Cover-Bild NEBEL

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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 21.09.2020
  • ISBN: 9783442758623
Ragnar Jónasson

NEBEL

Thriller
Andreas Jäger (Übersetzer)

Ein einsames Bauernhaus - und ein verhängnisvoller Besuch.

Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, kehrt nach einem Schicksalsschlag gerade wieder in ihren Beruf zurück. Um sie bei der Wiederaufnahme der Arbeit zu unterstützen, wird Hulda von ihrem Chef mit einem neuen Fall betraut: Mehrere Leichen wurden in einem abgelegenen Bauernhaus im Osten des Landes gefunden, und alles deutet darauf hin, dass sie dort schon seit einigen Wochen liegen. Was ist während der Weihnachtstage geschehen, als das Bauernhaus durch einen Schneesturm vom Rest der Welt abgeschnitten war? Und gibt es ein Entkommen vor der eigenen Schuld?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2020

Total Genial

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Nach einem katastrophalen Weihnachtsfest kehrt Kommissarin Hulda Hermannsdottir wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. Eigentlich kann sie sich nach dem großen Verlust nicht auf Akten und zu bearbeitende ...

Nach einem katastrophalen Weihnachtsfest kehrt Kommissarin Hulda Hermannsdottir wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. Eigentlich kann sie sich nach dem großen Verlust nicht auf Akten und zu bearbeitende Krimanalfälle konzentrieren.

Ein brutaler Doppelmord auf einem abgelegenen Bauernhof im Osten Islands bietet ihr Gelegenheit ihren Schreibtisch und vor allem ihr Zuhause zu verlassen.



„Dunkel“, den ersten Teil der Trilogie habe ich vor Monaten gelesen. Das Buch hat mich begeistert, aber zum Ende des Buches, habe ich mich gefragt, was der Autor mir jetzt noch in zwei Büchern über Hulda Hermannsdottir erzählen möchte. Eine Leseprobe am Ende des Buches hat mich dann zum Weiterlesen der „Insel“ verleitet und auch dieser Band hat mich begeistert zurückgelassen.

Der dritte Band „Nebel“ hat mich sogar noch mehr fesseln können.

Die private Tragödie der Hulda Hermannsdottir war eigentlich bekannt, aber Ragnar Jonasson beschreibt so eindringlich und intensiv den Fortgang der Katastrophe, die Unsicherheit der Mutter und die Übergriffigkeit des Vaters, dass der Leser ungewollt mitfiebert und doch noch rechtzeitiges Erkennen erhofft. Unheilvoll langsam spitzt sich das Drama zu. Rückblenden lassen uns Schritt für Schritt beobachten.

Der Kriminalfall ist nicht minder spannend. Nachdem Hulda und der zuständige Kommissar sich zum Tatort bzw. zum abgelegenen Bauernhof durchgekämpft haben, knüpft Ragnar Jonasson durch stetige kurze Rückblenden und beleuchtete Szenen einen komplexen Kriminalfall auseinander, der die Polizisten bis ins Mark erschüttert. Alles hängt irgendwie mit allem zusammen und wird von Jonasson meisterhaft erzählt.

Ragnar Jonasson gibt viel von der isländischen Mentalität und Lebensweise preis und zeigt den unmittelbaren Zusammenhang zu Klima und Lage der Insel.

Eine lesenswerte Trilogie!

Ich freue mich auf weitere Bücher von Ragnar Jonasson.

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Veröffentlicht am 15.11.2020

Würdiger Abschluss / toller Einstieg

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In „Nebel“ werden wir noch weiter in Hulda Hermannsdóttirs Vergangenheit entführt und dürfen die letzten Tage, die sie mit ihrer Tochter verbringen konnte, erleben. Warum hat sich Dimma mit gerade mal ...

In „Nebel“ werden wir noch weiter in Hulda Hermannsdóttirs Vergangenheit entführt und dürfen die letzten Tage, die sie mit ihrer Tochter verbringen konnte, erleben. Warum hat sich Dimma mit gerade mal 13 Jahren das Leben genommen? Leser der gesamten Reihe wurden bereits in Band 1 „Dunkel“ darüber aufgeklärt und können nun in Huldas Gefühlswelt unmittelbar vor/während/nach dem Tod schauen.

Hulda versucht nach diesem Schicksalsschlag wieder in ihr Leben zu finden, zumindest beruflich. Ihre Ehe steht am Abgrund und ihre ganze Aufmerksamkeit widmet sie einem Doppelmord, der bereits knapp zwei Monate zurückliegt.

Die Spannung konnte auch im dritten Teil dieser Island - Trilogie gehalten werden und ich habe mir während des zweiten Teils bereits viele Gedanken gemacht, was wohl in jener schicksalhaften Nacht des Mordes passiert sein könnte. Typisch für diese Buchreihe waren wieder zwei voneinander unabhängig erscheinende Verbrechen miteinander verflochten.

Wie auch schon die ersten beiden Bände bewiesen, muss ein Thriller nicht immer mit bestialischen und brutalen Morden daherkommen. „Nebel“ lebt von psychischen Problemen und dem was sie in einem Menschen auslösen, was für reichlich Spannung sorgte.

Auch hier hat der Autor wieder auf Ort- und Zeitsprünge gesetzt und damit absolut ins Schwarze getroffen. Ich konnte der Story gut folgen, war immer mittendrin und liebe den Schreibstil genauso wie bei den Vorgängern. Tatsächlich finde ich die achronologische Erzählmethode sehr interessant und kann ohne Bedenken sagen, dass man die Bücher auch in gegensätzlicher Reihenfolge lesen könnte.

Ein packendes Finale oder eher ein toller Auftakt, um Huldas Weg mit ihr zu erleben.

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Veröffentlicht am 06.11.2020

Von Dunkelheit und Einsamkeit

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Als Erna sich entscheidet, ihren Mann zu heiraten, entscheidet sie sich auch für seinen Hof. Abgelegen, über viele Monate im Jahr stockfinster, Kerzen gegen die ständigen Stromausfälle.

Erla ist nicht ...

Als Erna sich entscheidet, ihren Mann zu heiraten, entscheidet sie sich auch für seinen Hof. Abgelegen, über viele Monate im Jahr stockfinster, Kerzen gegen die ständigen Stromausfälle.

Erla ist nicht für dieses Leben gemacht, doch ihren Mann würde sie nicht im Stich lassen. Dessen Familie kümmert sich bereits seit so vielen Generationen um den Hof, dass sie weiß, dass er ihn nie verkaufen wird. Nur drei Dinge helfen ihr, damit klarzukommen: Romane, das Radio und der Gedanke an ihre Tochter Anna.

Auch dieses Weihnachten soll ruhig werden. Nur sie und ihr Mann, später vielleicht noch Anna. Doch als es an der Tür klopft und ein Fremder um Einlass bittet, ist es damit vorbei.

»Sie wusste, dass für Einar die Familienehre auf dem Spiel stand. Er hatte ein schweres Erbe angetreten, und es war, als wären die Geister seiner Ahnen ständig anwesend und beobachteten ihn aus den dunklen Ecken heraus.«

Mit dem Fremden zieht für Erla die Furcht in das eigene Haus ein. Das Telefon ist tot, der Strom lässt sie im Stich. Und in der Nacht hört sie Geräusche, die nicht da sein sollten. Doch abgeschottet jeder weiteren Menschenseele, sich Erna, ihr Mann und der Fremde auf sich allein gestellt.

»Durch den Stromausfall war die Atmosphäre ohnehin schon sonderbar genug: Es herrschte eine Art düsteres Zwielicht, das Erla an die Tageszeit erinnerte, die sie immer als besonders unheimlich empfand, die Zeit, in der Geister aus den Schatten traten und menschliche Gestalt annehmen konnten, ohne dass man es merkte.«

›Nebel‹, der dritte Teil der ›Hulda‹-Trilogie kann problemlos an die Qualität des ersten Bandes, ›Dunkel‹, und zweiten Bandes, ›Insel‹, anzuknüpfen. Der dritte Band baut zwar nicht auf den Geschehnissen des zweiten Bandes auf, was durch die achronologische Anordnung der Trilogie auch nicht möglich wäre, doch lässt er Huldas Entwicklung miterleben. Einige der Ereignisse, die im dritten Band geschehen, hatten auf den ersten und zweiten Band Auswirkungen.

Was ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest hätte werden sollen, wird in ›Nebel‹ durch Dunkelheit und Isolation zu einem Grauen.

Wie ›Dunkel‹ und ›Insel‹ kommt ›Nebel‹ ohne möglichst blutige und bestialische Morde aus. Das Grauen und die Spannung wachsen aus dem, was im Inneren des Menschen schlummert. Jónasson zeigt in seiner ›Hulda‹-Trilogie, was Geheimnisse, Schuld und Dunkelheit mit dem Menschen, Familien oder Partnerschaften machen kann.

›Nebel‹ ist ein würdiger Abschluss – oder Auftakt? – der ›Hulda‹-Trilogie. Für mich persönlich sogar der liebste Teil der Trilogie, die sich von Band zu Band noch weiter gesteigert hat. Für alle Krimi-Fans, die Lust auf unaufdringlichere Spannung haben.

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Veröffentlicht am 26.10.2020

Tolles Finale

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Mit „Nebel“ erhalten wir das Finale der „Hulda-Trilogie“! Es handelt sich hierbei um Band III, allerdings ist es eher der Anfang, denn das Großartige und Faszinierende daran ist, dass diese Geschichte ...

Mit „Nebel“ erhalten wir das Finale der „Hulda-Trilogie“! Es handelt sich hierbei um Band III, allerdings ist es eher der Anfang, denn das Großartige und Faszinierende daran ist, dass diese Geschichte rückwärts erzählt wird. Somit lesen wir mit diesem letzten Teil sozusagen den Beginn um die Kommissarin Hulda.
Der Autor schreibt in rückblickenden Erzählsichten und schaffte es, mit seiner Schreibweise die Spannung von Beginn an auf ganzem hohem Level zu halten. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, dass die Story langatmig wirkte, ganz im Gegenteil, dieses Buch hatte ich innerhalb weniger Stunden gelesen. Jonasson’s klare bildliche Aussagen ließen mich direkt in die kalte einsame Winterlandschaft Islands eintauchen!
Ein einsames Bauernhaus ist der Schauplatz des ersten Handlungsstranges, in dem die beiden Bauersleute Erla und Einar abgelegen von der Zivilisation Weihnachten feiern wollten. Doch plötzlich steht ein Mann vor ihrer Tür, der sich angeblich verlaufen hatte….
Hulda kommt nach ihrem schweren familiären Schicksalsschlag wieder zurück zur Polizei und wird gleich mit einem Fall beauftragt, bei dem mehrere Leichen in einem alten Bauernhaus gefunden wurden.
Ein Verwirrspiel mit einem alten Vermisstenfall und diesem Leichenfund beginnt!
Der zweite für mich beste Handlungsstrang ist allerdings das Schicksal von „Dimma“…. Hulda’s Tochter! Was in Band I und II geheimnisvoll und tragisch erzählt wurde, wird hier nun endlich aufgelöst!
 
𝕄𝕖𝕚𝕟 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥:
Eine fesselnde Trilogie in einem faszinieren Schreibstil und einem ungewöhnlichen Plot, der rückwärts erzählt wird! Für mich der beste Teil, der 🐞🐞🐞🐞🐞Rezi-Ladybug‘s verdient hat!
 

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Veröffentlicht am 19.10.2020

Düster, leise, stimmungsvoll – ein tolles Ende der Hulda-Trilogie

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Erla und Einar leben schon ewig in dem alten Bauernhaus weit weg von jeglicher Zivilisation. Umso verwunderter sind sie, als kurz vor Weihnachten Léo vor ihrer Tür steht, der sich angeblich mit Freunden ...

Erla und Einar leben schon ewig in dem alten Bauernhaus weit weg von jeglicher Zivilisation. Umso verwunderter sind sie, als kurz vor Weihnachten Léo vor ihrer Tür steht, der sich angeblich mit Freunden auf einem Jagdausflug befand und sich verlaufen hat. Erla misstraut ihm von Anfang an. Warum ist er wirklich hier? Und was hat er mir ihrer Tochter Anna gemacht, die im etwas weiter entfernten Haus nebenan wohnt? Warum kommt sie nicht – wie sonst immer – an Weihnachten zu Besuch?

Diese Trilogie ist ja, wie bekannt sein dürfte, von hinten nach vorne aufgebaut. Teil 1 („Dunkel“) ist quasi das Ende, Teil 2 („Insel“) spielt davor und dieser 3. Teil nun ist quasi der Anfang von allem. Es ist unfassbar genial, wie Jónasson diesen Thriller aufgebaut hat. Man liest ein bisschen was über Erla und Einar, dann über Hulda und ihre familiären Probleme mit dem grausamen Schicksalsschlag und auch über einen anderen Fall von Hulda, nämlich den der vermissten jungen Frau Unnur. Und man fragt sich oft, wie das alles bitteschön zusammenhängt. Alle Handlungsstränge werden nach und nach und gewohnt „leise“ miteinander verwoben, bis sie am Ende dann das ganze Bild ergeben. Leise, aber dadurch umso packender! Man weiß ja durch Teil 1 und 2, was Hulda mit Tochter und Mann für Schicksalsschläge erlebt hat. Dennoch ist es sowas von interessant, jetzt mitzuerleben, wie sie genau darauf zusteuert. Ihre Empfindungen, die Selbstvorwürfe etc. gehen unter die Haut. Der Handlungsstrang im Bauernhaus ist einfach nur furchtbar spannend. Was führt Léo im Schild? Wer ist er wirklich? Warum ist Einar so ruhig, und Erla so völlig panisch, was Léo betrifft? Und was ist mit Anna, ihrer Tochter? Ohne zu viel zu verraten kann ich sagen, das ich wirklich überrascht wurde und dieses Ende bis fast ganz zum Schluss nicht vorausgesehen habe.

Jónasson´s Schreibstil passt perfekt zur eiskalten Winterlandschaft Islands und zum abgelegenen Tatort fernab von allem. Ich konnte förmlich den Schneesturm tosen hören und die klirrende Kälte fühlen. Ein düsterer Thriller, der ungemein fesselt und schlicht genial ist! Und der unter die Haut geht. Mein Mitgefühl für Hulda war grenzenlos und ich konnte sehr gut nachvollziehen, dass sie so ist, wie sie eben ist: ruhig, einzelgängerisch, misstrauisch, verletzt… und trotzdem – oder gerade deswegen – eine brillante Ermittlerin.

Erwähnen möchte ich auch noch das wirklich schöne Nachwort des Autors mit der niedergeschriebenen, kurzen Erinnerung seiner Mutter. Und ich habe etwas gelernt: in Island ist es eine alte Tradition, sich an Weihnachten Bücher zu schenken und dann am Heiligen Abend bis spät in die Nacht zu lesen. Eine schöne Tradition, finde ich.

Die ganze Rezension inkl. Leseprobe findet ihr in meinem Blog LESEZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2020/10/unbezahlte-werbung-rezensionsexemplar.html

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