Cover-Bild Große Gefallen
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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Atlantik Verlag
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 03.05.2022
  • ISBN: 9783455013948
Lillian Fishman

Große Gefallen

Eva Bonné (Übersetzer)

Eine einzigartige Geschichte über Macht, Scham, weibliche Lust und den gefährlichen Grat zwischen Begehren und Beherrschen

Eve ist queer, jung, lebt in Brooklyn und ist mit einer Frau zusammen. Dann lässt sie sich auf eine Affäre mit einem Hetero-Paar ein: Nathan und Olivia. Die Dreiecksbeziehung entwickelt sich schnell von einem unverbindlichen und vermeintlich selbstbestimmten Abenteuer zu einem Machtspiel. Nathan beginnt, die zwei Frauen zu manipulieren und gegeneinander auszuspielen. Im Ringen um Nathans Zuneigung erlebt Eve ein sexuelles Erwachen, bei dem sie es genießt, ihre eigenen Grenzen immer wieder zu überschreiten. Bis sie vor der Frage steht, welchen Preis sie für die ultimative Erfüllung zu zahlen bereit ist.

 

Große Gefallen liefert keinen sanften Einstieg, sondern zieht einen direkt rein. Fishman erzählt von den feinen, fließenden Nuancen, die zwischen Verlangen und Macht liegen, und das mit einem bedachten und schonungslosen Auge.  Raven Leilani

“Eine Art hochaufgeladene Kombination aus Sally Rooney und Ottessa Moshfegh, und so klug wie Joan Didion. Lillian Fishman ist nicht nur eine Schriftstellerin mit brillantem Kopf – sie hat auch ein brillantes Herz.” David Lipsky

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2022

Groteske Offenheit

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„Große Gefallen“ von Lillian Fishman gehört zu den Romanen, welche mich etwas zwiegespalten zurücklassen. Vom Anfang war ich sehr angetan. Die queere Protagonistin Eve gefiel mir ganz gut, auch die Thematik, ...

„Große Gefallen“ von Lillian Fishman gehört zu den Romanen, welche mich etwas zwiegespalten zurücklassen. Vom Anfang war ich sehr angetan. Die queere Protagonistin Eve gefiel mir ganz gut, auch die Thematik, die sich um Begehren und Beherrschen dreht, den Spagat zwischen diesen Themen und darum, wie weit Eve in der Dreiecksbeziehung gehen wird. Es sind die Betrachtungen der zwischenmenschlichen Begegnungen, die ich gut herausgearbeitet finde. Der Schreibstil, die Wortwahl und der teils poetische Blick sind wirklich gelungen.

„Das Meer liefert den Beweis für die Größe der Welt, das Meer zeigt, wie rund, großartig und monströs sie ist. Es steht für die Feier des Lebens, für Anziehung und Tiefe.“ [25]

Der Mittelteil und das Ende der Story konnten mich nicht ganz überzeugen. Hier hätte ich mehr erwartet. Mehr Reflektionen von Eve, mehr vom Inhalt und der gesamten Entwicklung. Fatimas Sichtweise ist die, die ich mir auch mehr bei Eve gewünscht hätte. Sie ist in ihren Betrachtungen nicht eingeschränkt und hat einen besseren Weitblick. „Ihre Definition von Liebe war viel umfassender.“ [152]

Insgesamt verfliegt mir die aufgebaute Aufregung zu schnell. Ab dem Mittelteil stellt sich, zumindest meiner Meinung nach, Monotonie beim Lesen ein.

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Veröffentlicht am 09.05.2022

Viel erwartet, wenig bekommen

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Inhalt:

„Eve ist queer, jung, lebt in Brooklyn und ist mit einer Frau zusammen. Dann lässt sie sich auf eine Affäre mit einem Hetero-Paar ein: Nathan und Olivia. Die Dreiecksbeziehung entwickelt sich ...

Inhalt:

„Eve ist queer, jung, lebt in Brooklyn und ist mit einer Frau zusammen. Dann lässt sie sich auf eine Affäre mit einem Hetero-Paar ein: Nathan und Olivia. Die Dreiecksbeziehung entwickelt sich schnell von einem unverbindlichen und vermeintlich selbstbestimmten Abenteuer zu einem Machtspiel. Nathan beginnt, die zwei Frauen zu manipulieren und gegeneinander auszuspielen. Im Ringen um Nathans Zuneigung erlebt Eve ein sexuelles Erwachen, bei dem sie es genießt, ihre eigenen Grenzen immer wieder zu überschreiten. Bis sie vor der Frage steht, welchen Preis sie für die ultimative Erfüllung zu zahlen bereit ist.“





Schreibstil/Art:

Der vielversprechende Anfang ließ mich euphorisch zurück. Gebangt las ich Eves Gedanken und verfolgte ihr Sexabendteuer. Der moderne Schreibstil und die Handlung in der Weltmetropole New York beflügelten die Atmosphäre und kreierten ein vollkommen realistisches Bild.

Doch die Dreiecksbeziehung driftete ab, angefangene Stränge spielten bald keine Rolle mehr, zudem erschwerte die Tatsache, dass Gesprochenes nicht in Anführungszeichen gesetzte gewesen ist. Die 256 Seiten ließen sich dadurch mühselig, langsam und auch langweilig lesen. Ich konnte irgendwann einfach weder Gedanken noch die Kommunikationen untereinander und/oder Beschreibungen voneinander unterscheiden. 





Fazit:

Die nicht wirklich überzeugende und aufklärende Auflösung enttäuschte mich zudem extrem. Ich habe den Sinn hinter dieser Geschichte vergeblich versucht zu verstehen.

Eine provokante und zum Teil derbe Lektüre die zwar fordert aber auch langweilt. Weder wirklich informativ noch interessant. Schade!

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Veröffentlicht am 06.05.2022

Zu psychoanalytisch und unvollkommen

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Eve ist queer und lebt in einer festen Beziehung mit Romi. Doch dies reicht ihr nicht und so beginnt sie eine Dreiecksbeziehung zu Olivia und Nathan. Nathan ist der perfekte Typ, um Frauen zu manipulieren ...

Eve ist queer und lebt in einer festen Beziehung mit Romi. Doch dies reicht ihr nicht und so beginnt sie eine Dreiecksbeziehung zu Olivia und Nathan. Nathan ist der perfekte Typ, um Frauen zu manipulieren und er biegt sich vieles so, wie er es braucht. Eve wird immer mehr in dem Strudel um Lust, Begehren und Leidenschaft hineingezogen und weiß zum Schluss gar nicht so richtig, was sie überhaupt will…
Der Roman „Große Gefallen“ stammt aus der Feder von Lillian Fishman. Es ist ihr Debütroman. Das Cover gefällt mir bei diesem Buch nicht so gut, hätte ich doch Angst die junge Dame verschluckt jeden Moment die Weintraube (und besonders erotisch finde ich es auch nicht), aber die Geschichte über die angekündigte Dreiecksbeziehung hat mich sehr neugierig gemacht. Der Einstieg in das Buch gelingt sehr gut und einfach. Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von Eve erzählt, somit erhält man viele Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Der Schreibstil ist modern und schnell zu lesen. Das Setting in der Weltmetropole New York, wo alles möglich ist, ist auch sehr gut gewählt.
Doch nun komme ich bereits zu meiner Kritik. Die Geschichte beginnt vielversprechend, doch die Charaktere bleiben durchweg unnahbar. So richtig rein fühlen kann man sich nicht. Die beschriebenen sexuellen Handlungen sind in Ordnung und nicht übertrieben, aber sie werden zerstört durch das ständige psychologische Geplänkel der Protagonistin. Eve hinterfragt alles und jeden und diskutiert auch mit mehreren Charakteren alles bis auf das kleinste Detail aus. Damit wird das Buch überwiegend gefüllt und plätschert vor sich hin und es beginnt langweilig zu werden. Diese psychoanalytische Aufarbeitung hat für mich nichts mit einem unterhaltsamen Roman zu tun. Doch das Ende des Buches macht für mich das Werk dann gänzlich kaputt. Denn das Ende ist eigentlich kein Ende und eine richtige Auflösung gibt es nicht. Damit weiß ich leider nicht, was der Roman mir schlussendlich mit auf den Weg geben will. Ich finde das sehr schade, denn die Story ist vielversprechend und interessant, wurde dahingehend auch gut beworben. Sehr stark gestört hat mich außerdem, dass die wörtliche Rede im Buch nicht gekennzeichnet wird, so wird es manchmal schwer zu folgen, wer eigentlich spricht und manchmal glaubte ich, es wurde nicht gesprochen, sondern fand als eine Art Zwiesprache im Kopf statt. Das war sehr merkwürdig. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Charaktere und Nebenpfade auftauchen und daraus nichts weiter erdacht wurde, zum Bsp. die Handlung zu Eves Vater. Ebenfalls alles merkwürdig.
Mein Fazit: Das Buch ist für mich eine absolute Enttäuschung. Viel beworben sollte es die Zerstörungskraft und Besonderheit einer modernen Dreiecksbeziehung einfangen, aber macht durch psychoanalytische Strukturen und äußerst unnahbare und oberflächliche Charaktere alles kaputt und ist nur wenig unterhaltsam. Ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen.

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