Die mittellose Alenia ist in ihrer Großfamilie überfordert. Zudem wird die 15-jährige in der Schule gemobbt. Sie erhält die Chance, ihr musikalisches Talent an einem Elite-Internat zu beweisen und ein Stipendium zu erhalten. Kann sie die Ketten ihres bisherigen Lebens aufgeben?
Das einsame Einzelkind Marlon lebt in einem reichen Haushalt. Er wird mit 16 in der Schule endlich akzeptiert, weil er ein Mädchen schlecht behandelt. Marlon wird zum Mobber und geht das Risiko ein, seine Schullaufbahn auf dem Musikinternat zu gefährden. Erkennt er seine falschen Freunde?
Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen
Danke dass ich hier mitlesen durfte es hat mir sehr viel bedeutet. Denn ich habe es schon selber erfahren. Diese Geschichte macht aufmerksam und hellhörig finde ich. Denn es wird auf verschiedenen Sichtweisen ...
Danke dass ich hier mitlesen durfte es hat mir sehr viel bedeutet. Denn ich habe es schon selber erfahren. Diese Geschichte macht aufmerksam und hellhörig finde ich. Denn es wird auf verschiedenen Sichtweisen hingewiesen. Denn klar gibt es den Täter und das Opfer.
Ich finde das Buch sehr wichtig für Jugendliche und deren Eltern. Es muss aufmerksam auf das wichtige Thema. Denn es kann richtig verletzen. Es war eine richtig gute Leserunde. Vielen Dank nochmal dafür. Auch wenn es manchmal schmerzhaft war zu lesen für mich.
Ich muss gestehen, ich hatte etwas völlig Anderes erwartet. Vom Cover und auch vom Klappentext her hätte diese Story auch gut zu einer tiefgründigen Lovestory gepasst in der die Musik ihre heilenden Kraft ...
Ich muss gestehen, ich hatte etwas völlig Anderes erwartet. Vom Cover und auch vom Klappentext her hätte diese Story auch gut zu einer tiefgründigen Lovestory gepasst in der die Musik ihre heilenden Kraft wirkt.
Hierauf hat auch die Buchgestaltung hingewiesen. Ein scheinbar grauer Buchschnitt einer Klarinette verbirgt je nach Blickwinkel die beiden Instrumente die unsere Protagonisten spielen. Das war für mich dass erste Mal, dass ich auf solch eine Gestaltung gestoßen bin und macht den Buchsatz für mich besonders.
Wir lesen abwechselnd aus Alineas und Marlons Sichtweise. Die Kapitel werden jeweils mit dem Logo einer Klarinette oder Trompete für den entsprechenden Charakter eingeleitet, so dass man immer direkt weiß bei wem man sich gerade befindet.
Dieses Jugendbuch spricht eine sehr ehrliche und harte Sprache und versetzt den Leser sofort zurück in Jugendtage mit all seinen differenzierten Mobbingerfahrungen. Von daher sollten Betroffene Personen dieses Buch mit Vorsicht lesen. Und doch ist das Thema wichtig und leider immer wieder aktuell.
Doch worum geht es?
Marlon ist ein privilegierter Teenager aus gutem Hause. Er besucht als Externer ein Musikinternat, was ihn seinen Mitschülern gegenüber isoliert. Seine Mutter ist eine absolute Karrierefrau und achtest sehr darauf, dass seine schulische und musikalische Leistung nicht zu kurz kommt. Doch Spaß an der Musik hat der Teenager schon lange nicht mehr. Der Mensch Marlon kommt oft zu kurz. Als er die Chance hat, in eine Band aufgenommen zu werden muss er sich entscheiden. Ist er bereit eine schwächere Mitschülerin zu schickanieren, oder bleibt er alleine.
Alenia dagegen stammt aus einer finanzschwachen Familie und ist als mittlere Schwester stark in Haushalt und erzieherischen Tätigkeiten eingebunden. Für ihre Leidenschaft , ihre Trompete, bleibt nur wenig Zeit. In der Schule wird Alenia schon lange gemobbt und so träumt sie sich einen Ausweg über ein Stipendium für ein Musikinternat. Doch kann sie ihre Familie im Stich lassen?
Kia Kahawa schaffet es sehr eindrücklich zu verdeutlichen wie leicht man in Mobbingverwicklungen hineingeraten kann. Das war zum Teil wirklich schmerzhaft zu lesen. Und doch schafft sie es einem zu verdeutlichen, dass nicht jeder Täter, dies aus Überzeugung und Boshaftigkeit macht. Trotzdem ist Mobbing niemals ein guter Weg. Um dies zu verdeutlichen finde ich, ist dieses Buch wunderbar zum Beispiel als Schullektüre geeignet um die Vielschichtigkeit des Themas in den Fokus zu rücken und sich Gedanken darüber zu machen, wie man einen Weg aus dem Mobbinggeschehen finden kann.
Lediglich das Thema Musik und ihre heilende, Kraft spendende Wirkung kam mir zu kurz. Das ist aber auch der einzige Punkt, der mir gefehlt hat. Deshalb vergebe ich sehr gerne 4,5 Sterne für dieses wichtige Buch und hoffe sehr, dass es Einging in die Schulliteratur findet.
„...Seit der fünften Klasse war Alenia Mosblech ein Opfer. Sie stand vor dem Spiegel und atmete tief durch. Ein. Aus. Ein. Aus. Ein letztes Mal…“
Mit diesen Zeilen beginnt ein bewegendes Jugendbuch. Der ...
„...Seit der fünften Klasse war Alenia Mosblech ein Opfer. Sie stand vor dem Spiegel und atmete tief durch. Ein. Aus. Ein. Aus. Ein letztes Mal…“
Mit diesen Zeilen beginnt ein bewegendes Jugendbuch. Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Er bringt die Emotionen und die Probleme auf den Punkt.
Alenia ist ein verantwortungsbewusstes junges Mädchen. Sie kümmert sich um ihre große Familie, in der sich die Eltern aufs Arbeiten konzentrieren. Mit Mobbing hat sie gelernt umzugehen. Sie träumt davon, aufs Musikinternat gehen zu können.
Marlon geht als Externer auf genau dieses Internat. Gegen seine ehrgeizige Mutter lehnt er sich auf, ab so, dass sie es nicht immer merkt. Als er die Chance bekommt, in eine coole Band aufgenommen zu werden, greift er zu. Dass er dafür anderen schaden muss, nimmt er in Kauf.
„...Und wenn der einzige Weg in ein Leben mit Freunden und anderen Normalitäten der war, sich kindisch und voll daneben zu benehmen, dann würde Marlon das akzeptieren…“
Im Mittelpunkt des Buches stehen Alenia und Marlon. Doch spannend ist ebenso ein Blick auf ihre Umwelt. Am Anfang scheint Alenia die Mutterrolle in ihrer Familie zu übernehmen. Doch im Laufe des Geschehens gibt es überraschende Wendungen. Sie findet auch in der Familie Unterstützung für ihre Träume. Auffallend ist, dass der Vater zwar da ist, aber eigentlich doch nicht da ist, will sagen, er spielt kaum eine Rolle, weder im positiven noch im negativen Sinn.
Marlon lebt bei seiner alleinerziehenden Mutter in begüterten Verhältnissen. Sie leitet ein Unternehmen und will, dass ihr Sohn in allem zu den Besten gehört. Als Externer hat er Schwierigkeiten, Kontakt zu den Mitschülern zu bekommen. Deshalb nutzt er die erste sich bietende Gelegenheit, um dazu zu gehören.
Erschreckend ist, wie wenig in beiden Schulen auf die Befindlichkeiten der Schüler geachtet wird. Bei Alenia mag das noch nachvollziehbar sein. Dass es aber in einem Internat keinerlei Kontrolle gibt, was nach dem Unterricht so läuft, ist unverständlich. Und das ist nicht der einzige Punkt, den ich dort zu bemängeln habe.
Es kommt, wie es kommen muss. Wenn Mobbing keine Folgen für die Täter hat, eskaliert die Situation. Außerdem werden die Angriffe ins Internet verlagert.
Interessant sind die Chatprotokolle zwischen Alenia und Marlon. Es ist ein gekonntes Spiel von Verschleierungen, vor allem auf Marlons Seite.
Das Buch hat mich tief bewegt. Hier werden Probleme angesprochen, die mittlerweile keine Seltenheit mehr sind. Alenia geht gestärkt aus dem Geschehen hervor. Sie hat erkannt, was wichtig ist und wo sie Grenzen setzen muss. Marlon ist der arme Junge aus reichem Haus geblieben. Er muss an einem gesunden Selbstbewusstsein und seiner Sozialkompetenz unbedingt arbeiten.
In diesem Jugendroman stehen Alenia und Marlon, jeweils 15 bzw. 16 Jahre alt, im Mittelpunkt der Handlung. Beide gehen auf unterschiedliche Schulen und kennen sich nicht. Während Alenia eher aus ärmlichen ...
In diesem Jugendroman stehen Alenia und Marlon, jeweils 15 bzw. 16 Jahre alt, im Mittelpunkt der Handlung. Beide gehen auf unterschiedliche Schulen und kennen sich nicht. Während Alenia eher aus ärmlichen Verhältnissen stammt, ist Marlon der Sohn einer reichen und erfolgreichen alleinerziehenden Mutter. Sie spielt sehr gerne Trompete und freut sich auf jede Minute, in der sie mit dem Instrument spielen kann und wünscht sich die Aufnahme in ein Musikinternat. Marlon hingegen spielt Klarinette, wozu er überhaupt keine Lust hat und ist externer Schüler im Musikinternat und zu Hause oft alleine. Sie wird in der Schule gemobbt. Er schließt sich einer Gruppe an, um sie als Freunde zu haben, muss aber bereit sein, beim Mobbing einer Schülerin mitzumachen.
Die Situationen eskalieren und Beide geraten in eine Abwärtsspirale des Mobbings. Unterstützung erhalten sie weder zu Hause, noch von den Lehrern oder den Mitschülerin. Sie sind sich selbst überlassen und müssen Wege finden, ihr Leben zu meistern. Beide Durchleben Kränkungen, Beleidigungen, Schmach und geraten sogar in kriminelle Handlungen....
Kia Kahawa versteht es sehr gut, das schwierige Thema Mobbing unter Schülern, dem Leser nahe zu bringen. Sie beschreibt in ihrem Jugendroman das stetige Abdriften den Beiden. Sehr verständlich und realitätsnah schildert sie die einzelnen Ereignisse, die Beide durchleben. Der Schreibstil ist sehr verständlich, spannend und einfühlsam verfasst. Das Mobbing wird zu Beginn aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln beschrieben, bis Marlon selber Mobbingopfer wird. Die Handlung ist fesselnd. Die Protagonisten werden sehr gut beschrieben.
Das Buchcover ist sehr ansprechend gestaltet und passt inhaltlich sehr gut. Seitlich sind die beiden Musikinstrumente aufgedruckt. Je nach Haltung erscheint entweder die Trompete oder die Klarinette. Sehr raffiniert gemacht. Das Buch und die Handlung haben mich sehr angesprochen. Ich fand es realitätsnah und kann das Buch nur empfehlen.
Zwei Jugendliche, die unterschiedlicher nicht sein könnten:
Alenia, pflichtbewusst, tut sehr viel für ihre Familie und vergisst dabei ihr eigenes Leben und ihre eigenen Wünsche zu leben und zu haben.
Und ...
Zwei Jugendliche, die unterschiedlicher nicht sein könnten:
Alenia, pflichtbewusst, tut sehr viel für ihre Familie und vergisst dabei ihr eigenes Leben und ihre eigenen Wünsche zu leben und zu haben.
Und dann ist da Marlon. Einzelkind, Schüler an einer angesagten Musikschule, eine anstrengende Mutter und denkt so gut wie gar nicht über die Konsequenzen seines Handels nach.
Beide total unterschiedlich, und doch betrifft beide das gleiche Thema: Mobbing. Während Alenia ständig schikaniert wird, nimmt Marlon die Rolle des (Mit-)Täters ein. Gemeinsam mit "Freunden" ärgert er vermeintlich harmlos eine Mitschülerin. "Ist ja nur Spaß..."
Das Buch hat mich stellenweise ziemlich getroffen. Die Szenen waren sehr anschaulich und schonungslos geschrieben. Jugendliche wie Marlon stehen unter Druck und gehen gerne mit dem Gruppenzwang mit für das Gruppengefühl.
Ruhige Schüler wie Alenia werden zum Druckventil und zur Zielscheibe.
Ich habe nicht nur einmal meinen Kopf geschüttelt und gegen eine musste ich das Buch sogar einmal kurz weglegen und aufstehen. Die Wendung war dann doch sehr überraschend und schockierend.
Das Buch liefert eine gute Erklärung, wie man zum Mobber oder auch Gemobbten wird. Es zeigt, dass manche "nur" Mitläufer sind und andere leider auch voll in ihrer Rolle des Täters aufgehen, weil sie sich dabei stark fühlen.
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Alenia und Marlon geschrieben. Bis auf ein paar Mal in einem Chat haben sie keinen Kontakt zueinander und doch sind ihre beiden Leben irgendwie miteinander verbunden.
Auffallend bei dem Buch ist der besondere Farbschnitt, der je nach Biegung des Buches eine Klarinette (Marlon) oder eine Trompete (Alenia) zeigt.
Auch wenn in dem Buch auch das familiäre Umfeld und dessen Probleme aufgezeigt werden, dreht sich das Buch in erster Linie um das Thema Mobbing. Ein zeitloses Thema, wie man leider immer wieder hört.
Das Thema ist nicht einfach, genauso wie das Buch, daher eignet es sich meiner Meinung nach sehr gut als Schullektüre in den höheren Klassen. Es zeigt deutlich, wie sich beide Seiten dabei fühlen und was passieren kann.
Ich habe das Buch bereits gestern beendet und ich denke immer noch darüber nach. Auch Erlebnisse aus meiner Schulzeit sind hochgekommen.
Wer selbst aktuell mit dem Thema zu tun hat sollte sich auf jeden Fall vorher die Triggerwarnungen hinten durchlesen. (die übrigens auf dem Kopf geschrieben sind, was ich sehr gut finde, da man sie so nicht aus Versehen lesen kann.