Cover-Bild Das Dream Hotel
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26,00 €
inkl. MwSt
  • Verlag: Kein & Aber
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Klassisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 13.10.2025
  • ISBN: 9783036950839
Laila Lalami

Das Dream Hotel

Michaela Grabinger (Übersetzer)

Als Sara Hussein von einer Geschäftsreise nach Los Angeles zurückkehrt und den Flughafen verlassen will, wird sie von einem Angestellten des Amts für Risikobewertung aufgehalten: Ihr Risikowert sei zu hoch, denn die Analyse ihrer Traumdaten habe ergeben, dass sie zur Gefährdung für ihren Ehemann werden könnte. Zu seiner Sicherheit muss sie sich für einundzwanzig Tage unter Beobachtung begeben. Während ihr Mann ahnungslos mit den zweijährigen Zwillingen auf ihre Rückkehr wartet, wird Sara in Gewahrsam genommen. Zunächst versucht sie genau wie die anderen inhaftierten Frauen, ihre Unschuld zu beweisen. Doch als immer neue Gründe auftauchen, weshalb sich ihre Haft verlängert, beginnt Sara zu ahnen, dass sie auf eigene Faust für ihre Freiheit einstehen muss.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2025

toll!

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Das Dream Hotel von Laila Lalami hat mich von der ersten Seite an gepackt. Die Grundidee ist verstörend, hochaktuell und unglaublich faszinierend: Eine Gesellschaft, in der nicht mehr Taten, sondern Träume ...

Das Dream Hotel von Laila Lalami hat mich von der ersten Seite an gepackt. Die Grundidee ist verstörend, hochaktuell und unglaublich faszinierend: Eine Gesellschaft, in der nicht mehr Taten, sondern Träume ausgewertet werden, um Menschen als Risiko einzustufen. Allein dieser Ansatz hat bei mir sofort ein ungutes, aber sehr wirkungsvolles Kopfkino ausgelöst.

Im Zentrum steht Sara Hussein, die nach einer Geschäftsreise plötzlich nicht mehr nach Hause darf, weil ein staatliches System ihre Traumdaten als potenziell gefährlich einstuft. Ohne konkrete Tat, ohne echtes Vergehen wird sie von ihrer Familie getrennt und in eine überwachte Einrichtung gebracht. Besonders erschütternd ist dabei der Kontrast zwischen Saras innerer Hilflosigkeit und der bürokratischen Kälte des Systems, das sich selbst als rational und schützend versteht.

Der Roman erzählt sehr eindringlich von Kontrollverlust, struktureller Ungerechtigkeit und davon, wie schwer es ist, sich gegen ein scheinbar objektives System zu wehren. Die Dynamik zwischen den inhaftierten Frauen, ihre unterschiedlichen Strategien zwischen Anpassung, Hoffnung und Widerstand, fand ich besonders stark. Gleichzeitig bleibt die Geschichte stets nah an Saras Perspektive, was die emotionale Wirkung verstärkt.

Warum „nur“ vier Sterne? An manchen Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe oder Konsequenz in der Ausarbeitung der Welt und ihrer Regeln gewünscht. Dennoch ist Das Dream Hotel ein kluger, beunruhigender und sehr lesenswerter Roman, der lange nachhallt und wichtige Fragen zu Überwachung, Freiheit und Selbstbestimmung stellt. Für mich ein echtes Highlight – auch wenn es nicht ganz perfekt war.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Das dream hotel

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Das Buch hat mich sofort auf Grund des Covers und des Titels angesprochen. Lässt doch beides auf einen spannenden Roman hoffen. Von der Schriftstellerin habe ich bis jetzt noch nichts gelesen, umso neugieriger ...

Das Buch hat mich sofort auf Grund des Covers und des Titels angesprochen. Lässt doch beides auf einen spannenden Roman hoffen. Von der Schriftstellerin habe ich bis jetzt noch nichts gelesen, umso neugieriger war ich auf dieses Werk. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die einzelnen Personen sind mit Bedacht ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.
Zur Geschichte, Sarah Hussein kehrt von einer Geschäftsreise zurück. Jedoch statt zu ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern heim zu fahren, wird sie an der Sicherheitskontrolle aufgehalten. Ihr Risk Score wäre zu hoch. So wird sie vorsichtshalber erst einmal für 21 Tage unter Beobachtung gestellt. Doch ob sie danach entlassen wird und was zwischenzeitlich alles passiert, wird an dieser Stelle nicht verraten, damit die Spannung erhalten bleibt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat mir eine sehr kurzweilige Lesezeit beschert und es hat sich recht schnell zum wahren Pageturner entwickelt. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Ist es noch Fiktion oder bewegen wir uns hier hin?

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Sara kommt von einer Geschäftsreise aus London heim und möchte nur noch zur Familie. Doch am Flughafen wird sie aufgehalten. Sie wartet geduldig, wird ungeduldiger und beginnt irgendwann Fragen zu stellen. ...

Sara kommt von einer Geschäftsreise aus London heim und möchte nur noch zur Familie. Doch am Flughafen wird sie aufgehalten. Sie wartet geduldig, wird ungeduldiger und beginnt irgendwann Fragen zu stellen. Und so erfährt Sara, dass Ihr Score sie als potentielle Gefahr einstuft und sie zur weiteren Überprüfung mindestens 3 Wochen eingewiesen wird. Doch aus den Wochen werden Jahre. Zusammen mit anderen Frauen haltbare sich in ein System völliger Kontrolle einzufügen. Jede Verfehlung bedeutet Strafpunkte. Und das schlimmste - jeder Traum wird über einen Chip analysiert. Die Anstalten dienen insbesondere der Generierung von Daten, die den Algorithmus füttern.

Mich hat dieses Buch absolut gefesselt. Wie weit sind wir davon noch entfernt? Der Algorithmus spuckt potentielle Gefährder aus - soweit eine noble Idee. Doch wer bestimmt richtig und falsch? Welche Kriterien fließen ein? Bleiben Träume und Gedanken frei? Ein fiktives Szenario, welches jedoch erschreckend realistisch sein kann. Das Buch war fesselnd, bewegend und erschreckend und es blieb ein Funke menschlicher Hoffnung. Eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

OITNB meets Dystopia

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In einer nicht allzu fernen Zukunft haben wir alle einen Risikowert. Alles wird überwacht, unser Onlineverhalten, unser Alltag, unsere Arbeit, unser Familienleben, sogar unsere Träume. Ein Algorithmus ...

In einer nicht allzu fernen Zukunft haben wir alle einen Risikowert. Alles wird überwacht, unser Onlineverhalten, unser Alltag, unsere Arbeit, unser Familienleben, sogar unsere Träume. Ein Algorithmus bestimmt dann, wie wahrscheinlich es ist, ob wir in Zukunft ein Verbrechen begehen. Wird unser Risikowert zu hoch, kommen wir in Sicherheitsverwahrung. Das ist kein staatliches Gefängnis, sondern eine privat geführte Einrichtung zum Schutz aller.
Sara Hussein landet in genau so einer Einrichtung, als sie eigentlich gerade von einer Dienstreise zurückkam und am Flughafen wieder ihren Ehemann und ihre beiden Kinder in die Arme nehmen wollte. Obwohl sie und die anderen Frauen keine verurteilten Verbrecherinnen sind, werden sie genauso behandelt und von der Zentrumsleitung erhalten sie keinerlei Unterstützung.

Während des Lesens würde ich immer wieder an "Orange is the new Black" erinnert, eine Serie die mir auch sehr gut gefallen hat und die mich mehrfach zum Weinen gebracht hat. Ähnlich nahe ging mir auch dieses Buch. Es holen mich nur wenige Bücher in dem Maße emotional ab und dieses Buch hat mich nicht einmal in Ruhe gelassen, wenn ich gerade nicht darin gelesen habe. Ich war regelrecht süchtig nach Saras Geschichte und leider ist sie schon vorbei. Es gibt hier vielleicht nicht die große Revolution oder einen blutigen Kampf, aber es geht eben genau um das, was jeder von uns kann: sich ein System genau anschauen, darüber nachzudenken und Kritik daran üben und sich dann, wenn auch nur im Kleinen, dagegen stellen.

Es war eine (leider zu schnelle) spannende Lektüre und ich würde mich über mehr Geschichten aus dem Dream Hotel freuen.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Phänomenale Idee eines erschreckenden Szenarios

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Meine Meinung

Packende Grundidee, toller Schreibstil

Ich habe "Das Dream Hotel" von Laila Lalami gelesen und war tief beeindruckt, aber auch erleichtert, dass diese Welt, so glaubwürdig sie geschildert ...

Meine Meinung

Packende Grundidee, toller Schreibstil

Ich habe "Das Dream Hotel" von Laila Lalami gelesen und war tief beeindruckt, aber auch erleichtert, dass diese Welt, so glaubwürdig sie geschildert ist, hoffentlich noch weit von unserer Realität entfernt bleibt. Der Roman entwirft ein Szenario, in dem Träume von Algorithmen überwacht und analysiert werden, um das Risiko zukünftiger Straftaten zu bewerten. Allein diese Vorstellung ist gleichermaßen faszinierend und beängstigend. Lalami führt vor, wie schnell Kontrolle, Sicherheit und Überwachung zu einem entmenschlichten System verschmelzen können. Ich fand das erschütternd und gleichzeitig fesselnd.

Was mich besonders überzeugt hat, ist die Sorgfalt, mit der Lalami ihre dystopische Welt konstruiert. Alles wirkt durchdacht: die Bürokratie, die Sprache der Behörden, die kalte Logik des Systems.

Die Autorin beschreibt kein Horrorszenario (wenn man sich in dieser Situation selbst befinden würde ist es wohl eines), sondern eine scheinbar vernünftige Ordnung, die sich nach und nach als Albtraum entpuppt. Gerade diese Ruhe, dieses Fehlen offener Gewalt, macht das Buch so intensiv. Ich hatte ständig das Gefühl, dass "etwas Grundsätzliches nicht stimmt". Eine unterschwellige Unruhe, die bis zur letzten Seite anhält und mich als Leserin absolut gefesselt hat.

Auch sprachlich hat mich der Roman überzeugt. Lalami schreibt präzise, dicht, ruhig und ohne unnötige Ausschmückung, aber so, dass die Ungerechtigkeit im ganzen Buch laut schreit.

Großartig fand ich auch die detaillierte Deklarierung wie "Einbehaltenen" und die Namen der einzelnen Systeme, die Lalami sich ausgedacht hat – sie machen die Welt noch glaubwürdiger und eindringlicher.

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Für mich ist "Das Dream Hotel" ein großartiger, eindringlicher Roman, eine phänomenale Idee eines erschreckenden Szenarios. Tolles Buch!


Klappentext

Als Sara Hussein von einer Geschäftsreise nach Los Angeles zurückkehrt und den Flughafen verlassen will, wird sie von einem Angestellten des Amts für Risikobewertung aufgehalten: Ihr Risikowert sei zu hoch, denn die Analyse ihrer Traumdaten habe ergeben, dass sie zur Gefährdung für ihren Ehemann werden könnte. Zu seiner Sicherheit muss sie sich für einundzwanzig Tage unter Beobachtung begeben. Während ihr Mann ahnungslos mit den zweijährigen Zwillingen auf ihre Rückkehr wartet, wird Sara in Gewahrsam genommen. Zunächst versucht sie genau wie die anderen inhaftierten Frauen, ihre Unschuld zu beweisen. Doch als immer neue Gründe auftauchen, weshalb sich ihre Haft verlängert, beginnt Sara zu ahnen, dass sie auf eigene Faust für ihre Freiheit einstehen muss.


Über die Autorin

Laila Lalami wurde in Rabat geboren und hat in Marokko, Großbritannien und den Vereinigten Staaten studiert. Sie ist Autorin von vier Romanen und zahlreichen Essays, die u. a. in der Washington Post, The Nation und der New York Times erschienen sind. Ihre Bücher wurden in zwanzig Sprachen übersetzt. Bei Kein & Aber erschienen ihre Romane Die Anderen, der auf der Shortlist des National Book Award stand, sowie Der verbotene Bericht, mit dem sie den American Book Award erhielt und Finalistin des Pulitzer Prize wurde. Laila Lalami ist Professorin für Kreatives Schreiben an der University of California, Riverside. Sie lebt in Los Angeles.

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