Dunkle Jahre
„...Sie spürte, wie sich die Angst in ihr breitmachte. Rechte der Arm der Nazis bis hier her, bis ins Herz von Prag?...“
Wir schreiben das Jahr 1933. Vicki ist auf der Suche nach Harry. Die Schussverletzung ...
„...Sie spürte, wie sich die Angst in ihr breitmachte. Rechte der Arm der Nazis bis hier her, bis ins Herz von Prag?...“
Wir schreiben das Jahr 1933. Vicki ist auf der Suche nach Harry. Die Schussverletzung hat bei ihm seelische Spuren hinterlassen. Wird er wieder der Alte werden
Auch der zweite Teil der Geschichte hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet, der Spannungsbogen hoch.
Die Autorin lässt mich gekonnt am Leben der Geschwister teilnehmen. Vicki und Harry verlassen Prag. Sie reihen sich in die Masse der Wartenden in Marseille ein und hoffen auf ein Visum für Amerika. Um die Zeit zu überbrücken, geht Harry als Kriegsberichterstatter nach Spanien.
Als Fritjof in Berlin immer mehr eingeengt wird in seiner Berichterstattung, überschreibt er Alexander den Vertrag und geht ebenfalls nach Marseille. Dort trifft er Erika wieder, die ebenfalls im spanischen Bürgerkrieg war. Er hat genug Geld, um sofort nach Amerika ausreisen zu können.Damit ihn Erika begleiten darf, müssen sie heiraten.
„...Dann bittet ich dich hiermit in aller Form um deine Hand. Bitte verzeih, dass mein steifes Knie einen Kniefall verhindert...“
Sehr gut wird beschrieben, was die Emigration für den Einzelnen bedeutet. Es gilt, sich ein neues Leben aufzubauen. Vicki und Harry treffen in Mexiko Egon Erwin Kisch.
Alexander dient sich den neuen Machthabern an. Allerdings ist er raffiniert genug, um die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich rechtzeitig für eine eventuelle Niederlage abzusichern. Doch vor Schicksalsschlägen ist auch er nicht gefeit.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.