenes, schreckliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem Dilemma. Denn wo verläuft die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2020

Absolut unglaublich!

0

Kann Spoiler enthalten!

Ich sage das nicht gerne, aber dieses Buch sollte eine Schullektüre sein. Es geht hierum den zweiten Weltkrieg und seine 'Nachwirkungen' und ich bin immer noch sprachlos! Egal ...

Kann Spoiler enthalten!

Ich sage das nicht gerne, aber dieses Buch sollte eine Schullektüre sein. Es geht hierum den zweiten Weltkrieg und seine 'Nachwirkungen' und ich bin immer noch sprachlos! Egal wie vorbereitet ich auf Frau Picoults Geschichten bin, sie schockieren mich jedes mal aufs Neue. Teils positiv, teils negativ, aber vor allem bereiten sie mir ein totales Gefühlschaos. Die Personen sind alle realistisch gestaltet und durch die Erzählweise fühlt man direkt mit ihnen. Man steckt also mittendrin in dem Schlamassel und setzt sich damit selbst mit ethischen Hintergründen und Moral auseinander. Auch in dieser Geschichte wusste ich nicht recht wie ich mit der Handlung umgehen sollte und war so ratlos wie die Protagonistin Sage.
Ich muss als einzigen Makel anführen, dass mich die vielen Perspektivenwechsel teilweise etwas gestört haben. Ich bin kein großer Freund von zu vielen Erzählsichten, weshalb vor allem vier Personen und ein 'Märchen' etwas zu viel für mich waren.
Was ich dennoch schön fand war, dass diese Perspektivenwechsel durch kursive/fette Schrift oder Schriftarten noch einmal unterschieden wurden.
Wäre dieses Buch nicht so überaus anspruchsvoll, dann hätte ich es sicherlich innerhalb einiger Tage verschlungen, aber ich musste das Ganze Stück für Stück verdauen.
Auch fand ich es (ein weiteres Mal) bemerkenswert wie es Frau Picoult gelang einen roten Faden durch das ganze Durcheinander zu bringen. Jede Seite war wichtig für das Ende und den kompletten Ausgang. Jede Figur spielte eine Rolle, die man nicht außen vor lassen durfte und ihren Zweck erfüllte.

Ich muss sagen, dass Frau Picoult mich mit jedem Buch mehr in den Bann zieht und ich noch Wochen über ihre Bücher nachdenke. Ich kann nur sagen, dass ich auch dieses Buch hier weiterempfehle! Es ist keine leichte Lektüre und vor allem kein kleiner Zeitvertreib, doch eine Geschichte, die gelesen werden sollte!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2019

Bis ans Ende

0

Wie gewohnt, ist diese Geschichte von Jodi Picoult sehr intensiv. Dieser Roman umfasst wieder eine Menge an Seiten, die man einfach, durch die ganze Geschichte, vergisst. Man ist so schnell mit dem Buch ...

Wie gewohnt, ist diese Geschichte von Jodi Picoult sehr intensiv. Dieser Roman umfasst wieder eine Menge an Seiten, die man einfach, durch die ganze Geschichte, vergisst. Man ist so schnell mit dem Buch durch. Das Buch ist in drei Teilen aufgeteilt. Sages Großmutter hat mir dabei sehr gut gefallen. Sie steht für stellvertretend für jede polnische Jüdin dieser Zeit und man ist sich beim Lesen bewusst, wie so ein Schicksal ausgesehen haben könnte. Ein großen Respekt dabei an Jodi Picoult, sie muss dabei ganz viel recherchiert haben. Auch ihre Charakter stellt sie ziemlich neutral dar, weder gut noch böse.
Der Klappentext verspricht schon ein lang vergrabenes Geheimnis, geht aber nicht weiter darauf ein, in welche Richtung das Geheimnis geht. Die ganze Geschichte ruft die unterschiedlichsten Emotionen hervor. Ich fand das Ende einfach nur überwältigend und war total überrascht. Die Thematik ist aufwühlend, emotional und ernst. Man beschäftigt durch das Buch automatisch mehr, mit der damaligen Zeit. Ich war schlicht und einfach fassungslos, über die Schicksale der Zeit. Dennoch gibt es auch noch Hoffnungen, wie man mit diesen Erlebnissen leben kann.

Veröffentlicht am 12.07.2019

Bis ans Ende der Geschichte

0

Klappentext:

Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten, pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschied schnell ...

Klappentext:

Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten, pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschied schnell eine enge Freundschaft zwischen ihnen. Doch dann offenbart Josef ihr ein lange vergrabenes , entsetzliches Geheimnis. Das stürzt Sage in einen großen Gewissenskonflikt...

Autorin:

Jodi Picoults wurde 1967 auf Long Island, New York geboren. Sie wurde 2003 für ihre Romane mit dem New England Book Award ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in New Hampshire.
nhalt:

Als Sage Josef Weber kennen lernt, ahnt sie noch nicht was der alte Mann für ein schreckliches Geheimnis mit sich herumträgt und wie sehr es auch noch mit ihrer Familie zusammenhängt.

Erster Satz:

Mein Vater wurde nicht müde, mir die Wünsche für seine eigene Beerdigungszeremonie zu schildern.

Meine Meinung:

Nachdem ich gesehen habe das meine AUSLEIHWAHNSUB immer mehr wächst, dachte ich es endlich wieder an der Zeit wäre davon wieder ein Buch zu befreien. Und da ich schon von meinem letzten Buch von Jodi Picoult begeistert war, ging ich auch sehr positiv an dieses Buch ran.

Das Cover finde ich sehr düster, am Anfang habe ich mir aber nichts dabei gedacht, doch nachdem ich das Buch gelesen habe, war mir klar das die Autorin das Cover bewusst ausgewählt hatte.

Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr flüssig zu lesen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und hatte das Buch innerhalb eines Tages durchgesuchtet.

Mit was ich überhaupt nicht gerechnet habe, das ich hier ein Buch in der Hand hatte in dem es um zweiten Weltkrieg geht.
Normalerweise versuche ich die Bücher zu vermeiden, da ich viel von meinem Opa über diese Zeit gehört habe und deshalb versuche es so wenig wie möglich drüber zu lesen, doch dieses Buch hat mich wirklich gepackt.

Wir lernen die junge Frau Sage kennen, sie ist Jüdin aber sie macht sich nicht viel aus ihrer Religion
Sie lernt durch eine Gruppe die sich gegenseitig dabei helfen, den Tod eines angehörigen zu verarbeiten Josef Weber kennen.
Der alte Mann beginnt sie auch Abends in der Bäckerei zu besuchen und die beiden verbindet plötzlich eine Freundschaft.
Doch diese Freundschaft bekommt schnell einen Knacks als er ihr erzählt das er früher ein Nazi war und nun möchte das Sage ihn umbringt, gleiches für gleiches.
Doch Sage möchte Gerechtigkeit und wendet sich an eine Behörde, die aber nichts machen kann, solange man nicht genug beweise gegen Josef Weber hat.

Nach und nach denkt Sage die Vergangenheit von Josef Weber auf und stößt auf Grausamkeiten des zweiten Weltkrieges und das ihr eigene Großmutter früher näher an Josef Weber war, als sie jemals gedacht hat.

Das Buch wird aus vier Sichten erzählt einmal aus der Sicht von Sage aus der jetzigen Zeit, einmal von Josef Weber aus seiner Zeit als Nazi, auf der Sicht der Großmutter und was sie als Jüdin durchmachen musste und einmal von Leo der man von der Behörde.

Ich muss sagen zu lesen was die Großmutter von Sage durchmachen musste, war einfach widerlich und mich hat es wirklich angeekelt zu wissen, was Deutschland in der Vergangenheit getan hat. Kein Wunder das manche Länder immer noch einen gewissen Hass auf uns haben.
Aber man bekommt auch mit was Josef Weber für Schuldgefühle hat, zu wissen was man getan hat und damals dachte es sei das Richtige ist grausam. Und es nicht verwunderlich das viele von damals damit nicht leben konnten.

Ich finde das Buch lässt durch die verschiedenen Sichtweisen nochmal ein ganz anderen Blickwinkel auf dieses Thema werfen und es macht auch nachdenklich.

Ich denke das Buch ist auf jedenfall für jeden was der sich gerne mit dem Thema auseinander setzt.
Aber auch für Jugendliche die manchmal wirklich kopflos bei diesem Thema daher reden und sie einfach mal wachrütteln sollte.

Alles in einem finde ich das Buch wirklich sehr gelungen und ich hätte nie gedacht das ich durch Zufall an so ein Buch komme und ich habe es wirklich nicht bereut!

Veröffentlicht am 13.04.2018

Das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte ganz neu erzählt

0

Sage Singer ist keine glückliche junge Frau! Sie hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann, ihre Eltern sind beide Tod, für den Tod ihrer Mutter gibt sie sich die Schuld. Sie fühlt sich entstellt und ...

Sage Singer ist keine glückliche junge Frau! Sie hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann, ihre Eltern sind beide Tod, für den Tod ihrer Mutter gibt sie sich die Schuld. Sie fühlt sich entstellt und arbeitet nachts, um mit keinen Menschen reden zu müssen. Nur wenn sie backt, ist sie glücklich. Doch dann trifft sie Josef, der sie bittet, ihr beim Sterben zu helfen, denn er hat ein Geheimnis: Er war ein hoher Offizier während des Zweiten Weltkriegs und im KZ in Auschwitz stationiert - wo Sages Großmutter inhaftiert war...

Jodi Picoult schafft mit diesem Roman erneut ein Meisterwerk!! Das Thema wirkt zunächst erschlagend und bedrückend, man denkt: Oje, schon wieder Nationalsozialismus. Aber sie macht etwas völlig Neues daraus, denn sie lässt auch Josef zu Wort kommen und schafft mit der Geschichte des upiors eine Metapher, die plötzlich auch die Perspektive derer verständlich macht, die mitgemacht haben. Wie immer lässt Picoult alle Beteiligten zu Wort kommen und wie immer schafft sie es, selbst in einem so düsteren und unnachvollziehbaren Schicksal das Menschliche hervorzuheben und dem Leser die Gefühlswelt nahezubringen, die er bisher nie nachvollziehen konnte! Ein Buch, das zu Tränen rührt, trotzdem warmherzig ist und sicherlich dazu beiträgt, dass die Opfer des Holocaust nie vergessen und ihre Geschichten in Erinnerung bleiben werden. Wie immer ist ihre Geschichte wunderbar recherchiert und glaubhauft bis zum gewohnt überrraschenden Ende!

Veröffentlicht am 15.03.2018

Ein Meisterwerk!

0

Hat mich nachhaltig beschäftigt:
BIS ANS ENDE DER GESCHICHTE - Jodi Picoult
———————————————
Weder der Klappentext noch der seichte Anfang lässt erahnen mit welcher Wucht dieser Roman später „zuschlägt“. ...

Hat mich nachhaltig beschäftigt:
BIS ANS ENDE DER GESCHICHTE - Jodi Picoult
———————————————
Weder der Klappentext noch der seichte Anfang lässt erahnen mit welcher Wucht dieser Roman später „zuschlägt“. Er handelt vom dritten Reich und dem Holocaust und erzählt die Geschichten zweier (fiktiver) Zeitzeugen: Eines deutschen SS-Offiziers und einer Auschwitz Überlebenden. Doch dieser Roman verdeutlicht nicht nur Gut und Böse- Schwarz und Weiß - sondern nimmt auch auf all das Bezug, dass dazwischen liegt: Alle Schattierungen von Grau! Und es wirft Fragen auf, die einen nachhaltig beschäftigen: Was macht uns zu einem guten/bösen Menschen? Wie konnte aus „normalen“ Menschen brutale Bestien werden, deren Gräueltaten bar jeder Vorstellungskraft liegen? Ab wann hat man sich jegliches Recht auf Vergebung verspielt? Es geht um Schuld und Sühne, Vergeltung und Vergebung und liest sich wie ein grausames Märchen, dass am Ende doch leider wieder auf tatsächlich statt gefundener Weltgeschichte beruht. Extrem aufwühlend und beschämend und gerade deshalb sehr lesenswert.
Lediglich die um den Erzählkern gesponnene Liebesgeschichte, hätte für mich in diesem Buch nicht sein müssen.