Japanischer Büroalltag
„Richtig gutes Essen“ ist ein ungewöhnlicher Roman der in Japan lebenden Autorin Junko Takase.
Der Büroangestellte Nitani kann Essen nichts abgewinnen. Am liebsten würde er es komplett vermeiden und einfach ...
„Richtig gutes Essen“ ist ein ungewöhnlicher Roman der in Japan lebenden Autorin Junko Takase.
Der Büroangestellte Nitani kann Essen nichts abgewinnen. Am liebsten würde er es komplett vermeiden und einfach nur eine Tablette zu sich nehmen. Da dies nicht möglich ist, gestaltet er es so einfach wie möglich und ernährt sich gerne von Instantramen. Neben ihm arbeiten Oshio und Ashikawa in seiner Bürogemeinschaft. Während Ashikawa die gesellschaftlichen Normen perfekt erfüllt, ist Oshio eher unkonventionell. Mit ihr geht Nitani gerne trinken und erzählt ihr von seiner Leidenschaft für Literatur.
In dem Roman wird der Arbeitsalltag und die Arbeitskultur in Japan dargestellt. Dabei stehen drei sehr unterschiedliche Charaktere im Vordergrund, von denen mir leider keiner so richtig sympathisch war und zu denen ich auch keinen richtigen Zugang finden konnte.
Der Schreibstil der Autorin ist amüsant und durch zahlreiche Dialoge lebendig Manchmal erscheint das Verhalten der Charaktere allerdings einfach nur absurd. Die Darstellung der japanischen Arbeitskultur fand ich dabei durchaus interessant.
Die Handlung hat keinen Spannungsbogen und es gibt auch keine nennenswerte Entwicklung der Charaktere. Man folgt ihnen lediglich ein Stück durch ihr Arbeitsleben.
Insgesamt lässt sich das Buch gut und leicht lesen.
Wer sich für Japan, die japanische Kultur und seine Arbeitswelt interessiert, der liegt mit dem Buch richtig.