Cover-Bild Die Zeitungsdynastie – Verlorene Heimat
Band 2 der Reihe "Die Zeitungsdynastie"
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 24.10.2024
  • ISBN: 9783492321129
Katrin Tempel

Die Zeitungsdynastie – Verlorene Heimat

Roman | Bewegende Familiensaga über die Erben eines Berliner Zeitungsimperiums in einer Welt am Abgrund

Zerrissene Familienbande: drei Geschwister zwischen Verantwortung, Kollaboration und Flucht

1933: Die drei Manthey-Erben finden sich in einer Welt im Umbruch wieder. Während Vicki als Reporterin im Prager Exil gegen die neuen Machthaber in Deutschland anschreibt, sucht Fritjof in New York nach Möglichkeiten, aus der Ferne gegen das Nazi-Regime zu wirken. Währenddessen steuert Alexander in Berlin das Zeitungsimperium geschickt durch die neuen Machtstrukturen. Zwischen Anpassung und Widerstand entfernen sich die Geschwister immer weiter voneinander, während die Welt um sie herum zusammenbricht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2025

Dunkle Jahre

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„...Sie spürte, wie sich die Angst in ihr breitmachte. Rechte der Arm der Nazis bis hier her, bis ins Herz von Prag?...“

Wir schreiben das Jahr 1933. Vicki ist auf der Suche nach Harry. Die Schussverletzung ...

„...Sie spürte, wie sich die Angst in ihr breitmachte. Rechte der Arm der Nazis bis hier her, bis ins Herz von Prag?...“

Wir schreiben das Jahr 1933. Vicki ist auf der Suche nach Harry. Die Schussverletzung hat bei ihm seelische Spuren hinterlassen. Wird er wieder der Alte werden
Auch der zweite Teil der Geschichte hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet, der Spannungsbogen hoch.
Die Autorin lässt mich gekonnt am Leben der Geschwister teilnehmen. Vicki und Harry verlassen Prag. Sie reihen sich in die Masse der Wartenden in Marseille ein und hoffen auf ein Visum für Amerika. Um die Zeit zu überbrücken, geht Harry als Kriegsberichterstatter nach Spanien.
Als Fritjof in Berlin immer mehr eingeengt wird in seiner Berichterstattung, überschreibt er Alexander den Vertrag und geht ebenfalls nach Marseille. Dort trifft er Erika wieder, die ebenfalls im spanischen Bürgerkrieg war. Er hat genug Geld, um sofort nach Amerika ausreisen zu können.Damit ihn Erika begleiten darf, müssen sie heiraten.

„...Dann bittet ich dich hiermit in aller Form um deine Hand. Bitte verzeih, dass mein steifes Knie einen Kniefall verhindert...“

Sehr gut wird beschrieben, was die Emigration für den Einzelnen bedeutet. Es gilt, sich ein neues Leben aufzubauen. Vicki und Harry treffen in Mexiko Egon Erwin Kisch.
Alexander dient sich den neuen Machthabern an. Allerdings ist er raffiniert genug, um die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich rechtzeitig für eine eventuelle Niederlage abzusichern. Doch vor Schicksalsschlägen ist auch er nicht gefeit.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Absolut fesselnd

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Worum geht’s?
Nazideutschland wird immer größer. Als die Arme der Deutschen nach Prag zu greifen drohen, versuchen Vicki und ihr Freund von Prag nach Amerika zu kommen. Ihr Bruder Fritjof versucht ebenfalls, ...

Worum geht’s?
Nazideutschland wird immer größer. Als die Arme der Deutschen nach Prag zu greifen drohen, versuchen Vicki und ihr Freund von Prag nach Amerika zu kommen. Ihr Bruder Fritjof versucht ebenfalls, aus Deutschland zu flüchten. Doch es wird immer schwieriger, über die Grenzen zu kommen.

Meine Meinung:
„Die Zeitungsdynastie – Verlorene Heimat“ ist der 2. Teil der Familiensaga um die Mantheys. Und auch mit diesem Teil hat mich Katrin Tempel wieder von der ersten Seite an gefesselt. Das meiste ist Fiktion, aber der Text ist gewürzt mit einigen Fakten, die so perfekt in die Geschichte eingewoben sind, es ist wirklich faszinierend. Dazu der lebendige und mitreißende Schreibstil – ich habe wieder alles an der Geschichte geliebt!

Vor allem natürlich die Charaktere. Und zu sehen, wie sich Vicki, Fritjof und Alexander weiterentwickeln. Ich weiß noch, dass im ersten Teil erst Alexander meine Sympathien hatte und ich Fritjof eher als den Bösewicht sah, was sich dann schnell ins Gegenteil verkehrt hat. Und in diesem Teil muss ich sagen, so unsympathisch mir Alexander geworden ist, irgendwie glaube ich doch immer noch an das Gute in ihm. Wir lernen auch die Partner der drei näher kennen und treffen eine alte Bekannte aus Band 1 wieder.

Das alles geschieht vor den Kulissen Berlins, Prags, Marseilles, Los Angeles und New Yorks in den 1930er bis 1940er Jahren. Wir erleben mit, wie schwierig das Auswandern ist. Besonders gut gefällt mir auch die Perspektive der Zeitungsproduzenten und wie sie instrumentalisiert wurden. Und was die Reporter an der Front erlebt haben. Diese Einblicke sind wirklich einzigartig. Dann die Schwierigkeit, sich durchzuschlagen, in einer neuen Heimat Fuß zu fassen. Aber auch die vielen Möglichkeiten. Man braucht wirklich einen Haufen Glück – doch wir kennen ja Vicki und Fritjof. Die zwei geben nicht so schnell auf. Es gibt auch wieder einige Schicksalsschläge, die zu Herzen gehen. Ein paar Happy Ends. Und jede Menge Spannung ist ebenfalls wieder mit dabei. Interessant fand ich auch, wie die Amis zu Kriegsende versucht haben, Zeitungen wieder in Deutschland zu etablieren. Dieser zweite Teil ist wieder ein absolut faszinierender Band mit einer Unmenge an spannenden geschichtlichen Fakten und so lebendig geschrieben, so perfekt mit der Fiktion vermengt, dass das Buch für mich ein absoluter Pageturner war. Ich bin schon so gespannt, was uns wohl im 3. Teil erwartet. Aber eins kann ich sagen: Bestimmt überrascht mich die Autorin auch hier. Denn ich gebe zu, ich hatte anfangs etwas ganz anderes erwartet und bin total positiv überrascht von der Themenvielfalt, die Frau Tempel hier hineinarbeitet und wie weit wir mit den Charakteren in der Welt herumkommen. Von mir auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!

Fazit:
Der 2. Teil der Familiensaga um die Mantheys hat mich genauso gefesselt, wie bereits der 1. Band. Auch in „Die Zeitungsdynastie – Verlorene Heimat“ nimmt uns Katrin Tempel wieder mit auf eine absolut faszinierende Reise durch Zeit und Welt. Wir erleben den 2. Weltkrieg, die Instrumentalisierung der Zeitungen. Wir sind auf der Flucht und versuchen, in einer neuen Heimat Fuß zu fassen. Und wir erleben all die Schwierigkeiten und Hindernisse, die das mit sich bringt. Das Buch ist so mitreißend geschrieben, dass ich es fast am Stück weggesuchtet habe.

Ganz klare 5 Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 31.05.2025

tolle Charaktere

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Vicky ist 1933 in Prag, ihr Lebensgefährte Harry wurde bei einem Attentat, das er verhindern wollte, schwer verletzt. Fridtjof versucht derweilen in Berlin den Bruder Alexander einzubremsen und zu mindestens ...

Vicky ist 1933 in Prag, ihr Lebensgefährte Harry wurde bei einem Attentat, das er verhindern wollte, schwer verletzt. Fridtjof versucht derweilen in Berlin den Bruder Alexander einzubremsen und zu mindestens in seiner Zeitung noch über das zu schreiben was wirklich passiert. Doch die Situation wird für beide immer schwieriger und schließlich gelingt es beiden Geschwistern über unterschiedliche Wege nach Amerika zu fliehen.

Währenddessen baut Alexander in Berlin sein Imperium aus und nutzt die Machthaber um sich immer mehr zu bereichern. Dass er seine Geschwister dabei ausbooten konnte, kommt ihm nur zurecht.

Der zweite Band dieser Familiensaga schließt direkt an den Vorband an. Wir begleiten die Geschwister bis 1945, bis der zweite Weltkrieg endet. Ich muss sagen, mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Die charakterliche Entwicklung, die sich ja im ersten Band schon gezeigt hat, wird hier konsequent weitergeführt. Ich mochte es sehr, die Charaktere zu begleiten, auch wenn ich im Falle von Alexander eher abgestoßen war. Aber gerade hier zeigt die Autorin einen absolut schlüssigen Weg, den er zurücklegt.

Ich mochte das Buch wieder sehr. Ich konnte mit Fridtjof, Vicky und ihren Partnern mitleiden und ihre Verzweiflung spüren. Ich denke, die Autorin hat da wirklich das gezeigt, was damals wohl vielen durch den Kopf ging, die sich auf der Flucht vor den Nazis befunden haben. Und gerade die Schwierigkeiten überhaupt irgendwo unterzukommen wurden sehr plastisch geschildert. Dabei kommt aber auch die Hoffnung nicht zu kurz, auch wenn es zwischendrin immer wieder so aussieht, als würde nichts mehr weitergehen.

Ich kann das Buch nur empfehlen, es hat mir interessante und kurzweilige Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Großartige Fortsetzung über die Geschwister Manthey

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In diesem zweiten Band über die Geschwister Manthey begleitet der Leser Victoria, Fritjof und Alexander durch die Jahre 1933 bis 1945. Vicki, die in Prag Zuflucht gesucht hat und hier als Reporterin arbeitet, ...

In diesem zweiten Band über die Geschwister Manthey begleitet der Leser Victoria, Fritjof und Alexander durch die Jahre 1933 bis 1945. Vicki, die in Prag Zuflucht gesucht hat und hier als Reporterin arbeitet, beschwört ihren Freund, dieses Land wieder zu verlassen. Sie fühlt sich hier nicht mehr sicher und möchte in Amerika in eine neue Zukunft starten. Doch eine Einreiseerlaubnis zu erhalten erweist sich als fast unmöglich. Dagegen gelingt es Fritjof ein Visum zu erhalten. Von New York aus sucht er nach Mittel und Wegen, um das Nazi-Regime zu bekämpfen. Alexander, inzwischen Alleininhaber des Verlags, biedert sich den Nazigrößen an.
Wie schon der erste Teil der Trilogie, hat mich auch diese Fortsetzung total gefesselt. Katrin Tempel hat auch hier die einzelnen Charaktere, gleichgültig ob sympathisch oder nicht, lebendig und überzeugend aufleben lassen. Sie führt mit einem bildhaften Schreibstil durch die spannende Handlung.
Jetzt fiebere ich dem Abschlussband entgegen, der im Januar 2025 erscheinen soll.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 24.10.2024

Die Geschichte geht weiter

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Der erste Teil Rund um die Manthey Geschwister hat mich sehr beeindruckt und ich war sehr gespannt zu erfahren wie es mit ihnen weiter geht. Dieses Mal bewegen wir uns in der Zeit des Nationalsozialismus. ...

Der erste Teil Rund um die Manthey Geschwister hat mich sehr beeindruckt und ich war sehr gespannt zu erfahren wie es mit ihnen weiter geht. Dieses Mal bewegen wir uns in der Zeit des Nationalsozialismus. Der Roman beginnt 1933 und endet 1945. Während Viktoria das Land verlassen hat, versucht Friedjof sich mit der Situation zu arrangieren und Alexander ist überzeugter Nazie.

In diesem Teil geht es hauptsächlich um Vicky und Friedjof, die Beiden das Land verlassen und in sehr unterschiedlichen Lebenslangen versuchen ihr Leben zu meistern. So spielt dieser Roman nur zu einem kleinen Teil in Berlin, zum größten Teil aber in anderen Ländern. Spannend hierbei finde ich die Einblicke in den spanischen Bürgerkrieg.
Obwohl ich sagen muss das der zweite Teil für mich nicht ganz an den ersten Teil herabkommt, war ich wieder begeistert. Die Familiengeschichte ist einfach spannend mit großartigen Charakteren. Hier finde ich gerade Alexander Bemerkenswert. Er ist einfach nur unsympathisch und immer auf seinen eigenen Vorteil bedacht, trotzdem kommt er nicht komplett als Unmensch daher und ich fand ihn sehr gut beschrieben.
Ein wirklich interessanter Roman über drei Geschwister in einer dunklen Zeit.

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