Cover-Bild Rettet die Kindheit
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 15.10.2025
  • ISBN: 9783442775798
Maja Lunde

Rettet die Kindheit

Wie die digitale Welt unsere Kinder in Besitz genommen hat – und was wir tun können, damit sie wieder Lust am Spielen, Lernen und Leben gewinnen
Ina Kronenberger (Übersetzer)

Digitalisierung first“ – mit welchen Folgen? Warum das Beispiel Norwegen topaktuell ist und wie es unsere Debatte über Bildung und Zusammenhalt verändern kann.

Norwegen war Vorreiter bei der konsequenten Digitalisierung an Schulen – und für viele darin ein Vorbild. Doch die ersten Langzeitstudien zeigen dramatische Folgen und haben eine brisante gesellschaftspolitische Debatte entfacht. Was können wir daraus von Norwegen lernen? Maja Lunde, Bestsellerautorin und Mutter dreier Schulkinder, beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem Thema der Digitalisierung. Sie hat die neuesten Studien analysiert und beschreibt, warum Schlaf, körperliche Aktivitäten, Natur- und Gemeinschaftserlebnisse für das psychische Wohlbefinden entscheidend sind. Doch die Tech-Industrie ignoriert diese Werte. Leidenschaftlich, aber ohne moralischen Zeigefinger entwirft Maja Lunde einfach umzusetzende Maßnahmen, mit denen Eltern die Smartphone-Nutzung ihrer Kinder (und oft auch ihre eigene) reduzieren können. In manchen Ländern (zum Beispiel Australien) beginnt gerade ein politisches Umdenken. Noch schneller geht es, wenn jeder bei sich zu Hause anfängt.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2026

Ein Buch, das alle gelesen haben sollten!

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»Kindern schadet es, wenn sie nicht spielen. Doch die Kinder von heute haben keine Zeit mehr. Als wir ihr Leben mit digitalen Geräten gefüllt haben, haben wir ihnen gleichzeitig den Raum für das Wichtigste ...

»Kindern schadet es, wenn sie nicht spielen. Doch die Kinder von heute haben keine Zeit mehr. Als wir ihr Leben mit digitalen Geräten gefüllt haben, haben wir ihnen gleichzeitig den Raum für das Wichtigste genommen, was Kinder machen sollten: ihre eigene Ausdrucksform finden, ihre eigene Sprache.«

Alles beginnt mit Michael Endes „Momo“. Eine Konstante, die sich durch das ganze Buch zieht, denn dieser Text handelt – wie bekannt – von der Zeit, die auch uns abhandengekommen ist.
Heute ist Zeit immer Mangelware.
„Ich muss nur mal kurz…“ Wer kennt ihn nicht, von sich selbst oder von anderen? Diesen kleinen harmlos daherkommenden Satz, der doch den Teufelkreis erneut ankurbelt.

Maja Lunde präsentiert mit diesem Buch kein Plädoyer, das einer alten, längst vergangen Zeit hinterher trauert, sondern einen wohl durchdachten Weckruf, dem man nicht zustimmen muss, aber unbedingt gelesen haben sollte, besonders wenn man eigene Kinder hat oder mit ihnen zusammenarbeitet.

Und auch wenn sich das Buch auf Kinder und Jugendliche beschränkt, wirkt das alles auch auf die erwachsenen Leser*innen, die sich kopfnickend vor dem Buch wiederfinden und ihr, bei nostalgischen Erinnerungen an die Kindheit, nur zustimmen können.
Denn unsere Kindheit war ebenfalls geprägt von einer gewissen Langeweile, die keine verschwendete Zeit war, sondern Kreativität und Interessen in jeglicher Hinsicht förderte sowie wirkliche, reale Kontakte.

Und wenn ich schreibe, dass sich dieses Buch wie ein Thriller oder wie ein spannender Instagram-Feed liest, von dem man nicht genug bekommt, ist das nicht übertrieben, denn es spiegelt uns gegenwärtiges Dasein auf schockierende Weise und doch ignorieren wir es gekonnt.
Täglich vier Stunden am Handy, bedeutet auf ein Leben hochgerechnet, ganze 14 Jahre! Ganz zu schweigen davon, dass viele Jugendliche weit über diesen vier Stunden liegen. Oder die Tatsache, dass Eltern Schlafproblemen ihrer Kinder mit Melatonin entgegenwirken, anstatt den wahren Auslöser – sämtliche Bildschirme – aus deren Schlafzimmern zu verbannen.

Dieses Buch ist wahrlich eine Konfrontationstherapie mit der eigenen Sucht, die wir wahrscheinlich alle haben, sich aber keiner eingestehen möchte.
Zum Abschluss der Lektüre schlägt Maja Lunde mögliche Verhaltensregeln gegen diese Bildschirmsucht vor.

Selten hat mich ein Buch so sehr zum Nach- und Umdenken angeregt! Eine unbedingte Leseempfehlung!

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