Cover-Bild Aylas Lachen
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Kindler
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 12.08.2025
  • ISBN: 9783463000664
Lenz Koppelstätter

Aylas Lachen

Eine bewegende deutsch-türkische Familiengeschichte von Bestsellerautor Lenz Koppelstätter.

Wenn Ayla an ihren Großvater Mesut denkt, dann träumt sie sich an die Bank unter dem Feigenbaum in seinem Garten zurück, auf der er ihr die abenteuerlichsten Geschichten erzählte. Sie erinnert sich an die flirrenden Sommer ihrer Kindheit voller Licht, Hitze und Staub, die sie mit ihrer Familie in Anatolien verbrachte, woher ihre Mutter Hava stammt. 
Hava hat ihre Heimat als junge Frau verlassen, aber in Deutschland, am Bodensee, ist sie nicht glücklich geworden, genauso wenig wie in ihrer Ehe. Den Mann, den sie nicht heiraten durfte, hat sie nie vergessen – und ihrem Vater nie verziehen. 
Und so machen sich Ayla und ihr Bruder Yasin mit ihrer Mutter in einem alten Mercedes auf den Weg nach Anatolien, damit Hava ihre große Liebe wiedersehen kann. Eine Reise beginnt, die in die Vergangenheit führt, zu dem kleinen Dorf in den Bergen, in dem Bauer Mesut von der großen, weiten Welt träumte – und seine Tochter von der Freiheit.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2025

Eine schöne Familiengeschichte

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Zum Inhalt:
Ayla kennt Anatolien, die Heimat ihrer Mutter nur aus Sommerurlauben. Mit ihrem Großvater Mesut verbindet sie schöne Stunden unter dem Feigenbaum im Garten.
Ihre Mutter Hava ist als junge ...


Zum Inhalt:
Ayla kennt Anatolien, die Heimat ihrer Mutter nur aus Sommerurlauben. Mit ihrem Großvater Mesut verbindet sie schöne Stunden unter dem Feigenbaum im Garten.
Ihre Mutter Hava ist als junge Frau nach Deutschland gekommen, wurde hier aber nie glücklich. Mittlerweile ist Hava geschieden, den Mann, den sie immer heiraten wollte, aber nicht durfte hat sie nie vergessen. Hava, Ayla und ihr Bruder Yasmin reisen mit dem Auto nach Anatolien, damit Hava ihre große Liebe noch einmal sehen kann.

„Aylas Lachen“ ist eine deutsch-türkische Familiengeschichte von Bestsellerautor Lenz Koppelstätter. Der Autor ist mir von seiner Commissario Grauner Reihe und seiner Gardasee Reihe bekannt. Auf „Aylas Lachen“ war ich sehr gespannt und fragte mich, ob der Autor mich auch in diesem Genre begeistern kann.

Lenz Koppelstätter zeichnet ein klares Bild von türkischem Familienleben, von Traditionen und Zusammenhalt.
Hava, die als junge Frau nach Deutschland kam ist nie glücklich geworden, zumal sie auch ihre große Liebe in der Heimat zurücklassen musste. Ihre Kinder kennen Anatolien nur aus Sommerurlauben. Auch sie Verbinden die Heimat ihrer Mutter mit einem schönen Gefühl.

Der Autor erzählt nicht nur von der Reise nach Anatolien, sondern auch von einer Reise in die Vergangenheit von Hava. Einst hat sie von Freiheit geträumt, hat sich aber den Zwängen ihres Vaters beugen müssen.

Anhand von Hava vermittelt Lenz Koppelstätter sehr realistisch das Gefühl sich in einem fremden Land, mit anderen Kulturen einfinden zu müssen.
Die Leser*innen lernen in der Geschichte einiges der türkischen Kultur kennen.

Der Autor erzählt die Geschichte sehr bewegend. Seine Charaktere sind gut gezeichnet und lebendig. Mir haben Ayla und ihre Familie sehr gut gefallen. Havas Vergangenheit hat mich berührt.

Mit „Aylas Lachen“ konnte mich Lenz Koppelstätter wieder einmal begeistern.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

So schön

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Ayla lebt in Deutschland, verbringt ihre Sommer aber in der Türkei. Von dort kommt ihre Familie. Sie verbringt dann gern viel Zeit mit Großvater Mesut, der viele tolle Geschichten erzählt. Am liebsten ...

Ayla lebt in Deutschland, verbringt ihre Sommer aber in der Türkei. Von dort kommt ihre Familie. Sie verbringt dann gern viel Zeit mit Großvater Mesut, der viele tolle Geschichten erzählt. Am liebsten sitzt sie mit ihm unter dem großen Feigenbaum und lauscht seinen Erzählungen. In Deutschland ist das Leben schwieriger. Sie steht zwischen den zwei Kulturen, darf nicht auffallen.
Parallel dazu erfahren wir die Geschichte von Aylas Mama, Hava. Mit ihrer Jugendliebe durfte sie nicht zusammen sein, lebt jetzt in einer unglücklichen Ehe. Für sie war es nie so leicht in Deutschland anzukommen. Die Sprache macht ihr Schwierigkeiten. Da muss Tochter Ayla oft unterstützen. Als Ayla und ihr Bruder Yasin erwachsen sind, begeben sie sich zu Dritt nach vielen Jahren wieder auf den Weg in die Türkei. Auf der Suche nach vielen schönen Erinnerungen und Heilung, werden sie konfrontiert mit altem Schmerz aber auch Versöhnung.

Eine wunderbare, einfühlsame Familiengeschichte, die über drei Generationen reicht. Die große Stärke in diesem Roman sind die grandios gezeichneten Protagonisten. Sie alle wirken unheimlich lebendig mit ihren inneren Schmerzen, der Zerrissenheit, Sehnsucht und Hoffnung. Vor allem Ayla, Mesut und Hava sind mir so ans Herz gewachsen, wirken so nahbar. Das Leben in der Türkei mit all den kulturellen Besonderheiten wurde so bildhaft beschrieben, dass ich die Hitze gespürt, den Baklava geschmeckt und die Menschen in den Dörfern vor mir gesehen habe. Das Leben der Familie in Deutschland mit den unglücklichen Eltern, ist so traurig. Die Kinder hatten es auch in der Schule nie leicht, gehörten nicht immer mit dazu.

Ein unglaublich berührender und feinfühliger Roman, mit vielen lebendigen Bildern, kulturellen Unterschieden und dem einen großen Wunsch: Zugehörigkeit. Unbedingt lesen!!!

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Lohnenswerte Erzählung

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Kein Krimi dieses Mal, kein Südtirol, kein Mahler. Stattdessen: Anatolien. Und eine Erzählung, die im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ihren Anfang nimmt. Bei Mesut, der seine Kindheit und sein Erwachsenenleben ...

Kein Krimi dieses Mal, kein Südtirol, kein Mahler. Stattdessen: Anatolien. Und eine Erzählung, die im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ihren Anfang nimmt. Bei Mesut, der seine Kindheit und sein Erwachsenenleben in einem Bergdorf verbrachte, der seine Gülüm viel zu früh verlor, aber ihr eine Tochter da ließ. Bevor es um seine Enkelin Ayla geht, erfährt man viel über das Leben in jenem Bergdorf und über Mesut, der ein wahrer Geschichtenerzähler war. Bei manchen Dingen, die es wirklich gibt und von denen ihm Verwandte aus Istanbul erzählen, amüsierte ich mich gewaltig. Denn Mesut glaubt bei diesen, dass sein Vetter ihm seinerzeit Geschichten auftischt. Von Hotelschiffen, höher als viele Gebäude, etwa. Koppelstädter erzählt so, dass man sich das Ganze gut vorstellen kann und Mesut ist eine Figur, die auch wirklich so existieren könnte - ob in Anatolien oder woanders. Einer, der sich die dollsten Geschichten ausdenkt, wunderbar erzählt und sein Leben genießt.

Hava ist Aylas Mutter, auch sie kommt zu Wort, und Ayla natürlich. Denn sie wächst in Deutschland als Gastarbeiterkind auf und liebt ihren Opa Mesut wegen seiner abenteuerlichen Geschichten. Die erzählt er unter einem Feigenbaum. Es ist auch mehr eine Erzählung rund um eine türkische Familie, die im Lauf der Jahrzehnte Wandlungen durchmacht. Die Tochter hat ihr Päckchen zu tragen, darf ihre große Liebe nicht heiraten und muss in Deutschland klarkommen. Ayla hingegen wächst nicht im Bergdorf auf sondern lernt es in den Ferien kennen. So entstehen unterschiedliche Welten mitten in Europa. Und Koppelstädter fängt die Entstehung und das, was sich daraus mit und in Mesut, Hava und Ayla entwickelt, wunderbar ein. Dazu erfährt man viel über türkische Traditionen, Anatolien früher und heute und wie sich das Leben allmählich änderte oder auch nicht, je nachdem, wo sich Mesuts Nachkommen aufhalten.

Es ist eine sehr lesenswerte Erzählung für die man sich Zeit nehmen sollte.

Veröffentlicht am 17.08.2025

Ein berührende Familiengeschichte

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„Aylas Lachen“ von Lenz Koppelstätter ist eine bewegende deutsch-türkische Familiengeschichte, die mich sehr berührt hat.

Ayla verbrachte viele Sommer bei ihrem Großvater Mesut in Anatolien, er saß immer ...


„Aylas Lachen“ von Lenz Koppelstätter ist eine bewegende deutsch-türkische Familiengeschichte, die mich sehr berührt hat.

Ayla verbrachte viele Sommer bei ihrem Großvater Mesut in Anatolien, er saß immer unter dem Feigenbaum und erzählte die abenteuerlichsten Geschichten.
Doch Aylas Mutter Hava verließ Anatolien schon mit jungen Jahren um zu heiraten, doch leider nicht den Mann, den sie liebte, denn das erlaubte ihr Vater nicht.
Viele Jahre später, Hava ist inzwischen geschieden, reisen Ayla, Hava und Aylas Bruder Yasin in die Berge Anatoliens, damit Hava ihre große Liebe endlich wiedersehen kann.

In der Geschichte rund um Ayla und ihre Familie erfahren wir einiges über Anatolien, türkische Traditionen und Lebensbilder.
Es war sehr interessant und auch die Reise der Familie habe ich gespannt verfolgt.
Der Schreibstil von Lenz Koppelstätter ist flüssig und anschaulich, ich konnte mir die Schauplätze und Begebenheiten zu jederzeit bildlich gut vorstellen und komplett in die Story eintauchen.

„Aylas Lachen“ ist eine bewegende Familiengeschichten die mich sehr berührt und gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Ein bewegende Familiengeschichte zwischen zwei Kulturen

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Der Roman "Aylas Lachen" von Lenz Koppelstätter erscheint bei Rowohlt Polaris.

Viele unbeschwerte heiße Sommer verbrachte Ayla in ihrer Kindheit bei Großvater Mesut in seiner Heimat Anatolien, wo er ihr ...

Der Roman "Aylas Lachen" von Lenz Koppelstätter erscheint bei Rowohlt Polaris.

Viele unbeschwerte heiße Sommer verbrachte Ayla in ihrer Kindheit bei Großvater Mesut in seiner Heimat Anatolien, wo er ihr unter dem Feigenbaum im Garten seine abenteuerlichen Geschichten erzählte. Ihre Mutter Hava verließ Anatolien in jungen Jahren und zog nach Deutschland, doch sie wurde dort nicht glücklich, auch nicht in ihrer Ehe. Sie wollte einen anderen Mann heiraten, aber ihr Vater ließ das nicht zu, das hat sie ihm nie verziehen.

Viele Jahre später, Hava ist inzwischen geschieden, fahren Ayla und ihr Bruder Yasin mit ihrer Mutter in das kleine Dorf in den Bergen Anatoliens, denn Hava möchte endlich ihre große Liebe wiedersehen. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, als Mesut von der weiten Welt träumte und Hava von ihrer persönlichen Freiheit.

Koppelstätter beschreibt eine türkisch-deutsche Familiengeschichte, die von Heimat, Tradition, Familie, Zusammenhalt und unerfüllter Liebe erzählt. Für Ayla ist Anatolien ein Ort der Freude, denn dort erlebt sie schöne Sommertage und die wundersamen Geschichten von Großvater Mesut lassen sie in eine ungewöhnliche Welt eintauchen, die sie aus Deutschland nicht kennt. Ihre Eltern leben in einer lieblosen Beziehung, was Ayla nicht verstehen kann. Viele Jahre später gesteht ihr Hava, dass sie ihre große Liebe nicht heiraten durfte und deshalb nach Deutschland zog. Und auch Mesut hatte Träume, die im wahren Leben keinen Platz haben.

In dieser Geschichte erfahren wir von den Traditionen und türkischen Lebensbildern, die Mesuts Alltag seit jeher bestimmen und die er aus Gewohnheit und Zwängen der Tradition nicht überwinden kann. Unter diesen Zwängen leidet auch Hava, sie wünscht sich ein selbstbestimmtes Leben und hofft, es in Deutschland leben zu können. Sie wird in ihrer Ehe nicht glücklich. Ihre Tochter Ayla erkennt die Probleme ihrer Eltern zuerst nicht, kann sich aber mit den Umständen arrangieren und findet in Deutschland nicht nur Heimat, sondern auch ihren persönlichen Weg. Sie erfährt von ihrer Mutter, dass Frauen und Mädchen nicht in der Öffentlichkeit lachen und auffallen sollen. Das kann sie nicht verstehen und möchte es auch nicht so ausleben.

Der Roman zeigt die Probleme von Menschen auf, die ihre Heimat verlassen und sich in Deutschland zurecht finden müssen. Die unterschiedlichen Erlebnisse zeigen den Alltag, es gibt gute und schlechte Erfahrungen, die das Ankommen oder die Ausgegrenztheit in der Fremde beschreiben. Ayla kann sich schnell anpassen, sie findet Freunde und ihren eigenen Weg, studiert und erfährt erst jetzt, was ihre Mutter für Träume hatte als sie noch jung war. Lenz Koppelstätter erzählt sehr leichtfüßig und mit bildhaften Beschreibungen, durch die man sich die einzelnen Schauplätze und Begebenheiten gut vorstellen kann. Ich konnte mich gut in die einzelnen Figuren hinein denken und habe ihre unterschiedlichen Lebenswege bewegt miterlebt. Man erkennt die Unterschiede der Kulturkreise und hat drei Generationen im Blick, die auf unterschiedliche Weise ihr Leben gestalten.


Eine interessante, bewegende Geschichte, die den Blick in zwei Kulturen öffnet und den Wunsch nach Freiheit und eigener Selbstbestimmung verdeutlicht.