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Veröffentlicht am 19.10.2020

Ein langsames Buch, dessen Ende mich aber überzeugt hat

Consequences - Buch 1
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Mich hat ja bisher wirklich noch kein Festa-Buch enttäuscht, aber dieses war schon nah dran. Es fing mit einer 'normalen' Entführungsszene an und war anfangs auch sehr vielversprechend.
Ich fand es wirklich ...

Mich hat ja bisher wirklich noch kein Festa-Buch enttäuscht, aber dieses war schon nah dran. Es fing mit einer 'normalen' Entführungsszene an und war anfangs auch sehr vielversprechend.
Ich fand es wirklich gut, dass die sexuellen Szenen nicht zu sehr beschrieben wurden und man trotzdem Claires Leid erkennen konnte. Der Grund ihrer Entführung und warum sie bei ihrem Entführer bleiben muss, war mir wirklich viel zu undurchsichtig und einfach nur lächerlich. Ich wäre bei der erstbesten Gelegenheit geflohen. Auch die Bediensteten waren keine große Hilfe, was ich aber nicht schlimm finde.
Claires und Anthonys Geschichte zu beobachten, war anfangs wirklich schwierig und es hat gedauert bis ich in das Buch hineinkam. Tony war mir auch bis zum Schluss - und vor allem da - super unsympathisch und auch unangenehm. Es gab wirklich oft Momente, an denen ich nur den Kopf schütteln konnte über Claires Entscheidungen und Gedanken.
Selbst in den Szenen, in denen er liebevoll und wirklich hinreißend war, konnte ich den reichen Mann nicht ausstehen. Leider ging es Claire dabei ganz anders. Ihre neuen Freiheiten lenken sie ab und auch die immer wiederkehrenden Strafen verwischten das Bild von einem liebenswürdigen Mann nicht.
Allerdings muss ich wirklich sagen, dass ich im Laufe des Buches immer mehr merkte, wie die Personen absichtlich so gestrickt wurden und wie raffiniert die Autorin dabei vorgegangen ist. Auch die Nebencharaktere, seien es Claires Verwandtschaft oder Anthonys Freunde, sind mir sehr ans Herz gewachsen und ihre Ratschläge und Gefühle konnte ich 1:1 nachfühlen.
Während zwischendurch immer wieder neue (verhängnisvolle) Situationen zwischen Claire und Tony entstanden, hat mich vor allem das Ende mitgerissen. Eigentlich wollte ich die weiteren Bände gar nicht mehr lesen, aber der Schluss hat mich dann doch sehr überrascht. Alles wurde aufgelöst und gleichzeitig noch einmal richtig spannend gemacht, weshalb ich auch die weiteren zwei Teile wohl lesen werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2020

Ein Buch voller Tiefgang, Grausamkeit und vor allem Familie

INSEL
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Vorab vielen Dank an den btb Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Wieder ein grandioser Thriller von Jónasson, der mich absolut in den Bann gezogen hat. Ich ...

Vorab vielen Dank an den btb Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Wieder ein grandioser Thriller von Jónasson, der mich absolut in den Bann gezogen hat. Ich war wirklich gespannt, wie der Autor wohl dieses Buch schreiben würde, da sich diese Buchreihe ja rückwärts abspielt und man das Ende ja eigentlich schon kennt.
Umso spannender war es dann, als man gleich am Anfang den Mord schon fast mitbekam. Der Verdächtige wurde geschnappt, verhört, verurteilt und brachte sich dann aber doch selbst um - was seine Schuld nur noch bestätigte. Doch so leicht war es nicht, wie Hulda schließlich rausfand.
Dagurs Familie wurde durch diese Tat komplett zerstört. Er hat dabei nicht nur seine Schwester verloren, sondern auch seine Eltern. Umso erstaunter war er dann auch, als Benedikt ihn 10 Jahre später zu einem Ausflug mit der alten Clique einlud.
Doch auch dieser endet als Horror für drei der Mitglieder - denn einer von ihnen verunglückt. Zumindest dem ersten Anschein nach. Hulda klärt dabei nicht nur ein, sondern sogar zwei Verbrechen auf. Sie alle erscheinen schuldig, was es dem Leser schwer macht, eine einzelne Person zu verdächtigen. Nach und nach kommen mehr Geheimnisse ans Licht und immer mehr wird deutlich wie nah sich beide Morde liegen.
Währenddessen geht Hulda allerdings auch noch einer privateren Spur nach: sie versucht in Amerika ihren Vater zu finden. Nachdem ihre Tochter und ihr Mann verstorben sind, versucht sie zumindest mehr über ihre Vergangenheit herauszufinden.
Ein Buch voller Tiefgang, Grausamkeit und vor allem Familie, das unheimlich und mitfühlend zugleich ist. Ich bin gespannt wie weit uns der letzte Teil in Huldas Vergangenheit wirft!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2020

Eine unglaublich intensive Liebesgeschichte!

Wie die Luft zum Atmen
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Da ich es schon nicht beim Lesen des ersten Males geschafft habe, eine Rezension zu schreiben, folgt diese jetzt auf mein Reread. Doch auch schon damals war ich kein allzu großer Freund von New Adult-Romanen, ...

Da ich es schon nicht beim Lesen des ersten Males geschafft habe, eine Rezension zu schreiben, folgt diese jetzt auf mein Reread. Doch auch schon damals war ich kein allzu großer Freund von New Adult-Romanen, weshalb es wirklich erfrischend ist, reifere Protagonisten zu haben.
In diesem Buch geht es vor allem um das Thema Verlust und ich muss sagen, dass ich mit all den Personen mitgefiebert habe. Der Schreibstil war sehr flüssig und einfach zu lesen, weshalb man nur so über die Seiten geflogen ist. Dennoch wurde viel beschrieben und Situationen anschaulich erklärt.
Man merkte gleich am Anfang, dass Elisabeth eine gebrochene Frau ist, was man ihr auch gar nicht verübeln kann. Zusammen mit ihrer zuckersüßen Tochter versucht sie die Vergangenheit zu überwinden und in ihrer alten Heimat neu anzufangen.
Verständlicherweise wird sie dort von den äußerst nervigen und neugierigen Nachbarn immer wieder daran erinnert, was mir persönlich auch sehr auf den Wecker gehen würde. Eine große Hilfe sind allerdings Matty, der ihr einen Teilzeitjob in seinem Restaurant anbietet und ihre beste Freundin, die absolut kein Blatt vor den Mund nimmt.
Aber bevor sie ihre alten Freunde wiedersieht, macht sie die Bekanntschaft mit Tristan Cole. Dem Mann, dem sie laut ihrer Nachbarn lieber aus dem Weg gehen sollte. Und dennoch wird sie wie magisch von ihm angezogen. Ob es daran liegt, dass er in einem Zauberschnickschnackladen arbeitet, lass ich mal so stehen.
Tristan kommt sehr unsympathisch und abweisend rüber, doch auch seine Fassade fängt bei LIz das bröckeln an. Seine Vergangenheit war noch einmal schlimmer als die von Liz, weshalb ich seine Entscheidungen (fast) immer nachvollziehen konnte.
Die beiden hatten generell sehr schöne, herzzerreisende und auch witzige Szenen, in denen ich immer mitfiebern konnte. Auch hier gab es an einigen Stellen etwas viel Drama und auf manche Sachen wurde viel zu übertrieben reagiert. Aber ihre Annährung war so schön mitzuverfolgen und hat mich diese Kleinigkeiten ausblenden lassen.
Einzig der Schluss mit den fast schon Thriller-Elementen, hätte nicht ganz so dramatisch aufgebaut werden müssen.
Eine wirkliche schöne Liebesgeschichte, die selbst mich überzeugen konnte. Ich freue mich auch die weiteren Bücher der Reihe noch einmal zu rereaden!

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2020

Ein tiefsinniges Buch, das allerdings einige Regeln enthält, die ich nicht nachvollziehen kann

Sexy Security
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Vorab Danke an das Bloggerportal und den Diana Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!
Nachdem mir die Charaktere aus Band 1 schon gefallen haben, war ich natürlich sehr gespannt auf ...

Vorab Danke an das Bloggerportal und den Diana Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!
Nachdem mir die Charaktere aus Band 1 schon gefallen haben, war ich natürlich sehr gespannt auf diesen Teil. Denise durften wir davor ja schon durch Quince kennenlernen und schon da war sie für mich eine Powerfrau. Wie auch im Band davor bestand das Buch aus sehr wenigen (aber dafür guten) Sexszenen, was das Lesen angenehm gemacht hat.
Die Thematik des Gedächtnisverlustes ist sehr schwierig für mich. Es braucht wirklich viel Kompetenz, um es gut zu beschreiben und weder über- noch untertrieben dastehen zu lassen. Ich finde allerdings, dass Kenner hier wirklich gute Arbeit geleistet hat, da ich vollkommen überzeugt wurde.
Der Anfang hat mich etwas an ein Videospiel erinnert, was ich aber nicht mal schlecht finde. Mason, beziehungsweise Jack, ist auf seiner eigenen Selbstfindungstour und vertraut verständlicherweise niemandem. Auch ich ging vorsichtig an alle Mitwirkenden heran und konnte seine Gefühle gut nachvollziehen. Als er dann auf die Stark-Truppe und vor allem Denise stößt, war mein Interesse geweckt.
Ich weiß immer noch nicht so genau, warum Denise ihm nicht sagen durfte, dass er ihr Mann war. Natürlich sollten sie das langsam angehen, aber so eine Information würde ich an Masons Stelle gerne wissen würden. Vor allem, wenn noch dazu falsche Fährten gelegt werden müssen. Das hilft nicht wirklich zu seinem Genesungsprozess bei. Da habe ich die Geheimhaltung des Babys noch eher verstanden.
Dieser wurde allerdings auch von allen gut behandelt und von der Autorin gut beschrieben. Die Verbrecherjagd war dabei allerdings nicht Nebensache. Trotz des Gedächtnisverlustes setzte Mason alles daran seinen Kollegen zu helfen. Was ihm letztendlich auch glückte.
Hier war mir schon relativ bald klar, wer der Übeltäter sein könnte und ich lag dabei richtig. Dieses Ende fand ich etwas überspitzt, obwohl der Plan natürlich logisch war. Hätte es hier etwas weniger Drama gegeben, dann wäre der Schluss weitaus überzeugender gewesen und das Buch hätte einen Stern mehr bekommen.
Ich freue mich jetzt schon sehr auf den letzten Band und hoffe diesen auch so schnell wie möglich lesen zu können!

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Ein epischer Auftakt zur Kultserie!

Das Lied von Eis und Feuer 01
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Nach dem riesigen Hype und der bevorstehenden letzten Staffel der Serie, habe ich mich erst einmal an die Serie gewagt, von der ich dann auch die ersten zwei Staffeln in einem Rutsch gelesen habe. Und ...

Nach dem riesigen Hype und der bevorstehenden letzten Staffel der Serie, habe ich mich erst einmal an die Serie gewagt, von der ich dann auch die ersten zwei Staffeln in einem Rutsch gelesen habe. Und dann habe ich diesen dicken Schinken in die Hand genommen und hatte natürlich den Vergleich zur Serie.
Zuerst einmal will ich sagen, dass ich zwar gerne Fantasy lesen, aber mit historischen Romanen absolut nichts anfangen kann. Und dennoch fand ich das am Ende des Buches gar nicht mehr schlimm
Der Anfang war allerdings etwas mühsam. Man wurde mitten in die Geschichte rein geworfen und es wurden einem unendlich viele Personen vorgestellt. Durch die Serie hatte ich schon einmal einen groben Überblick, wodurch es mir die Namen-Sache etwas erleichtert hatte. Doch auch bei der Zugehörigkeit der einzelnen Charaktere brauchte ich wirklich lange und die ganzen neuen Eindrücke waren für mich etwas zu viel.
Ich kam aber sehr schnell in die Geschichte hinein und muss sagen, dass die Serie dazu wirklich gut gemacht wurde! Das Setting war ausgeklügelt, die Personen alle einzigartig und hatten alle ihre eigene Geschichte. Man bekam viel Kontext, verstand die Beziehungen untereinander sehr gut und sympathisierte mit den meisten von ihnen. Tatsächlich kann ich nicht einmal sagen, wen ich am meisten mochte.
Zwar waren einige Passagen etwas lang gezogen, allerdings bekam man dadurch den Input, den man für den weiteren Verlauf brauchte. Teils waren die Geschehnisse auch grausam und definitiv nicht jugendfrei, was mich persönlich allerdings nicht stört.
Mir haben die Welt und ihre Charaktere, Beziehungen und Intrigen wirklich sehr gefallen, weshalb ich mich schon sehr auf den zweiten Band freue! Die Serie werde ich wohl erst nach dem Lesen weitergucken.

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