Cover-Bild Richtig gutes Essen
(15)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 160
  • Ersterscheinung: 10.02.2026
  • ISBN: 9783755800859
Junko Takase

Richtig gutes Essen

Roman | »Lustig und lebendig« Hiromi Kawakami
Yoko Ann Hamann (Übersetzer)

Eine angepasste Bürokarriere, eine zuvorkommende Frau, richtig gutes Essen – Nitani weiß, worauf es im Leben ankommen sollte. Die Regeln sind klar, doch Nitani, dessen größtes Glück der Verzehr von Instantramen ist und der am liebsten seine gesamte Nährstoffzufuhr über eine Tablette beziehen würde, tut sich schwer mit ihnen. In seinem Büro ist Ashikawa die Art von Frau, die er wahrscheinlich heiraten wird: liebenswürdig und entschlossen, ihn von seiner Sucht nach Instantnudeln zu befreien. Aber es fällt ihm immer schwerer, sie zu respektieren – oder die süßen Leckereien, die sie verteilt und mit denen sie sich die Zuneigung ihrer Kollegen durch Backen statt durch harte Arbeit sichert.
Seine Kollegin Oshio ist unkonventioneller – sie ist Nitanis Trinkpartnerin. In der starr reglementierten Welt des Büros kommen sich die beiden näher. Und ihr offenbart Nitani auch seine geheime Leidenschaft: die Literatur.
Humorvoll und klug stellt Junko Takase die Frage, warum wir im Leben manchmal falsch abbiegen, und zeigt anhand einer Bürogemeinschaft die Absurditäten des modernen Zusammenlebens auf.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2026

Japanischer Büroalltag

0

„Richtig gutes Essen“ ist ein ungewöhnlicher Roman der in Japan lebenden Autorin Junko Takase.

Der Büroangestellte Nitani kann Essen nichts abgewinnen. Am liebsten würde er es komplett vermeiden und einfach ...

„Richtig gutes Essen“ ist ein ungewöhnlicher Roman der in Japan lebenden Autorin Junko Takase.

Der Büroangestellte Nitani kann Essen nichts abgewinnen. Am liebsten würde er es komplett vermeiden und einfach nur eine Tablette zu sich nehmen. Da dies nicht möglich ist, gestaltet er es so einfach wie möglich und ernährt sich gerne von Instantramen. Neben ihm arbeiten Oshio und Ashikawa in seiner Bürogemeinschaft. Während Ashikawa die gesellschaftlichen Normen perfekt erfüllt, ist Oshio eher unkonventionell. Mit ihr geht Nitani gerne trinken und erzählt ihr von seiner Leidenschaft für Literatur.

In dem Roman wird der Arbeitsalltag und die Arbeitskultur in Japan dargestellt. Dabei stehen drei sehr unterschiedliche Charaktere im Vordergrund, von denen mir leider keiner so richtig sympathisch war und zu denen ich auch keinen richtigen Zugang finden konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist amüsant und durch zahlreiche Dialoge lebendig Manchmal erscheint das Verhalten der Charaktere allerdings einfach nur absurd. Die Darstellung der japanischen Arbeitskultur fand ich dabei durchaus interessant.
Die Handlung hat keinen Spannungsbogen und es gibt auch keine nennenswerte Entwicklung der Charaktere. Man folgt ihnen lediglich ein Stück durch ihr Arbeitsleben.
Insgesamt lässt sich das Buch gut und leicht lesen.
Wer sich für Japan, die japanische Kultur und seine Arbeitswelt interessiert, der liegt mit dem Buch richtig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2026

Büro-Alltag in Japan

0

Dieses schmale Büchlein ist schön und hochwertig gestaltet. Der gebundene Band hat ein Lesebändchen und einen interessant gestalteten Schutzumschlag in rot und weiß mit japanischen Alltagsszenen.

Nitani ...

Dieses schmale Büchlein ist schön und hochwertig gestaltet. Der gebundene Band hat ein Lesebändchen und einen interessant gestalteten Schutzumschlag in rot und weiß mit japanischen Alltagsszenen.

Nitani bemüht sich, immer korrekt zu handeln und scheut auch Überstunden nicht. Wenn es nötig ist, arbeitet er am Wochenende durch. Seine hübsche, junge Kollegin Ashikawa ist da ganz anders. Sie geht pünktlich, auch schon mal eher, wenn sie Kopfschmerzen hat. Ihren mangelnden Arbeitseifer gleicht sie aus, indem sie am nächsten Tag ihren Kollegen selbstgebackene Köstlichkeiten mitbringt. Nitani, der sich am liebsten von Instantnudeln ernährt, da er Kochen für zu zeitraubend hält - würde am liebsten nur eine nährstoffreiche Tablette schlucken, damit er sich nicht mehr mit Essen beschäftigen muss. Ashikawa besucht und bekocht ihn - eigentlich ist sie ja die ideale Frau zum Heiraten, doch ihr Verhalten im Büro irritiert ihn. Eine andere Kollegin, Oshio, ist da ganz anders, mit ihr geht er gerne nach der Arbeit was trinken. Sie verachtet Ashikawa für ihr Verhalten, wodurch sich noch Schwierigkeiten für sie in der Firma ergeben.

Viel passiert in dieser Geschichte nicht, sie zeigt den üblichen Büro-Alltag in Japan. Die Regeln sind klar, aber es gibt immer wieder jemanden, der sich darüber hinwegsetzt. Ich muss sagen, dass mir die Protagonisten allesamt nicht sonderlich sympathisch waren. Aber es war interessant zu sehen, wie so ein Leben als Büroangestellter in Japan aussieht - Freundlichkeit ist oberste Pflicht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2026

Ruhiger Roman mit feinem Humor und vielen Zwischentönen

0

„Richtig gutes Essen“ von Junko Takase ist schon äußerlich ein echter Hingucker: Der wunderschöne Buchumschlag hat mich sofort angesprochen und passt perfekt zur feinen, zurückhaltenden Stimmung der Geschichte.

Der ...

„Richtig gutes Essen“ von Junko Takase ist schon äußerlich ein echter Hingucker: Der wunderschöne Buchumschlag hat mich sofort angesprochen und passt perfekt zur feinen, zurückhaltenden Stimmung der Geschichte.

Der Roman zeichnet ein spannendes Bild einer starren Beziehungskultur, in der die Figuren ihre gesellschaftlich erwarteten Rollen nahezu perfekt spielen – und dabei ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse kaum äußern. Daraus folgen zum Teil passiv-aggressive, oft unangenehme Dynamiken zwischen den Figuren. Anhand der drei Büroangestellten Nitani, Ashikawa und Oshio bekommt man einen Einblick in die japanische Arbeitswelt und die Denkweisen, die Leistungsdruck und Konventionen mit sich bringen. Besonders gelungen fand ich die Darstellung des Arbeitsumfelds: streng reglementiert, aber gleichzeitig unterschwellig absurd, fast schon skurril.

Der Roman lebt von feinen Beobachtungen, schrägen Situationen und dem Kontrast zwischen Anpassung und persönlichen Bedürfnissen. Die Figuren gehen alle auf ihre Art und Weise mit Erwartungen und Druck um. Der Schreibstil ist eher distanziert mit einem trockenen, manchmal schrägen Humor, der die Schwächen im menschlichen Miteinander darstellt.

Allerdings blieb mir emotional alles etwas zu kühl: Ich konnte mit keiner Figur wirklich mitfühlen, trotz der wechselnden Perspektiven. Dafür gab es einige Passagen, die mich durchaus zum Nachdenken gebracht haben, und die vielen Dialoge haben mir zum Teil gut gefallen. Insgesamt passiert nicht besonders viel, und eine klare Entwicklung fehlt, aber man bekommt einen interessanten Einblick in den japanischen Arbeitsalltag und kann einige gesellschaftliche Aspekte reflektieren.

Unterm Strich ein ruhiger, beobachtender Roman mit subtiler Kritik und eigenem Ton – eher für Fans und Interessierte der japanischen Kultur und Arbeitsleben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2026

Japanische Kultur - Essen und Arbeit

0

„Richtig gutes Essen“ von Junko Takase ist ein japanischer Roman, der das Leben einer Gruppe von Büroangestellten und ihre Lebensweisen näher betrachtet.
Der Roman von Junko Takase steigt ein mit einem ...

„Richtig gutes Essen“ von Junko Takase ist ein japanischer Roman, der das Leben einer Gruppe von Büroangestellten und ihre Lebensweisen näher betrachtet.
Der Roman von Junko Takase steigt ein mit einem Gespräch über die Mittagsversorgung in einem japanischen Büro. Bereits auf den ersten Seiten werden die unterschiedlichen Sichtweisen, wie viel Bedeutung das Essen hat, deutlich. Nitani, der süchtig nach Instantnudeln ist und nur diese als die wahre Mahlzeit ansieht, steht im Fokus der Erzählungen. Nicht nur das Essen, seine Zubereitung und Besonderheiten, sondern auch der japanische Arbeits- und Büroalltag, die Arbeitskultur wird näher beleuchtet.
Junko Takases Schreibstil ist für mich eher gewöhnungsbedürftig. Durch das Aneinanderreihen von Gedanken, Erlebnissen und Beschreibungen ohne eine tiefere Geschichte dahinter, lässt sich kein richtiger Spannungsbogen aufbauen. Mir fehlt die Geschichte hinter der Geschichte. Es fiel mir nicht so leicht, gut in das Buch zu kommen und vor allem auch dranzubleiben. Einzelne Abschnitte ließen sich problemlos lesen, anderen haben mich so gar nicht eingefangen.
Das Buchcover mit der originellen rot - beigen Farbgestaltung, den passenden Buchstaben und dem farblich passenden Lesebändchen ist sehr ansprechend. Auch die Gestaltung der Innenseiten haben mir gut gefallen.
Junko Takases Buch „Richtig gutes Essen“ gibt einen die japanische Arbeits- und Essenskultur.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2026

Leider nicht mein Ding

0

Ich glaube „Richtig gutes Essen“ von Junko Takase war vorerst mein letzter Ausflug in die japanische Literatur. Ich werde mit dieser Art zu Schreiben einfach nicht warm. Hier kamen für mich nun sogar zwei ...

Ich glaube „Richtig gutes Essen“ von Junko Takase war vorerst mein letzter Ausflug in die japanische Literatur. Ich werde mit dieser Art zu Schreiben einfach nicht warm. Hier kamen für mich nun sogar zwei Dinge zusammen. Weder der Schreibstil noch der Inhalt konnten mich leider überzeugen. Wer häufiger und gerne Romane aus dem Japanischen liest, sieht die Sache bestimmt vollkommen anders. Für mich ging die Erzählung aber, ausgelöst durch das Verhalten der Charaktere, mit einer permanenten Irritation einher. Besonders Nitani ging mir schnell dermaßen gegen den Strich, auch weil seine Ernährung den Titel des Romans wirklich ins Absurde führt. Außerdem baut sich in seinen Gedanken eine zunehmende Misogynie auf, welche dem Lesenden ziemlich unreflektiert begegnet. Und auch das vorgelebte und erwartete Arbeitsideal ist einfach nur unfassbar ungesund. „Richtig gutes Essen“ bietet denke ich durchaus einen realistischen Einblick in die japanische Büro- und Essenskultur, abgesehen davon ist der Inhalt aber letztlich ziemlich belanglos. Da ich die Geschichte leider nur nach meinem subjektiven Befinden bewerten kann, gibt's von mir gerade noch 3 Sterne und keine Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere