Cover-Bild Wolfskälte
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 28.11.2025
  • ISBN: 9783757701536
Laura McCluskey

Wolfskälte

Kriminalroman. Fesselndes Spannungsdebüt um eine mysteriöse Mordserie auf einer abgelegenen schottischen Insel
Michael Krug (Übersetzer)

Eilean Eadar - eine karge, windgepeitschte Insel, auf der in einer eisigen Nacht vor über hundert Jahren drei Leuchtturmwärter spurlos verschwanden. Als ein junger Mann tot am Fuße des Inselleuchtturms gefunden wird, sollen zwei Polizisten aus Glasgow den rätselhaften Fall untersuchen. Doch kaum auf der Insel angekommen, stoßen die ehrgeizige Georgina und ihr älterer Kollege Richie auf eine Mauer des Schweigens. Was haben die eigenwilligen Bewohner zu verbergen? Als Georgina eines Nachts eine mysteriöse Gestalt hinter einer Wolfsmaske vor ihrem Fenster erblickt, ahnt sie bereits, dass die Insel ein dunkles Geheimnis verbirgt - und einen Mörder, der bereit ist dafür zu töten ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2025

Ein Pageturner, der einen bis kurz vor Ende im Dunkeln tappen lässt

6

Eine kleine, idyllische Insel, auf der sich jeder um jeden kümmert, wird durch einen Suizid erschüttert und zieht Polizisten vom Festland auf die Insel. Innerhalb weniger Tage sollen Lennox und Stewart ...

Eine kleine, idyllische Insel, auf der sich jeder um jeden kümmert, wird durch einen Suizid erschüttert und zieht Polizisten vom Festland auf die Insel. Innerhalb weniger Tage sollen Lennox und Stewart herausfinden, ob es sich wirklich um einen Suizid gehandelt hat oder ob es doch ein Mord gewesen ist. Da ein Großteil der Einheimischen von Eadar den Ermittlern vom Festland kritisch gegenüber steht, kommen die Vermittlungen kaum voran. Zudem werden Lennox und Stewart immer wieder in ihren Handlungsmöglichkeiten beschnitten, indem Gespräche nur im Beisein des Kirchenoberhauptes der Insel stattfinden oder aber ein Gespräch mit den Ermittlern verweigert wird. So kommen die beiden in ihren Ermittlungen kaum voran und es kommt vermehrt zu Konflikten zwischen den beiden, da Lennox trotz einer schweren Verletzung im letzten Fall unbedingt herausfinden will, was hier genau geschehen ist und dabei auch ihre eigenen Grenzen überschreitet und ihr Kollege Stewart den Fall als Suizid abstempeln möchte, da er Lennox Risikofreudigkeit nicht mehr mittragen kann. Als sie die Insel verlassen wollen kommt jedoch alles anders und die Wölfe von Radar zeigen ihr wahres Gesicht und das Bild der scheinbar heilen und hilfsbereiten Insel fällt in sich zusammen und es wird eine der größten Mordserien der Geschichte aufgedeckt.
Ein absoluter Pageturner, der zu schlaflosen Nächten führt und einen am eigenen Verstand zweifeln lässt. Mein must read des Jahres.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

eine abgeschiedene Insel und ihre Geheimnisse

5

Auf Eilean Eadar, einer Insel der äußeren Hebriden, wurde am Fuße des Leuchtturms ein junger Inselbewohner aufgefunden. Zwei Polizisten vom Festland Georgina – George- und ihr Partner Richie sollen Ermittlungen ...

Auf Eilean Eadar, einer Insel der äußeren Hebriden, wurde am Fuße des Leuchtturms ein junger Inselbewohner aufgefunden. Zwei Polizisten vom Festland Georgina – George- und ihr Partner Richie sollen Ermittlungen aufnehmen, und klären, ob es der erwartete Selbstmord ist, oder doch mehr dahintersteckt. Doch die Ermittlungen gestalten sich nicht so einfach, da sie Außenstehende sind, denen mit großer Skepsis begegnet wird. Auch die Insel hat so ihre Tücken – kaltes Wetter, viel Wind, Abgeschiedenheit. Sie werden mit dem größten Vermisstenfall der Vergangenheit der Insel konfrontiert – die Besatzung des Leuchtturms, die vor hundert Jahren einfach verschwand. Weiters treffen auf besondere Symbole überall und George meint eine Gestalt mit Wolfskopf zu sehen.

Eines zeichnet diesen Roman durchwegs aus, die beklemmende Stimmung, die einem die gesamte Erzählung durch folgt. Man taucht in das Inselgefühl ein, so wie ich es mir in so einem Fall vorstellen würde. Man fühlt sich schlichtweg wie auf einer wenig bewohnten Insel, weit draußen im Meer, wo einem fast jeder Einheimische -eben eine verschworene Gemeinschaft- feindlich gesinnt scheint und froh wäre, wenn man wieder den Heimweg antreten würde. Man merkt wie viele Entbehrungen das Leben auf so einer Insel mit sich bringt. Gänsehaut ist ein konstanter Begleiter.

Im Ermittlerteam tritt Georgina als der wesentlichere Charakter rasch hervor. Sie hat einige schwierige letzte Monate hinter sich, durch einen Zwischenfall im Dienst. All dies überschattet die Arbeitsbeziehung zu ihrem Partner Richie, der doch sehr konträr ist. Georgina war mir trotz all ihrer Stärken und Schwächen sympathisch und nahe. Richie verblasst für mich im Gegensatz dazu und verkommt zur Nebengestalt. Manche weiteren Charaktere werden im Gesamten doch sehr gut gezeichnet, nur kommt man diesen wie die Ermittler erst sukzessive auf die Spur.

Etwas enttäuschend war für mich, wie langsam die Ermittlungen voranschreiten und wie sehr man sich teilweise in Alltäglichkeiten verstrickt. Besonders ist aber dennoch, wie gut sich eine latente Spannung durch die beklemmende Stimmung und die undurchsichtigen Strukturen ergibt. Jedoch darf ich versprechen, dass das Ganze nicht so banal ist wie man über manche Strecken des Romanes glauben mag. Das Ende ist überraschend, spektakulär aber schließlich doch schlüssig.

Für mich ein Roman, der die bedrückende Stimmung perfekt transportiert und etwas anders als andere Krimis, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich würde mich auf eine Fortsetzung des Krimiduos freuen.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Kälte, Wind und Mord

8

Eine abgelegene schottische Insel, ein Selbstmord, der Fragen aufwirft, ein Ermittlerteam vom Festland, entweder verschlossen-feindselige oder schwatzhaft-freundliche Einwohner und Wind, Kälte, Wellen, ...

Eine abgelegene schottische Insel, ein Selbstmord, der Fragen aufwirft, ein Ermittlerteam vom Festland, entweder verschlossen-feindselige oder schwatzhaft-freundliche Einwohner und Wind, Kälte, Wellen, Unwetter - fertig ist ein spannender Mix. Der Leser wird den Krimi nicht mehr aus der Hand legen können.

Laura McCluskey hat einen Debütroman vorgelegt, der unheimlicher und spannender nicht sein könnte. Sie baut eine gruselige Stimmung auf der Insel auf. Eine wichtige Rolle spielt das Wetter: es ist grau und stürmisch, immer nass und ständig dunkel und dämmerig. Der Regen peitscht, die Gischt schäumt. Ebenfalls wirken die Gebäude dunkel und geheimnisvoll, der Putz blättert vor sich hin und seltsame heidnische Zeichen prangen über den Türen.

Die Inspektors George(ina) und Richie ermitteln zwar, aber die Befragungen der meist verschlossenen Insulaner bringen kein Licht ins Dunkle und lange wissen weder die Polizisten noch der Leser, was auf dieser Insel eigentlich los ist.

Nur ein unbestimmtes Grausen ist von Anfang an da und verstärkt sich: ein Wolfsgesicht starrt durch das Fenster, heidnische Voodoo Rituale sollen die Polizisten vertreiben, letztlich wird sogar George tätlich angegriffen. Die Inspektors kommen erst ganz zum Schluss der überraschenden Lösung des Falls gefährlich nahe.

Dem Leser wird empfohlen, es sich mit einer heißen Tasse Tee auf dem Sofa gemütlich zu machen und das unheimliche Gruseln zu genießen. Gänsehautgefühl garantiert.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Beeindruckendes Setting und eine außergewöhnliche Ermittlerin

8

Georgina Lennox und Richard Stewart, zwei Detective Inspectors aus Glasgow, lassen sich trotz eines mittelschweren Sturms mit dem Polizeiboot auf die abgelegene Insel Eilean Eadar in den Äußeren Hebriden ...

Georgina Lennox und Richard Stewart, zwei Detective Inspectors aus Glasgow, lassen sich trotz eines mittelschweren Sturms mit dem Polizeiboot auf die abgelegene Insel Eilean Eadar in den Äußeren Hebriden fahren. Ein junger Mann ist unter noch ungeklärten Umständen ums Leben gekommen, und die zwei Ermittler wollen den Fall so bald wie möglich lösen. Für Georgina steht dabei einiges auf dem Spiel. Bei ihrem letzten Fall wurde sie schwer verletzt, und nun gilt es, Ihrer Vorgesetzten zu beweisen, dass sie wieder voll einsatzfähig ist. Was sie im Grunde nicht ist. Aber sie lebt für ihren Job und will ihn nicht verlieren. Die rund 200 Inselbewohner erweisen sich jedoch als schwer zugänglich. Georgina und Richard stoßen immer wieder auf eine Mauer bösartigen Schweigens. Schlimmer noch, stellenweise stehen sie blankem Hass gegenüber. War der Tod des jungen Alan am Ende wirklich Selbstmord? Je tiefer die beiden Ermittler in das weltabgeschiedene Leben auf der unwirtlichen Insel eindringen, umso realistischer erscheint diese Möglichkeit. Hält man das auf Dauer aus, ohne verrückt zu werden? Aber dann überstürzen sich die Ereignisse.

Obwohl über weite Strecken hinweg in diesem Kriminalroman nicht wirklich etwas passiert, spüre ich beim Lesen hinter jeder Ecke und jeder Wegbiegung dieser Insel etwas unaussprechlich Grauenhaftes. Die hier lauernde Gefahr ist allgegenwärtig, ohne dass ich sie greifen könnte. Georginas Verhalten und ihr eigenmächtiges Herangehen an diesen Fall kann ich zunächst nicht nachvollziehen. Und bei ihrem Kollegen Richie bin ich mir nicht sicher, ob er wirklich so nett ist, wie er tut. Die beiden kommen bei ihren Ermittlungen einfach nicht weiter. Bis plötzlich eine Wende eintritt und Georgina über sich hinauswächst. Die Wahrheit hinter allem ist so erschütternd, wie ich es mir niemals hätte träumen lassen, das Grande Finale ist atemberaubend.

Mein persönliches Fazit: Trotz ein paar inhaltlicher Ungereimtheiten ist Wolfskälte ein rattenscharfer Krimi mit einer Heldin, die man so schnell nicht vergisst.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Was für ein düsterer, fesselnder & atmosphärischer Krimi!

3

Da die meisten Bücher leider viel zu viel gespoilert rezensiert werden, kommt hier eine 100% spoilerfreie Rezension!

Ich schildere meine Meinung zum Buch, in Bezug auf das Cover, die Atmosphäre, den Schreibstil, ...

Da die meisten Bücher leider viel zu viel gespoilert rezensiert werden, kommt hier eine 100% spoilerfreie Rezension!

Ich schildere meine Meinung zum Buch, in Bezug auf das Cover, die Atmosphäre, den Schreibstil, die Protagonisten, usw. Der Klappentext gibt schließlich genug Informationen zum thematischen Inhalt her.
 
Das Cover verspricht, passend zum Titel „Wolfskälte“ ein kaltes & nasses Setting auf einer schaurigen, einsamen Insel. Es sprach mich sofort an.

Der Schreibstil von Laura McCluskey ist wirklich spitze! Er ist flüssig, lebendig & unglaublich fesselnd. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Ich muss sagen, dass ich selten ein Buch gelesen habe, das die Atmosphäre so lebhaft wiedergegeben hat, wie dieses hier. Man fühlt sich, als wäre man „live dabei“. Man kann den eisigen Wind quasi auf den Wangen brennen spüren, genau wie die Einsamkeit & Kälte, die einem auf dieser abgelegenen Insel in die Knochen kriecht.

Die Protagonisten sind beide besondere Charaktere. George und ihr Kollege Richie sind trotz einiger Widrigkeiten aus der Vergangenheit ein eingespieltes Ermittlerteam. Es macht unglaublich viel Spaß Schritt für Schritt gemeinsam mit den Beiden den Fall zu lösen.
Die Insulaner sind eine eingeschworene Gesellschaft. Man grübelt und grübelt & es bleibt bis kurz vor Schluss offen, was sich auf dieser Insel eigentlich abspielt & wer für den Tod von Alan verantwortlich ist. Der Spannungsbogen ist großartig & das große Finale das Tüpfelchen auf dem i.

Fazit: Ganz große Leseempfehlung für Liebhaber von düsteren, atmosphärischen Krimis!

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