Bis auf die Auflösung unspannend & unspektakulär
Als Grace verschwand von Kathryn Croft (Thriller, 2019; RL-Verlag)
- bis auf die Auflösung unspannend & unspektakulär -
Dieser Thriller, der mir bis dato unbekannten Autorin machte mich auf aufgrund ...
Als Grace verschwand von Kathryn Croft (Thriller, 2019; RL-Verlag)
- bis auf die Auflösung unspannend & unspektakulär -
Dieser Thriller, der mir bis dato unbekannten Autorin machte mich auf aufgrund seines spannendklingenden Klappentextes neugierig.
Ich fange mal mit den positiven Seiten des Buches an, bevor ich mich meinen Kritikpunkten zuwende.
Postiv fand ich, bedingt durch den flüssigen Schreibstil, sowie des Formates des Buches, dass ich es recht zügig weglesen konnte.
Die Thematik an sich sprach mich ja auch total an und ich war neugierig zu erfahren, was es mit der Entführung der erst 6 Monate alten Tochter vor 18 Jahren von Simone Porter auf sich hatte. Ich glaubte hier einen spannenden Thriller rund um dieses zentrale Thema vorzufinden, in dem vielleicht der Fall an sich, als auch Grace, die vorgibt Simones Tochter zu sein im Mittelpunkt stünden.
Doch leider weit gefehlt. Der Fall von vor 18 Jahren wird in einer kurzen Rückblende kurz angerissen, was ich an sich nicht nicht weiter schlimm fand, denn schließlich sollte die Gegenwart im Mittelpunkt stehen. Was mir allerdings nicht so gut schmeckte, war die Tatsache, dass man über Grace, die sich als Simones Tochter ausgab, wirklich rein gar nichts erfuhr. Sie die eigentlich die zentrale Hauptrolle in diesem Thriller spielen sollte, so dachte ich zumindest, blieb vollkommen blass und unergründet. Das war schon recht enttäuschend, da ich somit ein anderes Bild von diesem Buch hatte.
Auch spannungsmäßig konnte der Thriller mir nicht das bieten, was ich mir ausgemalt hatte. Die Neugierde und der flüssige Schreibstil ließen mich das Buch zwar recht schnell lesen, allerdings hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl von wirklicher Spannung. Für mich als Spannungsliebhaberin ist dies ein echtes Manko, schließlich gehört Spannung für mich einfach zu einem Thriller dazu.
Neben der Suche nach Grace, die kurz nach ihrem Auftauchen bei Simone und ihrem Mann wieder verschwand, gibt es noch einen weiteren Geschichtsstrang aus einer anderen Personenperspektive. Lange Zeit fragte ich mich, wie dieser Teil mit dem Rest der Geschichte zusammenhing und ob es überhaupt einen Zusammenhang geben würde oder ob es einfach eine Art Seitenfüller darstellen sollte.
Dieses lüftete sich dann endlich auf den letzten Seiten, als das ganze Ausmaß der Auflösung ersichtlich wurde und es auch endlich sowas, wie einen Aha-Effekt in diesem bis dato eher unspannenden und unspektakulären Thriller gab.
Diese Tatsache konnte aber leider nicht darüberhinwegtrösten, dass mir Teil von und mit Grace einfach viel zu unspektakulär und informationslos blieb. Dieses hätte dieses Buch nochmal soviel mehr aufwerten können. Somit blieb dieses Potential leider ungenutzt und das Buch erscheint in einem ganz anderen Licht, als man es sich vorstellt.
Fazit:
Ein Thriller, der rein vom Schreibstil und vom Lesen her ganz gut war, allerdings nicht sein volles Potential ausschöpfte, aufgrund fehlender Spannung und zu wenig Infos rund um die Hauptfigur, die letzten Endes keine war. Der kleine Aha-Effekt am Ende konnte dann doch noch eine winzige Verbesserung bewirken.
Note: 3