Zwischen Zeit, Loyalität und neuen Gefühlen
Mit „A Spark of Time – Ein Treffen in den Highlands“ entführt Kira Licht Lilly und Damien in ein neues, intensives Kapitel ihrer Zeitreisegeschichte – und hebt die Reihe für mich auf ein neues emotionales ...
Mit „A Spark of Time – Ein Treffen in den Highlands“ entführt Kira Licht Lilly und Damien in ein neues, intensives Kapitel ihrer Zeitreisegeschichte – und hebt die Reihe für mich auf ein neues emotionales Level. Der dritte Band fühlt sich spürbar reifer an, sowohl was die Figuren als auch die Konflikte betrifft, und nutzt das historische Setting der schottischen Highlands im Jahr 1745 hervorragend aus.
Die Geschichte setzt rund ein Jahr nach den Ereignissen des zweiten Bandes ein. Lilly und Damien haben sich äußerlich wieder in ihrem Alltag eingerichtet, doch innerlich klaffen Risse, die nicht mehr zu übersehen sind. Besonders Damien verbeißt sich in die Vergangenheit seines Vaters, während Lilly versucht, nach vorn zu schauen. Diese unterschwellige Distanz prägt den Einstieg und verleiht der Handlung eine emotionale Schwere, die sich durch den gesamten Band zieht.
Mit dem Auftauchen von Collin MacLeod kippt die Situation endgültig. Die Zeitreise nach Schottland geschieht nicht freiwillig, sondern unter Druck – ein Aspekt, der der Geschichte sofort Spannung verleiht. Das Setting rund um Burg Dunvegan, Clanstrukturen und das Leben in den Highlands ist atmosphärisch dicht und lebendig beschrieben. Historische Details wie Bräuche, Essen oder Wettkämpfe fügen sich organisch ein und lassen die Vergangenheit greifbar wirken, ohne den Erzählfluss zu bremsen.
Besonders spannend ist die neue Dynamik zwischen Lilly, Damien und Collin. Das entstehende Liebesdreieck wirkt nicht konstruiert, sondern ergibt sich logisch aus der emotionalen Situation aller Beteiligten. Collin bleibt lange undurchsichtig, was ihn zu einer reizvollen, aber auch beunruhigenden Figur macht. Lilly steht zwischen Loyalität, Zweifel und neuen Gefühlen, während Damien – durch seine Rolle und innere Zerrissenheit – zunehmend in den Hintergrund gedrängt wird. Gerade dieses Ungleichgewicht sorgt für viele starke, schmerzhafte Momente.
Der Schreibstil von Kira Licht bleibt gewohnt flüssig, bildhaft und leicht, ohne an Tiefe zu verlieren. Humorvolle Szenen lockern die Geschichte auf, während ernstere Passagen Raum bekommen, um wirklich zu wirken. Die Perspektivwechsel zwischen Lilly und Damien geben einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt und machen deutlich, wie unterschiedlich beide mit derselben Situation umgehen.
Und dann ist da dieses Ende: abrupt, spannend und gemein genug, um einen sofort nach dem nächsten Band greifen lassen zu wollen.
Fazit:
„A Spark of Time – Ein Treffen in den Highlands“ ist ein starker dritter Band, der mit einem atmosphärischen historischen Setting, emotionaler Entwicklung und spürbarer Spannung überzeugt. Die Figuren wachsen, Beziehungen verändern sich, und nichts bleibt so sicher, wie es einmal war. Für mich bisher der intensivste Teil der Reihe – und ein fieser Cliffhanger, der die Vorfreude auf Band 4 enorm steigert.