Grausam
Nicht die Lektüre, sondern die Geschehnisse in diesem Buch. In Doris Litz Thrillern geht es immer sehr heftig zu. Dass Grausamkeit sich steigern kann, beweist dieses Werk. Dieses Mal geht es um Hexenverfolgung, ...
Nicht die Lektüre, sondern die Geschehnisse in diesem Buch. In Doris Litz Thrillern geht es immer sehr heftig zu. Dass Grausamkeit sich steigern kann, beweist dieses Werk. Dieses Mal geht es um Hexenverfolgung, deren Folterungen und Verbrennung. Eben in einer Ausstellung zu eben jenem Thema wird Oberstaatsanwältin Lina Saint-George zu einem Todesfall gerufen. Nach einem Brand wurde eine verkohlte Leiche gefunden. Die Auffindesituation allerdings macht stutzig. Und schnell steht fest, die Frau wurde erst gefoltert, dann ans Bett gefesselt und angezündet. Ein Fall von Hexenverfolgung, -folterung und -verbrennung, wie die Ausstellung zeigt, und was es offiziell in Hachenburg nie gegeben hat? Bei der Verfolgung von Spuren stößt man schnell auf Hexenzirkel. Wobei man, wie die Leserschaft lernt, zwischen weißer und schwarzer Magie unterscheiden muss. Wieder sehr wendungsreich, spannend und zutiefst menschelnd erzählt. Hält die Leser*innen unter Strom und zeigt, dass auch das legendäre Bauchgefühl und Gespür eines grantelnden Neuer nicht unfehlbar ist. Oder stand er gar unter einem Bann?