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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Droemer eBook
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 01.03.2021
  • ISBN: 9783426461204
Katharina Fuchs

Lebenssekunden

Roman. Von der Autorin von "Zwei Handvoll Leben"
Zwei Frauen, zwei Leben, eine Fotografie
Die Geschichte der ersten deutschen Foto-Journalistin und einer Leistungsturnerin aus der DDR – ein bewegendes Stück Zeitgeschichte

Der große Traum von Angelika Stein scheint geplatzt, als sie mit 15 von der Schule fliegt: Kein Fotograf in Kassel will einem Mädchen, noch dazu ohne Schulabschluss, eine Lehrstelle geben. Doch Angelika gibt nicht auf – und bekommt schließlich eine Chance von einem Fotografen, der vor Kurzem aus der DDR gekommen ist. Zur selben Zeit wird in Ostberlin die junge Leistungsturnerin Christine Magold darauf gedrillt, die DDR bei den Olympischen Spielen zu vertreten. Doch ist das wirklich ihr Traum? Beim Bau der Berliner Mauer 1961 treffen die beiden jungen Frauen unter dramatischen Umständen aufeinander.

Mit viel Liebe zum Detail und großem Einfühlungsvermögen erzählt Katharina Fuchs die Geschichte zweier ebenso eigensinniger wie mutiger junger Frauen in Westdeutschland und der DDR. Zeitgeschichte wird dabei ebenso lebendig wie zwei bewegende Frauen-Schicksale.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2021

Lebenssekunden - sie können über hop oder top entscheiden

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Der Roman "Lebenssekunden" erzählt die Lebensgeschicht von Angelika, aufgewachsen in der Bundesrepublik Deutschland der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, und Christine, in der gleichen Zeit aufgewachsen ...

Der Roman "Lebenssekunden" erzählt die Lebensgeschicht von Angelika, aufgewachsen in der Bundesrepublik Deutschland der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, und Christine, in der gleichen Zeit aufgewachsen in der DDR. Angelika lebt in Kassel in einer künstlerischen Familie und verliert bei einer Explosion ihre beste Freundin Irmgard. Zufällig lernt sie Frau Hellmann, die Oma von Christine, kennen. In einer Lebenssekunde hat sie die Chance eine Ausbildung zur Fotografin, bei Frau Hellmanns Sohn zu machen. Sie ergreift diese Chance, da ihr Herz für die Fotografie schlägt. Sie macht sich nach der Ausbildung auf nach Berlin und schießt dort - in einer Lebenssekunde - das Foto, das sie an die Spitze bringt. Durch diese Geschichte erfahren wir, wie Frauen in dieser Zeit in der Berufswelt behandelt werden und wie sie für ihre Rechte kämpfen müssen.

Christine wird zu einer erfolgreichen Kunstturnerin in der DDR ausgebildet. Mit welchen Maßnahmen, das hat mich schockiert und fassungslos gemacht. Ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit steht der Erfolg über allem. Dadurch, dass sie Kontakt zu einem Kunstturner in Stuttgart hat, gerät sie und ihre Familie ins Blickfeld der Stasi. Ein Fluchtversuch nach Westberlin scheitert, aber kurz bevor die Mauer Berlin in zwei Teile teilt, gelingt die Flucht von ihr und ihrer Familie.

Ein Buch, das so spannend ist, denn man fiebert mit den jungen Frauen, wie sie ihr Leben meistern. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.

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Veröffentlicht am 10.03.2021

Schicksalsjahre

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Zwei Frauen im Jahr 1956, zwei Schicksale, zwei besondere Leben. "Lebenssekunden" von Katharina Fuchs erzählt die Geschichte zweier mutiger Frauen, die ihren ganz eigenen Weg in einer herausfordernden ...

Zwei Frauen im Jahr 1956, zwei Schicksale, zwei besondere Leben. "Lebenssekunden" von Katharina Fuchs erzählt die Geschichte zweier mutiger Frauen, die ihren ganz eigenen Weg in einer herausfordernden Zeit gehen.

Das schöne Cover im Vintagelook zeigt uns die beiden Frauen, Christine und Angelika, auf einem Moped die Mauer entlang fahrend. Hier zeigt sich bereits ein wichtiger Schicksalspunkt, der uns Leser*innen im Buch erwarten wird.

Christine lebt mit ihrer Familie in Ostberlin und ist eine hochtalentierte Kunstturnerin. Sie wird regelrecht gedrillt, damit sie die DDR bei den Olympischen Spielen vertreten kann. Angelika hingegen lebt in Kassel und ist wie ihr Vater künstlerisch begabt. Als bei einer Detonation eines Blindgängers ihre beste Freundin ums Leben kommt und in der Zeitung davonein Bild sie erschüttert, will sie es anders machen. Die Fotografie wird ihr Lebensinhalt.

Beide Frauen, obgleich sie so verschieden sind, haben viel gemeinsam und jede muss sich auf ihrem Weg unzähligen Herausforderungen stellen. 1961 wird dann für die Zwei zum Schicksalsjahr, das ihr Leben für immer verändern kann.

Katharina Fuchs hat hier wieder einmal ein Meisterwerk erschaffen. Die Kombination von Zeitgeschichte, zwei bewegenden Schicksalen, Romantik, Dramatik und Spannung ist wahrhaft phänomenal. Es liest sich flüssig und angenehm, immer wieder überraschen die Wendungen und lassen einem das Buch nur schwer zur Seite legen. Hier schaltet sich ein Kopfkino beim Lesen ein. Man kann sich sehr gut in Christine und Angelika hinein versetzen. Alle Protagonisten sind hervorragend ausgearbeitet. Man leidet mit ihnen, freut sich mit ihnen und ist in das Zeitgeschehen so intensiv eingebunden, dass man das Hefühl hat, tatsächlich vor Ort zu sein.

Katharina Fuchs schafft es hier, wie auch schon bei ihren Büchern "Zwei Handvoll Leben" und "Neuleben", politische und geschichtliche Ereignisse greifbar, verständlich und klarer zu machen. Ihre Bücher sollten Lektüre im Unterricht der älteren Jahrgangsstufen sein. Ich hätte es in der 10. Klasse sicherlich genau so verschlungen wie jetzt.

Es ist ein beeindruckendes, bewegendes Buch, das stellenweise den Atem nimmt. Gänsehaut, Tränen in den Augen und eine Achterbahnfahrt der Gefühle inklusive. Beim Lesen spürt man, wie viel die Autorin hier rein gesteckt hat.

Auch nach Beenden des Buches hallt es lange nach. Mich persönlich hat es nicht nur sehr berührt, sondern auch Mut gemacht. Jede Sekunde in unserem Leben ist so wertvoll und manche sind es ganz besonders. Und ein paar ganz Spezielle können das Leben von jetzt auf gleich verändern. Ein Moment, ein kurzer Augenblick - wahre Lebenssekunden eben.


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Veröffentlicht am 28.02.2021

Zeit und Ort bestimmen dein Leben!

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Lebenssekunden ein Roman von Katharina Fuchs (Droemer Verlag)

Angelika nickte, ohne den Blick von dem Negativ abzuwenden. „Wenn sich die Mitteltöne aus dem braunen Film schälen, man eine Ahnung bekommt, ...

Lebenssekunden ein Roman von Katharina Fuchs (Droemer Verlag)

Angelika nickte, ohne den Blick von dem Negativ abzuwenden. „Wenn sich die Mitteltöne aus dem braunen Film schälen, man eine Ahnung bekommt, ob es gelungen ist, ob es was Besonderes ist oder Durchschnitt, ob man eine Lebenssekunde festgehalten oder man nur Material verschwendet hat...“

„Eine Lebenssekunde!“, wiederholte sie. „Das ist ein schöner Ausdruck!“ S.317

Zwei ganz unterschiedliche Lebenswege verbinden sich an einem historisch bedeutenden Punkt deutsch-deutscher Geschichte. Die Liebe zur Fotografie und die damit verbundene Ethik bestimmen Angelika Steins Wunsch Fotografin zu werden. 1956 lebt sie in Kassel und ist mit 15 Jahren, ohne Schulabschluss auf der Suche nach einer Lehrstelle.
Zur gleichen Zeit entscheiden im Ostteil Berlins andere über den Werdegang der jungen Leistungsturnerin Christine Magold. Gefangen in ihrem eigenen Leben bestimmen Sport und Drill ihren Tagesablauf. Mit Disziplin, Unterordnung und Gehorsam rücken die Olympischen Spiele für sie in greifbare Nähe.
Anhand Christines Schicksals kann man das Ausmaß der Maschinerie des Leistungssports der DDR hier nur ansatzweise erahnen. Mit System, Härte und unmenschlich erscheinenden Praktiken wurden politische Ziele auf Kosten Einzelner verfolgt. Abweichler wurden mit strukturierten Methoden auf Linie zurückgebracht. Ein dunkles Kapitel der Ostdeutschen Geschichte!
Auch Angelika kommt mit politischen Größen in ihrem Teil Deutschlands in Berührung. Sie erfährt, was es heißt als Fotografin in einer Männerdomäne unterwegs zu sein.
Mit Raffinesse und einer intensiven Erzählweise schreibt die Autorin hier eine eindringliche Geschichte, die unter die Haut geht. Sie erzählt abwechselnd aus dem Leben der beiden Hauptfiguren. Dabei erscheinen die Episoden und Erlebnisse von Christine und Angelika lebendig und real. Geschickt verbindet Katharina Fuchs die beiden detailreichen Erzählstränge in einem schicksalhaften Zusammentreffen.

Fazit: Durch die Aufmachung des Buches und den Plot habe ich mich angesprochen gefühlt und wollte dieses ergreifende Buch unbedingt lesen.

„Lebenssekunden“ hat mich tief berührt und ist schon jetzt das Lese-Highlight 2021 für mich. Die bewegende Geschichte von Angelika und Christine bleibt in Erinnerung. Trotz fiktiver Charaktere stehen sie für reale Einzelschicksale in beiden Teilen Deutschlands. Die Geschichte weiß, dank des bekannt einzigartigen Schreibstils und der ausgezeichneten Recherche, grandios zu unterhalten. Spannender geht Geschichte wohl kaum! Eine unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.02.2021

Zwei junge Frauen im frisch geteilten Deutschland

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Der neue Roman von Katharina Fuchs spielt im Nachkriegsdeutschland. Im Mittelpunkt stehen zwei, zu Beginn der Geschichte gerade einmal 15-jähruge junge Frauen. Angelika aus Kassel fliegt vom Gymnasium, ...

Der neue Roman von Katharina Fuchs spielt im Nachkriegsdeutschland. Im Mittelpunkt stehen zwei, zu Beginn der Geschichte gerade einmal 15-jähruge junge Frauen. Angelika aus Kassel fliegt vom Gymnasium, an dem Mädchen noch nicht so richtig erwünscht sind. Anschließend kämpft sie darum, trotzdem Fotografin werden zu können, was damals auch noch als Männerberuf galt. Christine wächst zeitgleich in der noch jungen DDR auf und soll dort Profiturnerin werden, was mit großen Qualen, sowohl physischer als auch psychischer Art verbunden ist.

Beim Lesen begleiten wir die beiden jungen Frauen, deren Wege sich irgendwann kreuzen, beim Erwachsenwerden, das mit vielen Höhen und Tiefen verbunden ist. Dabei erfährt man auch hautnah mehr über das Leben in den beiden politischen Systemen, BRD und DDR und allgemein in den 60er Jahren, besonders auch um den Mauerbau herum. Sehr eindrucksvoll ist dabei, wie perfide man in der DDR auch in deren Anfangsjahren schon Druck auf die Menschen ausübte.

Katharina Fuchs beschreibt das alles sehr anschaulich und fesselnd. Die Charaktere der beiden jungen Frauen sind überzeugend ausgestaltet und man kann sich beim Lesen gut in ihre jeweilige Situation einfühlen. Daher empfehle ich den Roman auf jeden Fall allen weiter, die gerne tiefgründige Geschichten aus der jüngeren deutschen Vergangenheit lesen.

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Veröffentlicht am 25.02.2021

Zwei Frauen aus West- und Ostdeutschland

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Die Schriftstellerin Katharina Fuchs hat mit ihrem Roman „Lebenssekunden“ einen guten Einblick in die 50er und 60er Jahren gebildet.

Sie erzählt von zwei gleichaltrigen Mädchen, die am Anfang 15 Jahre ...


Die Schriftstellerin Katharina Fuchs hat mit ihrem Roman „Lebenssekunden“ einen guten Einblick in die 50er und 60er Jahren gebildet.

Sie erzählt von zwei gleichaltrigen Mädchen, die am Anfang 15 Jahre alt sind. Angelika Stein lebt in Kassel, sie verlässt die Schule vor dem Abitur und macht eine Lehre zur Fotografin. Zwar muss sie als Frau etliche Anfeindungen auf sich nehmen, aber so ging es in den Jahren jeder Frau.
Angelika verstand es die Lebenssekunden einzufangen.

Christine ist aus Ostberlin. Sie ist eine gute Turnerin. Sie wird in einem Sportinternat gedrillt. Ich mochte immer das Turnen am Stufenbarren, aber so, wie Christine dabei zu ihren großen Leistungen kommt, wäre mir nicht möglich gewesen.

Man erlebt von jeder ihre erste Liebe.
Die Autorin lässt uns an den Werdegang beider abwechselnd teilnehmen. Das ist ihr großartig gelungen.

Dann kommt die Zeit des Mauerbaus. Christines Elternwohnung liegt im 3. Stock der Bernauerstraße.

Der Roman ist voller Emotionen und hat einen guten mitreißenden Stil.
Er ist ein Teil Zeitgeschichte aus beiden Teilen Deutschlands.
Ich habe diese Geschichte genossen und kann sie nur weiter empfehlen.